Hallo zusammen, ich bereite gerade meine Bachelorarbeit im Bereich akustische Fledermauserfassung vor. Gleich vorweg: Ich komme fachlich aus dem Umwelt-/Ökologiebereich und nicht aus der Elektrotechnik. Ich versuche mich gerade in das Thema Signalerzeugung, Ultraschallwandler und Verstärker/Treiber einzuarbeiten, habe hier aber definitiv noch wenig praktische Erfahrung. Entschuldigt daher bitte den etwas längeren Text und mögliche Ungenauigkeiten. Für meine Bachelorarbeit möchte ich mit AudioMoth-Recordern standardisierte Ultraschall-Testsignale aufnehmen. Die AudioMoths werden normalerweise zur Fledermauserfassung eingesetzt. Damit ich nicht von echter Fledermausaktivität abhängig bin, brauche ich eine reproduzierbare Signalquelle, die definierte Ultraschallsignale im Bereich von ungefähr 20–60 kHz ausgeben kann. Genau diese Signalquelle fehlt mir aktuell noch. Nach meinem bisherigen Verständnis wäre die sauberste Lösung vermutlich ein Funktionsgenerator bzw. Arbitrary Waveform Generator, an den ein geeigneter Ultraschallwandler oder Ultraschalllautsprecher angeschlossen wird. Je nach Ausgangsleistung des Generators und verwendetem Wandler wäre vermutlich zusätzlich ein Treiber oder Verstärker nötig. Falls jemand weiß, wo man im Umkreis von ca. 200 km um Nürnberg einen passenden Funktionsgenerator zeitweise nutzen oder ausleihen könnte, wäre mir damit sehr geholfen. Falls jemand selbst so ein Gerät hat und grundsätzlich bereit wäre, mich bei der Bachelorarbeit zu unterstützen, würde ich mich natürlich ebenfalls sehr freuen. Alternativ überlege ich einen Low-Budget-Selbstbau. Meine bisherige Idee wäre ungefähr folgender Aufbau: Teensy 4.0 und einem PJRC Teensy Audio Adapter Board Rev D mit vorgelöteten Pins. Als Schallwandler hatte ich den Kemo L010 Ultraschall-Piezo-Lautsprecher im Blick. Mir ist aber unklar, ob dieser Aufbau für reproduzierbare Testsignale im Bereich von ca. 20–60 kHz geeignet ist. Es geht ausdrücklich nicht um Entfernungsmessung oder einen HC-SR04-Aufbau, sondern um definierte Ultraschall-Testsignale. Falls jemand bereit wäre, mich mit einem Funktionsgenerator aktiv zu unterstützen, kann man selbstverständlich auch über einen Obolus sprechen. Ich erwarte nicht, dass jemand kostenlos Zeit, Wissen und Technik für meine Bachelorarbeit opfert. Auch für allgemeine Tipps wäre ich sehr dankbar. Vielen Dank schon mal für jede Einschätzung. Viele Grüße Patrick
Moin Patrick, gibt es an eurer Hochschule nicht einen Fachbereich Elektrotechnik? Die haben im Labor mit Sicherheit Arb.-Fkt.-Generatoren. Vielleicht bekommst Du dort von Labormitarbeitern noch Unterstützung. Gruß, W.
Warum redest du mit uns? Eigentlich solltest du mit deinem Betreuer darueber reden und der sagt dir dann wo bei euch so eine Kiste steht und loest so dein Problem. Vanye
Danke Vanye, den Betreuer Fragen. Mensch wäre ich da mal selber drauf gekommen...
Vanye R. schrieb: > Warum redest du mit uns? Eigentlich solltest du mit deinem Betreuer > darueber reden und der sagt dir dann wo bei euch so eine Kiste steht und > loest so dein Problem. > > Vanye Der VOM TO besuchte Fachbereich zeichnet sich meist nicht durch übermäßig große Nähe zum Fachbereich Elektrotechnik aus...
Moin, Jörg K. schrieb: > Der VOM TO besuchte Fachbereich zeichnet sich meist nicht durch > übermäßig große Nähe zum Fachbereich Elektrotechnik aus... Tagesreise? Oder beißen die E-Techniker?
