Hallo, ich habe eine Gastherme für Warmwasser in der Wohnung und einen Gasherd. Der Gaszähler dafür ist auch in der Wohnung. Jetzt kam die Jahresabrechnung und die ist vom reinen Verbrauch her etwa 10x so hoch wie üblich, obwohl meine Gasnutzung in etwa gleich geblieben ist. Die Zählerstände selber wurden korrekt abgelesen (habe ich überprüft). Daraufhin habe ich mir den Zähler mal genauer angeguckt. Wenn alle Gasverbraucher aus sind, dreht sich nichts. Aber wenn alleine das kleine dauerbrennende Flämmchen in der Therme an ist, fällt nach aktueller Messung (hochgerechnet) ein Verbrauch von 60m³ pro Jahr an, was mir sehr, sehr hoch vorkommt. Wie jetzt weiter? Die Überprüfung des Gaszählers würde wahrscheinlich 300€ - 400€ Euro kosten. Und wenn der Zähler sich als funktionierend herausstellen würde, müsste ich die zahlen (die Überprüfung nimmt dabei wohl der Energieversorger selber vor, irgendwie keine echte "Gewaltenteilung") Wie würdet ihr im vorliegenden Fall vorgehen? Bitte hier nur ernst gemeinte Antworten.
so ein Gasherd hat an jeder Kochstelle eine Leistung von 2-3 kW - steht im Datenblatt Also mal Gastherme incl. Pilotflamme aus, Gasherd eine stunde an Zählerstände notieren, nachrechnen
Dirk schrieb: > das kleine dauerbrennende Flämmchen (50...100W) 50W * 8760h = 438 kWh Als Faustregel entspricht 1 m³ Erdgas etwa \(10\text{ bis }11\text{ Kilowattstunden (kWh)}\) Das wären schon mal 43 m³ an Erdgas. Dirk schrieb: > (hochgerechnet) ein Verbrauch von 60m³ pro Jahr Also nach dem Vegleich paßt der Verbrauch auch zur Hochrechnung.
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Dirk schrieb: > Aber wenn alleine das kleine dauerbrennende Flämmchen in der Therme an > ist Das ist ein Fossil aus längst vergangener Zeit. Schmeiß diese Therme raus und besorge dir eine Neue, dann wird alles gut.
Schorsch M. schrieb: > Dirk schrieb: >> Aber wenn alleine das kleine dauerbrennende Flämmchen in der Therme an >> ist > > Das ist ein Fossil aus längst vergangener Zeit. > > Schmeiß diese Therme raus und besorge dir eine Neue, dann wird alles > gut. Vor so einem tollen Tipp sollte die Zuständigkeit geklärt sein.
Ralf X. schrieb: > Vor so einem tollen Tipp sollte die Zuständigkeit geklärt sein. Klar, dass solch ein Kommentar von dir kommt, musst deine Inkompetenz sofort demonstrieren.
Schorsch M. schrieb: > Ralf X. schrieb: >> Vor so einem tollen Tipp sollte die Zuständigkeit geklärt sein. > > Klar, dass solch ein Kommentar von dir kommt, musst deine Inkompetenz > sofort demonstrieren. Wenn der Gas-DLE und ggf. auch der Gasherd zu einer gemieteten Wohnung gehört, ergeben sich ganz andere Überlegungen zur Vorgehensweise, als wenn Wohnung und/oder Geräte im Eigentum des TE stehen. Was verstehst Du daran nicht?
Hm, mal grob überschlagen: 1 m³ Erdgas hat ca. 10 khW +/- 20%. 60 m³/a * 10 kWh/m³ = 600 kWh/a *) Geteilt durch 365 Tage im Jahr sind 1,6 kWh/d. Geteilt durch 24 h macht eine mittlere Leistung von ca. 70 W +/- 20%. Eine Kerze macht etwa 80 bis 100 W, könnte also hinkommen. -- Das sparst du ja theoretisch an den Heizkosten ;-) Wer hat abgelesen? Du oder der Messtellenbetreiber? Evtl. Kommafehler? Um welche absoluten Gasmengen handelt es sich? Dann könnte man abschätzen, wie viele Fussballmannschaften heiß geduscht und bekocht wurden. *) Übrigens, ein WLAN-Router, der konstant 12 W vor sich hinnuckelt, kommt auch auf 100 kWh im Jahr, nur zum Vergleich.
