Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Micro-Anlage tot


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von Peter N. (alv)


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Hi

Ich habe eine Micro-Anlage "JVC UX-BA8DAB" reinbekommen, die macht 
nichts mehr.

Hat jemand Erfahrung damit?
Netzeingang bis Gleichrichter hat Verbindung. Gleichrichter und Ladeelko 
scheint ok zu sein.
Sekundärdioden und Elkos scheinen auch ok zu sein.
Verdächtig aussehende Bauteile gibts auch nicht.
Der Schaltregler ist wohl ein kleiner 6-Beiner (IC300) mit der 
Aufschrift
362K29
122Aa

Was steckt dahinter?
von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Peter N. schrieb:
> Hi
>
> Ich habe eine Micro-Anlage "JVC UX-BA8DAB" reinbekommen, die macht
> nichts mehr.
>
> Hat jemand Erfahrung damit?
> Netzeingang bis Gleichrichter hat Verbindung. Gleichrichter und Ladeelko
> scheint ok zu sein.
> Sekundärdioden und Elkos scheinen auch ok zu sein.
...
>
> Was steckt dahinter?

Es scheint mir zu viel.
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Peter N. schrieb:

> Ich habe eine Micro-Anlage "JVC UX-BA8DAB" reinbekommen, die macht
> nichts mehr. Hat jemand Erfahrung damit?

Mit dieser Anlage? Nein. Mit der Reparatur von Elektronik? Ja.
Viel mehr als offensichtlich du.

> Netzeingang bis Gleichrichter hat Verbindung. Gleichrichter und Ladeelko
> scheint ok zu sein.
> Sekundärdioden und Elkos scheinen auch ok zu sein.
> Verdächtig aussehende Bauteile gibts auch nicht.

Das ist der 2. Schritt vor dem ersten. Der 1. Schritt wäre gewesen, 
einen Schaltplan aufzutreiben. Aber nachdem du nun den 2. Schritt - 
Sichtprüfung der üblichen Verdächtigen - schon gemacht hast ... dann 
mach doch den 3. Schritt. Spannung anlegen und messen. Das ist natürlich 
besser mit Schaltplan, weil man dann auch weiß wo welche Spannung 
anliegen sollte.
von Wastl (hartundweichware)


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Peter N. schrieb:
> Netzeingang bis Gleichrichter hat Verbindung. Gleichrichter und Ladeelko
> scheint ok zu sein.

Sollen wir dir sagen dass du die Versorgungsspannung(en) prüfen
sollst ob vorhanden, oder kommst du da selbst drauf?

Beitrag "Re: [?] Batterien für Brennenstuhl MT5 Multitest"
von Peter N. (alv)


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Axel S. schrieb:
> Der 1. Schritt wäre gewesen,
> einen Schaltplan aufzutreiben.

Hast du einen Tip, wo man einen herbekommt?
von Michael B. (laberkopp)


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Peter N. schrieb:
> 362K29
> 122Aa

OB2362.

Q300 heile ?

Betriebsspannung an IC300, sprich Elko ok ?
von Peter N. (alv)


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Michael B. schrieb:
> OB2362.

Danke

Michael B. schrieb:
> Q300 heile ?

Laut Durchpiepen ists ein npn und Ok.

Michael B. schrieb:
> Betriebsspannung an IC300, sprich Elko ok ?

Ich muß noch rausfinden, wie ich bei der engen Bauweise da messen kann.
Elko soll: 22µ/50V hat ausgelötet gemessen: 23µ
von Rainer W. (rawi)


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Peter N. schrieb:
> Ich muß noch rausfinden, wie ich bei der engen Bauweise da messen kann.
Mit Krokodilklemmen bestimmt nicht.

> Elko soll: 22µ/50V hat ausgelötet gemessen: 23µ
Warum erwähnst du den Wert? Normalerweise sieht man mit dem Oszi, ob 
eine Betriebsspannung ok ist.
von Wastl (hartundweichware)


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Peter N. schrieb:
> Ich muß noch rausfinden, wie ich bei der engen Bauweise da messen kann.

Prüfspitzen wurden schon erfunden, man muss sie nur haben
und anwenden.

