Hallo zusammen, um die Amortisation einer PV-Anlage zu erhöhen, sollte man soviel wie möglich Solarstrom selbst nutzen. Das Problem ist die Leistung der Verbraucher an die erzeugte Solarleistung anzupassen. Dazu möchte ich mein Projekt zur Steuerung einer Inverter-Klimaanlage vorstellen. Analog kann man natürlich auch Wasserboiler und andere Verbraucher steuern. Die Solarleistung sollte natürlich im Verhältnis zur Leistung des Verbrauchers ausreichend überdimensioniert werden. Zur Messung der eingespeisten Leistung verwendet dieses Projekt einen Einphasen-Zähler mit S0-Schnittstelle. Die Datenübertragung erfolgt über ESP32-NOW in verschiedene Räume ohne aufwändig Kabel verlegen zu müssen. Das eigentliche Steuergerät muss sich in Sichtweite der Inverter-Split-Klimaanlage befinden. Das Steuergerät hat rgb-led zur Statusanzeige, eine IR-led zur Signalübertragung an die Klimaanlage und einen IR-Empfänger. Das Prinzip basiert darauf, dass die Klimaanlage ihre Leistungsaufnahme in Stufen an die Differenz aus der Raumtemperatur und der vorgegebenen Solltemperatur anpasst. Über die Änderung der Solltemperatur kann das Steuergerät die Leistungsaufnahme ändern. Der Bediener richtet seine IR-Fernbedienung nicht auf die Klimaanlage sondern auf das Steuergerät. Er wählt im Modus heizen oder kühlen und die gewünschte Temperatur. Wenn er die Regelung abschalten möchte, richtet er die Fernbedienung auf das Steuergerät und schaltet es aus. Im Anhang sind die Codes für das Steuergerät und den Einspeisesensor. Ich würde mich freuen, wenn es jemand nachbaut.
Thoralf schrieb: > Das Prinzip basiert darauf, dass die Klimaanlage ihre Leistungsaufnahme > in Stufen an die Differenz aus der Raumtemperatur und der vorgegebenen > Solltemperatur anpasst. Über die Änderung der Solltemperatur kann das > Steuergerät die Leistungsaufnahme ändern. wie soll das funktionieren? Es ist doch ein Unterschied in der Leistungsaufnahme wenn ich z.B. 22° soll einstelle ob es 23° oder 32° im Raum hat?
Eine Klimaanlage, die nach dem aktuellen PV-Überschuss geregelt wird, will man nicht haben. Man möchte eine angenehme, gleichmäßige Temperatur im Haus haben, und nicht frieren müssen, nur weil das Ding gerade Strom verballern "muss". Das schöne ist, dass die "natürliche" Regelung (Abweichung Soll/Ist) sowieso nahezu perfekt mit dem Solarertrag korreliert. Heinz R. schrieb: > Es ist doch ein Unterschied in der Leistungsaufnahme wenn ich z.B. 22° > soll einstelle ob es 23° oder 32° im Raum hat? Ja eben. Bei 23° Ist und viel Solarertrag schaltet diese "Regelung" dann das Soll solange runter, bis genug Strom zum unnützen Runterkühlen verballert wird
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Klaus schrieb: > Eine Klimaanlage, die nach dem aktuellen PV-Überschuss geregelt wird, > will man nicht haben. Du vielleicht nicht, aber du bist nicht der Massstab. Je mehr Sonne je mehr Aufheizung, das funktioniert wie der Außentemperaturfühler an der Heizung der die Vorlauftemperatur und damit mögliche Heizleistung regelt Hat man gar ein Campingmobil will man das Inselnetz nicht überfordern und kühlt nur mit dem was man bekommt. ars ist sowieso ungesund in Räumen ohne Temperaturschwankungen zu sitzen, inzd auf Dauer regelt die Klimaanlage schon auf Solltemp, es wird ja nur die Leistung geregelt. Ich denke nur, das Verfahren funktioniert je nach Klimaanlagenmodell anders, und seine Implementation muss man auf die eigene Klimaanlage anpassen
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Michael B. schrieb: > Ich denke nur, das Verfahren funktioniert je nach Klimaanlagenmodell > anders, und seine Implementation muss man auf die eigene Klimaanlage > anpassen Hast Du selber eine Klimaanlage? Hier der heutige Verbrauch (das Rauschen kommt daher das nur S0-Impulse erfasst werden)
Michael B. schrieb: > sowieso ungesund in Räumen ohne Temperaturschwankungen zu sitzen ein echter Laberkopp mal wieder Michael B. schrieb: > Je mehr Sonne je mehr Aufheizung eben, und desto mehr muss die Klimaanlage gegensteuern. Das macht die von ganz alleine, ohne externe Steuerung mit völlig falschen Sollwertvorgaben.
