Hallo zusammen, Ich habe das Spinningrad von Schwinn 800IC. Es gibt im Netz viele Erfahrungsberichte, dass das Display nach einer Weile den Geist aufgibt bzw die Darstellung des LEDs immer schwächer wird und irgendwann nicht mehr zu erkennen ist. Leider gibt es im Netz weit und breit keinen Schaltplan, noch Reparaturanleitungen. Man kann das Display zwar nachkaufen, aber es kostet rund die Hälfte des eigentlichen Fahrrads (300 Euro). Ich habe leider nur elektronische Grundlagenkentnisse und würde mich freuen, falls ihr eine Idee habt, was man mal auf Verdacht prüfen oder tauschen könnte. Ich hatte das Gehäuse mal geöffnet und dabei war mir aufgefallen, dass der Spannungsregler 78M05 (oben links im Bild) recht heißt läuft. Wenn ich mit dem DMM nachmesse, komme ich auf 8,3 V Inputspannung und 4,95 V Output. Mit meinem Laienwissen, würde ich denken, dass er also korrekt auf 5 V regelt. Ansonsten fällt mir nichts großartig auf - außer, dass das Display jetzt noch schwächer anzeigt, nachdem ich es auseinandergenommen und gemessen habe. Der Spannungregler bekommt nach wie vor seine 5 V und auch direkt am Anschluss am Display messe ich die 5 V. Jemand eine Idee? Danke und Grüße Marcel
Das ist ein LCD mit LED-Backlight. Also kanns an der Kontrastspannung liegen, oder am Backlight. Oder ist ist der gleiche lausige LCD-Controller wie in vielen Hausgeräten. Zeig mal was auf dem großen QFP-Chip steht.
Ich sehe dort überhaupt kein LED Display, aber ziemlich sicher einen LCD Controllerchip. Die 4.95V sind ok, aber ein LCD im Multiplexbetrieb nutzt mehrere Spannungen die wohl von R1e bis R5e produziert werden und per Kondensatoren daneben gepuffert werden, und wenn diese Spannungen nicht stimmen, wird ein LCD blass. Die Spannung wird temperaturabhängig geregelt, vielleicht passt das nicht.
Stimmt, ihr habt recht. Es ist ein LCD Bildschirm. Der große QFP-Chip ist der große IC? Da steht ET66220 0L06T. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich die Spannung an Re1-5 messe. Ich hbe versucht, direkt an beiden Seiten die Messspitzen anzulegen, aber dann bekomme ich keinen Wert. Wenn ich am Ground vom 78M05 anlege und am Ausgang von den RE1-5 messe, komme ich überall auf nahezu 5V. Hinten gibt es nich Testpins (dort habe ich mal an den Testpins von den Re1-5 angelegt (TP53-57) und gegen TP48 gemessen, wo ich glaube, dass es Ground sein könnte (?). Da hatte ich auch 5 V gemessen.
Marcel L. schrieb: > ET66220 ET6622Q, und der ist nicht für Ausfälle berüchtigt. > Wenn ich am Ground vom 78M05 anlege und am > Ausgang von den RE1-5 messe, komme ich überall auf nahezu 5V. Da bist du dem Fehler auf der Spur. Die Spannungen müssten gleichmäßig verteilt zwischen 0V und 5V liegen. Eine Seite der Widerstandskette wird fest an 5V liegen, und das andere Ende muss du verfolgen, bis nach GND. Edit: Beim ET6622Q ist die Spannungsteilerkette integriert. Der Kontrast wird über den Pin V_LCD eingestellt. Datenblatt anbei, Seite 13 und Note-1 beachten.
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H. H. schrieb: > Datenblatt anbei Zwischen VDD (5V) und VLCD ist ein (Kontrast)Poti gezeichnet, da auf der Platine kein Trimmpoti ist, suche den Widerstand, eventuell ein NTC.
Michael B. schrieb: > H. H. schrieb: >> Datenblatt anbei > > Zwischen VDD (5V) und VLCD ist ein (Kontrast)Poti gezeichnet, da auf der > Platine kein Trimmpoti ist, suche den Widerstand, eventuell ein NTC. Evtl ist ja die diskrete Widerstandskette der gesuchte Widerstand, umschaltbar per µC. Ansonsten wird sich der Widerstand zwischen ET6622 und dem Piezo verstecken.
