Forum: Haus & Smart Home Klimaanlage steuern in Abhängigkeit von PV-Leistung


von Thoralf (enkidu_mit_pv)


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Hallo zusammen,
um die Amortisation einer PV-Anlage zu erhöhen, sollte man soviel wie 
möglich Solarstrom selbst nutzen. Das Problem ist die Leistung der 
Verbraucher an die erzeugte Solarleistung anzupassen. Dazu möchte ich 
mein Projekt zur Steuerung einer Inverter-Klimaanlage vorstellen. Analog 
kann man natürlich auch Wasserboiler und andere Verbraucher steuern. Die 
Solarleistung sollte natürlich im Verhältnis zur Leistung des 
Verbrauchers ausreichend überdimensioniert werden.
Zur Messung der eingespeisten Leistung verwendet dieses Projekt einen 
Einphasen-Zähler mit S0-Schnittstelle. Die Datenübertragung erfolgt über 
ESP32-NOW in verschiedene Räume ohne aufwändig Kabel verlegen zu müssen. 
Das eigentliche Steuergerät muss sich in Sichtweite der 
Inverter-Split-Klimaanlage befinden. Das Steuergerät hat rgb-led zur 
Statusanzeige, eine IR-led zur Signalübertragung an die Klimaanlage und 
einen IR-Empfänger.
Das Prinzip basiert darauf, dass die Klimaanlage ihre Leistungsaufnahme 
in Stufen an die Differenz aus der Raumtemperatur und der vorgegebenen 
Solltemperatur anpasst. Über die Änderung der Solltemperatur kann das 
Steuergerät die Leistungsaufnahme ändern.
Der Bediener richtet seine IR-Fernbedienung nicht auf die Klimaanlage 
sondern auf das Steuergerät. Er wählt im Modus heizen oder kühlen und 
die gewünschte Temperatur. Wenn er die Regelung abschalten möchte, 
richtet er die Fernbedienung auf das Steuergerät und schaltet es aus.
Im Anhang sind die Codes für das Steuergerät und den Einspeisesensor.
Ich würde mich freuen, wenn es jemand nachbaut.
von Andreas M. (elektronenbremser)


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Gehört eigentlich zu Projekte und Code
von Heinz R. (heijz)


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Thoralf schrieb:
> Das Prinzip basiert darauf, dass die Klimaanlage ihre Leistungsaufnahme
> in Stufen an die Differenz aus der Raumtemperatur und der vorgegebenen
> Solltemperatur anpasst. Über die Änderung der Solltemperatur kann das
> Steuergerät die Leistungsaufnahme ändern.

wie soll das funktionieren?

Es ist doch ein Unterschied in der Leistungsaufnahme wenn ich z.B. 22° 
soll einstelle ob es 23° oder 32° im Raum hat?
von Klaus (feelfree)


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Eine Klimaanlage, die nach dem aktuellen  PV-Überschuss geregelt wird, 
will man nicht haben.
Man möchte eine angenehme, gleichmäßige Temperatur im Haus haben, und 
nicht frieren müssen, nur weil das Ding gerade Strom verballern "muss".

Das schöne ist, dass die "natürliche" Regelung (Abweichung Soll/Ist) 
sowieso nahezu perfekt mit dem Solarertrag korreliert.

Heinz R. schrieb:
> Es ist doch ein Unterschied in der Leistungsaufnahme wenn ich z.B. 22°
> soll einstelle ob es 23° oder 32° im Raum hat?

Ja eben. Bei 23° Ist und viel Solarertrag schaltet diese "Regelung" dann 
das Soll solange runter, bis genug Strom zum unnützen Runterkühlen 
verballert wird
: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Klaus schrieb:
> Eine Klimaanlage, die nach dem aktuellen  PV-Überschuss geregelt wird,
> will man nicht haben.

Du vielleicht nicht, aber du bist nicht der Massstab.

Je mehr Sonne je mehr Aufheizung, das funktioniert wie der 
Außentemperaturfühler an der Heizung der die Vorlauftemperatur und damit 
mögliche Heizleistung regelt

Hat man gar ein Campingmobil will man das Inselnetz nicht überfordern 
und kühlt nur mit dem was man bekommt.

ars ist sowieso ungesund in Räumen ohne Temperaturschwankungen zu 
sitzen, inzd auf Dauer regelt die Klimaanlage schon auf Solltemp, es 
wird ja nur die Leistung geregelt.

Ich denke nur, das Verfahren funktioniert je nach Klimaanlagenmodell 
anders, und seine Implementation muss man auf die eigene Klimaanlage 
anpassen
: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


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Michael B. schrieb:
> Ich denke nur, das Verfahren funktioniert je nach Klimaanlagenmodell
> anders, und seine Implementation muss man auf die eigene Klimaanlage
> anpassen

Hast Du selber eine Klimaanlage?

Hier der heutige Verbrauch
(das Rauschen kommt daher das nur S0-Impulse erfasst werden)
von Klaus (feelfree)


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Michael B. schrieb:
> sowieso ungesund in Räumen ohne Temperaturschwankungen zu sitzen

ein echter Laberkopp mal wieder

Michael B. schrieb:
> Je mehr Sonne je mehr Aufheizung

eben, und desto mehr muss die Klimaanlage gegensteuern. Das macht die 
von ganz alleine, ohne externe Steuerung mit völlig falschen 
Sollwertvorgaben.
: Bearbeitet durch User
von Thoralf (enkidu_mit_pv)


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Hallo zusammen,
jeder Klimaanlagenhersteller macht natürlich sein eigenes 
Sendeprotokoll. Leider gibt es keinen einheitlichen Standard.
Aber! Die Protokolle haben viele Gemeinsamkeiten. Um das Projekt zu 
skalieren gibt es aus meiner Sicht zwei sinnvolle Ansätze.
1. Jeder Maker passt das Programm individuell an seine Fernbedienung an. 
Vorteil ist ein schlankes Programm, welches auf vielen Mikrocontrollern 
läuft.
2. Beim Senden der Fernbedienung wird das passende Protokoll in einer 
Tabelle identifiziert und verwendet. Vorteil ist eine universelle 
Lösung. Um das mit einem normalen Mikrocontrller zu realisieren, müsste 
eine Tabelle mit Kriterien wie der Länge des Startbits, Bitlänge, 
Bitanzahl, Art der Checksumme und natürlich die Bitpositionen für 
Heizen/Kühlen, Temperatur eingetragen werden.