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Hallo zusammen, jeder Klimaanlagenhersteller macht natürlich sein eigenes Sendeprotokoll. Leider gibt es keinen einheitlichen Standard. Aber! Die Protokolle haben viele Gemeinsamkeiten. Um das Projekt zu skalieren gibt es aus meiner Sicht zwei sinnvolle Ansätze. 1. Jeder Maker passt das Programm individuell an seine Fernbedienung an. Vorteil ist ein schlankes Programm, welches auf vielen Mikrocontrollern läuft. 2. Beim Senden der Fernbedienung wird das passende Protokoll in einer Tabelle identifiziert und verwendet. Vorteil ist eine universelle Lösung. Um das mit einem normalen Mikrocontrller zu realisieren, müsste eine Tabelle mit Kriterien wie der Länge des Startbits, Bitlänge, Bitanzahl, Art der Checksumme und natürlich die Bitpositionen für Heizen/Kühlen, Temperatur eingetragen werden. Mit der IRremote Bibliothek wurde auch schon versucht alle möglichen Fernbedienungsprotokolle zu erfassen. Allerdings ist die Bibliothek mittlerweile so riesig, dass man schon fast einen PC dafür benötigt. Die Bibliothek kann natürlich viel mehr. Damit lässt sich das ganze Protokoll ändern. Also z.B. Lüfter, Ausrichtung, Timer u.s.w.. Die Vorteile des Mikokontrollers sind ja klein, kostengünstig, zuverlässig und geringer Energiebedarf. Wenn sich Leute finden, um verschiedene Protokolle zusammenzutragen und eine Tabelle zu erstellen, wäre das eine gute Sache.
Ich finde die Grundidee ganz interessant und würde sie nicht so zerreißen wie einige meiner Vorredner: Die kleinen Splitgeräte der diversen "Hersteller" sind sich sehr ähnlich in ihrer Regelstruktur: - Geregelt wird auf die Ansaugtemperatur des Innengerätes - Unterschreitet die Ansaugtemperatur den Sollwert um 3K wird abgeschaltet - Erreicht die Ansaugtemperatur den Sollwert wird eingeschaltet - Die Leistung wird über das Integral der Regelabweichung eingestellt: Lang anhaltende große Regelabweichung führt zur Erhöhung der Leistung, kleine Regeldifferenz dagegen zur Senkung der Leistung Die vom TO verwendete Methode kann also klappen. Zum Thema Komfortverlust wegen schwankendem Sollwert: Wir reden hier ja nicht von 5K sondern 2..3K. Das liegt schon im oben genannten Hysteresebereich. Und zum Beispiel für ein Schlafzimmer würde das System sehr gut klappen: Mittags bei Sonne den Raum runterkühlen, Nachts Klima aus. Die Wärme steckt ja nicht in der Luft sondern in den Wänden und den Müblen. Jörg
Moin, Interessantes Projekt. Sollte man sich zusätzlich nicht auch mit dem Heruntersetzen der mittleren Strahlungstemperatur befassen und Sonneneinstrahlung an den südlich gerichteten Aussenwänden zu verhindern oder zu verringern? Hier ein Bericht von mir: Um Klimagerät Betriebskosten so niedrig wie möglich zu halten, baute ich mir übrigens vor Jahren eine Fenstereinsatz Gebläse Einrichtung, die sich in der Nacht, sobald die Lufttemperatur draussen unter 15 Grad sinkt, einschaltet. Die eingesaugte Wohnungsluft entweicht durch ein strategisch geöffnetes Fenster. Mit dieser Einrichtung lässt sich die Wohnungstemperatur jeden Tag zurücksetzen, anstatt mit jedem Hitzetag zu steigen. Da die Masse der Wohnung Energie speichert, kann man so einen gewissen Teil davon so wieder nach aussen abführen, um unerwünschte Gebäude Hitzeenergiespeicherung zu minimieren. Zusammen mit Abschirmung der Sonneneinstrahlung und dem Gebläsebetrieb, ist es mir nun fast immer möglich, die Anfangswohnumgstemperatur am Morgen unter 19 Grad zu bringen. Auch bei 30 Grad später draussen, steigt am Nachmittag/Abend die Innentemperatur meist nicht über 26 Grad, ohne dass das Klimagerät überhaupt eingeschaltet werden muß. Die läuft nur bei Sommertemperaturen wesentlich über 30 Grad. Die Gebläse Routine hat sich definitiv positiv bestätigt. Sind halt meine Erfahrungen. Die Wetterfröschen sagten uns für heuer einen brutal heissen Sommer voraus. Hitzedom lässt grüssen... Gerhard
Grundsätzlich ist die "Vorratskühlung" in der Nacht der beste Weg um tagsüber ohne Klimagerät auskommen zu können. Das funktioniert aber nur bei einer "normalen" Wetterlage die auch nachts halbwegs niedrige Temperaturen bringt. Bei solchen Meldungen ist das aber wohl illusorisch: "Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern ist die Temperatur in der Nacht zum Donnerstag nicht unter 26,2 Grad gefallen. Dieser Wert wurde um 5.50 Uhr gemessen, danach stieg die Temperatur wieder. Damit wurde laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der Rekord für die heißeste je in Deutschland gemessene Nacht eingestellt" Die 70m Tiefenbohrung unserer Solewärmepumpe ist erschöpft. Normalerweise kommt da ~10°C kühle Sole raus die über einen WT auf die Fußbodenheizung übertragen werden und damit das ganze Haus ohne Klimaanlage kühlen. Das Erdreich um die Sonde hat sich aber durch den Wärmeeintrag und fehlenden Regen dermaßen erwärmt, daß da nichts mehr zu holen ist.
