Hallo, ich habe mir vor Jahren ein Kästchen gebaut, dass anstelle des Freisprecheinrichtung-Lautspechers das Audio Signal der Freisprecheinrichtung in den AMP der Autoradioanlage einspeist und dabei die Lines vom Autoradio zum AMP unterbricht. Ich hatte das dokumentiert, aber nach einigen Handy-Wechseln finde ich nur noch Fotos. Jetzt hat sich die Nokia HF-210 verabschiedet und ist in DE nicht mehr erhältlich. Habe testweise eine Grundig FSE umgebaut, aber damit ziehen die Relais dauerhaft an, d.h. ich habe nur noch den Ton der FSE auf den Autolautsprechern, auch wenn die FSE gar kein Signal ausgibt. Ich werde also umbasteln müssen. Meine Idee wäre, das FSE Signal mit einem Attiny 85 auszuwerten, denn damit wäre auch eine Nachlaufzeit der Relais einfach umzusetzen. Bei meiner Recherche bin ich auf anhängende Schaltpläne gestossen (bevorzugt Schaltplan 1), aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Bauteile mit den angegebenen Dimensionen so verwenden kann, da ich nicht mit NF/Line Signal sondern mit dem Lautsprechersignal der FSE arbeite. Danke für alle Antworten.
Beitrag #8070698 wurde von einem Moderator gelöscht.
Matthias G. schrieb: > Ich hatte das dokumentiert, aber nach einigen Handy-Wechseln finde ich > nur noch Fotos. Nur die Photos sind arg wenig, um zu erkennen, was du da gebaut hast. Vielleicht findest du das Kästchen noch irgendwo und kannst einen Schaltplan zeichnen.
Danke für die Antwort. Die Fotos waren nur als Zusatzinfo gedacht. Primär geht es mir darum mit einem Attiny 85 erkennen zu können, wann Sprache an den Lautsprecher-Anschlüssen einer beliebigen FSE ausgegeben wird und ob die Dimensionen der Bauteile gem. Screenshot/Schaltplan 1 oder 2 angepasst werden müssen da nicht Nf oder Line Pegel.
Matthias G. schrieb: > Ich hatte das dokumentiert, aber nach einigen Handy-Wechseln finde ich > nur noch Fotos. Bei den "fünf" Bauteilen sollte es ziemlich einfach möglich sein, einen Schaltplan anhand der vorhandenen Schaltung zu erzeugen.
Es gibt unterschiedlichste Lautsprecheranschlüsse bei Handys, aber BTL die nur VCC/2 führen wenn der Lautsprecher aktiviert ist und sonst offen (also floating zwischen GND und VCC) ist weit verbreitet. Vielleicht hatte dein Nokia so etwas und du aktivierst bei >0.7V so dass egal wie laut die Sprache ist, es immer zuverlässig schaltete. Eine Geräuscherkennung ist unzuverlässig, weil leise Signale nicht von Rauschen zu unterschieden sind, zumal bei ClassD. Deine Schaltung scheint einen Trenntrafo zu nutzen, der wird parallel oder an Stelle des Freisprechlautsprechets angeschlossen sein und wird eine Frequenzfilterwirkung haben. Natürlich könnte man dessen Ausgangssignal mit einem Analogeingang am ATtiny erfassen
1 | VCC |
2 | | |
3 | R |
4 | | |
5 | +--------- A0 |
6 | | |
7 | +--Trafo-- A1 Sekundärwicklung |
8 | | |
9 | R |
10 | | |
11 | GND |
Man vergleicht A0 mit A1 und bei ausreichender Abweichung wird gesprochen. Aber wenn das unzuverlässig ist, weil z.B. Wählvorgänge, GSM Funkaufbau oder Ladebeginn zu knacksen führt und das dein ATtiny erkennt, während er leises 'hallo' nicht wahrnimmt, dann weisst du, dass die Auswertung nicht so doll ist.
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Eventuell hilft etwas Kontext? Es klingt ja fast, als wären weder FSE noch Radio für so einen Einsatz vorbereitet? Zur HS-120 kann man kaum noch etwas finden, aber das Radio benennst Du erst gar nicht. Geht es um einen Oldtimer, den Du original lassen möchtest, oder warum der Aufwand? Es gab mal sehr viele FSE, die für Autoradio Verbindung vorgesehen waren, auch von Siemens und Nokia, die hatten einen extra Kontakt für die Umschaltung. So etwas sollte sich doch auf dem Gebrauchtmarkt noch finden lassen?
