Forum: Offtopic Selbstbau eines Fernauslösers für Spiegelreflexkamera möglich?


von Thomas S. (solt)


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Könnte man für eine Spiegelreflexkamera, die über ein RS-60E3 Kabel 
fernausgelöst werden kann, leicht einen Fernauslöser, Triggerauslöser, 
Intervallauslöser o.ä. bauen, in dem man dieses RS-60E3 Kabel über ein 
Relais kurzschließt? Wenn nein, wie funktioniert dann so ein 
drahtgebundener Fernauslöser, wie er auf 
https://www.fotokoch.de/Canon-Fernausloeser-RS-60-E3_12837.html?redirect=12837&partnerid=10261&utm_source=froogle&sprache=de&utm_campaign=froogle&utm_medium=referral&partnerid=20201&gad_source=1&gad_campaignid=22128653711&gclid=EAIaIQobChMIlurCrL-ilQMVg2lBAh06-gD6EAQYBCABEgIxPfD_BwE 
angeboten wird? Er hat doch keine eingebaute Batterie!
von H. H. (hhinz)


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Das werden einfach zwei Schaltkontakte sein, also Batterie unnötig.


Und so ist es auch:
https://www.cfd.tu-berlin.de/~panek/foto/eos_remote/eos_remote.html
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Als Einstieg für ein Selbstbauprojekt:

https://lrtimelapse.com/de/lrtimelapse-pro-timer-free-der-beste-intervallometer-fur-zeitraffer-aufnahmen/

Hier wird keine galvanische Trennung (Relais o.ä.) verwendet, sondern 
ein Transistor direkt an die Kamerakontakte angeschlossen.

Stattdessn könnte man auch einen Optokoppler verwenden, dann hätte man 
zur Extra-Sicherheit auch noch eine galvanische Trennung (was beim Preis 
einer Kamera etwas beruhigender sein dürfte).
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> (was beim Preis einer Kamera etwas beruhigender sein dürfte).

Beruhigender duerfte es wohl sehr sein sich einfach einen fertigen 
Funkausloeser zu kaufen. :-D Kameras sterben daran das jemand ueber das 
Kabel stolpert und die Kamera dann mit Stativ umkippt.

Vanye
von Rainer W. (rawi)


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Thomas S. schrieb:
> Er hat doch keine eingebaute Batterie!

Die Batterie hat die Kamera.
von Cyblord -. (cyblord)


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Thomas S. schrieb:
> Könnte man für eine Spiegelreflexkamera, die über ein RS-60E3 Kabel
> fernausgelöst werden kann, leicht einen Fernauslöser, Triggerauslöser,
> Intervallauslöser o.ä. bauen, in dem man dieses RS-60E3 Kabel über ein
> Relais kurzschließt?

Huch ist schon wieder 1993?
von Joachim B. (jar)


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PC1500 und 1 Transistor
: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Zweistufiges Auslösen hat bei der Spiegelreflex durchaus Vorteile. Man 
sollte ihr die Zeit geben, scharfzustellen.

Ich habe das mal mit einem Arduino gemacht. Pins als "open collector" 
genutzt - fertig.

Nachtrag: Canon
: Bearbeitet durch User
von Daniel F. (df311)


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der RS60-E3 ist recht "spartanisch" aufgebaut - siehe Bilder...
von H. H. (hhinz)


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Walter T. schrieb:
> Ich habe das mal mit einem Arduino gemacht. Pins als "open collector"
> genutzt - fertig.

Mit den stromsparenden µCs von heute reicht Phantomspeisung von der 
Kamera her.
von M.A. S. (mse2)


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Walter T. schrieb:
> Zweistufiges Auslösen hat bei der Spiegelreflex durchaus Vorteile. Man
> sollte ihr die Zeit geben, scharfzustellen.

Das kann richtig sein oder auch nicht, je nach Situation. Wenn man 
nämlich nicht selber durch den Sucher schaut und der Kamera überlässt, 
worauf sie sich scharfstellt, kann auch etwas unerwünschtes dabei 
herauskommen.
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Vanye R. schrieb:
> Beruhigender duerfte es wohl sehr sein sich einfach einen fertigen
> Funkausloeser zu kaufen.