Heinz R. schrieb: > Hier der heutige Verbrauch > (das Rauschen kommt daher das nur S0-Impulse erfasst werden) Warum S0? Ein Lesekopf für eine MME mit ESP32 kostet unter 10€ im Eigenbau. Dann gibt es die aktuellen Leistungswerte im Sekundentakt.
Bei uns ist das normale kalte Wasser aus dem Wasserhahn schon brüh warm! Liegt daran, dass die Wasserleitungen direkt unter der Strassendecke verlaufen, und die Strasse schon so kochendheiß ist, dass man mit nackten Füssen nicht mehr drüberlaufen kann! Selbst bei den ausgebesserten bituminierten Stellen läuft der, durch die Hitze, verflüssigte Bitumen in die Straßengosse! Als Radfahrer darf man da nicht durchfahren, sonst hat man sich die Schutzbleche von innen versaut!
Marcel V. schrieb: > und die Strasse schon so kochendheiß ist, dass man mit nackten Füssen > nicht mehr drüberlaufen kann! Auch vor unserem Haus ist der Asphalt von der Straße geschmolzen. Die ganze Straße ist zu einem Klebeband geworden.
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Thoralf schrieb: > Hier sind ein paar Fotos. Die Fernbedienung kommt mir bekannt vor. Bei mir Mitsubishi Bj. 2021, im Design von 1981. Zum Glück hat das Ding auch einen WLAN Zugang und ich kann es ganz ohne Bastelaufwand mit der Hausautomatisierung steuern. "Vorratskühlung" nutze ich in diesen Tagen in der Tat auch. Ohne Anwesenheit wird die Lüfterstufe/Leistung hochgedreht, damit während der Anwesenheit die Flüsterstufe reicht.
Thomas R. schrieb: > Grundsätzlich ist die "Vorratskühlung" in der Nacht der beste Weg > um > tagsüber ohne Klimagerät auskommen zu können. Grundsätzlich funktioniert das aktuell vielleicht im Passivhaus ohne Fenster, sonst eher gar nicht. Oliver
Nach meinen Erfahrungen würde ich mich nicht steif auf das Prinzip, dass bei einem PV-Überschuss die Klimaanlage muss stärker laufen, muss, stützen. Es kommt ja immer häufiger vor, dass es binnen weniger Augenblicke zuerst bewölkt und dann gleich wieder sonnig ist. Daher rennt dann die Steuerung ständig hinterher und damit einher schwankt die eingestellte Temperatur. In meinen Augen ist es also sinnvoller, sofern passend, die Heizung ein bisschen herunterzudrehen, damit sich die Wärme nicht bis in den Abend hineinspeichert. Ich sehe auch bei mir, dass man bei heißem Wetter viel deutlicher, als es die Lufttemperaturanzeige allein vermuten lässt, merkt. Die reine IR-Lösung hängt meines Wissens vom Modell ab. Ich bekomme es auch im Umfeld mit, und manche reagieren träge. Andere wiederum regeln den Kompressor sanft herunter und bei anderen wird ein kleines Ein-Aus-Drama daraus. Auch mir wäre S0 für eine präzise Leistungsregelung auch etwas zu grob. Für eine langsame Regelungslogik könnte es ausreichen, aber eine sekundengenaue Feinabstimmung würde ich gar nicht erst versuchen.
Thoralf schrieb: > Das Problem ist die Leistung der > Verbraucher an die erzeugte Solarleistung anzupassen. Dafür gibt es eine universelle Lösung, die heißt AC-gekoppelter Speicher. Der speichert Überschuss weg und stellt ihn dann bereit, wenn Bedarf da ist. Damit braucht es dann keine singuläre Lösung, die sowieso nur mit einem einzigen Verbraucher funktioniert.
Marcel V. schrieb: > Liegt daran, dass die Wasserleitungen direkt unter der Strassendecke > verlaufen, Mit Sicherheit nicht, denn dann wären sie nicht frostsicher! Es sei denn Du lebst zB auf den kanarischen Inseln. Allerdings laufen die Leitungen dort oberirdisch.
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