Micro-Anlage tot

#8071023
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Hi

Ich habe eine Micro-Anlage "JVC UX-BA8DAB" reinbekommen, die macht nichts mehr.

Hat jemand Erfahrung damit? Netzeingang bis Gleichrichter hat Verbindung. Gleichrichter und Ladeelko scheint ok zu sein. Sekundärdioden und Elkos scheinen auch ok zu sein. Verdächtig aussehende Bauteile gibts auch nicht. Der Schaltregler ist wohl ein kleiner 6-Beiner (IC300) mit der Aufschrift 362K29 122Aa

Was steckt dahinter?

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(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #8071030
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Peter N. schrieb:

Hi

Ich habe eine Micro-Anlage "JVC UX-BA8DAB" reinbekommen, die macht nichts mehr.

Hat jemand Erfahrung damit? Netzeingang bis Gleichrichter hat Verbindung. Gleichrichter und Ladeelko scheint ok zu sein. Sekundärdioden und Elkos scheinen auch ok zu sein.

...

Was steckt dahinter?

Es scheint mir zu viel.

#8071034
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Peter N. schrieb:

Ich habe eine Micro-Anlage "JVC UX-BA8DAB" reinbekommen, die macht nichts mehr. Hat jemand Erfahrung damit?

Mit dieser Anlage? Nein. Mit der Reparatur von Elektronik? Ja. Viel mehr als offensichtlich du.

Netzeingang bis Gleichrichter hat Verbindung. Gleichrichter und Ladeelko scheint ok zu sein. Sekundärdioden und Elkos scheinen auch ok zu sein. Verdächtig aussehende Bauteile gibts auch nicht.

Das ist der 2. Schritt vor dem ersten. Der 1. Schritt wäre gewesen, einen Schaltplan aufzutreiben. Aber nachdem du nun den 2. Schritt - Sichtprüfung der üblichen Verdächtigen - schon gemacht hast ... dann mach doch den 3. Schritt. Spannung anlegen und messen. Das ist natürlich besser mit Schaltplan, weil man dann auch weiß wo welche Spannung anliegen sollte.

#8071132
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Peter N. schrieb:

Ich muß noch rausfinden, wie ich bei der engen Bauweise da messen kann.

Prüfspitzen wurden schon erfunden, man muss sie nur haben und anwenden.

Rainer W. schrieb:

Warum erwähnst du den Wert? Normalerweise sieht man mit dem Oszi, ob eine Betriebsspannung ok ist.

Man muss ihm schon jeden Schritt einzeln erklären, sonst klappt das nicht.

#8071335
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Erstmal: ohne Anschlußbelegung des Schaltreglers ist jedes Messen sinnlos. Leiterbahnverfolgung ist auf dieser Platine nahezu ausgeschlossen.

Rainer W. schrieb:

Normalerweise sieht man mit dem Oszi, ob eine Betriebsspannung ok ist.

Ich werde mich hüten, unter Netzspannung ohne Trenntrafo mit einem Oszi in der Schaltung rumzustochern.

Wastl schrieb:

Prüfspitzen wurden schon erfunden, man muss sie nur haben und anwenden.

Die Standard-2mm-MM-Meßspitzen sind für diese Bauteilegröße und Packungsdichte viel zu dick. Insbesondere unter Netzspannung...

Lu schrieb:

Meine Frage 1 wäre, ob das SNT kaputt ist oder die Endstufe bei Hitze durchlegiert ist und damit alles kurzschließt.

Wie ich schon sagte: Die Anlage ist komplett tot, da rührt oder leuchtet gar nichts, also schließe ich erstmal aufs Netzteil.

Endstufe ist digital. Wäre die durchgebrutzelt, würde man das dem IC ansehen, oder das IC würde kochen, was aber eine Spannung vom Netzteil voraussetzt, die noch anderweitige Reaktionen erzeugen dürfte,

: Bearbeitet durch User
#8071339
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Ich werde mich hüten, unter Netzspannung ohne Trenntrafo mit einem Oszi in der Schaltung rumzustochern.