Jetzt sollte man halt noch wissen, ob die 60 Kubik schon "zehnmal so viel wie üblich" sind. Sonst machen die Betrachtungen keinen Sinn. Eine ältere Nachbarin hatte das auch, viel zu große Pilotflamme. Hat aber erst der Schornsteinfeger bemerkt und bemängelt. Weiß nicht ob noch anderes kaputt war, aber am Ende wurde vom Vermieter eine moderne Therme (in dem Fall nur Durchlauferhitzer) mit spontaner Selbstentzündung eingebaut. Schon vor Jahrzehnten hat die Pilotflamme eines Außenwandofens eine Mark pro Tag gekostet, und da war Gas noch billig(er). Zum Thema ungenaue Mengenzähler: Hier war mal in 4 Wochen ein Überverbrauch von 70 Kubikmeter Wasser am Hauptzähler aufgelaufen, dessen Stand ich mir gelegentlich notierte. Das entsprach mehr als dem Doppelten des Hausverbrauchs. Der Dachmieter hätte vielleicht wegen Sommer einen Aufblaspool haben können, aber 70 Tonnen wären doch statisch irgendwie aufgefallen. Daß alle doppelt soviel duschen und danach nicht mehr - seit ich den Zählerstand täglich kontrollierte blieb er exakt beim alten Durchschnitt - war auch unwahrscheinlich. Also dachte ich an einen Ablesefehler meinerseits. Zufälliger Zählertausch schied aus, irgendwann hatte ich statt Notizzettel ein Foto gemacht, und es war noch derselbe Zähler. Ursache war am Ende, daß eine Mieterin rund um die Uhr das Wasser für ihre Hunde im Bad laufen ließ, weil das Rauschen beruhigend wirkte. Da wären Einzelzähler dann doch hilfreich. Zum Glück war das aber nicht ihre einzige Wohnung, so daß dann galt Mieterin weg, Hunde weg, Überverbrauch weg.
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Wollvieh W. schrieb: > daß eine Mieterin rund um die Uhr das Wasser für ihre Hunde im Bad > laufen ließ, weil das Rauschen beruhigend wirkte. Gibt halt dumme Menschen. Eigentlich erzeugt strömenden Wasser (und auch Gas) Ultraschall. Als Hund würde ich mich da nicht wohlfühlen. Wer erinnert sich noch an die 15,625 kHz vom Zeilentrafo?
Dirk schrieb: > Aber wenn alleine das kleine dauerbrennende Flämmchen in der Therme an > ist, fällt nach aktueller Messung (hochgerechnet) ein Verbrauch von 60m³ > pro Jahr an, was mir sehr, sehr hoch vorkommt. Das ist schon ein sparsames Flämmchen. Früher™ waren das ~0.5m² Gas, die PRO TAG für die Pilotflamme verbraucht wurden. Dirk schrieb: > Die Überprüfung des Gaszählers Bring vermutlich nichts. Wurde der gewartet oder ausgetauscht? Schau dir mal die Funktionsweise von so einem Balgenzähler an. Das offensichtliche Verschleißteil sind die Gummi-Membranen, wenn die spröde werden, dann zählt der Zähler zuwenig und nicht zuviel. Gerade so ein kleiner, konstanter Dauerverbrauch wie von der Pilotflamme kann dann einfach ungezählt durchdiffundieren.
https://github.com/jomjol/AI-on-the-edge-device Kann ich nur empfehlen, hab ich für den Wasserzähler gebaut weil Reedkontakt nicht geht (Zähler ist Eigentum der Gemeinde) und für einen Ölzähler weil dort die Reedkontaktversion seeehr teuer ist. Mit der Logdatei wäre es theoretisch möglich einen Rollensprung zu beweisen. Auswertung läuft dann beliebig über z.B. MQTT in InfluxDB und Grafana für Tagesverbrauchdarstellung.
Ralf X. schrieb: > Was verstehst Du daran nicht? Der Rat fuer eine andere Gastherme zu sorgen von Schorsch ist schon richtig. Schliesslich hat der TO Deine Frage offen gelassen. Wenn Du den TO fuer so dumm haelst, dass er die Transferleistung nicht schafft, falls er Mieter ist, statt dessen seinem Vermieter so eine Verbesserung zu empfehlen, dann ist Deine Reaktion natuerlich verstaendlich.
Also Dirk, jetzt lauf mal zur Gastherme und verrate Hersteller, Typ und Modell des Geraetes. Wenn Du Mieter bist, solltest Du klaeren, ob Dich Dein Vermieter wegen des Verrates von solchen intimen Hausdetails nicht sofort toeten laesst, wenn er herauskommt.