Mit der IRremote Bibliothek wurde auch schon versucht alle möglichen 
Fernbedienungsprotokolle zu erfassen. Allerdings ist die Bibliothek 
mittlerweile so riesig, dass man schon fast einen PC dafür benötigt. Die 
Bibliothek kann natürlich viel mehr. Damit lässt sich das ganze 
Protokoll ändern. Also z.B. Lüfter, Ausrichtung, Timer u.s.w..
Die Vorteile des Mikokontrollers sind ja klein, kostengünstig, 
zuverlässig und geringer Energiebedarf.
Wenn sich Leute finden, um verschiedene Protokolle zusammenzutragen und 
eine Tabelle zu erstellen, wäre das eine gute Sache.
von Thoralf (enkidu_mit_pv)


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Hier sind ein paar Fotos.
von Jörg K. (joergk)


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Ich finde die Grundidee ganz interessant und würde sie nicht so 
zerreißen wie einige meiner Vorredner:

Die kleinen Splitgeräte der diversen "Hersteller" sind sich sehr ähnlich 
in ihrer Regelstruktur:
- Geregelt wird auf die Ansaugtemperatur des Innengerätes
- Unterschreitet die Ansaugtemperatur den Sollwert um 3K wird 
abgeschaltet
- Erreicht die Ansaugtemperatur den Sollwert wird eingeschaltet
- Die Leistung wird über das Integral der Regelabweichung eingestellt: 
Lang anhaltende große Regelabweichung führt zur Erhöhung der Leistung, 
kleine Regeldifferenz dagegen zur Senkung der Leistung

Die vom TO verwendete Methode kann also klappen.
Zum Thema Komfortverlust wegen schwankendem Sollwert: Wir reden hier ja 
nicht von 5K sondern 2..3K. Das liegt schon im oben genannten 
Hysteresebereich.

Und zum Beispiel für ein Schlafzimmer würde das System sehr gut klappen: 
Mittags bei Sonne den Raum runterkühlen, Nachts Klima aus.
Die Wärme steckt ja nicht in der Luft sondern in den Wänden und den 
Müblen.

Jörg
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Interessantes Projekt. Sollte man sich zusätzlich nicht auch mit dem 
Heruntersetzen der mittleren Strahlungstemperatur befassen und 
Sonneneinstrahlung an den südlich gerichteten Aussenwänden zu verhindern 
oder zu verringern? Hier ein Bericht von mir:

Um Klimagerät Betriebskosten so niedrig wie möglich zu halten, baute ich 
mir übrigens vor Jahren eine Fenstereinsatz Gebläse Einrichtung, die 
sich in der Nacht, sobald die Lufttemperatur draussen unter 15 Grad 
sinkt, einschaltet. Die eingesaugte Wohnungsluft entweicht durch ein 
strategisch geöffnetes Fenster. Mit dieser Einrichtung lässt sich die 
Wohnungstemperatur jeden Tag zurücksetzen, anstatt mit jedem Hitzetag zu 
steigen. Da die Masse der Wohnung Energie speichert, kann man so einen 
gewissen Teil davon so wieder nach aussen abführen, um unerwünschte 
Gebäude Hitzeenergiespeicherung zu minimieren.

Zusammen mit Abschirmung der Sonneneinstrahlung und dem Gebläsebetrieb, 
ist es mir nun fast immer möglich, die Anfangswohnumgstemperatur am 
Morgen unter 19 Grad zu bringen. Auch bei 30 Grad später draussen, 
steigt am Nachmittag/Abend die Innentemperatur meist nicht über 26 Grad, 
ohne dass das Klimagerät überhaupt eingeschaltet werden muß. Die läuft 
nur bei Sommertemperaturen wesentlich über 30 Grad.

Die Gebläse Routine hat sich definitiv positiv bestätigt. Sind halt 
meine Erfahrungen. Die Wetterfröschen sagten uns für heuer einen brutal 
heissen Sommer voraus. Hitzedom lässt grüssen...

Gerhard
von Thomas R. (thomasr)


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Grundsätzlich ist die "Vorratskühlung" in der Nacht der beste Weg um 
tagsüber ohne Klimagerät auskommen zu können. Das funktioniert aber nur 
bei einer "normalen" Wetterlage die auch nachts halbwegs niedrige 
Temperaturen bringt. Bei solchen Meldungen ist das aber wohl 
illusorisch:

"Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern ist die Temperatur in der Nacht 
zum Donnerstag nicht unter 26,2 Grad gefallen. Dieser Wert wurde um 5.50 
Uhr gemessen, danach stieg die Temperatur wieder. Damit wurde laut 
Deutschem Wetterdienst (DWD) der Rekord für die heißeste je in 
Deutschland gemessene Nacht eingestellt"

Die 70m Tiefenbohrung unserer Solewärmepumpe ist erschöpft. 
Normalerweise kommt da ~10°C kühle Sole raus die über einen WT auf die 
Fußbodenheizung übertragen werden und damit das ganze Haus ohne 
Klimaanlage kühlen. Das Erdreich um die Sonde hat sich aber durch den 
Wärmeeintrag und fehlenden Regen dermaßen erwärmt, daß da nichts mehr zu 
holen ist.
von Hardy F. (hflor)


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Heinz R. schrieb:

> Hier der heutige Verbrauch
> (das Rauschen kommt daher das nur S0-Impulse erfasst werden)

Warum S0? Ein Lesekopf für eine MME mit ESP32 kostet unter 10€ im 
Eigenbau.
Dann gibt es die aktuellen Leistungswerte im Sekundentakt.
von Marcel V. (mavin)


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Bei uns ist das normale kalte Wasser aus dem Wasserhahn schon brüh warm! 
Liegt daran, dass die Wasserleitungen direkt unter der Strassendecke 
verlaufen, und die Strasse schon so kochendheiß ist, dass man mit 
nackten Füssen nicht mehr drüberlaufen kann!

Selbst bei den ausgebesserten bituminierten Stellen läuft der, durch die 
Hitze, verflüssigte Bitumen in die Straßengosse! Als Radfahrer darf man 
da nicht durchfahren, sonst hat man sich die Schutzbleche von innen 
versaut!
von Nemopuk (nemopuk)


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Marcel V. schrieb:
> und die Strasse schon so kochendheiß ist, dass man mit nackten Füssen
> nicht mehr drüberlaufen kann!