  • Nimm erstmal ein Multimeter. Das ist Batteriebetrieben und hat ein isoliertes Gehäuse. Abgesehen davon ist der Schaltungsteil auf der Platine recht deutlich markiert, in dem gesundheitsschädliche Spannungen / keine Netztrennung zu erwarten sind.

  • Hast du inzwischen einen Schaltplan aufgetrieben? Ich würde mal bei elektrotanya.com suchen. Auch wenn dort für dein Gerät nichts dabei ist - ähnliche Geräte haben ähnliche Netzteile mit ähnlichen Spannungen. Oder sogar die gleichen ICs verbaut. Das gibt immerhin Anhaltspunkte.

  • Auf deinem Foto ist eine Sicherung auf der Platine zu sehen. Die hast du bestimmt schon getestet.

#8071369
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Johannes T. schrieb:

Abgesehen davon ist der Schaltungsteil auf der Platine recht deutlich markiert, in dem gesundheitsschädliche Spannungen / keine Netztrennung zu erwarten sind.

Genau da muß ich ja messen.

Johannes T. schrieb:

  • Auf deinem Foto ist eine Sicherung auf der Platine zu sehen. Die hast du bestimmt schon getestet.

Wie ich schon schieb: Durchgang von Netzeingang bis Gleichrichter (auch das Netzkabel ist ok).

Johannes T. schrieb:

  • Hast du inzwischen einen Schaltplan aufgetrieben? Ich würde mal bei elektrotanya.com suchen. Auch wenn dort für dein Gerät nichts dabei ist
  • ähnliche Geräte haben ähnliche Netzteile mit ähnlichen Spannungen. Oder sogar die gleichen ICs verbaut. Das gibt immerhin Anhaltspunkte.

Google KI sagt, es gibt im Internet keinen offiziellen Schaltplan. Bei tanya ist auch nichts zu finden. Wie kann ich "ähnliche Geräte" erkennen?

Aber erstmal brauche ich einen Widerstand R304 (334) einen der 3 Anlaufwiderstände. Möglicherweise habe ich den beim Wegpuhlen des Silikons beschädigt...

: Bearbeitet durch User
(Firma: Hobbytheoretiker) #8071373
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Peter N. schrieb:

Was steckt dahinter?

Zur Vermeidung einer Netzüberlastung wurde der Wechselrichter abgeschaltet. Das Haekchen wurde versehentlichauf bei dauerhaft gesetzt, oder übersehen, dass beim Ende 2036 stand. Alles ist moeglich. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht Null und nicht hoeher, als ein AKW GAU.

Wenn das Geraet nicht raucht beim setzten unter Netzspannung, waere der erste Andatzpunkt der DCDC Wandler fuer die Stromversorgung der Chips. Dort waere es ratsam ein Oszi anzuschliessen um zu schauen, ob der Wandler ein paar Impulse macht und dann aus geht. Es geht oft auch mit einem Digitalmultimeter. Da lief die Spannung immer kurz hoch auf 2V und sank wieder ab.

#8071394
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Klaus F. schrieb:

Z.B. am grossen Elko im Netzteilbereich zwei isolierte Kabelstücke 10cm anlöten und Multimeter anklemmen.

Wenn kein Verbraucher dranhängt könnte der Elko noch ziemlich lange seine Ladung halten. Nicht aus Versehen anfassen oder einen Kurzschluss verursachen. Die Kette der Anlaufwiderstände ist ja nach Aussage des TO unterbrochen.

: Bearbeitet durch User
#8071404
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Peter N. schrieb:

Johannes T. schrieb:

Abgesehen davon ist der Schaltungsteil auf der Platine recht deutlich markiert, in dem gesundheitsschädliche Spannungen / keine Netztrennung zu erwarten sind.