Rainer W. schrieb:
> Warum erwähnst du den Wert? Normalerweise sieht man mit dem Oszi, ob
> eine Betriebsspannung ok ist.

Man muss ihm schon jeden Schritt einzeln erklären, sonst
klappt das nicht.
von Lu (oszi45)


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Nach 3471 Beiträgen sollte Peter mehr wissen. Meine Frage 1 wäre, ob das 
SNT kaputt ist oder die Endstufe bei Hitze durchlegiert ist und damit 
alles kurzschließt.
: Bearbeitet durch User
von Peter N. (alv)


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Erstmal: ohne Anschlußbelegung des Schaltreglers ist jedes Messen 
sinnlos. Leiterbahnverfolgung ist auf dieser Platine nahezu 
ausgeschlossen.

Rainer W. schrieb:
> Normalerweise sieht man mit dem Oszi, ob
> eine Betriebsspannung ok ist.

Ich werde mich hüten, unter Netzspannung ohne Trenntrafo mit einem Oszi 
in der Schaltung rumzustochern.

Wastl schrieb:
> Prüfspitzen wurden schon erfunden, man muss sie nur haben
> und anwenden.

Die Standard-2mm-MM-Meßspitzen sind für diese Bauteilegröße und 
Packungsdichte viel zu dick. Insbesondere unter Netzspannung...

Lu schrieb:
> Meine Frage 1 wäre, ob das
> SNT kaputt ist oder die Endstufe bei Hitze durchlegiert ist und damit
> alles kurzschließt.

Wie ich schon sagte: Die Anlage ist komplett tot, da rührt oder leuchtet 
gar nichts, also schließe ich erstmal aufs Netzteil.

Endstufe ist digital. Wäre die durchgebrutzelt, würde man das dem IC 
ansehen, oder das IC würde kochen, was aber eine Spannung vom Netzteil 
voraussetzt, die noch anderweitige Reaktionen erzeugen dürfte,
: Bearbeitet durch User
von Johannes T. (johannes_t)


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>Ich werde mich hüten, unter Netzspannung ohne Trenntrafo mit einem Oszi
in der Schaltung rumzustochern.

- Nimm erstmal ein Multimeter. Das ist Batteriebetrieben und hat ein 
isoliertes Gehäuse.
Abgesehen davon ist der Schaltungsteil auf der Platine recht deutlich 
markiert, in dem gesundheitsschädliche Spannungen / keine Netztrennung 
zu erwarten sind.

- Hast du inzwischen einen Schaltplan aufgetrieben? Ich würde mal bei 
elektrotanya.com suchen. Auch wenn dort für dein Gerät nichts dabei ist 
- ähnliche Geräte haben ähnliche Netzteile mit ähnlichen Spannungen. 
Oder sogar die gleichen ICs verbaut. Das gibt immerhin Anhaltspunkte.

- Auf deinem Foto ist eine Sicherung auf der Platine zu sehen. Die hast 
du bestimmt schon getestet.
von Peter N. (alv)


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Johannes T. schrieb:
> Abgesehen davon ist der Schaltungsteil auf der Platine recht deutlich
> markiert, in dem gesundheitsschädliche Spannungen / keine Netztrennung
> zu erwarten sind.

Genau da muß ich ja messen.

Johannes T. schrieb:
> - Auf deinem Foto ist eine Sicherung auf der Platine zu sehen. Die hast
> du bestimmt schon getestet.

Wie ich schon schieb: Durchgang von Netzeingang bis Gleichrichter (auch 
das Netzkabel ist ok).

Johannes T. schrieb:
> - Hast du inzwischen einen Schaltplan aufgetrieben? Ich würde mal bei
> elektrotanya.com suchen. Auch wenn dort für dein Gerät nichts dabei ist
> - ähnliche Geräte haben ähnliche Netzteile mit ähnlichen Spannungen.
> Oder sogar die gleichen ICs verbaut. Das gibt immerhin Anhaltspunkte.

Google KI sagt, es gibt im Internet keinen offiziellen Schaltplan.
Bei tanya ist auch nichts zu finden. Wie kann ich "ähnliche Geräte" 
erkennen?