Wer Funk kennt, nimmt Kabel.

Und der Threadstarter ist offensichtlich an mehr als einer simplen 
Fernbedienung interessiert:

Thomas S. schrieb:
> leicht einen Fernauslöser, Triggerauslöser,
> Intervallauslöser o.ä. bauen

Da hilft dann Funk nicht.


Und ja, man möchte bei Fernauslösung nur selten den AF verwenden. Die 
Kamera ist in solchen Situationen meist auf das Zielgebiet focussiert.

Eine Ausnahme wäre eine "Fotobox", in der irgendwelche Leute Portraits 
von sich selbst anfertigen können. Da möchte man dann doch mit AF 
auslösen.
von Joachim B. (jar)


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Walter T. schrieb:
> Zweistufiges Auslösen hat bei der Spiegelreflex durchaus Vorteile. Man
> sollte ihr die Zeit geben, scharfzustellen.

ach wohin denn?

Besser ist doch den Focusunkt vorher zu definieren und auf manu Focus 
umzustellen.

Ich sehe heute zu viele YT Videos wo der (Auto)Focus sonst wo 
hinspringt, aber nie dort wo vermutlich der Ersteller wollte.
von Harald K. (kirnbichler)


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Joachim B. schrieb:
> Besser ist doch den Focusunkt vorher zu definieren und auf manu Focus
> umzustellen.

Je nach Anwendung mag das so sein oder auch nicht.

Ich beschrieb weiter oben eine "Photobox", das ist so eine Art 
Photoautomat, da geht jemand rein, guckt in die Kamera und drückt auf 
einen Knopf (den Fernauslöser) um von sich ein Bild machen zu lassen.

Da nicht alle Leute ihren Kopf automagisch in exakt demselben Abstand 
zur Kamera halten, ist sowas eine gute Anwendung für einen Autofocus.


Macht man z.B. Hochgeschwindigkeitstropfenphotographie, dann will man 
wie Du beschrieben hast verfahren.
von M.A. S. (mse2)


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Harald K. schrieb:
> Je nach Anwendung mag das so sein oder auch nicht.
Genau.

Harald K. schrieb:
> Macht man z.B. Hochgeschwindigkeitstropfenphotographie, dann will man
> wie Du beschrieben hast verfahren.
...ebenso wie bei Astrofotos.

Harald K. schrieb:
> eine "Photobox"
ist ein gutes Gegenbeispiel. Gut, wenn beides geht.
von Roland E. (roland0815)


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Thomas S. schrieb:
> ... ein RS-60E3 Kabel
> fernausgelöst werden kann, ..

Das Teil habe ich auch für meine EOS. Das sind zwei Taster, die an die 
drei Pins angeschlossen sind. Einer löst Fokus aus, der andere den 
Shutter.

Kannst du mit zwei Relais einfach nachbauen/zweckentfremden. Am 
Einfachsten geht es wohl, einen Originalen Fernauslöser umzubauen. Dann 
hast du gleich die Belegung und den richtigen Stecker.
von Harald K. (kirnbichler)


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Roland E. schrieb:
> Dann hast du gleich die Belegung und den richtigen Stecker.

Der Stecker ist (anders als bei Nikon) nichts spezielles, ein ganz 
einfacher 2.5mm-Stereoklinkenstecker.

Der passt mit gleicher Belegung übrigens auch bei DSLR von Pentax.

Spitze: Auslöser
Ring: AF
Schaft: Masse
von Rainer W. (rawi)


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Joachim B. schrieb:
> loeten.bmp

> 2,3 MB

Sooh schwierig?

