Forum: Offtopic Kennt sich hier jemand mit Gaszählern aus?


von Dirk (dirki)


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Hallo,

ich habe eine Gastherme für Warmwasser in der Wohnung und einen Gasherd. 
Der Gaszähler dafür ist auch in der Wohnung.
Jetzt kam die Jahresabrechnung und die ist vom reinen Verbrauch her etwa 
10x so hoch wie üblich, obwohl meine Gasnutzung in etwa gleich geblieben 
ist.
Die Zählerstände selber wurden korrekt abgelesen (habe ich überprüft).

Daraufhin habe ich mir den Zähler mal genauer angeguckt. Wenn alle 
Gasverbraucher aus sind, dreht sich nichts.
Aber wenn alleine das kleine dauerbrennende Flämmchen in der Therme an 
ist, fällt nach aktueller Messung (hochgerechnet) ein Verbrauch von 60m³ 
pro Jahr an, was mir sehr, sehr hoch vorkommt.

Wie jetzt weiter? Die Überprüfung des Gaszählers würde wahrscheinlich 
300€ - 400€ Euro kosten. Und wenn der Zähler sich als funktionierend 
herausstellen würde, müsste ich die zahlen (die Überprüfung nimmt dabei 
wohl der Energieversorger selber vor, irgendwie keine echte 
"Gewaltenteilung")

Wie würdet ihr im vorliegenden Fall vorgehen?

Bitte hier nur ernst gemeinte Antworten.
von Heinz R. (heijz)


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so ein Gasherd hat an jeder Kochstelle eine Leistung von 2-3 kW - steht 
im Datenblatt

Also mal Gastherme incl. Pilotflamme aus, Gasherd eine stunde an 
Zählerstände notieren, nachrechnen
von Ralf X. (ralf0815)


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Wohneigentum oder zur Miete?
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Dirk schrieb:
> das kleine dauerbrennende Flämmchen (50...100W)

50W * 8760h = 438 kWh

Als Faustregel entspricht 1 m³ Erdgas etwa \(10\text{ bis }11\text{ 
Kilowattstunden (kWh)}\)

Das wären schon mal 43 m³ an Erdgas.

Dirk schrieb:
> (hochgerechnet) ein Verbrauch von 60m³ pro Jahr

Also nach dem Vegleich paßt der Verbrauch auch zur Hochrechnung.
: Bearbeitet durch User
von Schorsch M. (schorschm)


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Dirk schrieb:
> Aber wenn alleine das kleine dauerbrennende Flämmchen in der Therme an
> ist

Das ist ein Fossil aus längst vergangener Zeit.

Schmeiß diese Therme raus und besorge dir eine Neue, dann wird alles 
gut.
von Ralf X. (ralf0815)


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Schorsch M. schrieb:
> Dirk schrieb:
>> Aber wenn alleine das kleine dauerbrennende Flämmchen in der Therme an
>> ist
>
> Das ist ein Fossil aus längst vergangener Zeit.
>
> Schmeiß diese Therme raus und besorge dir eine Neue, dann wird alles
> gut.

Vor so einem tollen Tipp sollte die Zuständigkeit geklärt sein.
von Schorsch M. (schorschm)


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Ralf X. schrieb:
> Vor so einem tollen Tipp sollte die Zuständigkeit geklärt sein.

Klar, dass solch ein Kommentar von dir kommt, musst deine Inkompetenz 
sofort demonstrieren.
von Ralf X. (ralf0815)


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Schorsch M. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Vor so einem tollen Tipp sollte die Zuständigkeit geklärt sein.
>
> Klar, dass solch ein Kommentar von dir kommt, musst deine Inkompetenz
> sofort demonstrieren.

Wenn der Gas-DLE und ggf. auch der Gasherd zu einer gemieteten Wohnung 
gehört, ergeben sich ganz andere Überlegungen zur Vorgehensweise, als 
wenn Wohnung und/oder Geräte im Eigentum des TE stehen.
Was verstehst Du daran nicht?
von Marek N. (db1bmn)


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Hm, mal grob überschlagen:

1 m³ Erdgas hat ca. 10 khW +/- 20%.