Ein Funktionsgenerator scheint mir nicht die geeignete Quelle zu sein, der produziert normalerweise nur Sinusschwingungen einer einstellbaren Frequenz. https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/batpi/index.html Ein Raspbery Pi als Fledermausdetektor erzeugt nicht die Geräusche, sondern setzt nur die echten Fledermauslaute in hörbare Schwingungen um. Man findet im Web vor allem solche umgesetzten Laute: https://elevenlabs.io/de/sound-effects/bat https://www.epidemicsound.com/de/sound-effects/categories/animals/bat/
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Patrick P. schrieb: > Als Schallwandler hatte ich den Kemo L010 > Ultraschall-Piezo-Lautsprecher im Blick. Der Frequenzgang scheint tatsächlich relativ breit, aber mit einigen Unebenheiten: Beitrag "Re: Kemo L010 piezo Lautsprecher Anpassung" Die Frage ist, wie die biologische Fledermaus dieses technische Konstrukt empfindet.
Die "biologische Fledermaus" soll es ja nicht hören, sondern der Umsetzer. Der gesuchte Generator heißt üblicherweise Arbitrary waveform generator https://de.wikipedia.org/wiki/Arbitr%C3%A4rgenerator das ist schon ein spezielleres (teureres) Gerät.
Damit https://www.instructables.com/How-to-Use-Arduino-DDS-Frequency-Signal-Generator-/ kannst Du Signale in beliebiger Frequenz (bis 40 MHz oder so ...) sehr einfach und relativ preiswert erzeugen. Den DDS mit Adapterboard kannst Du für ca. 25 - 30 € kaufen. Arduino ... ist auch nicht gerade selten. Geeignete Hochtöner bekommst Du für schmales Geld z.B. hier https://www.amazon.de/dp/B08721F9GW (ohne dafür Werbung machen zu wollen).
Christoph db1uq K. schrieb: > Ein Funktionsgenerator scheint mir nicht die geeignete Quelle zu sein, > der produziert normalerweise nur Sinusschwingungen einer einstellbaren > Frequenz. Käse, die meisten FGs, die nicht gerade aus dem letzten Jahrhundert stammen, sind arbitrary FG. Gibt es schon für kleines Geld, z.B. https://www.amazon.de/FeelTech-Dual-Channel-Wellenform-Pulsfrequenz-25M/dp/B0CTTV9ST2
Das geht natürlich auch ohne Visuino - es gibt etliche Bibliotheken und Beispielcode ... z.B. "AD9850 Arduino" googlen ...
Schorsch M. schrieb: > > Gibt es schon für kleines Geld, z.B. > https://www.amazon.de/FeelTech-Dual-Channel-Wellenform-Pulsfrequenz-25M/dp/B0CTTV9ST2 Der hat 2048 * 12bits für die Arbitrary Waveform. Der AudioMoth zeichnet mit bis zu 384 kHz Abtastrate (vermutlich) 16-Bit PCM auf. Der TO has sich bisher nicht zur maximalen Länge der Aufzeichnung geäußert, 2048 Abtastwerte dürften aber wohl nicht reichen.
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Aber das sind noch keine beliebigen Geräusche, sondern nur periodische Schwingungen. Mein Vorschlag wäre, die verlinkten Geräusche (als mp3 downloadbar) mit einem Sinusgenerator auf die Originalfrequenz hochzusetzen. Dafür reicht im einfachsten Fall ein amplitudenmodulierbarer Sinusgenerator. Der produziert allerdings zwei Seitenbänder, daher wäre ein Einseitenbandmodulator besser, der eines der beiden Seitenbänder unterdrückt. Zahlenbeispiel: Die originale Umsetzfrequenz war 60 kHz und die hörbare sei um 2 kHz herum. Wenn man einen 58kHz-Sinus mit den 2 kHz moduliert, bekommt man zwei Schwingungen bei 56 und 60 kHz, wovon die 56 kHz unterdrückt werden müssen, damit das Original um 60 kHz herauskommt. Das Beispielbild oben ist mit Audacity wiedergegeben, wie man sieht ist es in Stereo aufgezeichnet. Die sollten sich mit dem Kopfhörer auch mit Richtungsinformation anhören lassen. Die digitalen Töne könnte man natürlich auch digital bearbeiten und in das originale Signal zurück wandeln. Hier ein Beispiel für eine digitale Einseitenband-Erzeugung: https://dl0tz.de/polar/index_en.html
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