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
: Bearbeitet durch User
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Thomas S. schrieb:
> Könnte man für eine Spiegelreflexkamera, die über ein RS-60E3 Kabel
> fernausgelöst werden kann, leicht einen Fernauslöser, Triggerauslöser,
> Intervallauslöser o.ä. bauen

Hat man schon:

http://www.cfd.tu-berlin.de/~panek/foto/smatrig/smatrig.html

Hab ich gebaut, funktioniert super. Wenn du Interesse hast, ich habe 
noch einen übrig. Schick mir eine PM.
von Rainer W. (rawi)


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Die Kunst dabei ist, ohne zusätzlich Stromversorgung auszukommen und den 
uC per Energy Harvesting aus dem Abfragestrom der Kamera zu versorgen.
von Harald K. (kirnbichler)


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Rainer W. schrieb:
> Die Kunst dabei ist

Irrelevant. Das ist nur 'ne Fingerübung für das Ego, bringt aber in der 
Praxis nichts. Und insbesondere bei Langzeitbelichtungen wird das eh' 
nicht funkionieren, ist damit also auch nicht sinnvoll.
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Und insbesondere bei Langzeitbelichtungen wird das eh'
> nicht funkionieren,

Funktioniert bestens, seit vielen Jahren.
von Harald K. (kirnbichler)


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H. H. schrieb:
> Funktioniert bestens, seit vielen Jahren.

Magst Du ein paar Details verraten, wie Du mit "energy harvesting" aus 
der Fernsteuerungsbuchse genügend Energie für z.B. eine Minute 
Belichtungszeit hinbekommst?
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Funktioniert bestens, seit vielen Jahren.
>
> Magst Du ein paar Details verraten, wie Du mit "energy harvesting" aus
> der Fernsteuerungsbuchse genügend Energie für z.B. eine Minute
> Belichtungszeit hinbekommst?

Es gibt zwei anzapfbare Leitungen.
von Harald K. (kirnbichler)


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H. H. schrieb:
> Es gibt zwei anzapfbare Leitungen.

Das ist klar; aber ist die darüber verfügbare Energiemenge ausreichend, 
um einen µC zu betreiben, der eine dieser Leitungen daherhaft über einen 
Transistor o.ä. ausreichend niederohmig mit Masse verbindet?

Andersrum, wie hochohmig werden diese "anzapfbaren" Leitungen sein, 
welchen Strom wird man da (bei welcher Spannung) ableiten können, ohne 
daß die Kamera sich dazu entschließt, den Kontakt als geschlossen zu 
erkennen?

Und wenn man so einen Auslöser hat, muss man den ja auch irgendwie 
bedienen können, d.h. ein Display und Bedienelemente sollte er schon 
haben.

Ich hab' mir vor langer Zeit* mal einen entsprechenden Auslöser gebaut, 
auf Basis eines MSP430G2553. Den versorgte ich mit 3 V, die ich mit 
einem Stepup-Wandler aus einer AA-Zelle versorgte (das war irgendein 
Krümel von TI, der ab 0.9 V Eingangsspannung funktioniert). Am µC hing 
eines der üblichen HD44780-Displays (reflektiv), das ebenfalls mit 3 V 
versorgt wurde. Die Kontrastspannung erzeugte ich mit einem ICL7660, 
weil das Display eigentlich nur für 5-V-Betrieb gedacht war. Mit einem 
Drehgeber mit Taster konnte man dann einstellen, was es genau machen 
sollte (Belichtungsdauer, -Anzahl, Reihenbelichtungen "Bracketing").
Die Kamera wurde zur Sicherheit mit einem Optokoppler angesteuert.

Und mit einer Primärzelle war das Gerät so lange einsetzbar, daß ich mir 
deutlich mehr Sorgen über deren Auslaufen als den eigentlichen Verbrauch 
machen musste.

"Energy Harvesting" ist daher nach meiner Einschätzung an dieser Stelle 
nur was fürs Bastlerego.

Irgendwann später kaufte ich mir dann eine neue Kamera, deren Firmware 
die für mich wichtigen Dinge auch einfach selbst konnte.


*) grad' nachgesehen: 14 Jahre
von H. H. (hhinz)


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Die I/O des µC reichen völlig, externer Transistor ist nicht nötig.

Für Bedientasten reichen PUs im MOhm-Bereich, und man drückt die ja 
nicht ständig. LC-Display als nacktes Glas.
von Harald K. (kirnbichler)


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Gut, kann man machen -- aber warum?