Auch vor unserem Haus ist der Asphalt von der Straße geschmolzen. Die 
ganze Straße ist zu einem Klebeband geworden.
: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Thoralf schrieb:
> Hier sind ein paar Fotos.

Die Fernbedienung kommt mir bekannt vor. Bei mir Mitsubishi Bj. 2021, im 
Design von 1981. Zum Glück hat das Ding auch einen WLAN Zugang und ich 
kann es ganz ohne Bastelaufwand mit der Hausautomatisierung steuern.

"Vorratskühlung" nutze ich in diesen Tagen in der Tat auch. Ohne 
Anwesenheit wird die Lüfterstufe/Leistung hochgedreht, damit während der 
Anwesenheit die Flüsterstufe reicht.
von Oliver S. (oliverso)


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Thomas R. schrieb:
> Grundsätzlich ist die "Vorratskühlung" in der Nacht der beste Weg
> um
> tagsüber ohne Klimagerät auskommen zu können.

Grundsätzlich funktioniert das aktuell vielleicht im Passivhaus ohne 
Fenster, sonst eher gar nicht.

Oliver
von Lukas (lwhite)


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Nach meinen Erfahrungen würde ich mich nicht steif auf das Prinzip, dass 
bei einem PV-Überschuss die Klimaanlage muss stärker laufen, muss, 
stützen. Es kommt ja immer häufiger vor, dass es binnen weniger 
Augenblicke zuerst bewölkt und dann gleich wieder sonnig ist. Daher 
rennt dann die Steuerung ständig hinterher und damit einher schwankt die 
eingestellte Temperatur.

In meinen Augen ist es also sinnvoller, sofern passend, die Heizung ein 
bisschen herunterzudrehen, damit sich die Wärme nicht bis in den Abend 
hineinspeichert. Ich sehe auch bei mir, dass man bei heißem Wetter viel 
deutlicher, als es die Lufttemperaturanzeige allein vermuten lässt, 
merkt.

Die reine IR-Lösung hängt meines Wissens vom Modell ab. Ich bekomme es 
auch im Umfeld mit, und manche reagieren träge. Andere wiederum regeln 
den Kompressor sanft herunter und bei anderen wird ein kleines 
Ein-Aus-Drama daraus.

Auch mir wäre S0 für eine präzise Leistungsregelung auch etwas zu grob. 
Für eine langsame Regelungslogik könnte es ausreichen, aber eine 
sekundengenaue Feinabstimmung würde ich gar nicht erst versuchen.
von Klaus (feelfree)


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Thoralf schrieb:
> Das Problem ist die Leistung der
> Verbraucher an die erzeugte Solarleistung anzupassen.

Dafür gibt es eine universelle Lösung, die heißt AC-gekoppelter 
Speicher. Der speichert Überschuss weg und stellt ihn dann bereit, wenn 
Bedarf da ist.
Damit braucht es dann keine singuläre Lösung, die sowieso nur mit einem 
einzigen Verbraucher funktioniert.
von Rainer D. (rainer4x4)


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Marcel V. schrieb:
> Liegt daran, dass die Wasserleitungen direkt unter der Strassendecke
> verlaufen,
Mit Sicherheit nicht, denn dann wären sie nicht frostsicher!
Es sei denn Du lebst zB auf den kanarischen Inseln. Allerdings laufen 
die Leitungen dort oberirdisch.
von Thomas R. (thomasr)


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Oliver S. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Grundsätzlich ist die "Vorratskühlung" in der Nacht der beste Weg
>> um
>> tagsüber ohne Klimagerät auskommen zu können.
>
> Grundsätzlich funktioniert das aktuell vielleicht im Passivhaus ohne
> Fenster, sonst eher gar nicht.
>
> Oliver

Lieber Oliver, dann schau doch mal im Gewerbebau nach dem Begriff 
"Betonkernaktivierung".

Das ist nichts anderes und wird seit Jahrzehnten in großem Maßstab 
eingesetzt ;-)
von Heinz R. (heijz)


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Jörg K. schrieb:
> Die kleinen Splitgeräte der diversen "Hersteller" sind sich sehr ähnlich
> in ihrer Regelstruktur:
> - Geregelt wird auf die Ansaugtemperatur des Innengerätes

das machen die immer weniger, da gibt es Features wie "ifeel" usw- 
dahinter steckt das die Ist-Temperatur an der FB gemessen wird

Hardy F. schrieb:
> Warum S0? Ein Lesekopf für eine MME mit ESP32 kostet unter 10€ im
> Eigenbau.
> Dann gibt es die aktuellen Leistungswerte im Sekundentakt.

was soll ich mit einer MME für die Klimaanlage?
Ja, meine MME wird auch per Lesekopf ausgewertet, aber hier geht es doch 
nur um die Klimaanalge?
Ja, heute würde ich Shelly nehmen, gab es so vor 8 Jahren noch nicht
von Hardy F. (hflor)


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Ich dachte es geht um den zu viel erzeugten Strom um diesen nicht 
einzuspeisen ...
von Thoralf (enkidu_mit_pv)


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Hallo zusammen,
die Energiebilanz und der Komfortgewinn sind sehr gut. Seit mehr als 5 
Jahren arbeiten in unserem Haus 2 Klimaanlagen, der Wasserboiler und im 
Sommer die Poolheizung mit dem System. Wir brauchen unsere Gasheizung 
nur noch von November bis Februar.
In der Heizzeit sorgt die Gasheizung für eine Grundwärme von z.B. 22°C. 
Die Klimaanlagen haben dann z.B. einen Sollwert von 26°C. Tagsüber wird 
das Haus ordentlich aufgeheizt und nachts sinkt die Temperatur langsam 
ab.
Bei der jetzigen Hitze kühlen die Klimaanlagen das Haus auf 21°C ab und 
man kann nachts ruhig ohne Geräusche schlafen.
Als Signalquelle ist die S0-Schnittstelle unabhängig vom eingebauten 
Energiezähler.
Ein Regelintervall von 2 Minuten hat sich in der Praxis bewährt.
Wir haben Inverter-Klimaanlagen, die passen sehr sanft die 
Leistungsaufnahme an. Bei Ein/Aus Geräten macht das wahrscheinlich 
keinen Sinn.

