Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Interner RC Oszillator von STM32C5 überraschend gut


von Nemopuk (nemopuk)


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Beim Vergleich diverser Mikrocontroller ist mir aufgefallen, dass der 
HSI Oszillator von allen STM32C5 außergewöhnlich stabil ist. Der 
Hersteller verspricht 1% in einem Temperaturbereich von -20 bis +130 
Grad Celsius.

Der weite Temperaturbereich überrascht mich. Ist das

a) inzwischen normal, oder

b) tatsächlich besonders gut, oder

c) bin ich zu dumm, das Datenblatt zu verstehen?
von Jörg R. (solar77)


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Nemopuk schrieb:
> Beim Vergleich diverser Mikrocontroller ist mir aufgefallen, dass
> der HSI Oszillator von allen STM32C5 außergewöhnlich stabil ist. Der
> Hersteller verspricht 1% in einem Temperaturbereich von -20 bis +130
> Grad Celsius.

> Der weite Temperaturbereich überrascht mich. Ist das

> c) bin ich zu dumm, das Datenblatt zu verstehen?

Vielleicht solltest du auf das Datenblatt verlinken. Dann muss nicht 
jeder der evtl. helfen will danach suchen;-)
von Harald A. (embedded)


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Nemopuk schrieb:
> Der weite Temperaturbereich überrascht mich. Ist das
>
> a) inzwischen normal, oder

Bei vielen Microcontrollern neueren Datums hat sich bei den internen 
Oszillatoren gegenüber "früher" einiges getan. Für "Standardaufgaben" 
und UART dürfte es reichen, bei CAN/Ethernet wird es hingegen nicht ganz 
reichen.

Je nachdem, welche Extreme man tatsächlich noch berücksichtigen muss, 
ist das z.B. bei > -30°C unter 1% - wie gesagt, UART okay, CAN eher 
nicht bzw. grenzwertig
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Harald A. schrieb:
> CAN eher nicht bzw. grenzwertig

Müsste CAN nicht vergleichsweise unproblematisch sein aufgrund der 
NRZ-Codierung (Bitstuffing) welche eine Synchronisierung des Takts 
ermöglicht? Bei UART gibt's das ja so nicht, dafür sind die Frames 
kürzer...
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Der weite Temperaturbereich überrascht mich. Ist das

Naja relativ. Der uebliche industrielle Temperaturbereich ist -40 bis 
+85, der Hersteller sagt dir also damit das sein RC-Oszillator fuer 
industrielle Anwendung nicht 1% genau ist. .-)

Und wenn man bedenkt wie wichtig die -40 sind, dann sagt er sogar, wir 
haben es probiert, aber es ging wirklich nicht. Sonst wuerden sie nicht 
-20 schreiben. :-D

Vanye
von Harald A. (embedded)


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Niklas G. schrieb:
> Harald A. schrieb:
>> CAN eher nicht bzw. grenzwertig
>
> Müsste CAN nicht vergleichsweise unproblematisch sein aufgrund der
> NRZ-Codierung (Bitstuffing) welche eine Synchronisierung des Takts
> ermöglicht? Bei UART gibt's das ja so nicht, dafür sind die Frames
> kürzer...

Bei angenommenen Sample-Punkt 87,5%, 250kbit, SJW=1 sind es rechnerisch 
pro Knoten 0,3%, bei SJW=2 theoretisch 0,6%. Blanke Theorie, 
Abweichungen, bei denen auf jeden Fall Probleme aufkommen werden. In der 
Praxis sollte man besser deutlich drunter bleiben, vor allem wenn es 
nicht nur auf dem Labortisch laufen soll.