(Immerhin ist damit sichergestellt, daß nicht eine der Kamera ungenehme 
Spannung versehentlich am Klinkenstecker in diese eingespeist wird, 
unter Sicherheitsaspekten kann das den einen oder anderen beruhigen)
von Rainer W. (rawi)


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Harald K. schrieb:
> Und insbesondere bei Langzeitbelichtungen wird das eh' nicht
> funkionieren, ist damit also auch nicht sinnvoll.

Magst du deine Zweifel irgendwie begründen?

Dass jede nicht vorhandene Batterie sinnvoll ist, wird wohl keiner 
ernsthaft bezweifeln.

Und jede nicht vorhandene Primärzelle kann auch nicht auslaufen.

Harald K. schrieb:
> aber ist die darüber verfügbare Energiemenge ausreichend, um einen µC zu
> betreiben, der eine dieser Leitungen daherhaft über einen Transistor
> o.ä. ausreichend niederohmig mit Masse verbindet?

Ja. Es gibt seit etlichen Jahrzehnten spannungsgesteuerte Transistoren. 
Energie wird dann nur zum Umschalten benötigt.
: Bearbeitet durch User
von Otto K. (opto_pussy)


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Harald K. schrieb:
> Andersrum, wie hochohmig werden diese "anzapfbaren" Leitungen sein,
> welchen Strom wird man da (bei welcher Spannung) ableiten können, ohne
> daß die Kamera sich dazu entschließt, den Kontakt als geschlossen zu
> erkennen?

Für eine Phantomspeisung nimmt man einfach einen hochomigen 100k 
Widerstand R1. Damit die Kamera nicht denkt, dass ausgelöst wird. Über 
diesen Widerstand wird ein Elko aufgeladen, der dann mit der 
Auslösetaste für ein Aufblitzen der LED eines Optokopplers genutzt 
werden kann. Dieses kurze Aufblitzen wird an den Optokopplertransistor 
weitergeleitet und der Photoapparat bekommt dadurch den Auslösebefehl.
von H. H. (hhinz)


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von Otto K. (opto_pussy)


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H. H. schrieb:
> Wieder mal gequirlter Unsinn.

Wieso DAS denn? Die Phantomspeisung waren deine eigenen Worte, nur mit 
dem Unterschied, dass DU im Gegensatz zu mir keinen Schaltplan geliefert 
hast. Hier der Beweis:

H. H. schrieb:
> Mit den stromsparenden µCs von heute reicht Phantomspeisung von der
> Kamera her.
von H. H. (hhinz)


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Otto K. schrieb:
> Die Phantomspeisung waren deine eigenen Worte,

Aber nicht für eine hirnrissige Schaltung.
: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Harald K. schrieb:

> Das ist klar; aber ist die darüber verfügbare Energiemenge ausreichend,
> um einen µC zu betreiben, der eine dieser Leitungen daherhaft über einen
> Transistor o.ä. ausreichend niederohmig mit Masse verbindet?

Ja. Moderne µC brauchen im "deep sleep" nur µA und sind in der Lage, den 
Zustand ihrer Pins auch in diesem Status aufrecht zu erhalten.

Im Prinzip benötigt man nur zwei Kennwerte:
1) Welche Spannung liefert die Kamera an den Kontakt-Anschlüssen
2) Welcher Strom führt zu Auslösung der Funktion

Der Rest ist dann ein wenig Rechnerei und die Wahl eines wirklich 
geeigneten µC.

> Und wenn man so einen Auslöser hat, muss man den ja auch irgendwie
> bedienen können, d.h. ein Display und Bedienelemente sollte er schon
> haben.

Taster kosten strommäßig so gut wie nix. Und wenn man ein Display haben 
möchte (wozu auch immer), muss man halt was stromsparendes nehmen. 
Idealerweise naked LCD. Es gibt aber auch "höher organisierte" Displays 
mit wahrscheinlich in dieser Anwendung noch akzeptablem Energiebedarf. 
Pollin hatte eine Zeit lang einen schicken 1-Zeiler im Angebot, der sehr 
energiesparende Betriebsarten kennt. Hieß "TIAN MA A2C00096100". Damit 
wäre das sehr wahrscheinlich durchaus machbar. Hängt aber natürlich von 
den initial zu ermittelnden Parametern ab.
von Soul E. (soul_eye)


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Ob S. schrieb:
> Ja. Moderne µC brauchen im "deep sleep" nur µA und sind in der Lage, den
> Zustand ihrer Pins auch in diesem Status aufrecht zu erhalten.