Hoffentlich ist die Hitze bald vorbei.
von Thomas R. (thomasr)


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Oliver S. schrieb:
>
> Grundsätzlich funktioniert das aktuell vielleicht im Passivhaus ohne
> Fenster, sonst eher gar nicht.
>
Also UNSER Passivhaus hat 105m² Fensterglasfläche ;-)
: Bearbeitet durch User
von Rainer D. (rainer4x4)


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Thomas R. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>>
>> Grundsätzlich funktioniert das aktuell vielleicht im Passivhaus ohne
>> Fenster, sonst eher gar nicht.
>>
> Also UNSER Passivhaus hat 105m² Fensterglasfläche ;-)

Auch Passivhütten heizen sich mit der Zeit auf. Wenn draussen nur noch 
heisse Luft ist, dann gehts kaum anders. Und man wird die Hitze wegen 
der guten Isolierung schwerer wieder los.
Hab vor 5 Jahren für einen Freund in meiner Nachbarschaft die Technik 
installiert. Und bekomme die Probleme live mit. Der ärgert sich maßlos 
keine Klimaanlagen installiert zu haben. Heiztechnisch hat er sich 
glücklicherweise an die Fernwärme angeschlossen.
von Εrnst B. (ernst)


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Müsste mal schauen, ob lirc o.Ä. das Protokoll meiner 
Klima-Fernbedienung erkennt.
Momentan reicht mir aber eine Zigbee-Funksteckdose mit simplen Regeln 
aus.
(Akku>x% & ladend, mit x abhängig von der Uhrzeit, als Annäherung an den 
erwartetem Rest-Solar-Ertrag des Tages)
von Thomas R. (thomasr)


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Rainer D. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Oliver S. schrieb:
>>>
>>> Grundsätzlich funktioniert das aktuell vielleicht im Passivhaus ohne
>>> Fenster, sonst eher gar nicht.
>>>
>> Also UNSER Passivhaus hat 105m² Fensterglasfläche ;-)
>
> Auch Passivhütten heizen sich mit der Zeit auf. Wenn draussen nur noch
> heisse Luft ist, dann gehts kaum anders. Und man wird die Hitze wegen
> der guten Isolierung schwerer wieder los.
> Hab vor 5 Jahren für einen Freund in meiner Nachbarschaft die Technik
> installiert. Und bekomme die Probleme live mit. Der ärgert sich maßlos
> keine Klimaanlagen installiert zu haben. Heiztechnisch hat er sich
> glücklicherweise an die Fernwärme angeschlossen.

Lieber Rainer, da muß aber der Planer großen Mist gebaut haben. Unser 
Haus besteht durch und durch nur aus Holz (nur die Bodenplatte ist 
Beton) und da ist die Wärmekapazität erheblich geringer als bei einem 
konventionellen Gebäude. Die Wärme geht ganz leicht wieder raus, es muß 
nur eine geeignete Wärmesenke verfügbar sein.

Wenn dein Freund tatsächlich ein echtes Passivhaus gebaut hätte, wäre 
eine aktive Beschattung der Fensterflächen eingeplant worden (aka 
Raffstores). DA kommt natürlich sonst reichlich Einstrahlung durch.

Und "Hütte" ist wohl der falsche Begriff für 245m² Wohnfläche ;-))
von Jörg K. (joergk)


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Heinz R. schrieb:
> Jörg K. schrieb:
>> Die kleinen Splitgeräte der diversen "Hersteller" sind sich sehr ähnlich
>> in ihrer Regelstruktur:
>> - Geregelt wird auf die Ansaugtemperatur des Innengerätes
>
> das machen die immer weniger, da gibt es Features wie "ifeel" usw-
> dahinter steckt das die Ist-Temperatur an der FB gemessen wird

IFeel ist mir bekannt. Alle 5min sendet die Fernbedienung ihren Messwert 
an das Innengerät, damit wird die Regelgröße Ansaugtemperatur aber nur 
leicht korrigiert.
Das iFeel-Konzept krankt meiner Meinung nach an folgenden Problemen:
- Fernbedienung muss so positioniert werden daß die von ihr gemessene 
Temperatur auch wirklich die Raumtemperatur repräsentiert
- Fernbedienung muss so positioniert werden daß ihre gesendeten 
Temperaturwerte auch vom Innengerät empfangen werden. Eine Rückmeldung 
ob dies der Fall ist gibt es bei keinem mir bekannten Gerät.

Wer das nachprüfen möchte: FB aug Kühlpack legen: Anlage müsste 
Kühlleistung auf Null stellen, iFeel sagt ja es sei kalt. Passiert aber 
nicht,es wird nur etwas wärmer im Raum.
von Heinz R. (heijz)


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Εrnst B. schrieb:
> Müsste mal schauen, ob lirc o.Ä. das Protokoll meiner
> Klima-Fernbedienung erkennt.

Für Klimaanlagen brauchst meist spezielle Software die sehr lange 
Telegramme sendet

Wenn man z.B. beim TV + für lauter sendet wird einfach nur + geschickt

Drückt man bei einer Klimaanlage + für wärmer wird komplett geschickt:
Anlage an, Modus kühlen - Temperatur 23 - Lüfter Stufe X - Mode X an, 
Mode Y an usw

Die Werte werden alle in der FB generiert
von Rainer W. (rawi)


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Thoralf schrieb:
> Um das Projekt zu skalieren gibt es aus meiner Sicht zwei sinnvolle
> Ansätze.
> 1. Jeder Maker passt das Programm individuell an seine Fernbedienung an.
> Vorteil ist ein schlankes Programm, welches auf vielen Mikrocontrollern
> läuft.

Ein sinnvoller Ansatz wäre, dass nicht jeder sein eigenes Süppchen mit 
der Anpassung kocht, sondern dass der Quellcode der Software modular 
einen Pool von Anpassungen enthält, aus denen bspw. auf 
Präprozessorebene die passende aktiviert wird. Das Programm auf dem 
Mikrocontroller bleibt dann schlank.

Heinz R. schrieb:
> Für Klimaanlagen brauchst meist spezielle Software die sehr lange
> Telegramme sendet

Dann soll der Mikrocontroller das tun.
von Thomas (kosmos)


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ich finde Klaus hat absolut Recht der Bedarf der Klimaanlage richtet 
sich automatisch nach der Sonneneinstrahlung, also keine Sonne kein 
Warm. Wenn man diese aber genau bestimmen will, nimmt man ein kleines 
Solarmodul aus einer Gartenlampe mit einem Widerstand und misst den 
Spannungsabfall.

