Forum: Platinen Tod einer CNC-Maschine -> Ende einer Firma? Servoregler durchgebrannt.


von Markus H. (derampcsitzt)


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Tag!

Bekannter der kurz vor der Rente ist kann mit seiner einzigen Maschine 
nicht mehr arbeiten, wohl wegen der Hitze ist ihm im Schaltschrank der 
Servoregler
verreckt.

Das müsste der Netzteilcontroller sein, man kann noch die Beschriftung 
TM oder TN (für TNY...) erkennen. Es sind noch etliche gleiche 
Servoregler im Schaltschrank bei denen man schauen könnte welches Teil 
genau das ist.

Problem ist der Hersteller der Mschine gibt es nicht mehr, Ersatz für 
das Teil ist kaum zu bekommen bzw muss die Seriennummer exakt stimmen. 
Der Alte meint jetzt die Maschine kann weg, würde aber wohl auch das 
Ende seiner Firma bedeuten weil der eh nur für's Hobby noch arbeitet 
(ist ne große Wasserstrahlschneidmaschine)
Ich dachte ich guck mal was ich machen kann, normal könnte man den IC ja 
tauschen, entweder ich selbst oder ein Reparaturbetrieb macht das. Man 
muss ja gucken ob sonst noch was kaputt gegangen ist, ich selbst hab da 
aber zu wenig Erfahrung da ich lediglich einige Arduino/ESP-Bastelein 
bzw Projekte mache.

Ich hoffe hier auf paar gute Tipps wie man am besten vorgeht, evtl doch 
nach einem kompletten Servoregler gucken oder die Platine richten?
von F. (radarange)


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Am Einfachsten geht das natürlich, wenn du rausfindest, was für ein IC 
das ist. Dann kann man schauen, was das Teil macht und welche 
Komponenten man mal durchmessen sollte, um zu schauen, was denn nun 
tatsächlich defekt ist. Dann kann man entweder direkt Ersatz beschaffen 
oder die Spannungsversorgung irgendwie anders lösen.
von Lu (oszi45)


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U56 sieht schlecht aus. Kennt einer die Leiterplatte genauer?
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Markus H. schrieb:
> Das müsste der Netzteilcontroller sein, man kann noch die Beschriftung
> TM oder TN (für TNY...) erkennen. Es sind noch etliche gleiche
> Servoregler im Schaltschrank bei denen man schauen könnte welches Teil
> genau das ist.

Wird wohl ein solcher Schaltregler sein, und dann eher ein 
Überspannungs-Impuls als nur Hitze.  Wenn du auf vergleichbaren Platinen 
den genauen Typ ersehen kannst, ist das gewiss hilfreich.
von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Schau in einen der anderen Controller was das für ein Käferchen ist, was 
da weggebratzt ist. Dann sucht man dafür nach der Referenzschaltung im 
Datenblatt.
Dann nähert man sich und überlegt, was noch so alles kaputt sein kann um 
diesen Schaden auszulösen.Das kannst du hier dann posten. Ich vermute 
mal, der Käfer alleine ist nicht die Ursache des Schadens.
von Stephan S. (uxdx)


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Markus H. schrieb:
> Das müsste der Netzteilcontroller sein, man kann noch die Beschriftung
> TM oder TN (für TNY...) erkennen. Es sind noch etliche gleiche
> Servoregler im Schaltschrank bei denen man schauen könnte welches Teil
> genau das ist.

Dann also bitte ein Photo davon
von Stephan S. (uxdx)


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Der Trafo sieht auch etwas zerfleddert aus ...
von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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🍅🍅 🍅. schrieb:
> https://www.ebay.com/itm/136637241130

aus Thailand ... und auch nicht gerade preiswert
von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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Wasserstrahlschneidmaschine und preiswert, lol
von H. H. (hhinz)


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TNY263..268

Aber:

Stephan S. schrieb:
> Der Trafo sieht auch etwas zerfleddert aus ...
von Nick (b620ys)


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Markus H. schrieb:
> Problem ist der Hersteller der Mschine gibt es nicht mehr,

Aber den Hersteller des Reglers gibt es nach wie vor. Und es gibt Firmen 
die Service dafür anbieten. Das vorweg: Die lassen sich das 
üblicherweise gut zahlen.
Das IC lässt sich ja rausfinden, beim zerplatzten Trafo wird es 
schwierig.

Wenn der Hersteller der Schneidanlage nicht mehr existiert, gibt es 
üblicherweise noch Servicetechniker die gerne bereit sind ihr KnowHow 
weiter anzubieten.

Es ist also eher die Frage, wie viel Geld ausgegeben werden kann/will 
und wie lange die Maschine ausfällt.

Letzendlich ist es eine Abwägung wie groß der Schaden durch den 
zeitlichen Ausfall ist.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> beim zerplatzten Trafo wird es schwierig.

Selbst neu bewickeln.  Hab' ich bei 'ner Miele-Waschmaschine gemacht. 
Sind ja nicht so viele Windungen bei diesen Frequenzen.
von S. K. (hauspapa)


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Der Trafo scheint ja nur 3 Spannungen zu generieren.

Bei einem laufenden nachmessen und durch externes Netzteil ersetzen ist 
vermutlich am einfachsten.

Viel Erfolg
Hauspapa
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Jörg W. schrieb:
> Selbst neu bewickeln.

Forensische Elketronik. ;-)
Mit genügend sportlichen Ergeiz kann man den reparieren. Da bin ich voll 
bei dir.
Mir geht es eher um den Punkt, wie produktiv der "Hobby-Einsatz" ist und 
ob welcher finanzieller Druck da ist das möglichst schnell oder 
möglichst günstig zu reparieren.