Das wäre endlich eine sinnvolle Anwendung für diese Ultracaps mit 
einigen zehn Farad bei 3 V.
von H. H. (hhinz)


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Soul E. schrieb:
> Ob S. schrieb:
>> Ja. Moderne µC brauchen im "deep sleep" nur µA und sind in der Lage, den
>> Zustand ihrer Pins auch in diesem Status aufrecht zu erhalten.
>
> Das wäre endlich eine sinnvolle Anwendung für diese Ultracaps mit
> einigen zehn Farad bei 3 V.

Ein leckstromarmer Elko von 100µF reicht dicke.
von Harald K. (kirnbichler)


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Otto K. schrieb:
> Dieses kurze Aufblitzen

... ist für eine Langzeitbelichtung komplett ungeeignet. Da wird 
nämlich die Kamera in den sogenannten "Bulb"-Modus versetzt und 
belichtet so lange, wie der Auslöser bzw. der Auslösekontakt betätigt 
wird.

Ob S. schrieb:
> Und wenn man ein Display haben möchte (wozu auch immer)

Wie ich schon schrieb: Um einzustellen, was der "Trigger" machen soll.

Meiner war primär für Langzeitbelichtungsreihen gedacht. Da stellte man 
die gewünschte Belichtungszeit und die Anzahl der für das "Bracketing" 
anzufertigenden Bilder ein, und um wieviel EV die Einzelbilder 
unterschiedlich zu belichten waren.
Ab einer gewissen Belichtungsdauer fängt die Kamera mit einer "dark 
frame"-Rauschunterdrückung an, auf deren Ende man vor dem nächsten 
Auslösen warten muss. Ein einzustellender Parameter war also, ab welcher 
Belichtungsdauer das aktiv wird (gut, könnte man fest in der Firmware 
einbauen, wenn das nur mit genau einem Kameramoddlel genutzt werden 
soll)

Das ist nichts, was ich mit einer Morsetastatur ohne Rückmeldung machen 
möchte, und die Anzahl der zu beschriftenden Drehknöpfe wäre auch recht 
groß, irgendwie.
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Harald K. schrieb:

> Meiner war primär für Langzeitbelichtungsreihen gedacht. Da stellte man
> die gewünschte Belichtungszeit und die Anzahl der für das "Bracketing"
> anzufertigenden Bilder ein, und um wieviel EV die Einzelbilder
> unterschiedlich zu belichten waren.
> Ab einer gewissen Belichtungsdauer fängt die Kamera mit einer "dark
> frame"-Rauschunterdrückung an, auf deren Ende man vor dem nächsten
> Auslösen warten muss. Ein einzustellender Parameter war also, ab welcher
> Belichtungsdauer das aktiv wird (gut, könnte man fest in der Firmware
> einbauen, wenn das nur mit genau einem Kameramoddlel genutzt werden
> soll)

Ja, ok. Bei der Komplexität würde ich sicher auch ein Display haben 
wollen. Allerdings: man braucht das nur zur Konfiguration. Im 
eigentlichen Betrieb könnte es dann ausgeschaltet werden.

Oder halt wie etwa mit genanntem TIAN möglich, in einen extremen 
Stromsparmodus versetzt werden. Im Icon-Mode hätte man immerhin zwei 
7Segment-Digits zur Fortschrittsanzeige zur Verfügung und etliche Icons, 
die man für eine "aktiv"-Anzeige verwenden könnte. Das dürfte schon 
recht komfortabel sein, um auch im laufenden Betrieb nicht den Überblick 
zu verlieren.

> in den sogenannten "Bulb"-Modus versetzt und
> belichtet so lange, wie der Auslöser bzw. der Auslösekontakt betätigt
> wird.