Aber rein verbrauchsmäßig ist es günstiger der Haus nachts zu kühlen, 
wenn man also einen Akku hat wird man nachts abzüglich der 
Speicherverluste weniger Energie benötigen.

Ich würde einen SDM630 
https://www.blinksale.de/product-ger-8548-EASTRON-SDM630-M-MODBUS-MID-V3-100A-Dreiphasiger-Energiezahler.html 
Zähler nach dem Hauptzähler einbauen dann kann man genau erfassen welche 
Leistung eingespeist wird und ggf. die Klimaanlage drosseln wenn man 
Strombezug vermeiden möchte.

Andere Möglichkeiten wäre die Luftungsanlage, indem man die Rohre für 
die Ansaugung einige Meter unter der Erde in Schneckenforn oder Zickzack 
verlegt.

Wenn man einen Fußbodenheißung im Keller hat kann man die Pumpe 
aktivieren, damit die oberen Stockwerke ihre Wärme im Fußboden über den 
Keller abführen.
von H. H. (hhinz)


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Thomas schrieb:
> ich finde Klaus hat absolut Recht der Bedarf der Klimaanlage richtet
> sich automatisch nach der Sonneneinstrahlung, also keine Sonne kein
> Warm.

Es gibt dabei eine Zeitverzögerung.
von Michael B. (laberkopp)


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Gerhard O. schrieb:
> Auch bei 30 Grad später draussen, steigt am Nachmittag/Abend die
> Innentemperatur meist nicht über 26 Grad

Uff, ist das ein schlecht gebautes Haus.

Von thermischer Masse noch nie was gehört.

Kanada, keine Häuser sondern Imitate aus Presspappe im Massslstab 1:1.
von Klaus (feelfree)


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Thomas schrieb:
> ich finde Klaus hat absolut Recht der Bedarf der Klimaanlage richtet
> sich automatisch nach der Sonneneinstrahlung, also keine Sonne kein
> Warm.

Da hast Du mich falsch verstanden. Der Bedarf der KLimaanlage richtet 
sich nach der Abweichung Zwischen Soll- und Ist-Temperatur. Sonst nach 
nichts. Und das macht jede Klimaanlage von ganz alleine.

> Wenn man diese aber genau bestimmen will, nimmt man ein kleines
> Solarmodul aus einer Gartenlampe mit einem Widerstand und misst den
> Spannungsabfall.

Wir ja ímmer lustiger hier. Dann ballert an einem schönen Wintertag bei 
-5°C die Klimaanlage los...
von Thomas (kosmos)


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Klaus schrieb:
> Wir ja ímmer lustiger hier. Dann ballert an einem schönen Wintertag bei
> -5°C die Klimaanlage los...

ich meinte man gibt die Klima frei wenn Sonne da ist, die Temperatur 
muss sie natürlich selber regeln. Aber wenn man den Export misst, weiß 
man das ja auch ob genug da ist oder nicht.

Ist die PV-Anlage wirklich so klein, dass man sich da Gedanken drüber 
machen muss? Ne aktuelle Klima verbraucht in den untersten Laststufen um 
die 200W +-50W man muss die eben im Dauerlauf lassen dann gibts auch 
keine so extremen Lastspitzen.
von Thoralf (enkidu_mit_pv)


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Rainer W. schrieb:
> Thoralf schrieb:
>> Um das Projekt zu skalieren gibt es aus meiner Sicht zwei sinnvolle
>> Ansätze.
>> 1. Jeder Maker passt das Programm individuell an seine Fernbedienung an.
>> Vorteil ist ein schlankes Programm, welches auf vielen Mikrocontrollern
>> läuft.
>
> Ein sinnvoller Ansatz wäre, dass nicht jeder sein eigenes Süppchen mit
> der Anpassung kocht, sondern dass der Quellcode der Software modular
> einen Pool von Anpassungen enthält, aus denen bspw. auf
> Präprozessorebene die passende aktiviert wird. Das Programm auf dem
> Mikrocontroller bleibt dann schlank.
>
> Heinz R. schrieb:
>> Für Klimaanlagen brauchst meist spezielle Software die sehr lange
>> Telegramme sendet
>
> Dann soll der Mikrocontroller das tun.

Den Ansatz finde ich gut. Man müsste mehrere Varianten des Codes an 
einem Ort hinterlegen, wobei klar ersichtlich ist, für welche 
Klimaanlagen der jeweilige Code gedacht ist. Ich habe noch zwei weiter 
IR-Protokolle entschlüsselt. Das System habe ich auch bei Bekannten 
installiert. Es gibt aber mindestens 100 verschiedene IR-Protokolle. Ich 
kann mir nicht soviele Fernbedienungen kaufen. Mit ein paar Umstellungen 
im Code kann man aber andere Protokolle entschlüsseln.
Den Regel- und Sendeteil auskommentieren. Dann mit dem Zeitenarray die 
Gesamtlänge austesten. Anschließend die Zeitdifferenzen ausdrucken und 
nach Startbitlänge, Pausen, High/Low-bits suchen. Dann mit bitwrite 
abspeichern. Zuletzt durch Änderungen der Temperatur die Bitpositionen 
suchen. Meist ist das binär codiert also 1, 2, 4, 8. Steht alles in 
meinem Code. Bei der Checksumme muss man ein bißchen Knobeln. Es ist 
aber nicht so schwer.
von Klaus (feelfree)


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Klaus schrieb:
> Die Fernbedienung kommt mir bekannt vor. Bei mir Mitsubishi Bj. 2021, im
> Design von 1981. Zum Glück hat das Ding auch einen WLAN Zugang und ich
> kann es ganz ohne Bastelaufwand mit der Hausautomatisierung steuern.

Gerade nochmal kurz gegoogelt, die Schnitstelle zwischen dem Basisgerät 
und dem (optionalen oder vorinstallierten) WLAN-Modul ist komplett 
reverse-engineered worden, es gibt schon einige Projekte die das 
Innegerät nicht über den Umweg IR, sondern direkt über dessen serielle 
Schnittstelle steuern.

https://github.com/SwiCago/HeatPump
https://github.com/echavet/MitsubishiCN105ESPHome
https://www.photovoltaikforum.com/thread/234942-bye-bye-melcloud-pimpen-von-mitsubishi-msz-ln-innenger%C3%A4ten-homeassistant/
von Heinz R. (heijz)


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Thoralf schrieb:
> Das System habe ich auch bei Bekannten
> installiert. Es gibt aber mindestens 100 verschiedene IR-Protokolle.