60 m³/a * 10 kWh/m³ = 600 kWh/a *)

Geteilt durch 365 Tage im Jahr sind 1,6 kWh/d.
Geteilt durch 24 h macht eine mittlere Leistung von ca. 70 W +/- 20%.

Eine Kerze macht etwa 80 bis 100 W, könnte also hinkommen. -- Das sparst 
du ja theoretisch an den Heizkosten ;-)

Wer hat abgelesen? Du oder der Messtellenbetreiber?
Evtl. Kommafehler?

Um welche absoluten Gasmengen handelt es sich? Dann könnte man 
abschätzen, wie viele Fussballmannschaften heiß geduscht und bekocht 
wurden.

*) Übrigens, ein WLAN-Router, der konstant 12 W vor sich hinnuckelt, 
kommt auch auf 100 kWh im Jahr, nur zum Vergleich.
von Wollvieh W. (wollvieh)


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Jetzt sollte man halt noch wissen, ob die 60 Kubik schon "zehnmal so 
viel wie üblich" sind. Sonst machen die Betrachtungen keinen Sinn.

Eine ältere Nachbarin hatte das auch, viel zu große Pilotflamme. Hat 
aber erst der Schornsteinfeger bemerkt und bemängelt. Weiß nicht ob noch 
anderes kaputt war, aber am Ende wurde vom Vermieter eine moderne Therme 
(in dem Fall nur Durchlauferhitzer) mit spontaner Selbstentzündung 
eingebaut.

Schon vor Jahrzehnten hat die Pilotflamme eines Außenwandofens eine Mark 
pro Tag gekostet, und da war Gas noch billig(er).

Zum Thema ungenaue Mengenzähler: Hier war mal in 4 Wochen ein 
Überverbrauch von 70 Kubikmeter Wasser am Hauptzähler aufgelaufen, 
dessen Stand ich mir gelegentlich notierte. Das entsprach mehr als dem 
Doppelten des Hausverbrauchs.

Der Dachmieter hätte vielleicht wegen Sommer einen Aufblaspool haben 
können, aber 70 Tonnen wären doch statisch irgendwie aufgefallen. Daß 
alle doppelt soviel duschen und danach nicht mehr - seit ich den 
Zählerstand täglich kontrollierte blieb er exakt beim alten Durchschnitt 
- war auch unwahrscheinlich.

Also dachte ich an einen Ablesefehler meinerseits. Zufälliger 
Zählertausch schied aus, irgendwann hatte ich statt Notizzettel ein Foto 
gemacht, und es war noch derselbe Zähler.

Ursache war am Ende, daß eine Mieterin rund um die Uhr das Wasser für 
ihre Hunde im Bad laufen ließ, weil das Rauschen beruhigend wirkte.

Da wären Einzelzähler dann doch hilfreich.

Zum Glück war das aber nicht ihre einzige Wohnung, so daß dann galt 
Mieterin weg, Hunde weg, Überverbrauch weg.
: Bearbeitet durch User
von Marek N. (db1bmn)


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Wollvieh W. schrieb:
> daß eine Mieterin rund um die Uhr das Wasser für ihre Hunde im Bad
> laufen ließ, weil das Rauschen beruhigend wirkte.

Gibt halt dumme Menschen.

Eigentlich erzeugt strömenden Wasser (und auch Gas) Ultraschall. Als 
Hund würde ich mich da nicht wohlfühlen.
Wer erinnert sich noch an die 15,625 kHz vom Zeilentrafo?
von Εrnst B. (ernst)


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Dirk schrieb:
> Aber wenn alleine das kleine dauerbrennende Flämmchen in der Therme an
> ist, fällt nach aktueller Messung (hochgerechnet) ein Verbrauch von 60m³
> pro Jahr an, was mir sehr, sehr hoch vorkommt.

