Siehe auch: https://www.runzero.com/blog/fatfs-bugs/ Today, we're publishing seven CVEs documenting several vulnerabilities in FatFs project, ranging from CVSS Medium to High (no Criticals, phew!). The affected ecosystem includes some major non-hobby platforms like Espressif ESP-IDF, STMicroelectronics STM32Cube middleware, Zephyr RTOS, MicroPython, ArduPilot, RT-Thread, Mbed, Samsung TizenRT, and SWUpdate, with downstream reach into consumer IoT, industrial controllers, drones, crypto wallets, and more.
Da wird eine Mücke zum Elefanten gemacht. Es kommt immer auf den Kontext an. Dass man solche Hobby-Bibliotheken nicht im Hoch-Sicherheits Umfeld nutzt, ist ja wohl klar. Dass es trotzdem gemacht wird ist auch klar. Dafür kann der Autor dieser Bibliothek aber nichts. Der Absatz "XKCD "Dependency" strikes again" ist insofern zutreffend. Es ist halt eine Frage der Prioritäten. - 1: schnell gemacht - 2: billig gemacht - 3: gut gemacht Alles drei Zusammen ist unmöglich. Ich habe den Eindruck, dass die meisten Firmen schon zufrieden sind, wenn ihre Produkte funktionieren.
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Tja, da fällt einem kaum noch etwas ein ohne ausfallend zu werden. … division by zero, overflow, … Ein schönes Beispiel stark religiös angehauchten Programmierens. Wir beten einfach, dass es gut geht.
Immerhin können wir jetzt dank dieser Lücke theoretisch potentiell eventuell Teile der Firmware unserer Autoradios auslesen. Hoffentlich geht davon nicht die Welt unter. Im übrigen kann man auch jeden PC zum Absturz bringen, wenn man Zugriff auf seine Speichermedien hat. Da gegen hilft nicht mal "Secure Boot". Überrascht das jemanden?
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Nemopuk schrieb: > Immerhin können wir jetzt dank dieser Lücke theoretisch potentiell > eventuell Teile der Firmware unserer Autoradios auslesen. Hoffentlich > geht davon nicht die Welt unter. > > Im übrigen kann man auch jeden PC zum Absturz bringen, wenn man Zugriff > auf seine Speichermedien hat. Da gegen hilft nicht mal "Secure Boot". > Überrascht das jemanden? Nur könnte das (im Falle des Autoradios) simpel und einfach ein USB-Flash Stick mit Musik sein. Schon vor drei bis vier Jahrzehnten wusste der gewiefte Amiga Programmierer, dass die Summe der chunk Längen einer RIFF Datei nicht länger als die Gesamtlänge sein sollten. Vielleicht kehren ja eines Tages solche zugegeben komplexen, gedanklichen Akrobatik-Meisterstücke wieder zurück.
> Da wird eine Mücke zum Elefanten gemacht. Es kommt immer auf den > Kontext an. Yep, da denke ich auch. Elms FS ist eine freundliche nette Geste fuer private Programmierer die hoffentlich auch freundlich aber weniger faehig oder faul sind. Wer sowas kommerziell einsetzt bekommt was er verdient. .-) Ich meine waeren diese fremden Programmierer faehig und fleissig wuerden sie doch allermindestens mal den Source eines fremden gruendlich lesen und weil sie so faehig sind wuerden sie die Fehler sofort sehen und keine eigenen machen. Davon kann man gaaaaanz fest ausgehen. :-D Und wer es echt soweit bringt ein System zu hacken indem er physischen Zugriff drauf hat, hey Bro du hast es verdient. Waer doch auch traurig wenn man es dann nicht schaffen wuerde. Vanye
Hallo Vanye R., Vanye R. schrieb: > faehig oder faul sind. Wer sowas kommerziell einsetzt bekommt was er > verdient. .-) was setzt denn der Profi kommerziell ein?
Peter M. schrieb: > was setzt denn der Profi kommerziell ein? In der Regel: Was am meisten Profit verspricht.
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Beitrag #8069689 wurde von einem Moderator gelöscht.
> was setzt denn der Profi kommerziell ein?
Das letztemal als ich sowas als Profi gebraucht habe, da habe ich es mir
selber geschrieben. Ist aber schon was her daher kenne ich den Markt
nicht.