Das hier ist bekannt?  Dort gibt es sehr viele Codes / Geräte:

https://github.com/ToniA/arduino-heatpumpir
von Gerhard O. (gerhard_)


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Michael B. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Auch bei 30 Grad später draussen, steigt am Nachmittag/Abend die
>> Innentemperatur meist nicht über 26 Grad
>
> Uff, ist das ein schlecht gebautes Haus.
>
> Von thermischer Masse noch nie was gehört.
>
> Kanada, keine Häuser sondern Imitate aus Presspappe im Massslstab 1:1.

Hallo Michael,

Es ist notwendig, etwas auszuholen.

Erstmal, die Wände bestehen aussen aus Zement-Aussenputz. Dann 15cm 
Glaswolle Isolierung und innen bestehen die Wände aus Putzträgerplatten. 
Wenn Du da mit der Faust durchschlagen willst, holst Du Dir blutige 
Knöchel - die gibt nicht nach und ist steinhart - Kein Vergleich zu dem 
heutigen gebräuchlich-billig Gipsplattenzeug. Die PTPs haben ein 
Metallgitter drinnen und Zementschichten. Das kriegst Du heute 
wahrscheinlich nicht mehr.

Die thermische Masse ist natürlich nicht so leicht zu bändigen. Obwohl 
ich in der Nacht aktiv kühle Aussenluft durchs Haus blase, dauert es 
einige Zeit bis die Wändetemperatur permanent absinkt. Da wäre ohne 
großen Energieaufwand wenig zu machen. Auch die beste Isolation hat ihre 
Grenzen. Und die thermische Masse ist natürlich beträchtlich.

Aber es lest sich schlimmer als es wirklich ist. Meine Angabe bezog sich 
nur ein bestimmtes südlich gelegenes Schlafzimmer. Die anderen Teile der 
Wohnung übersteigen kaum 23Grad bei normaler Sommerhitze. Man darf auch 
nicht vergessen, daß unsere Häuser auch noch bei -50 Grad funktionieren 
müssen. Vor ein paar Jahren hatten wir eine Nacht mit -49.5 Grad in der 
Umgebung. Wochenlang sind -20 bis -35C keine Seltenheit und die Häuser 
lassen sich ökonomisch beheizen. Im schlimmsten Winter übersteigen 
Heizkosten kaum $120/m.

Was Klimaanlage betrifft, betreibe ich nur ein mobiles Inverter 
Zwei-Schlauch Gerät. Auf Grund meiner Benutzungsstrategie halten sich 
Stromkosten in Grenzen. Letztes Jahr stiegen meine Juli/August 
Stromkosten kaum über den Durchschnitt an und waren mit unter 280kWh 
relativ niedrig. Den Stromverbrauch der A/C merkt man kaum, weil ich sie 
vernünftig eingestellt habe und mit ihrer Inverter Proportionalsteuerung 
sehr sparsam arbeitet. Bei 35C draussen fühlen sich auch 26C angenehm 
kühl an. Übermässige Kühlung ist ohnehin ungesund - und in einen 
Eiskasten möchte ich auch nicht wohnen.

Ja, bei wochenlangen Hitzeglocke Temperaturen von 30-38C wird natürlich 
auch das Schlafzimmer unangenehm warm. Aber auf Grund der 
Sonnenabschirmung an der Aussenwand fällt der mittlere 
Strahlungseffekt(MRT) größtenteils weg und man kann es mit einem 
oszillierenden Ventilator gut aushalten. Aber wenn mir auch das zu warm 
wird, übersiedle ich einfach ins nordseitig gelegenes Wohnzimmer, wo es 
nie wärmer wie 23-26 wird, je bach A/C Aktivität. Die A/C kann auch bei 
35C die Temperatur im WZ. auf 20C runterbringen, oder auch niedriger. 
Aber das hätte wenig Sinn, weil es nicht notwendig ist. Der ausgebaute 
Keller wäre auch noch eine Ausweichmöglichkeit mit 17-19C im Mittel.

Angesichts des Klimatrends müssen wir unsere Lebensbedingungen baldigst 
verbessern. Weniger bebaute Flächen in Großstädten, mehr Bäume, Schatten 
spendende Konstruktionen, wo möglich, überspannte Strassenzüge. 
Wirtschaftliche Aktivitäten schränkt man während der heissesten Stunden 
ein, wie es in südlichen Ländern schon ewig lange praktiziert wurde. Man 
muss sich anpassen lernen. Wohnungen müssen den neuen Klima-Bedingungen 
angepasst werden.

Es ist unzulässig Wohnungen so undurchdacht zu bauen oder leben zu 
mpssen, daß innen die Temperaturen unerträglich werden. Es ist 
unzumutbar, daß alte und kranke Leute der niedrigen Einkommensklasse 
deshalb unnötig sterben müssen, nur weil die Bauindustrie Geld scheffeln 
möchte. Der Gesetzgeber muß endlich begreifen, daß lebensgefährliches 
Wohnen gegen ein fundamentales menschliches Grundrecht verstösst, 
genauso wie der Zugang zu lebenswichtigem Wasser. Inwiefern das bei 
Euren vielen Altbauten überhaupt ökonomisch und technisch möglich ist, 
entzieht sich mir aber leider und ist eine gewaltige Hersusforderung.

Inwieweit auch die existierende Infrastruktur damit fertig werden wird, 
steht in den Sternen. Auch wenn in den letzten Jahrzehnten beträchtlich 
viele alternative Formen der Energie-Erzeugung hinzugefügt wurden, 
scheint man nicht nachzukommen. Der Bedarf von neu hinzugekommenen 
Energieverbrauchern (Datenzentren, KI, eMobilität) , werfen viele 
Planungsarbeiten über den Haufen. Die Stromerzeugungskapazität ist 
(noch) bei Weitem nicht adäquat. Energiebedarf der Daten-Firmen, 
zusätzlicher Klimaanlagenbedarf, eMobilität stressen die verfügbaren 
Kapazitäten. Dazu kommen hitzebedingte Ausfälle großer Erzeuger wie sie 
jüngst in Frankreich anfielen. Während solcher stagnanten 
Wetter-Perioden wie ihr sie zur Zeit habt, ist auch der eWind-Beitrag 
beträchtlich weniger, gerade wenn man sie am Meisten benötigt. Gerade 
wenn man maximal Strom braucht, benimmt sich das System insgesamt 
unzuverlässig, weil es einfach unplanmässig überlastet wird. Es scheint 
mir zweckmässig Solarstromerzeugung weitgehend zu fördern, auszubauen 
und so weit wie möglich zu verwenden. Hinsichtlich des A/C 
Stromverbrauchs wäre Solar-Strom Augmentierung sehr zweckmässig.

