Forum: Platinen Skoda Octavia 3 Canton Verstärker Platine | Subwoofer brennt durch


von Jonas (mkz)


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Hallo zusammen,

erstmal vorab: Ich bin absoluter Laie im Bereich Elektrotechnik oder 
Platinenreparatur, aber dennoch sehr interessiert an der ganzen 
Thematik.

Ich habe das Problem, dass mir vor etwa einem halben Jahr der Subwoofer 
im Auto "durchgebrannt" ist. Ich habe den Woofer getauscht und dieser 
lief auch gut 1 Monat ohne Probleme. In beiden Fällen funktionierte der 
Subwoofer bis zum Abstellen des Motors, bei der nächsten Fahrt blieb der 
Woofer dann stumm. Keine Fehlermeldung, kein Geräusch, kein 
Schmorgeruch, einfach tot.

Ich habe mir dann mal die Verstärkerplatine vorgenommen und mit Hilfe 
von Gemini versucht, dem Ganzen irgendwie auf den Grund zu gehen.
Die KI meinte, dass die verbauten "tdf8599athn2s6 n1s" Chips wohl 
altersbedingt den Woofer grillen. Das macht für mich aber eher weniger 
Sinn.
Ich hab mir daher bei erWin Skoda die Belegungspläne des Verstärkers 
geholt, um die Leiterbahnen für den Woofer durchzugehen. Ich habe auch 
einen Kondensator gefunden, der gegen Masse beidseitig Durchgang hat, 
allerdings auf zwei ICs, die nicht zusammengehören. Ich habe auch einen 
der beiden Caps ausgelötet und gemessen, der sollte eigentlich nicht 
defekt sein. Heißt es nun zwingend, dass dort auf der Leiterbahn ein 
Kurzschluss besteht und das möglicherweise die Ursache meines Problems 
ist und nicht der IC selbst?

Ich habe für einen Bekannten, der mit der Materie etwas vertrauter ist, 
ein Video gemacht, er konnte bisher allerdings keine Zeit finden. Das 
hänge ich hier mal mit an.

(https://drive.google.com/file/d/1zYypQc0DO6fIV8Az6WwkGSQZcUB_c34d/view?usp=drive_link)

Ich hoffe, jemand hat eine Idee, wie ich weiter vorgehen soll.

Bitte roasted mich nicht zu sehr haha.
von Lu (oszi45)


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Jonas schrieb:
> Kondensator gefunden, der gegen Masse beidseitig Durchgang hat

WENN er ausgelötet Durchgang hat, ist was faul.
Allerdings wäre meine Vermutung, dass die große 40-Grad-Hitze im Auto 
die ICs evtl. nicht vertragen haben könnten? Wennn der Fehler allerdings 
immer nur beim Abschalten auftreten sollte, könnten auch böse 
Spannungsspitzen etwas gekillt haben? Zusätzlich würde ich die 
Masseverbindungen etwas genauer ansehen. Wenn irgendwo Masse fehlt, gibt 
es oft Ärger.
von Jonas (mkz)


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Nur im eingelöteten Zustand. Ausgelötet kein Durchgang und steigender 
Widerstand, also i.O.

Das war ja lange vor der Hitzewelle dieses Jahres, außerdem sind die ICs 
mit Wärmeleitpaste versehen und haben einen Alu Kühlkörper drauf welcher 
aktiv mit einem 40mm Lüfter belüftet wird.

Der Verstärker/das Auto ist jetzt knapp 10 Jahre alt, ich weiß nicht, 
wie wahrscheinlich es da ist, dass der IC einfach beschädigt ist und den 
Woofer dann langsam grillt?

Habe die Spannung an der Batterie auch schon gemessen gehabt in 
sämtlichen Zuständen (Motor an, Motor aus, ...), hatte nie eine 
Überspannung. Wenn dann sollte ja die Sicherung eigentlich auch durch 
sein.
von Chris K. (kathe)


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Erst mal das Datenblatt
https://www.nxp.com/docs/en/data-sheet/TDF8599A.pdf
Bleibt er vieleicht stumm da ein Fehler in der Verkabelung vorliegt?
Schluss gegen Masse oder ähnliches
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Jonas schrieb:
> dass der IC einfach beschädigt ist und den
> Woofer dann langsam grillt?