S. K. schrieb:
> Bei einem laufenden nachmessen und durch externes Netzteil ersetzen ist
> vermutlich am einfachsten.

Vorsicht! Es muss exakt der Gleiche sein. Verschiedene Servos benötigen 
verschiedene Spannungen.
Mit dem Vorbehalt, dass bis jetzt keiner weiss was der Trafo exakt 
macht.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Mit dem Vorbehalt, dass bis jetzt keiner weiss was der Trafo exakt
> macht.

Nur du weißt das wohl nicht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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H. H. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Mit dem Vorbehalt, dass bis jetzt keiner weiss was der Trafo exakt
>> macht.
>
> Nur du weißt das wohl nicht.

Also zur Zeit tut der Trafo chillen.
von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Dass der Trafo hin ist, steht noch nicht fest. Für mich sieht es bisher 
eher danach aus, als hätte sich Klebeband einfach mit der Zeit gelöst, 
verhärtet und verformt. Das sieht man bei alten Kisten mit einer 
gewissen thermischen Belastung öfters mal.
Aber, ich kann mich natürlich auch täuschen.
Ein besseres Foto davon mag Aufschluss bringen.
Viele Grüsse Ove
von H. H. (hhinz)


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Ove M. schrieb:
> Dass der Trafo hin ist, steht noch nicht fest.

ACK, aber es ist keine Sicherung für den TNY zu sehen, nur ein NTC. Da 
wäre es schon plausibel, dass die Primärwicklung durch ist.
von Gerd E. (robberknight)


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H. H. schrieb:
> Ove M. schrieb:
>> Dass der Trafo hin ist, steht noch nicht fest.
>
> ACK, aber es ist keine Sicherung für den TNY zu sehen, nur ein NTC.

In so nem Maschinenschaltschrank hast Du sehr oft Sicherungsautomaten 
verbaut. Der dürfte da ausgelöst haben, und das vermutlich schneller als 
eine Schmelzsicherung auf der Platine.

Aber ob der Trafo etwas abbekommen hat kann man letztlich nur durch 
messen oder ausprobieren herausfinden.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Nick schrieb:
>> Selbst neu bewickeln.
>
> Forensische Elketronik. ;-)
> Mit genügend sportlichen Ergeiz kann man den reparieren.

Naja, das hatte damals keine zwei Stunden gedauert bei mir. Das 
schwierigste ist eigentlich das Auslöten. Den Kern muss man erhitzen, um 
den Kleber zu lösen. Wenn er woanders durchbricht, ist das auch nicht 
tragisch, der wird hinterher eh wieder mit Epoxidharz zusammen geklebt.

Die Sekundärwicklungen wickelt man ab und benutzt sie danach wieder – 
Wicklungssinn muss man natürlich aufschreiben. Die Primärwicklung zählt 
man beim Abwickeln mit und wickelt sie mit gleichem Drahtdurchmesser 
neu. Das waren < 200 Windungen, das ist ja nun kein großes Thema, keine 
> 1000 wie früher bei kleinen Netztrafos.

Das natürlich alles nur, falls sie wirklich kaputt ist. Aber das bekommt 
man mit dem Ohmmeter und noch besser mit einem Induktivitätsmessgerät 
raus.
von Michael B. (laberkopp)


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H. H. schrieb:
> ACK, aber es ist keine Sicherung für den TNY zu sehen, nur ein NTC

Ich vermisse den primären Siebelko, eine (Fein)Sicherung könnte ja auch 
extern montiert sein.

Aber TNY gehen auch gerne wegen Überspannung kaputt, und die entsteht 
gern wenn in der Netzzuleitung eine Unterbrechung stattfindet und jemand 
anderes (Soule, Motor) noch Energie reinpumpt.
von H. H. (hhinz)


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Michael B. schrieb:
> Ich vermisse den primären Siebelko,

Muss der neben den dicken NTCs sein.
von Peter N. (alv)


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Jörg W. schrieb:
> Selbst neu bewickeln.

Wie zerlegt man zerstörungsfrei einen verklebten Ferrit-Trafo?

Bei dem kleinen Trafo wird das IC den direkt ansteuern. Eine ev. 
Sicherung wird nur ein Widerstand sein.
von H. H. (hhinz)


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Peter N. schrieb:
> Wie zerlegt man zerstörungsfrei einen verklebten Ferrit-Trafo?

Backofen.


> Eine ev. Sicherung wird nur ein Widerstand sein.

Keiner zu sehen.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
> Peter N. schrieb:
>> Wie zerlegt man zerstörungsfrei einen verklebten Ferrit-Trafo?
>
> Backofen.

Heißluftpistole

Man muss ja den Kleber nur etwas weich bekommen, dann kann man die 
Kernteile trennen. Wie oben schon geschrieben, es ist kein Beinbruch, 
wenn die woanders brechen als an der originalen Klebestelle.
: Bearbeitet durch Moderator
von Michael S. (mse68)


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Nach meinen Erfahrungen würde ich mal auf C114  tippen. Wenn der 
Kondensator taub ist, fliegen die TNY 2xxGN auseinander. Trafos sind in 
den seltensten Fällen defekt.
von Gerald B. (gerald_b)


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Jörg W. schrieb:
> Heißluftpistole

Würde ich von abraten, oder nur unter Vorsicht mit entsprechender 
Erfahrung benutzen. Wenn man den Kern zu schnell aufheizt, kann Ferrit 
auch platzen.
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