Aber erstmal brauche ich einen Widerstand R304 (334) einen der 3 
Anlaufwiderstände. Möglicherweise habe ich den beim Wegpuhlen des 
Silikons beschädigt...
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Peter N. schrieb:
> Was steckt dahinter?

Zur Vermeidung einer Netzüberlastung wurde der Wechselrichter 
abgeschaltet. Das Haekchen wurde versehentlichauf bei dauerhaft gesetzt, 
oder übersehen, dass beim Ende 2036 stand. Alles ist moeglich. Die 
Wahrscheinlichkeit ist nicht Null und nicht hoeher, als ein AKW GAU.


Wenn das Geraet nicht raucht beim setzten unter Netzspannung, waere der 
erste Andatzpunkt der DCDC Wandler fuer die Stromversorgung der Chips. 
Dort waere es ratsam ein Oszi anzuschliessen um zu schauen, ob der 
Wandler ein paar Impulse macht und dann aus geht. Es geht oft auch mit 
einem Digitalmultimeter. Da lief die Spannung immer kurz hoch auf 2V und 
sank wieder ab.
von Klaus F. (klaus27f)


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Peter N. schrieb:
> Genau da muß ich ja messen.

Ja, dann mach' das doch!
Z.B. am grossen Elko im Netzteilbereich zwei isolierte Kabelstücke 10cm 
anlöten und Multimeter anklemmen.
von Dieter W. (dds5)


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Klaus F. schrieb:
> Z.B. am grossen Elko im Netzteilbereich zwei isolierte Kabelstücke 10cm
> anlöten und Multimeter anklemmen.

Wenn kein Verbraucher dranhängt könnte der Elko noch ziemlich lange 
seine Ladung halten. Nicht aus Versehen anfassen oder einen Kurzschluss 
verursachen.
Die Kette der Anlaufwiderstände ist ja nach Aussage des TO unterbrochen.
: Bearbeitet durch User
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Peter N. schrieb:
> Johannes T. schrieb:
>> Abgesehen davon ist der Schaltungsteil auf der Platine recht deutlich
>> markiert, in dem gesundheitsschädliche Spannungen / keine Netztrennung
>> zu erwarten sind.
>
> Genau da muß ich ja messen.

Nein, mußt du nicht. Messen mußt du vor allem die Ausgangsspannung des 
Netzteils. Wenn die nicht da ist, ist wahrscheinlich ein Fehler im 
Netzteil und du müsstest es reparieren. Und dann brauchst du auch die 
Qualifikation bzw. Erfahrung und das Equipment dazu. Trenntrafo und Oszi 
sind das Minimum.

Aber selbstverständlich könntest du das Netzteil auch vom Rest der 
Schaltung trennen und getrennt testen. Für die Schaltung ohne das 
Netzteil kannst du Spannung (z.B. aus einem Labornetzteil) einspeisen. 
Das hat den Vorteil, daß du da auch gleich die Stromaufnahme messen und 
auf Plausibilität checken kannst.

Aber wie gesagt: wenn man dir solche Basics nahelegen muß und das nach 
fast 3500 Posts in diesem Forum, dann ist Hopfen und Malz verloren. Dann 
hättest du das längst gelernt haben müssen.
von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Axel S. schrieb:
> Peter N. schrieb:
>> Johannes T. schrieb:
>>> Abgesehen davon ist der Schaltungsteil auf der Platine recht deutlich
>>> markiert, in dem gesundheitsschädliche Spannungen / keine Netztrennung
>>> zu erwarten sind.
>>
>> Genau da muß ich ja messen.
>
> Nein, mußt du nicht. ...
Ganz klare Aussage
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Peter N. schrieb:
> Ich muß noch rausfinden, wie ich bei der engen Bauweise da messen kann.

Diese SMD-Platinen sind eine Krankheit.

Wo man messen möchte, kann man ein Drähtelilein anlöten, das man 
kontaktsicher von der Platine weg führt und dort dann seine klumpige 
Messpitze oder seine Starkstrom-Prüfklammer dran gibt, um dann von der 
Ferne aus mit Schutzbrille auf den Prüfling einzuschalten.


Dies wiederhole man mit allen zu messenden interessanten Stellen.

Und ja, so bringt man den Tag herum.

mfg
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