Noch ein Nachtrag: Ich wuerde denken wenn man heute ein System aufsetzt
das nach aussen sichtbare Datentraeger wie SD oder USB verwendet, man
doch sehr schnell auf dem Level ist wo man ein Linux implementieren
wird. Oder irgendein anderes kommerzielles Betriebsystem.
Vanye
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Es ist schon bedenklich dass so viele kommerzielle Systeme darauf basieren, insbesondere: Richard schrieb: > non-hobby platforms like Espressif ESP-IDF, STMicroelectronics STM32Cube > middleware, Zephyr RTOS, RT-Thread, Mbed, Samsung TizenRT, Spezifisch das Zephyr und auch STM32Cube werden ziemlich offensiv für industrielle Nutzung beworben. Die Entwickler dieser Systeme haben FatFs aber anscheinend nie genauer angesehen oder Verbesserungen eingereicht... Was passiert eigentlich wenn Microsoft auf die Idee kommt, konsequent Lizenzgebühren für die Nutzung von FAT einzusammeln?
Niklas G. schrieb: > Was passiert eigentlich wenn Microsoft auf die Idee kommt, konsequent > Lizenzgebühren für die Nutzung von FAT einzusammeln? Haben die versucht, sind vor Gericht krachend gescheitert.
Vanye R. schrieb: > Noch ein Nachtrag: Ich wuerde denken wenn man heute ein System aufsetzt > das nach aussen sichtbare Datentraeger wie SD oder USB verwendet, man > doch sehr schnell auf dem Level ist wo man ein Linux implementieren > wird. Oder irgendein anderes kommerzielles Betriebsystem. Keineswegs. Der Vorteil von FAT ist ja gerade, dass es so einfach gestrickt ist, dass man es problemlos auch auf einer eher kleinen MCU benutzen kann, weil die Implementierung wenig RAM benötigt. Wenn man nur einen einfache Export von ein paar Logdaten oder das Einlesen von einem Firmwareupdate braucht, genügt so eine simple Implementierung vollauf.
Jörg W. schrieb: > Wenn man > nur einen einfache Export von ein paar Logdaten oder das Einlesen von > einem Firmwareupdate braucht, genügt so eine simple Implementierung > vollauf. Da gebe ich dir natürlich vollkommen recht. Trotzdem ist die Sicherheitsproblematik nicht zu unterschätzen. Auch und gerade in letztlich sicherheitskritischen Komponenten werden ja oft nur kleine MCUs verwendet, weil eben ihre Aufgabe eher eng umrissen ist. Ich meine damit z.B. solche Sachen wie die Endgeräte von Schließsystemen aller Art.
> Was passiert eigentlich wenn Microsoft auf die Idee kommt, konsequent > Lizenzgebühren für die Nutzung von FAT einzusammeln? Es hindert dich niemand auch auf deinem USB-Stick ext2/4 oder irgendwas anders zu nutzen. Hab ich schon vor 20Jahre gemacht und funktioniert bestens. Vanye
Jörg W. schrieb: > Wenn man nur einen einfache Export von ein paar Logdaten oder das > Einlesen von einem Firmwareupdate braucht, genügt so eine simple > Implementierung vollauf. Wäre natürlich mies wenn das Einspielen von Sicherheits-Updates selbst anfällig gegen Angriffe ist... Vanye R. schrieb: > Es hindert dich niemand auch auf deinem USB-Stick ext2/4 oder irgendwas > anders zu nutzen Bring mal einen 0815-Windows-User bei, dass er die vom Gerät abgeholten Logdaten von einem Medium mit ext4 auslesen soll...
Niklas G. schrieb: > Bring mal einen 0815-Windows-User bei, dass er die vom Gerät abgeholten > Logdaten von einem Medium mit ext4 auslesen soll... Ach komm, wie sang Roberto Blanco seinerzeit: ›Ein bisschen Spaß muß sein…‹
Jörg W. schrieb: > Der Vorteil von FAT ist ja gerade, dass es so einfach gestrickt ist, > dass man es problemlos auch auf einer eher kleinen MCU benutzen kann, > weil die Implementierung wenig RAM benötigt. Ich dachte es wäre längst LittleFS standard? Open Source, Wear Leveling, robust gegen Stromausfall und resourcenschonend.