Edit: CAN FD nochmal kritischer.
: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


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Jörg R. schrieb:
> Vielleicht solltest du auf das Datenblatt verlinken

https://www.st.com/resource/en/datasheet/stm32c531cc.pdf
Kapitel 5.3.9.1 High-speed internal HSI144 oscillator
von Wastl (hartundweichware)


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Bei einem Preis von weniger als 1 Euro für einen frequenzstabilen
Quarz plus zwei Lastkapazitäten halte ich einen "frequenzstabilen"
internen RC-Oszillator für extrem wichtig. So wichtig dass man
alle paar Wochen wieder eine neue Sau durchs Dorf treiben muss.
von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Nemopuk schrieb:
> Beim Vergleich diverser Mikrocontroller ist mir aufgefallen, dass der
> HSI Oszillator von allen STM32C5 außergewöhnlich stabil ist. Der
> Hersteller verspricht 1% in einem Temperaturbereich von -20 bis +130
> Grad Celsius.
>
Im Datenblatt lese ich min -1% und max +1% ;-)
Die neueren STM haben dazu noch ein Clock-Recovery-System (CRS) damit 
lässt sich der HSI über verschiedene andere (intern/extern) genauere 
Clocks, sofern vorhanden, nachregeln.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Anbei Datenblatt-snippet, es ist wohl ± 1 %.
von Nemopuk (nemopuk)


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Wastl schrieb:
> Bei einem Preis von weniger als 1 Euro für einen frequenzstabilen
> Quarz plus zwei Lastkapazitäten halte ich einen "frequenzstabilen"
> internen RC-Oszillator für extrem wichtig. So wichtig dass man
> alle paar Wochen wieder eine neue Sau durchs Dorf treiben muss.

Die STM32C5 sind für kosten-sensitive Projekte gedacht. In großer 
Stückzahl sind sie für weniger als 1 EUR zu haben. Relativ dazu machen 
50 Cent mehr für einen Quarz viel aus.
von Nemopuk (nemopuk)


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Nemopuk schrieb:
> 1% in einem Temperaturbereich von -20 bis +130 Grad Celsius.

Hans-Georg L. schrieb:
> Im Datenblatt lese ich min -1% und max +1% ;-)
😀

Bradward B. schrieb:
> es ist wohl ± 1 %.

Ja, sich präzise Auszudrücken ist gar nicht so einfach. Ich meinte 
natürlich "maximal 1% Abweichung".
: Bearbeitet durch User
von Wastl (hartundweichware)


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Nemopuk schrieb:
> Relativ dazu machen 50 Cent mehr für einen Quarz viel aus.

Klar, weil du ja bei deinen Hobby-Projekten auf jeden Cent
achten musst.

Oder weil du Probleme siehst wo keine sind. Hauptsache wieder
eine Sau durchs Dorf treiben.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Anbei snippet über den gesamten T-Bereich, das ist wohl nicht linear. 
Die Angabe bezieht sich immer auf eine Versorgungsspannung von 3V3. Die 
kann aber auch etwas weglaufen ...
von Nemopuk (nemopuk)


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Wastl schrieb:
> Klar, weil du ja bei deinen Hobby-Projekten auf jeden Cent
> achten musst.

Für meine Hobbyprojekte ist das in der Tat völlig irrelevant, da habe 
ich bisher immer einen Quarz verwendet. Allerdings erwäge ich 
allmählich, es mal ohne zu wagen.

> Hauptsache wieder eine Sau durchs Dorf treiben.

Ist das so schlimm, sich positiv beeindruckt zu zeigen? Also ich finde, 
man darf (und sollte) auch mal erfreuliche Themen diskutieren.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Wenn keinerlei Genauigkeit erforderlich ist, dann ja, warum nicht.
Wenn zumindest etwas Genauigkeit erforderlich ist, dann Keramik 
Resonator für 25ct (Murata unter 11ct in Stückzahlen).
Wenn man über ppm nachdenkt, wenn Präzision gewünscht ist, dann Quarz 
mit sehr geringem Aufpreis.

