Forum: PC Hard- und Software Silent Software mit Sentinel Dongle


von Matthias F. (frank91)


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Hallo,

wir haben vor einigen Jahren die Software "Silent" von Dirks Compliance 
Consulting erworben. Diese Software benötigt zum Starten einen Dongle. 
Der Dongle ist von der Firma Sentinel.

Jetzt haben wir folgendes Problem.
Die Internetseite des Herstellers existiert nicht mehr.
Ich konnte eine Sterbeanzeige finden, bei der ich vermute, dass es sich 
hierbei um den Entwickler handelt. Vermutlich handelte es sich hierbei 
um eine 1 Mann Firma. Eine andere Ansprechperson konnte ich nicht 
ausfindig machen.

Da die Software für uns sehr wichtig ist, hätten wir gerne einen zweiten 
Dongle als Backup.

Welche Möglichkeiten gibt es hier?
Die Software ist ziemlich unbekannt, so dass man im Internet kaum etwas 
dazu findet.
von Andras H. (andras_h)


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xdbg64 und dongle übergehen. Sentinel sollte nicht so schwer sein. Denke 
es gibt zu dem Dongle mitlerweile gut Crack anleitungen wie und wo man 
debuggen soll, und wie man den umgehen kann. Hoffentlich ist es nur 1 
byte irgendwo im programm :)

Gibt es einen Installer? Schicke mal mir eine Nachricht, ich kann mal da 
reinschauen was man da machen kann.
Beitrag #8071156 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #8071157 wurde vom Autor gelöscht.
von Harald K. (kirnbichler)


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Matthias F. schrieb:
> Da die Software für uns sehr wichtig ist, hätten wir gerne einen zweiten
> Dongle als Backup.

Wenn die Firma nicht mehr existiert, ist der Zug abgefahren. Es gibt 
Gründe, warum man verdongelte Software ablehnt.

Der Aufwand, der mit "reverse-engineering" in diese Software gesteckt 
werden müsste, ist nicht zu unterschätzen.

Vielleicht ist dieser Aufwand besser in alternative Software gesteckt, 
denn selbst jemand das "cracken" sollte, gibt es keine 
Weiterentwicklung, keinen Support etc. mehr.

Bei einem rein als Hobby genutzten Produkt kann man natürlich den damit 
benutzten PC "einfrieren", aber als gewerblicher Nutzer sollte man sich 
nicht davon abhängig machen, wie schnell das tote Pferd, auf dem man 
sitzt, verwest.

Schlimmstenfalls reicht ein Windows-Update, und das Ding fällt um.
von Andras H. (andras_h)


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Harald K. schrieb:
> Matthias F. schrieb:
> Wenn die Firma nicht mehr existiert, ist der Zug abgefahren. Es gibt
> Gründe, warum man verdongelte Software ablehnt.
>
> Der Aufwand, der mit "reverse-engineering" in diese Software gesteckt
> werden müsste, ist nicht zu unterschätzen.

Ist überschaubar. Wenn man schon soetwas gemacht hat dann geht es 
schnell. Paar Stunden bis paar Tage. Wenn man nich nicht soetwas gemacht 
hat dann paar Wochen.

Sentinel dongel ist zwar schon. Aber mitlerweile gibt es bestimmt dazu 
auch Beschreibungen wie man das cracken kann. Ausseerdem viele 
Entwickler machen nur den minim an Aufwand um ihre SW zu schützen. 
Sprich teilweise lassen die den dll als externe dynamisch geladene dll 
da. Da hat man einfach. Manche genügen sich schon damit wenn der dongle 
da ist und die richtige werte liefert und dann wird isLicense auf true 
gesetzt. Danach muss man nicht viel mehr machen.

Sonst support ist ja micht mehr da. Aber vielleicht will der TO alte 
projekte damit öffnen und anschauen.

Also cracken kann man. Aufwand ist auch einsehbar. Alles andere muss der 
TO wissen.
von Harald K. (kirnbichler)


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Andras H. schrieb:
> Ist überschaubar. Wenn man schon soetwas gemacht hat dann geht es
> schnell. Paar Stunden bis paar Tage. Wenn man nich nicht soetwas gemacht
> hat dann paar Wochen.

Das ist halt juristisch umstritten, insbesondere, wenn das Software ist, 
die im geschäftlichen Umfeld genutzt wird. Bei einem Hobbybastler, bei 
privat genutzter Software würd' ich auch sagen, drauf geschissen, und 
nur zu.