Das ist schon ein sparsames Flämmchen. Früher™ waren das ~0.5m² Gas, die 
PRO TAG für die Pilotflamme verbraucht wurden.

Dirk schrieb:
> Die Überprüfung des Gaszählers

Bring vermutlich nichts. Wurde der gewartet oder ausgetauscht?

Schau dir mal die Funktionsweise von so einem Balgenzähler an.
Das offensichtliche Verschleißteil sind die Gummi-Membranen, wenn die 
spröde werden, dann zählt der Zähler zuwenig und nicht zuviel.

Gerade so ein kleiner, konstanter Dauerverbrauch wie von der Pilotflamme 
kann dann einfach ungezählt durchdiffundieren.
von Stefan B. (stefan_b278)



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https://github.com/jomjol/AI-on-the-edge-device

Kann ich nur empfehlen, hab ich für den Wasserzähler gebaut weil 
Reedkontakt nicht geht (Zähler ist Eigentum der Gemeinde) und für einen 
Ölzähler weil dort die Reedkontaktversion seeehr teuer ist.

Mit der Logdatei wäre es theoretisch möglich einen Rollensprung zu 
beweisen.

Auswertung läuft dann beliebig über z.B. MQTT in InfluxDB und Grafana 
für Tagesverbrauchdarstellung.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ralf X. schrieb:
> Was verstehst Du daran nicht?

Der Rat fuer eine andere Gastherme zu sorgen von Schorsch ist schon 
richtig. Schliesslich hat der TO Deine Frage offen gelassen.

Wenn Du den TO fuer so dumm haelst, dass er die Transferleistung nicht 
schafft, falls er Mieter ist, statt dessen seinem Vermieter so eine 
Verbesserung zu empfehlen, dann ist Deine Reaktion natuerlich 
verstaendlich.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Also Dirk, jetzt lauf mal zur Gastherme und verrate Hersteller, Typ und 
Modell des Geraetes.

Wenn Du Mieter bist, solltest Du klaeren, ob Dich Dein Vermieter wegen 
des Verrates von solchen intimen Hausdetails nicht sofort toeten laesst, 
wenn er herauskommt.
von Harald K. (kirnbichler)


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Zwar ist die Idee, den Gasdurchlauferhitzer durch einen ohne Zündflamme 
zu ersetzen, nicht schlecht, aber dieses Gastdurchlauferhitzer mit 
Zündflamme war ja in den vorangegangenen Jahren auch da.

Dirk schrieb:
> Daraufhin habe ich mir den Zähler mal genauer angeguckt. Wenn alle
> Gasverbraucher aus sind, dreht sich nichts.

Wäre es anders, hätte Dein Haus jetzt eine offenere Fassade ...

Da Gaszähler alle acht Jahre ausgetauscht werden (Eichfrist, afaik gibts 
bei denen keine Gruppeneichung), kann man mit einer gewissen Sicherheit 
davon ausgehen, daß das auch kein Defekt des Gaszählers ist.

Wieviele Kubikmeter sind denn dieses Jahr durchgerauscht, und wie viele 
in den vorangehenden Jahren?

Die Zahlen sollten ja den Rechnungen entnehmbar sein.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Harald K. schrieb:
> Da Gaszähler alle acht Jahre ausgetauscht werden

Da grätsch ich mal kurz rein: nein. Meine sind 25 Jahre alt.

Was ich jetzt nicht verstanden habe:
Ist nur die Rechnung 10x so hoch, oder auch der Zählerstand?
Grundsätzlich würde ich bei wesentlich erhöhter Rechnung und 
unveränderter Wohnsituation erstmal Einspruch gegen die Rechnung 
erheben, um evtl. Zahlungsfristen zu strecken.
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Da Gaszähler alle acht Jahre ausgetauscht werden (Eichfrist, afaik gibts
> bei denen keine Gruppeneichung),

Gibts auch bei denen, Verlängerung um jeweils vier Jahre.
von Εrnst B. (ernst)


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Wie geschrieben: Wenn der Gaszähler defekt ist, zählt er zuwenig, 
niedrigen Durchfluss garnicht, und nicht zuviel.