Also für die Bequemen ──▶ Quarz. Immer.
von Harald A. (embedded)


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https://www.lcsc.com/product-detail/C9002.html

10ct als Basic Part bei JLCPCB. Oft eingesetzt, funktioniert top.

Der ist auch im Verhältnis zur Größe typischer STM Controllers noch 
recht gut unterzubringen.
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Ein Quarz(-Oszillator) kostet nicht nur Geld, sondern auch PCB-Fläche 
und Energie und hat auch eine längere Einschwingzeit als die 
integrierten RC-Oszillatoren.
von Nick (b620ys)


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Nemopuk schrieb:
> Beim Vergleich diverser Mikrocontroller ist mir aufgefallen, dass der
> HSI Oszillator von allen STM32C5 außergewöhnlich stabil ist.

> Der weite Temperaturbereich überrascht mich. Ist das ...

Die Feststellung überrascht mich. Du hast doch verglichen. Was war denn 
das Ergebnis? Du hast doch die Zahlen ermittelt.

Schaffen das Andere, laut deinen Zahlen, auch?
->
> a) inzwischen normal, oder

Schafft das, laut deinen Zahlen, nur ST?
->
b) tatsächlich besonders gut, oder

Du könntest jetzt deine Ergebnise vorlegen aber dann wäre deine Frage, 
so wie du sie stellst, sinnlos.

> c) bin ich zu dumm, das Datenblatt zu verstehen?

Davon geh ich mal nicht aus.
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Btw: Manche STM32 haben eine etwas "versteckte" zweite PLL mit welcher 
der RC-Oszillator "MSI" mithilfe des LSE-Oszillators stabilisiert werden 
kann ("MSIPLLEN"). In Projekten bei denen sowieso ein Uhrenquarz am LSE 
gebraucht wird für die RTC kann man sich somit ggf. den Hauptquarz (HSE) 
sparen indem man den Haupttakt per MSI erzeugt und den über diese PLL 
stabilisiert.

Fußangel: Diese PLL braucht ein paar Millisekunden zum Einschwingen, 
auch nach einem Wake-Up, aber es gibt kein "ready" Flag. Somit eiert die 
MSI-Frequenz während des Einschwingvorgangs ziemlich wild herum, was der 
CPU nichts ausmacht aber Kommunikation per UART unmöglich macht; man 
muss also nach einem Wake-Up per Timer ein paar Millisekunden warten. 
Als Timer sollte man die RTC nutzen weil die natürlich schon aktiv ist 
und der LSE Takt nicht so eiert.
von Cartman E. (cartmaneric)


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Nemopuk schrieb:

> Der weite Temperaturbereich überrascht mich. Ist das
>
> a) inzwischen normal, oder

Die (Midrange-)PICs konnten/können das schon Jahrzehnte.

> b) tatsächlich besonders gut, oder

Sicher ist das (zu etwas) gut.
Spart es bei den kleinen Gehäusen oft den Resonator/Quarz.

> c) bin ich zu dumm, das Datenblatt zu verstehen?

Lies es halt nochmal.
von Rainer W. (rawi)


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Niklas G. schrieb:
> Ein Quarz(-Oszillator) ... hat auch eine längere Einschwingzeit als die
> integrierten RC-Oszillatoren.

Das ist nun einmal der Preis für die höhere Güte.
von Cartman E. (cartmaneric)


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Rainer W. schrieb:
> Niklas G. schrieb:
>> Ein Quarz(-Oszillator) ... hat auch eine längere Einschwingzeit als die
>> integrierten RC-Oszillatoren.
>
> Das ist nun einmal der Preis für die höhere Güte.

Dann müssten die winzigen(!), 32768 Hz Quarze ja eine geradezu
gigantische Güte haben, so "schingfaul" wie sie sind. ☺
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Cartman E. schrieb:
> Dann müssten die winzigen(!), 32768 Hz Quarze ja eine geradezu
> gigantische Güte haben, so "schingfaul" wie sie sind. ☺

Die sind ja i.A. oft auch genauer als die höherfrequenten Exemplare. 
Schwingfaul sind sie vermutlich nur wenn man sie mit sehr niedrigen 
Strömen ansteuert, wie man sie bei low-power RTCs nutzt?