Warum muss es unbedingt ein AtTiny sein? Diese Aufgabenstellung lässt sich rein analog mit Komparatoren (Transistorschaltungen) und Relais lösen. Abgesehen davon haben afaik die AtTinys garkeine ADCs sondern nur Analog-Digital-Comparatoren. Klassiker: Zeitrampe eines Kondensators mit Timer-Stop bei Match wirft maximal FF (255) aus. 255 Zitat: "..Ist die Spannung an AIN0 größer als an AIN1, wird der Ausgang logisch 1..." "...Wenn Sie kontinuierliche Analogwerte (wie z.B. einen Poti-Wert) einlesen möchten, können Sie dies über einen Trick erreichen, indem Sie den Komparator in Kombination mit einem Kondensator als Rampenwandler (oder Delta-Sigma) verwenden, oder Sie weichen auf einen Mikrocontroller mit integriertem ADC aus..." /Zitat ciao gustav
Karl B. schrieb: > Abgesehen davon haben afaik die AtTinys garkeine ADCs sondern nur > Analog-Digital-Comparatoren. > Klassiker: Zeitrampe eines Kondensators mit Timer-Stop bei Match wirft > maximal FF (255) aus. 255 > Zitat: > "..Ist die Spannung an AIN0 größer als an AIN1, wird der Ausgang logisch > 1..." > "...Wenn Sie kontinuierliche Analogwerte (wie z.B. einen Poti-Wert) > einlesen möchten, können Sie dies über einen Trick erreichen, indem Sie > den Komparator in Kombination mit einem Kondensator als Rampenwandler > (oder Delta-Sigma) verwenden, oder Sie weichen auf einen Mikrocontroller > mit integriertem ADC aus..." > /Zitat Das hat dir bestimmt die KI eingeflüstert. Schau mal hier, in der Tabelle gibt es ganz viele Tinys, und nur wenige haben keinen ADC. https://en.wikipedia.org/wiki/ATtiny_microcontroller_comparison_chart
Für mich zählen unter den AtTinys die Klassiker 2313 oder 4313. Alle anderen können wer weiß was noch an Features aufweisen. Aber abgesehen davon ändert das nichts an der Tatsache, dass µCs für die Aufgabe einen Overkill darstellen. Warum kompliziert, wenn es auch mit wesentlich weniger Aufwand geht. Es soll ja keine Selektivruferkennung gebaut werden. ciao gustav
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Ulrich schrieb: > Es klingt ja fast, als wären weder FSE noch Radio für so einen Einsatz > vorbereitet? Zur HS-120 kann man kaum noch etwas finden, aber das Radio > benennst Du erst gar nicht. Geht es um einen Oldtimer Es ging mal um 2 Fahrzeuge und eines war in der Tat ein Oldtimer. Beide KFZ waren identisch mit Alpine CDA-117Ri und der Nokia FSE HF-210 ausgestattet. Sinn der ganzen Geschichte ist, dass Anrufe und Google Maps Ansagen (mit AudioBT Plus App) auch dann über die Frontlautsprecher ausgegeben werden, wenn am Autoradio Quelle standardmässig Tuner eingestellt ist. Bei diesem Autoradio muss die Quelle manuell geschaltet werden und er hat nur ein "Int Mute"...an den Aux hängen AptX Receiver. In den FSE sind anstelle des Lautsprechers und der internen Batterie ein Step Down auf 3,7V und eine kleine Schaltung eingebaut, die automatisch mit Zündstrom die FSE ein- und ausschaltet, aber ein Schaltkontakt ist nicht vorhanden. Klingt kompliziert und ist es wahrscheinlich auch, aber diese Konstellation hat über Jahre bei max. Komfort tadellos funktioniert. Habe jetzt mal eine Pearl FSE bestellt in der Hoffnung, dass die sich am Lautsprecherausgang wie die kaputte Nokia FSE verhält...zumindest startet die von sich aus schon mal mit Zündstrom. Falls nicht, werde ich testen, ob ich mit dem Lautsprecherausgang der Pearl FSE, den Schaltplänen aus dem Screenshot und dem Attiny vernünftige Schaltergebnisse hinbekomme.
Karl B. schrieb: > Warum muss es unbedingt ein AtTiny sein? Weil ich davon genügend herumliegen habe und diese einfach programmieren kann.
Matthias G. schrieb: > Weil ich davon genügend herumliegen habe und diese einfach programmieren > kann. Dann zeig mal Deinen Programmentwurf hier. Zumindest grob skizziert. Was soll ein ADC besser können als ein diodengeclampter Operationsverstärker mit ausreichend schneller Reaktion und hinreichend großem Integrationskondensator, der auch Signalpausen überbrückt, ohne das Relais ständig flattern zu lassen. Als Vorlage können die zahllosen Hinztriller-Erkennungs-Schaltungen dienen. https://de.wikipedia.org/wiki/Autofahrer-Rundfunk-Information ciao gustav
Karl B. schrieb: > der auch Signalpausen überbrückt, ohne > das Relais ständig flattern zu lassen. Timeouts kann man ziemlich einfach programmieren. Wenn man eine 32bit-Variable sekündlich hochzählt, kann man sogar ein paar Jahre länger Pause machen...
Matthias G. schrieb: > (bevorzugt Schaltplan 1), aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die > Bauteile mit den angegebenen Dimensionen so verwenden kann, da ich nicht > mit NF/Line Signal sondern mit dem Lautsprechersignal der FSE arbeite. Naja, da musst du eigentlich nur noch herausfinden, welchen Pegel maximal dieses "Lautsprechersignal der FSE" annehmen kann. Sofern der unter 5Vss bleibt, kann die Schaltung so bleiben, wie sie ist. Ansonsten muß noch ein Längswiderstand hinzugefügt werden.
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