Was genau heißt es, den Basslautsprecher zu grillen? Beschädigen, 
durchbrennen lassen?

Bitte deutsche Worte für Deutschländer verwenden.

mfg
von Jonas (mkz)


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Chris K. schrieb:
> Bleibt er vieleicht stumm da ein Fehler in der Verkabelung vorliegt?

Danke für's Datenblatt!
Nein, an der Verkabelung liegt es nicht. Ist ja kein eigenbau sondern 
alles im Auslieferungszutand von Skoda. Der alte originale Subwoofer 
lief ja gut 9 Jahre.
Als ich diesen dann Anfang des Jahres getauscht habe, habe ich diesen 
natürlich im ausgebauten Zustand geprüft.
Widerstandsmessung bei beiden Kanälen des Lautsprechers auf OL.

Und wie gesagt, der neue Lautsprecher lief etwa 1 Monat
von Thomas (kosmos)


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das Ding ist ja gegen alles abgesichert, ich denke hier spricht die 
Sicherheitsabschaltung an.

Ich hatte mal einen Sony Verstärker zur Reparatur da waren TPA3116D2 
drin und einige Kerkos auf der Ausgangsseite, einer hatte einen kurzen 
erzeugt, dadurch sprang ebenfalls die Sicherheitsschaltung an, nach 
entfernen lief das Teil wieder, habe die paar Kerkos an den Ausgängen 
dann gegen 200V Typen getauscht. Nach Möglichkeit keine X5R / X7R Typen 
sondern C0G / NP0 nehmen.
von Jonas (mkz)


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Thomas schrieb:
> das Ding ist ja gegen alles abgesichert, ich denke hier spricht die
> Sicherheitsabschaltung an.

Glaube ich weniger, der neue Lautsprecher hat 1 Monat funktioniert.
Ich kann später mal versuchen den am Stecker welcher auf den Verstärker 
kommt auf Widerstand zu messen. Wird 100% wieder OL zeigen, also 
kurzschluss.

Ich weiß eben nicht wie wahrscheinlich es ist, dass der Audio IC durch 
die ständige thermische Belastung einen weg hat.
Gemini meinte etwas von "clipping"

Auch verstehe ich nicht, warum in den beiden Kreisen wo besagter Audio 
IC verbaut ist exakt der selbe Kondensator beidseitig gegen Masse 
durchgang hat, ausgelötet der Kondensator aber in Ordnung ist.

Hier nochmal das Video dazu:
https://drive.google.com/file/d/1zYypQc0DO6fIV8Az6WwkGSQZcUB_c34d/view?usp=drivesdk
von Harald K. (kirnbichler)


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Jonas schrieb:
> Ich kann später mal versuchen den am Stecker welcher auf den Verstärker
> kommt auf Widerstand zu messen. Wird 100% wieder OL zeigen, also
> kurzschluss.

Wenn ein Widerstandsmessgerät "OL" anzeigt, ist das
das genaue Gegenteil eines Kurzschlusses.
: Bearbeitet durch User
von Jonas (mkz)


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Harald K. schrieb:
> Wenn ein Widerstandsmessgerät "OL" anzeigt, ist das
> das genaue Gegenteil eines Kurzschlusses.

Ja durchgebrannt meine ich, sorry.
Man hat es beim alten Lautsprecher ja auch deutlich gehört, wenn man 
diesen geschüttelt hatte. Glaube ich hab den damals sogar geöffnet.
von Lu (oszi45)


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Jonas schrieb:
> Glaube ich weniger, der neue Lautsprecher hat 1 Monat funktioniert.