Genau da muß ich ja messen.

Nein, mußt du nicht. Messen mußt du vor allem die Ausgangsspannung des Netzteils. Wenn die nicht da ist, ist wahrscheinlich ein Fehler im Netzteil und du müsstest es reparieren. Und dann brauchst du auch die Qualifikation bzw. Erfahrung und das Equipment dazu. Trenntrafo und Oszi sind das Minimum.

Aber selbstverständlich könntest du das Netzteil auch vom Rest der Schaltung trennen und getrennt testen. Für die Schaltung ohne das Netzteil kannst du Spannung (z.B. aus einem Labornetzteil) einspeisen. Das hat den Vorteil, daß du da auch gleich die Stromaufnahme messen und auf Plausibilität checken kannst.

Aber wie gesagt: wenn man dir solche Basics nahelegen muß und das nach fast 3500 Posts in diesem Forum, dann ist Hopfen und Malz verloren. Dann hättest du das längst gelernt haben müssen.

(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #8071542
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Axel S. schrieb:

Peter N. schrieb:

Johannes T. schrieb:

Abgesehen davon ist der Schaltungsteil auf der Platine recht deutlich markiert, in dem gesundheitsschädliche Spannungen / keine Netztrennung zu erwarten sind.

Genau da muß ich ja messen.

Nein, mußt du nicht. ...

Ganz klare Aussage

#8071588
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Peter N. schrieb:

Ich muß noch rausfinden, wie ich bei der engen Bauweise da messen kann.

Diese SMD-Platinen sind eine Krankheit.

Wo man messen möchte, kann man ein Drähtelilein anlöten, das man kontaktsicher von der Platine weg führt und dort dann seine klumpige Messpitze oder seine Starkstrom-Prüfklammer dran gibt, um dann von der Ferne aus mit Schutzbrille auf den Prüfling einzuschalten.

Dies wiederhole man mit allen zu messenden interessanten Stellen.

Und ja, so bringt man den Tag herum.

mfg

(Firma: DC3AX) #8076001
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Wenn es darum geht herauszufinden, ob die nötigen Versorgungsspannung wenigsten Ansatzweise da sind, muss man nicht direkt am SNT messen.

Man kann sich vom zentralen Audiochip auch das Datenblatt ansehen und seine Betriebsspannungen herausfinden: https://www.manualslib.com/manual/2759577/Ali-M5677.html?page=5#manual

Und wenn man dann keine Microtips hat um direkt an den Pins des Chips zu messen, dann kann man sehr leicht das Layout der verschiedenen AVCC und AVDD und AVSS33 und AVSS18... nachverfolgen und sich den nächst besten Kondensator auf dem Zweig suchen. Da kann man auch mit dicken Baumarkt-Multimeter-Messspitzen prüfen, ob überhaupt etwas ankommt.

In dem Datenblatt ist auch ein Referenz-Design, mit dem kann man dann die vorhandene defekte Platine abgleichen. Der Hintergrund ist der, dass die Chip-Hersteller auch eine Referenzsoftware für den kompletten Chipsatz anbieten. Damit kann man sich als Equipment-Hersteller darauf konzentrieren ein fancy Plastikgehäuse drum herum zu designen und fertig ist das Produkt.

Es besteht eine gute Chance, dass sich also einige der Bauteile vom JVC Radio im Referenzdesign wiederfinden.

: Bearbeitet durch User
(Firma: DC3AX) #8076754
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Mit dem Datasheet von oben kannst Du mehr als nur die 5V checken. So ein System braucht Spannung, Reset und einen Takt. Wie bei einem Motor, Sprit, Luft und einen Funken.

Du hast vermutlich den ein oder anderen trockenen Kondensator auf der Platine. Das kann z.B. den Reset verhindern. Auch die Kondensatoren, die im PA Bereich die DC / den BIAS aus den analogen Signalen holen, sind gerne trocken.

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