Rainer W. schrieb:
> Das ist nun einmal der Preis für die höhere Güte.

Ja, aber das ist eben nicht pauschal immer ein guter Preis - 
RC-Oszillator kann der bessere Tradeoff sein.


PS: Lustige Übungsaufgabe: Einen GPS-Empfänger mit Timestamp-Eingang 
nehmen und dort den Takt z.B. vom Quarzoszillator eingeben (MCO-Ausgang 
vom STM32) und die vom Empfänger ausgegebenen Timestamps plotten. Da 
kann man wunderschön das Wegdriften sehen. Besonders interessant ist es 
das mit einer digital temperaturkompensierten RTC zu machen - die 
schiefen Treppenstufen im Plot sind die diskreten Kalibrierungssprünge.
: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Das ist nun einmal der Preis für die höhere Güte.

Aber ist trotzdem kacke weil das bei LowPower extrem nervt. Kann dann 
zielfuehrend sein den internen RC zu nutzen und den nur gelegentlich mit 
einem externen Quarz zu kalibrieren. Ausserdem sind Quarze auch manchmal 
doch wenn du starke Vibrationen hast. Es gibt also gute Gruende fuer RC. 
(und Keramik)

Vanye
von Cartman E. (cartmaneric)


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Niklas G. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Dann müssten die winzigen(!), 32768 Hz Quarze ja eine geradezu
>> gigantische Güte haben, so "schingfaul" wie sie sind. ☺
>
> Die sind ja i.A. oft auch genauer als die höherfrequenten Exemplare.

Wo hast du denn das Gerücht her?

Genau ist da aber auch ein sehr schwammiger Begriff.
Sie sind es (im allgemeinen) nicht.
Grundwellenquarze im MHz-Bereich, mit dem richtigen Schnitt
wären da viel besser.
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Cartman E. schrieb:
> Wo hast du denn das Gerücht her?

In Datasheets steht bei typischen Uhrenquarzen eine niedrigere PPM-Zahl 
als bei typischen MHz-Quarzen
von H. H. (hhinz)


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Niklas G. schrieb:
> In Datasheets steht bei typischen Uhrenquarzen eine niedrigere PPM-Zahl
> als bei typischen MHz-Quarzen

Typisch heißt hier wohl: habs mir passend rausgesucht.
von Mi N. (msx)


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Bradward B. schrieb:
> Anbei snippet über den gesamten T-Bereich, das ist wohl nicht linear.

Beste Ergebnisse erhält man demnach, wenn ein Ausgangspin auf GND gelegt 
und nach Bedarf auf '1' geschaltet wird, bis die interne Temperatur ca. 
100 °C beträgt. Im Idealfall liegt die Abweichung bei < 0,1 % und immer 
unter +/- 0,5 %
;-)
von Norbert (der_norbert)


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Mi N. schrieb:
> Im Idealfall liegt die Abweichung bei < 0,1 % und immer
> unter +/- 0,5 %
> ;-)

Im Idealfall beträgt die Abweichung 0%. Das ist noch nicht einmal 
unmöglich, wird aber in Fachkreisen als einigermaßen unwahrscheinlich 
angesehen. ;-)

Zumeist wird sie ein bisschen hier, oder da, oder dort sein. Gerne auch 
eine Wanderung antreten. Mal vorwärts, mal rückwärts. Mal zwei vor und 
dann drei zurück. Wie's gerade konveniert.
von Cartman E. (cartmaneric)


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Niklas G. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Wo hast du denn das Gerücht her?
>
> In Datasheets steht bei typischen Uhrenquarzen eine niedrigere PPM-Zahl
> als bei typischen MHz-Quarzen

Der "mathematische" Beweis, dass Uhrenquarze nicht besser sind:
Du kannst zu jedem "Uhrenquarz" einen "MHz-Quarz" finden, der
besser ist.
Q.E.D.