Glauben tut man in der Kirche, Messen kann man sofort. Alternativ könnte 
man den Lautsprecher woanders testen oder einen dicken Ersatzwiderstand 
zum Messen an den Verstärker hängen?
von Jonas (mkz)


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Lu schrieb:
> Jonas schrieb:
>> Glaube ich weniger, der neue Lautsprecher hat 1 Monat funktioniert.
>
> Glauben tut man in der Kirche, Messen kann man sofort. Alternativ könnte
> man den Lautsprecher woanders testen oder einen dicken Ersatzwiderstand
> zum Messen an den Verstärker hängen?

Hab jetzt eben mal gemessen, allerdings am Stecker unterm Sitz, also 
müssen wir das Kabel bis in den Kofferraum berücksichtigen.

Beide Channel 0,8 Ohm und Channelübergreifend Durchgang (sprich 1. Pin 
des Woofers angehalten und auf 2-4 Durchgang) somit also Kurzschluss, 
richtig?

Ich bin mir tatsächlich gerade unsicher ob der alte Lautsprecher damals 
OL oder garkeinen Widerstand angezeigt hatte. Auf jeden fall konnte man 
die Drähte innen unter der Membran hören.

Wo anders anstecken wird leider nicht klappen, den auszubauen wäre 
gerade auch zeitlich nicht möglich, da muss hinten die halbe 
Innenverkleidung weg.

Den Widerstand dann direkt an die Pins oder wie?
von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

du scheinst OL noch nicht zu verstehen.
OL ... OverLoad, im Sinne von außerhalb des größten Messbereichs, sprich 
gar keine Verbindung, wenn man davon ausgeht das dein Meßgerät bis 
10MOhm oder höher messen kann.
von Jonas (mkz)


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Veit D. schrieb:
> Hallo,
>
> du scheinst OL noch nicht zu verstehen.
> OL ... OverLoad, im Sinne von außerhalb des größten Messbereichs, sprich
> gar keine Verbindung, wenn man davon ausgeht das dein Meßgerät bis
> 10MOhm oder höher messen kann.

Verstanden eigentlich schon, vertausche die Diagnose noch ab und zu.

Ich denke aber mal, dass der Kurzschluss beim jetzigen Lautsprecher 
trotzdem durch zu viel Spannung oder aber auch Gleichspannung auf den 
Spulen verursacht wurde? Also die Drähte miteinander verglüht sind?
von Lu (oszi45)


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Miss mal zum Vergleich einen gesunden Lautsprecher. Die Impedanz wird 
eigentlich bei 1kHz gemessen, wenn ich mich so erinnere. Der 
Gleichstromwiderstand wird kleiner sein.  Ein Lautsprecher sollte 
eigentlich immer mehr Leistung vertragen als der Verstärker liefert habe 
ich mal gelernt. Wenn die Etiketten jedoch mehr versprechen als die 
Spulenwicklung verträgt, nenne ich das "Werbung".
von Jonas (mkz)


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Einen gesunden habe ich leider nicht da. Habe den Originalen Skoda 
Woofer aber durch einen AMPIRE BOLD6 6,5 Zoll / 16,5cm Subwoofer 125W 
(2x 4 Ohm) ersetzt gehabt.
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8073083 wurde vom Autor gelöscht.
von Jonas (mkz)


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Habe selbst mal nochmal bisschen Nachgedacht und mich dann gefragt, 
warum ich nicht gleich das Datenblatt des ICs zu welchem der Kondensator 
mit Durchgang führt angeschaut habe.

Die rot markierten Stellen haben gegen Masse Durchgang.
Auch wenn ich Pin 11 gegen 12 und Pin 25 gegen 26 Messe, habe ich 
Durchgang.

Was wäre der nächste Schritt?

IC auslöten und schauen ob der Short weiterhin besteht?
von H. H. (Gast)


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Jonas schrieb:
> Was wäre der nächste Schritt?

Jemanden ran lassen, der Ahnung davon hat.
von Jonas (mkz)


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H. H. schrieb:
> Jemanden ran lassen, der Ahnung davon hat.

Ich überlasse es dir liebend gerne :)
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