Alexander schrieb: > Ich dachte es wäre längst LittleFS standard? Kann das ein Windows-PC lesen? Kann das ein Mac lesen? Dateisysteme dienen in vielen Fällen dem Dateiaustausch, der durch wechselseitigen Anschluss eines Datenträgers an verschiedene Geräte erfolgt. Wenn ein Dateisystem nur zur Bespaßung ein und desselben Geräts gedacht ist, dann kann man natürlich irgendwas verwenden und muss sich um Kompatibilität keinerlei Gedanken machen.
Alexander schrieb: > Ich dachte es wäre längst LittleFS standard? Mit LittleFS und Windows verhält es sich wie mit den beiden von Otto Waalkes besungenen Königskindern: Es waren zwei Königskinder, die hatten mit der Liebe müh', sie konnten zusammen nicht kommen, denn er kam immer zu…
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Niklas G. schrieb: > Was passiert eigentlich wenn Microsoft auf die Idee kommt, konsequent > Lizenzgebühren für die Nutzung von FAT einzusammeln? die FAT Patente sind seit langem abgelaufen. Am Schluss war nur noch das Long-File-Name Patent relevant. Das wurde 2007 vom Bundespatentgericht und 2013 vom Europäschen Patentamt für ungültig erklärt. Hauptsächlich weil die Idee schon veröffentlicht war, bevor das Patent angemeldet wurde. Inzwischen sind die aber auch in den USA&Weltweit abgelaufen. Hat schon einen Grund, warum exFat als neues Dateisystem hermusste. exFat ist zwar Open-Source als GPLv2-Code im Linux-Kernel, aber wenn du es kommerziell einsetzen willst, kannst du dich hier umschauen: https://www.microsoft.com/en-us/legal/intellectualproperty/tech-licensing/programs#tab-exfat
Εrnst B. schrieb: > Hat schon einen Grund, warum exFat als neues Dateisystem hermusste. Es gibt aber auch reale technische Gründe - bei FAT32 ist die maximale Dateigröße auf 2^32 Byte (4 GByte) begrenzt, und man begegnet heutzutage doch immer häufiger Dateien, die größer sind.
Harald K. schrieb: >> Hat schon einen Grund, warum exFat als neues Dateisystem hermusste. > > Es gibt aber auch reale technische Gründe Nur keine dafür, dass man Lizenzgebühren für etwas wie ein Dateisystem verlangt.
Jörg W. schrieb: > Nur keine dafür, dass man Lizenzgebühren für etwas wie ein Dateisystem > verlangt. Natürlich nicht. Aber früher wurde sogar der "Algorithmus" patentiert, mit dem PCs feststellten, ob die angeschlossenen Diskettenlaufwerke 40 oder 80 Spuren haben. Wo kämen wir denn da hin? Ich vermeide es weitestgehend, mich mit dem ganzen Lizenz-, Patent- und sonstigem Gelddruckgehampel auseinanderzusetzen; es gibt da wohl eine Einrichtung namens "OIN", wer als Linux-Entwickler Mitglied davon ist, darf, so wie ich das der Wikipedia entnehme, exFAT verwenden. Ah, und heise weiß auch was darüber: https://www.heise.de/news/Microsoft-gibt-exFAT-Patente-und-Spezifikationen-fuer-Linux-frei-4510623.html Allerdings: > Keine Lösung ist Microsofts Freigabe für andere Open-Source- > Betriebssysteme, etwa aus der BSD-Familie oder ReactOS. Der > Linux-Patentpool des Open Invention Networks ist nur dazu da, > Linux und seine Entwickler vor Klagen von Patentinhabern zu > schützen. Für andere Betriebssysteme gilt das nicht. Zwar gibt es manche, die denken, neben Linux könne es gar keine anderen Betriebssysteme geben, aber ich weiß, woran Du eine ganze Zeit lang gearbeitet hast (oder es vielleicht sogar noch tust). Das fängt weder mit Lin an, noch hört es mit ux auf. Andererseits ist das wohl nur 'ne Frage der Zeit; in den nächsten paar Jahren laufen diverse exFAT-Patente aus.
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Ja, mach ich immer noch bissel was. exFAT läuft dort einfach als 3rd-party Software, als FuseFS, damit kann sich das jeder selbst installieren und man ist ob der fehlenden geschäftlichen Intention den Patent-Zirkus los.
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