Ok. Neben den zwei von mir genannten grundlegenden Paramtern für das 
Design gäbe es hier also eventuell noch einen dritten. Es sei denn, auch 
du hattest zwei Kontaktanschlüsse zur Verfügung. Vermutlich ist es ja 
auch bei Langzeitbelichtung nicht nötig, den AF dauerhaft zu drücken, 
oder?
von Harald K. (kirnbichler)


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Ob S. schrieb:
> Vermutlich ist es ja auch bei Langzeitbelichtung nicht nötig,
> den AF dauerhaft zu drücken, oder?

Den drückt man bei Langzeitbelichtungen überhaupt nicht.

Eine (D)SLR kann während einer Langzeitbelichtung eh' nicht 
nachfocussieren, weil der AF-Sensor bei hochgeklapptem Spiegel kein 
Licht abbekommt.

Bei spiegellosen Kameras sieht das prinzipiell anders aus, die könnten 
das, aber das will man nicht.
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Harald K. schrieb:

> Den drückt man bei Langzeitbelichtungen überhaupt nicht.

Also ist der entsprechende Anschluß zur Versorgung dauerhaft verfügbar.

Damit sind wie dann wieder bei den zwei nötigen Parametern für ein 
funktionierendes Design ohne zusätzliche Energiequelle.

Brauchst du jetzt nur noch zu spezifizieren, dann kann ich dir sagen ob 
und wie wie es geht. Das war ja, was du eingangs wissen wolltest.
von Rainer W. (rawi)


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Otto K. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Wieder mal gequirlter Unsinn.
>
> Wieso DAS denn?

Was soll dieser alberne Optokoppler (und der exorbitante Stromverbrauch 
der LED), wenn doch gar keine galvanische Trennung erfolgt, weil 
galvanisch verbunden?
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Harald K. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Funktioniert bestens, seit vielen Jahren.
>
> Magst Du ein paar Details verraten, wie Du mit "energy harvesting" aus
> der Fernsteuerungsbuchse genügend Energie für z.B. eine Minute
> Belichtungszeit hinbekommst?

Braucht man nicht. Der o.g. SmaTrig (Smart Trigger) läuft aus einer 
CR2032 deutlich länger als ein Jahr. Auf jeden Fall länger als die 
Kamera. Der Typ der die Software geschrieben hat, kann die Stromsparmodi 
eines ATMega88PA offensichtlich gut nutzen. Das Ding hat auch sonst jede 
Menge pfiffiger Detaillösungen.

Wenn es etwas auszusetzen gibt, dann die Wahl der Steckverbinder. 
Klinkenstecker schließen beim Einstecken gern mal die Kontakte kurz. Den 
Fehler hat allerdings schon Canon gemacht. Deswegen sollte man alle 
Stecker nur ausgeschaltet ein- oder ausstecken.

Ich habe für meinen übrigens einen RS60-E3 geschlachtet. Einfach das 
Kabel abgelötet und statt dessen eine 3.5mm Klinkenbuchse eingebaut. An 
das freie Kabelende kommt ein 3.5mm Klinkenstecker. So kann man das 
Kabel wahlweise am RS60-E3 oder am SmaTrig verwenden.

Aber das liegt nun schon jahrelang ungenutzt im Schrank. 
Smartphone-Kameras sind so gut geworden, daß man sich dreimal überlegt 
ob man die Spiegelreflex durch die Gegend schleppen will. Und das 
Smartphone hat man sowieso immer dabei ...
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Axel S. schrieb:
> Wenn es etwas auszusetzen gibt, dann die Wahl der Steckverbinder.

Die ist von den Kameraherstellern vorgegeben. Canon verwendet wenigstens 
an den meisten (D)SLR eine 2.5mm-Stereoklinke, Pentax tut das auch.

Nikon verwendet zwei unterschiedliche proprietäre Steckverbinder, was 
das ganze jetzt auch nicht wirklich besser macht (auch wenn die das 
fürchterliche Kurzschlussproblem nicht haben)

Axel S. schrieb:
> Einfach das
> Kabel abgelötet und statt dessen eine 3.5mm Klinkenbuchse eingebaut.

Was ist an 3.5mm-Klinke jetzt besser als an 2.5mm-Klinke?
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