Aber hier hängt da wohl eine Firma dran, und wenn die irgendeine Art von 
"Auditing" hat, und dabei herauskommt, daß da mit "gecrackter" Software 
gearbeitet wird, dann wird das Ärger geben. Auch, wenn das nach gesundem 
Menschenverstand vollkommen legitim ist.
von Andras H. (andras_h)


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Vielleicht braucht er wegen einer Audit Daten aus dem Programm. Ist aber 
nur vermutung. Wer weiss. Der TO könnte dazu etwas schreiben.

Juristisch wenn da sich jemand meldet um so besser. Denn dass heisst 
jemand hat das Program geerbt und muss support geben. Problem gelöst. TO 
happy

Man kann den crack ja auch temporär machen. Mit xdbg64 den code im ram 
ändern. Dann darf der TO alles holen was er braucht. Nach schliessen des 
Programmes ist dann der crack weg. Ich gehe davon als er würde nicht 
wissen wie man den crack permanent abspeichert. Ob das besser ist? Weiss 
ich nicht. Man könnte damit argumentieren dass nur eine kopie betroffen 
war und dadurch das Finannzielleschaden sich in Grenzen hällt.
von Jack V. (jackv)


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Harald K. schrieb:
> Es gibt
> Gründe, warum man verdongelte Software ablehnt.

Man hat nicht immer eine Wahl. Wie es hier ist, weiß ich allerdings 
nicht.

Harald K. schrieb:
> als gewerblicher Nutzer sollte man sich
> nicht davon abhängig machen, wie schnell das tote Pferd, auf dem man
> sitzt, verwest.

Bei Maschinensteuerungen sieht man das aber nicht zu selten: Eine uralte 
Maschine mit uralter Software auf einem uralten Rechner mit uraltem OS, 
an dem die ganze Firma hängt, weil der Hersteller nicht mehr existiert 
und ohne den eine Aktualisierung viel zu teuer oder unmöglich wäre. 
O-Ton auf die Frage, was denn passiert, wenn das Ding die Hufe 
hochreißt: „Ja, dann sind wir am Arsch“
von Harald K. (kirnbichler)


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Jack V. schrieb:
> Bei Maschinensteuerungen sieht man das aber nicht zu selten: Eine uralte
> Maschine mit uralter Software auf einem uralten Rechner mit uraltem OS,
> an dem die ganze Firma hängt

O ja, das kennt man. Und dann regt sich jemand auf, weil der uralte 
Rechner kaputtgeht und man keinen neuen Rechner mehr kaufen kann, in den 
die alte ISA-Karte der Steuerung reinpasst ...

Ich halte so eine Vorgehensweise für einigermaßen verantwortungslos.
von Matthias F. (frank91)


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Falls ihr grob wissen wollt was die Software macht:
https://www.elektronikpraxis.de/power-integrity-simulation-mit-der-software-silent-v4-a-395398/

Jack V. schrieb:
> Bei Maschinensteuerungen sieht man das aber nicht zu selten: Eine uralte
> Maschine mit uralter Software auf einem uralten Rechner mit uraltem OS,
> an dem die ganze Firma hängt, weil der Hersteller nicht mehr existiert
> und ohne den eine Aktualisierung viel zu teuer oder unmöglich wäre.
> O-Ton auf die Frage, was denn passiert, wenn das Ding die Hufe
> hochreißt: „Ja, dann sind wir am Arsch“

So ist zum Glück nicht. Wir könnten auch ohne die Software 
weiterarbeiten. Jedoch sind unsere Baugruppen, seit dem wir die Software 
nutzen, deutlich besser im EMV-Labor.

Harald K. schrieb:
> Vielleicht ist dieser Aufwand besser in alternative Software gesteckt,
> denn selbst jemand das "cracken" sollte, gibt es keine
> Weiterentwicklung, keinen Support etc. mehr.
Ich habe bereits nach Alternativen geschaut. Allerdings waren diese 
immer extrem teuer (>1000€ im Monat) und ich konnte nicht mit Sicherheit 
sagen ob wir damit zum Ziel kommen.

Harald K. schrieb:
> Aber hier hängt da wohl eine Firma dran, und wenn die irgendeine Art von
> "Auditing" hat, und dabei herauskommt, daß da mit "gecrackter" Software
> gearbeitet wird, dann wird das Ärger geben. Auch, wenn das nach gesundem
> Menschenverstand vollkommen legitim ist.
Also bei den Audits bei uns im Haus war Software nie ein Thema. Falls es 
doch aufkommen sollte, können wir ja sogar eine Rechnung vorweisen.
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