Zwar ist die Idee, den Gasdurchlauferhitzer durch einen ohne Zündflamme zu ersetzen, nicht schlecht, aber dieses Gastdurchlauferhitzer mit Zündflamme war ja in den vorangegangenen Jahren auch da. Dirk schrieb: > Daraufhin habe ich mir den Zähler mal genauer angeguckt. Wenn alle > Gasverbraucher aus sind, dreht sich nichts. Wäre es anders, hätte Dein Haus jetzt eine offenere Fassade ... Da Gaszähler alle acht Jahre ausgetauscht werden (Eichfrist, afaik gibts bei denen keine Gruppeneichung), kann man mit einer gewissen Sicherheit davon ausgehen, daß das auch kein Defekt des Gaszählers ist. Wieviele Kubikmeter sind denn dieses Jahr durchgerauscht, und wie viele in den vorangehenden Jahren? Die Zahlen sollten ja den Rechnungen entnehmbar sein.
Harald K. schrieb: > Da Gaszähler alle acht Jahre ausgetauscht werden Da grätsch ich mal kurz rein: nein. Meine sind 25 Jahre alt. Was ich jetzt nicht verstanden habe: Ist nur die Rechnung 10x so hoch, oder auch der Zählerstand? Grundsätzlich würde ich bei wesentlich erhöhter Rechnung und unveränderter Wohnsituation erstmal Einspruch gegen die Rechnung erheben, um evtl. Zahlungsfristen zu strecken.
Harald K. schrieb: > Da Gaszähler alle acht Jahre ausgetauscht werden (Eichfrist, afaik gibts > bei denen keine Gruppeneichung), Gibts auch bei denen, Verlängerung um jeweils vier Jahre.
Wie geschrieben: Wenn der Gaszähler defekt ist, zählt er zuwenig, niedrigen Durchfluss garnicht, und nicht zuviel. Also, Vermutung: Der Gaszähler war die Jahre zuvor kaputt (Membran oder Ventile undicht), und der Gasverbrauch der Zündflamme ist einfach ungezählt durchgerutscht. Jetzt zählt er wieder richtig. Freu dich, dass du die Jahre vorher kostenlos Gas bekommen hast.
Εrnst B. schrieb: > Jetzt zählt er wieder richtig. Faktor 10 ist aber ziemlich heftig. Das hätte schon vorher auffallen müssen.
Dirk schrieb: > Jetzt kam die Jahresabrechnung und die ist vom reinen Verbrauch her etwa > 10x so hoch wie üblich, obwohl meine Gasnutzung in etwa gleich geblieben > ist. Bitte konkrete Zahlen. Nebenbei: Ich kontrolliere und protokolliere bei uns (4-Familienhaus, derzeit aber nur eine Wohnung vermietet) jeden Monat alle Verbrauchswerte, sowohl auf den Haupt, als auch wo vorhanden Unterzählern. Damit wird eine Anomalität deutlich früher entdeckt und man kann auf Ursachensuche gehen, bzw. den Messstellenbetreiber einschalten.
Hallo und vielen Dank für die vielen Antworten und guten Vorschläge! Habe heute mit dem Energieversorger telefoniert und dabei ist folgendes aufgefallen: mein Zählerstand wurde 2024 geschätzt (warum lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen), dadurch wurde der Verbrauch für das Folgejahr viel zu niedrig eingeschätzt und das kommt jetzt mit der Ablesung von 2026 voll zum Tragen. Wenn ich den Zählerstand von 2024 nachreiche, kann ich eine Nachberechnung anfordern, die aufgrund der damals z.T. sehr hohen Gaspreise immerhin den Nachzahlbetrag mindern würde (wenn die Reklamation durchkommt). So der aktuelle Stand. Werde zur Sicherheit ansonsten mal die Therme auf Volllast 5 Minuten laufen lassen und dann den Verbrauch umrechnen, ob der Zähler auch wirklich so weit korrekt zählt.
Dirk schrieb: > mein Zählerstand wurde 2024 geschätzt (warum lässt sich > heute nicht mehr nachvollziehen), dadurch wurde der Verbrauch für das > Folgejahr viel zu niedrig eingeschätzt und das kommt jetzt mit der > Ablesung von 2026 voll zum Tragen. Aus meiner Erfahrung mit mehreren Immobilien hier im Raum Mannheim/Heidelberg. Die lokalen Versorger schicken dir jährlich eine Aufforderung zur Ablesung deines Zählers incl. eines Links wo du diese Stände eintragen kannst. Kommst du dem nicht nach wird entweder jemand vorbeigeschickt oder geschätzt. Die überegionalen Versorger machen das oft über den Login in deinen Account bei Ihnen. Prüfe also mal, ob du nicht irgendwo einen Brief vom Versorger abgeheftet hast, in dem du aufgefordert wurdest den Zählerstand zu erfassen. Oder - falls du alles online machst - ob da nicht irgendwo auf deiner Versorger Homepage nach dem Login irgendwelche online Dokumente rumstehen.
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