Grundwellenquarze von einigen MHz, kann man so aus dem Material
schneiden, dass ihr TK einen flachen Sattelpunkt bei einer
gewünschten Temperatur hat. Macht Mann es richtig, ist dort der
TK sogar Null. Eine Abweichung von der Wunschfrequenz kann man
mit passender Beschaltung und eben Abgleich ja dann leicht korrigieren.
Diesen Sattelpunkt kennen Uhrenquarze nicht einmal.
PPM-Angaben werden also überbewertet.
von H. H. (hhinz)


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Cartman E. schrieb:
> Diesen Sattelpunkt kennen Uhrenquarze nicht einmal.

Uhrenquarze müssen nicht auf 32768Hz schwingen.
von Cartman E. (cartmaneric)


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H. H. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Diesen Sattelpunkt kennen Uhrenquarze nicht einmal.
>
> Uhrenquarze müssen nicht auf 32768Hz schwingen.

I hope You speak sed.

s/Uhrenquarz/winzig 32768 Hz Quarz/g


Das hätte sich auch aus dem Kontext bereits so herleiten lassen.
Wenn Mann sich nicht besonders plöt anstellt.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Cartman E. schrieb:
> I hope You speak sed.
>
> s/Uhrenquarz/winzig 32768 Hz Quarz/g

Uhrenquarz kommt nur einmal in der Zeile vor, da braucht "Mann" kein ›g‹
: Bearbeitet durch User
von Cartman E. (cartmaneric)


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Norbert schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> I hope You speak sed.
>>
>> s/Uhrenquarz/winzig 32768 Hz Quarz/g
>
> Uhrenquarz kommt nur einmal in der Zeile vor, da braucht "Mann" kein ›g‹

Wer weiss schon ganz genau, wie dieses Drecks-html umgebrochen wird.
Es schadet ja auch nicht.
von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Niklas G. schrieb:
> Btw: Manche STM32 haben eine etwas "versteckte" zweite PLL mit welcher
> der RC-Oszillator "MSI" mithilfe des LSE-Oszillators stabilisiert werden
> kann ("MSIPLLEN"). In Projekten bei denen sowieso ein Uhrenquarz am LSE
> gebraucht wird für die RTC kann man sich somit ggf. den Hauptquarz (HSE)
> sparen indem man den Haupttakt per MSI erzeugt und den über diese PLL
> stabilisiert.
>
> Fußangel: Diese PLL braucht ein paar Millisekunden zum Einschwingen,
> auch nach einem Wake-Up, aber es gibt kein "ready" Flag. Somit eiert die
> MSI-Frequenz während des Einschwingvorgangs ziemlich wild herum, was der
> CPU nichts ausmacht aber Kommunikation per UART unmöglich macht; man
> muss also nach einem Wake-Up per Timer ein paar Millisekunden warten.
> Als Timer sollte man die RTC nutzen weil die natürlich schon aktiv ist
> und der LSE Takt nicht so eiert.

Dafür hat der STM32C53xx das obengenannte CRS

The devices embed a special block that allows automatic trimming of the 
internal 144 MHz oscillator to guarantee its optimal accuracy over the 
whole device‑operational range. This automatic trimming is based on the 
external synchronization signal. This signal is either derived from 
USB_SOF signalization, from an LSE oscillator, from an external signal 
on the CRS_SYNC pin or generated by user software. For faster lock-in 
during startup, automatic‑trimming and manual‑trimming action can be 
combined.