Zusätzlich ist es auch ein soziales Dilemma, weil wirtschaftlicher 
Status maßgeblich bestimmt wer solch gefährliches Wetter überlebt und 
wer nicht. Menschen im unteren Teil der Einkommensskala werden von 
gefährlichem Wetter weit mehr betroffen als der finanziell besser 
dastehenden Teil der Gesellschaft.

It is no longer Business as usual!

Wir müssen uns anpassen, weil solche Wettervorkommnisse die Norm werden 
oder es schon sind. Ob wir wollen oder nicht!

Gerhard
: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Firma: DECIBEL) (decibel_de1)


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Moin zusammen,

coole Sache, Thoralf. Dass du das Haus bei PV-Überschuss stufenweise 
runterkühlst, macht bei der aktuellen Hitzewelle absolut Sinn, um die 
thermische Masse der Wände als Puffer zu nutzen. Ich sehe hier im Thread 
wird viel über die Logik, lirc und die CN105-Schnittstelle diskutiert, 
aber lasst uns vor lauter Bits und Bytes nicht die Mechanik im 
Realbetrieb vergessen.

Wenn deine Steuerung die Inverter-Klima im Sommer stundenlang auf 
maximaler Stufe laufen lässt, um den Solarstrom sinnvoll zu verballern, 
rennt der Kompressor dauerhaft am Limit. Das erzeugt im Peak ein übles, 
tieffrequentes 50-Hz-Brummen.

Wer dein Projekt nachbaut (was softwareseitig echt sauber gelöst ist!), 
sollte die harten Standard-Gummipuffer aus dem Baumarkt direkt 
weglassen. Die werden bei der Hitze schnell spröde und übertragen den 
Körperschall eins zu eins über die Wandhalterung ins Haus, sodass die 
Bude dröhnt wie ein Trafo-Häuschen. Da hilft dann auch der beste 
ESP32-Code nichts mehr. Weiche Elastomer-Lager (z.B. aus Polyurethan), 
genau auf das dynamische Gewicht vom Außengerät berechnet, sind da 
eigentlich Pflicht, um den Komfortgewinn nicht durch Lärm zu killen.

Habt ihr bei euren PV-Regelungen schon mal mit dröhnenden Wänden bei 
Volllast zu kämpfen gehabt oder habt ihr alle das Außengerät auf dem 
Boden stehen?
von Thoralf (enkidu_mit_pv)


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Moin Stefan,
Wir haben die Außengeräte an den Wänden auf Schwingmetallen M8 40mm 
Durchmesser 30mm hoch. Man sollte möglichst weichen Gummi wählen. Für 
die Härte des Gummis gibt es extra eine Maßzahl. Viele Anbieter im 
Internet geben diese nicht an. Man muß ein bißchen recherchieren. Die 
genaue Bezeichnung finde ich leider nicht mehr. Unsere Geräte hängen 
schon mehr als 5 Jahre.
von Heinz R. (heijz)


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man sollte vor allem nicht die beigefügten Schalldämpfer nutzen

Gummiteile - aber die Schraube hat eine direkte Verbindung Metall- 
Metall , damit ist das Gummi quasi wirkungslos
von Stefan F. (Firma: DECIBEL) (decibel_de1)


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Genau da habt ihr zwei extrem wichtige Punkte getroffen. Das mit den 
Metall-Metall-Schallbrücken bei billigen Dämpfern ist der Klassiker – 
wenn Schraube oder Unterlegscheibe direkt am Metall der Konsole 
anliegen, wird der Körperschall eins zu eins durchgeleitet und das Gummi 
ist nutzlos. Auch die fehlende Angabe zur Shore-Härte im Netz macht 
DIY-Projekte echt schwer. Für ein normales Inverter-Außengerät (ca. 
40-60 kg) braucht man bei vier Auflagepunkten meistens eine Mischung von 
45 bis 55 Shore A. Ist das Gummi zu hart (wie die typische 
70-Shore-Baumarktware), liegt die Eigenfrequenz unter Last zu nah an den 
50 Hz des Kompressors, was zu Resonanz führt und den Lärm oft sogar 
verstärkt statt dämpft. Ist es zu weich (unter 40 Shore), drückt das 
Gewicht den Puffer komplett auf Block und man hat wieder eine starre 
Verbindung zur Wand. Am besten sucht man im Industriebedarf gezielt nach 
Gummipuffern (Typ A oder B) mit expliziter Nennung der Shore-Härte. 
Kostet kaum mehr, rettet aber die Akustik.
von Heinz R. (heijz)


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Stefan F. schrieb:
> ür ein normales Inverter-Außengerät (ca.
> 40-60 kg)

so schwer sind die nicht, rechne eher mit der Hälfte
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Wir verwenden für unsere Sachen sogenannte Drahtseil Vibrationsdämpfer.

Hier gibt es Näheres:

https://isolator.com/isolators/m-series/

Gerhard
: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Firma: DECIBEL) (decibel_de1)


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Heinz R. schrieb:
> Stefan F. schrieb:
>> ür ein normales Inverter-Außengerät (ca.
>> 40-60 kg)
>
> so schwer sind die nicht, rechne eher mit der Hälfte


Bei den kleinen Single-Splits bis 3 kW Kühlleistung hast du recht, die 
wiegen oft nur um die 25 bis 30 kg. Wenn wir aber über größere Anlagen 
ab 5 kW (wie 18k/24k BTU) oder Monoblocks zur PV-Pufferung reden, liegen 
die Außengeräte standardmäßig bei 45 bis 65 kg, manche sogar darüber.