Also, Vermutung:
Der Gaszähler war die Jahre zuvor kaputt (Membran oder Ventile undicht), 
und der Gasverbrauch der Zündflamme ist einfach ungezählt 
durchgerutscht.
Jetzt zählt er wieder richtig.

Freu dich, dass du die Jahre vorher kostenlos Gas bekommen hast.
von H. H. (hhinz)


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Εrnst B. schrieb:
> Jetzt zählt er wieder richtig.

Faktor 10 ist aber ziemlich heftig. Das hätte schon vorher auffallen 
müssen.
von Udo S. (urschmitt)


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Dirk schrieb:
> Jetzt kam die Jahresabrechnung und die ist vom reinen Verbrauch her etwa
> 10x so hoch wie üblich, obwohl meine Gasnutzung in etwa gleich geblieben
> ist.

Bitte konkrete Zahlen.

Nebenbei:
Ich kontrolliere und protokolliere bei uns (4-Familienhaus, derzeit aber 
nur eine Wohnung vermietet) jeden Monat alle Verbrauchswerte, sowohl auf 
den Haupt, als auch wo vorhanden Unterzählern.
Damit wird eine Anomalität deutlich früher entdeckt und man kann auf 
Ursachensuche gehen, bzw. den Messstellenbetreiber einschalten.
von Dirk (dirki)


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Hallo und vielen Dank für die vielen Antworten und guten Vorschläge!


Habe heute mit dem Energieversorger telefoniert und dabei ist folgendes 
aufgefallen: mein Zählerstand wurde 2024 geschätzt (warum lässt sich 
heute nicht mehr nachvollziehen), dadurch wurde der Verbrauch für das 
Folgejahr viel zu niedrig eingeschätzt und das kommt jetzt mit der 
Ablesung von 2026 voll zum Tragen.
Wenn ich den Zählerstand von 2024 nachreiche, kann ich eine 
Nachberechnung anfordern, die aufgrund der damals z.T. sehr hohen 
Gaspreise immerhin den Nachzahlbetrag mindern würde (wenn die 
Reklamation durchkommt).
So der aktuelle Stand.


Werde zur Sicherheit ansonsten mal die Therme auf Volllast 5 Minuten 
laufen lassen und dann den Verbrauch umrechnen, ob der Zähler auch 
wirklich so weit korrekt zählt.
von G. K. (zumsel)


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Dirk schrieb:

> 10x so hoch wie üblich

Komma verrutscht?
von Udo S. (urschmitt)


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Dirk schrieb:
> mein Zählerstand wurde 2024 geschätzt (warum lässt sich
> heute nicht mehr nachvollziehen), dadurch wurde der Verbrauch für das
> Folgejahr viel zu niedrig eingeschätzt und das kommt jetzt mit der
> Ablesung von 2026 voll zum Tragen.

Aus meiner Erfahrung mit mehreren Immobilien hier im Raum 
Mannheim/Heidelberg.
Die lokalen Versorger schicken dir jährlich eine Aufforderung zur 
Ablesung deines Zählers incl. eines Links wo du diese Stände eintragen 
kannst.
Kommst du dem nicht nach wird entweder jemand vorbeigeschickt oder 
geschätzt.
Die überegionalen Versorger machen das oft über den Login in deinen 
Account bei Ihnen.

Prüfe also mal, ob du nicht irgendwo einen Brief vom Versorger 
abgeheftet hast, in dem du aufgefordert wurdest den Zählerstand zu 
erfassen.
Oder - falls du alles online machst - ob da nicht irgendwo auf deiner 
Versorger Homepage nach dem Login irgendwelche online Dokumente 
rumstehen.
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