Jetzt ist natürlich die Frage ob das bei den 1% schon eingepreist ist 
und nur die Fußnote dafür abhanden gekommen ist ...
von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

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Renesas RA2L1. ST hat da kein Alleinstellungsmerkmal.
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Bradward B. schrieb:

> Anbei snippet über den gesamten T-Bereich, das ist wohl nicht linear.
> Die Angabe bezieht sich immer auf eine Versorgungsspannung von 3V3. Die
> kann aber auch etwas weglaufen ...

Meist ist aber die Abhängigkeit von der Spannung deutlich geringer als 
die von der Temperatur.

Also ich muss (auch als Nicht-STM32-Fan) sagen, dass ich einigermaßen 
beeindruckt bin. Da steckt einiges an Ingenieursarbeit drin.
von H. H. (hhinz)


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von Mi N. (msx)


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Hans-Georg L. schrieb:
> Jetzt ist natürlich die Frage ob das bei den 1% schon eingepreist ist

Wohl nicht, wenn ich das Referenzhandbuch überschlägig richtig erfasse. 
Dort ist zu finden, die Schrittweite des Trimmens wäre 0,14 %. Damit 
wäre die Abweichung ca. Faktor 7 besser als ein freilaufender HSI und 
die gezeigten Kurven über die Temperatur müßten geradlinig sein, ggf. 
mit kleinen Zacken.
Iss ja ganz nett ;-)

Quarz, wenn's gut werden soll!
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Cartman E. schrieb:
> Diesen Sattelpunkt kennen Uhrenquarze nicht einmal.
> PPM-Angaben werden also überbewertet.

Gibt es ein Beispieldatenblatt wo man diesen Sattelpunkt sehen kann?
von H. H. (hhinz)


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Niklas G. schrieb:
> Gibt es ein Beispieldatenblatt wo man diesen Sattelpunkt sehen kann?

https://www.hy-q.com.au/crystal_theory/
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
> https://www.hy-q.com.au/crystal_theory/

Der Fast-Sattelpunkt in Fig. 1 ist aber ein Sattelpunkt des 
Frequenzfehlers; der Temperaturkoeffizient ist aber die Ableitung davon, 
welcher keinen Sattelpunkt hat, nur ein Minimum, welches immerhin (fast) 
bei Null ist.
von Cartman E. (cartmaneric)


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H. H. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Wenn Mann sich nicht besonders plöt an.
>
> So wie du Depp.

https://www.digikey.de/en/products/detail/abracon-llc/AB308-8.000MHZ/5054618

Frequency Stability ±50ppm
Frequency Tolerance ±30ppm

Das wollte vielleicht mal ein richtiger Quarz werden.

Ist die zweite Flasche schon leer?


Niklas G. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Diesen Sattelpunkt kennen Uhrenquarze nicht einmal.
>> PPM-Angaben werden also überbewertet.
>
> Gibt es ein Beispieldatenblatt wo man diesen Sattelpunkt sehen kann?

Bei Geyer Electronic kannst du dich schon selbst umsehen.
https://www.geyer-electronic.de

Fachliteratur zu Thema Quarz und Quarzschnitt gibt es auch...
von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Niklas G. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Diesen Sattelpunkt kennen Uhrenquarze nicht einmal.
>> PPM-Angaben werden also überbewertet.
>
> Gibt es ein Beispieldatenblatt wo man diesen Sattelpunkt sehen kann?

https://www.geyer-electronic.de/wp-content/uploads/2023/02/Uhrenquarze_Fachartikel.pdf
von H. H. (hhinz)


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Cartman E. schrieb:
> Ist die zweite Flasche schon leer?

Sauf halt nicht so viel.
von Nemopuk (nemopuk)


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Hans-Georg L. schrieb:
> Jetzt ist natürlich die Frage ob das bei den 1% schon eingepreist ist

Ich denke: Ist es nicht. Denn dieser Absatz beschreibt die Eigenschaften 
des Oszillators unter gewissen Rahmenbedingungen (Temperatur, Spannung). 
Wenn CRS dazu gehören würde, dann wäre das zumindest als Fußnote 
erwähnt.
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