Gerhard O. schrieb:
> Moin,
>
> Wir verwenden für unsere Sachen sogenannte Drahtseil Vibrationsdämpfer.
>
> Hier gibt es Näheres:
>
> https://isolator.com/isolators/m-series/
>
> Gerhard

Drahtseildämpfer sind mechanisch ohnehin die bessere Lösung als Gummi. 
Sie altern nicht durch UV-Strahlung oder Hitze und haben über ein 
breites Frequenzspektrum sehr gute Dämpfungseigenschaften. Kostet in der 
Anschaffung etwas mehr, hält dafür aber dauerhaft.
von Christian M. (likeme)


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um die Amortisation einer PV-Anlage zu erhöhen, sollte man soviel wie
möglich Solarstrom selbst nutzen.
--> völlig falscher Ansatz!
von Εrnst B. (ernst)


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Christian M. schrieb:
> völlig falscher Ansatz!

Lass ihn doch machen.

Seine Solaranlage wird vmtl. genau dann am meisten Überschuss haben, 
wenn keiner den Strom haben will, weil zufälligerweise alle anderen 
Solaranlagen in der Gegend genausoviel Sonne abkriegen.
Bedeutet: er würde steuerfinanziert Einspeisevergütung über dem 
Marktpreis erhalten, Windräder würden gedrosselt und dafür aus 
Steuermitteln entschädigt usw.

Ich bin Steuerzahler, jede kWh die er selber verbrät anstatt sie Mittags 
einzuspeisen spart auch mein Geld.

Ist doch toll, dass er nicht nur an seinen eigenen Geldbeutel denkt, 
sondern auch an die Allgemeinheit.
von Christian M. (likeme)


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Das Problem sind halt sie "schnellen" Wolken am Himmel und die Trägheit 
einer Klimaanlage, das er versucht Strom intern zu verbrennen ist ja in 
Ordnung, mach ich auch, aber mit schnellen, einfach zu regulierenden 
Verbrauchern. Mein Ansatz war nicht das Geld sondern der Spass an der 
Technik.
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Christian M. schrieb:
> Das Problem sind halt sie "schnellen" Wolken am Himmel und die Trägheit
> einer Klimaanlage

Wie träge ist denn seine Inverter-Klimaanlage?
Meine reagiert innerhalb von Sekunden wenn ich sie mit der FB verstelle.
von Jörg K. (joergk)


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Εrnst B. schrieb:
> steuerfinanziert Einspeisevergütung

Die kenne ich gar nicht. Aus welcher Steuer wird die finanziert?
von Jörg K. (joergk)


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Christian M. schrieb:
> Das Problem sind halt sie "schnellen" Wolken am Himmel und die Trägheit
> einer Klimaanlage, das er versucht Strom intern zu verbrennen ist ja in
> Ordnung, mach ich auch, aber mit schnellen, einfach zu regulierenden
> Verbrauchern. Mein Ansatz war nicht das Geld sondern der Spass an der
> Technik.

Das erledigt bei mir ein (ausgelgerter) Heizstab fürs Warmwasser.
Mit einer Klimaanlage halte ich dieses Unterfangen nicht sinnvoll. Macht 
aber nichts, dann folgt die Klimaanlage der PV-Leustung eben langsamer. 
Die Energie steckt eben im Produkt aus Leistung und Zeit, kurze Spitzen 
in beide Richtungen enthalten kaum Energie
von Udo S. (urschmitt)


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Jörg K. schrieb:
> Die kenne ich gar nicht. Aus welcher Steuer wird die finanziert?

Er meint die garantierte Einspeisevergütung, die man auch bekommt, falls 
der aktuelle Strompreis an der Börse niedriger ist oder gar mal ins 
negative dreht.
von Jörg K. (joergk)


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Udo S. schrieb:
> Jörg K. schrieb:
>> Die kenne ich gar nicht. Aus welcher Steuer wird die finanziert?
>
> Er meint die garantierte Einspeisevergütung, die man auch bekommt, falls
> der aktuelle Strompreis an der Börse niedriger ist oder gar mal ins
> negative dreht.

Das ist mir schon klar, aber ich kenne diese Vergütung nicht 
steuerfinanziert. Daher meine Frage
von Εrnst B. (ernst)


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Jörg K. schrieb:
> Das ist mir schon klar, aber ich kenne diese Vergütung nicht
> steuerfinanziert. Daher meine Frage

Das passiert hinterrücks. Die Energieversorger tragen erstmal die 
Differenz zwischen Vergütung und Börsenstrompreis, und kriegen die 
daraus entstehenden Verluste dann erstattet. Bis 2022 aus der 
EEG-Umlage, seitdem aus dem Klima- und Transformationsfonds.

waren 2024 so 18 Mrd €, 2025 16 Mrd €, und dieses Jahr vermutlich auch 
wieder soviel.

Gesetz dazu ist das kurz und knapp benannte
"Gesetz zur Finanzierung der Energiewende im Stromsektor durch Zahlungen 
des Bundes und Erhebung von Umlagen (Energiefinanzierungsgesetz - EnFG)"
von Heinz R. (heijz)


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Jörg K. schrieb:
> Das ist mir schon klar, aber ich kenne diese Vergütung nicht
> steuerfinanziert. Daher meine Frage

wer soll sie sonst zahlen?

Alles was der Staat ausgibt ist steuerfinanziert - bis auf ein paar 
wenige Ausnahmen, z.B. Tannenzäpfle Bier :-)
von Uwe (uweklatt)


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Aktuell starte ich bei hohen Außentemperaturen die Split-Klima manuell 
wenn das Balkonkraftwerk genug Überschuss produziert.
Beide Komponenten sind auch im ioBroker vorhanden und ich könnte das 
über ein kleines Script automatisieren.
Es geht aber auch sehr gut manuell.

Sinnvoll ist es, den Schlafraum schon ab Mittagszeit herunterzukühlen, 
um die Wärmeenergie in den Wänden und allen Einrichtungsgegenständen zu 
verringern. Nachts darf die Klimaanlage dann aus bleiben.

Tschau
Uwe
von Stefan F. (Firma: DECIBEL) (decibel_de1)


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Das ist ein super Ansatz, Uwe. Du nutzt die Wände tagsüber einfach als 
Kältebatterie mit Solarstrom. Der größte Vorteil dabei ist aber die 
Akustik: Wer tagsüber kühlt, hat nachts im Schlafzimmer echte Stille 
statt dem permanenten Brummen des Klimageräts.
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