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Hallo zusammen, Vielen Dank für eure Hilfe. Vermutlich übersteigt das so langsam meinen Horizont. Also ich habe jetzt VSS gegen VDD (4,975 V) und VSS gegen VLCD gemessen (4,744 V). Habe ich euch bzw Seite 13 richtig verstanden, dass ich ausgehend von IRQ (bei mir Pin10) den Widerstand suchen muss? Und dieser dann ausgetauscht werden muss, sodass sich eine andere Spannung an VLCD ergibt? Oder bin ich komplett auf dem Holzweg? An Pin10 sehe ich ausgehend keine Leiterbahnen. Nur eine an Pin9 (siehe Foto) zu einem Widerstand. Theoretisch hätte ich hier sogar ein Oszilloskop rumstehen, falls das irgendwie weiterhilft. Kann damit aber nicht wirklich gut umgehen.
Marcel L. schrieb: > Pin9 Ist V_LCD. Und R2i (2,2kOhm) ist der gesuchte Widerstand.
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Ja ok, habe ich gefunden. Und den Widerstand müsste ich jetzt quasi kleiner machen (austauschen), um gemäß Seite 13 Note 1 auf ein V_LCD nahe 4 V zu kommen?
Marcel L. schrieb: > Ja ok, habe ich gefunden. Und den Widerstand müsste ich jetzt > quasi > kleiner machen (austauschen), um gemäß Seite 13 Note 1 auf ein V_LCD > nahe 4 V zu kommen? Der Widerstand ist eher überraschend klein. Hattest du oben wirklich V_LCD gemessen? Da war ja noch Pinverwirrung.
Marcel L. schrieb: > Habe ich euch bzw Seite 13 richtig verstanden, dass ich ausgehend von > IRQ (bei mir Pin10) den Widerstand suchen muss Häh ? Schrieb hier irgend jemand was von IRQ ? Bin ich im falschen Film, ich lese nur VLCD. Der 2k2 Widerstand 222 ist entweder zu gross oder zu klein für guten Kontrast am Display. Löte ihn ab und ersetze ihn gegen ein 10k Poti dass du über Kabel irgendwo montierst. Und dann drehst du am Poti bis der Kontrast stimmt.
Hallo zusammen, Garantie ist schon lange abgelaufen. Die Verwirrung kam bei mir dadurch zustande, dass ich ausgehend von Pin10 auf Seite 13 einen Widerstand gesehen habe und euch falsch verstanden habe. Ich habe aber VLCD immer an Pin9 gemessen und dort tatsächlich die 4,744 V gemessen. Ich habe leider kein Poti, aber viele Widerstände hier rumliegen. Ich habe mal gegen ein 10 kOhm Widerstand getauscht und siehe da, ich komme bei VLCD nun auf 4,078 V. VDD nach wie vor bei 4,97 V. Dennoch ist der Kontrast nicht wirklich besser geworden. Leuchtet das Backlight jetzt heller? Keine Ahnung, bin mir unsicher. Sollte ich da noch bisschen mit verschiedenen Widerständen spielen?
Der Fehler ist nicht plötzlich aufgetreten, sondern ganz langsam über Monate stärker geworden, stimmts? Falls ja: LCD verblassen im Laufe der Jahre. Man kann dem durch Erhöhung der Kontrastspannung entgegen wirken, aber das hilft nur ein paar Monate und beschleunigt den Verfall des Displays. Reparieren kann man das nur durch Austausch des Displays
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Marcel L. schrieb: > Leuchtet das Backlight jetzt > heller? Das Backlight ist eine andere Baustelle. > Sollte ich da noch bisschen mit > verschiedenen Widerständen spielen? Ja.
H. H. schrieb: > So alt ist seines noch nicht. Dem Aufdruck der Platine nach ist es 7 Jahre alt. Ich hatte ein Musikinstrument, bei dem der Effekt schneller begann (aber auch Geräte, die viel länger hielten). Leider schreibt kein Hersteller auf den Karton: "Unsere Geräte halten bei guten Umgang erwartungsgemäß 3 Jahre".
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Hans W. schrieb: > Leider schreibt kein Hersteller auf den Karton: "Unsere Geräte halten > bei guten Umgang erwartungsgemäß 3 Jahre". Doch doch, heisst Gewährleistungsfrist und dauert nur 2 Jahre. Aber LCD halten bis der Epicylleber versagt, das können 10 oder 50 Kahre sein . Marcel L. schrieb: > ich komme bei VLCD nun auf 4,078 V. VDD nach wie vor bei 4,97 V. Dennoch > ist der Kontrast nicht wirklich besser geworden. Widerstand mal kurzschliessen damit 4.97 an VLCD kommen. Marcel L. schrieb: > Leuchtet das Backlight jetzt heller? Nichts dran geändert. Meinst du, der nachlassende Kontrast kommt von einem teilweise ausgefallenen Backlight ? Dann sollte man das reparieren.
Michael B. schrieb: > Meinst du, der nachlassende Kontrast kommt von > einem teilweise ausgefallenen Backlight ? Hatte ich als Möglichkeit genannt.
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