Mobile Daten direkt an Raspberry ( SIM7600E )

#8074753
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Hallo, ich schau mir gerade an wie man einen Modem an ein Raspi dran hängt. Derzeit kommuniziere ich im häuslichen WiFi über mein Nottebook mittels SSH mit dem System.Die HW soll raus wo es kein lokales Netzwerk gibt, daher der SIM Karten Ansatz.

Ich versuche gerade zu überblicken welche Problematik aufkommen könnte.

Ich dache an so etwas https://www.berrybase.de/waveshare-sim7600e-h-4g-dongle-gnss-positioning-150mbps-dl-50mbps-ul-5v?gad_source=1&gad_campaignid=22741807637&gclid=Cj0KCQjwguLSBhDLARIsAH-yPrGqIUjqChtd3qybQ3ZJMmgXfm6NNR34Ugp7YYXIMyv4k75SgOy-GpoaAjKjEALw_wcB

  • Modem wird über Raspi mit Strom versorgt,
  • mittels ModeManager die APN vergeben
  • derzeit unklar -> per default ich geh von CGNAT aus, sprich ich müsste hier eine öffentliche Adresse vom Provider anfordern um remote drauf Zugang zu haben. Hat hier jemand Erfahrung mit was auf mich zukomen könnte ? Eventuel Alternativen ?
  • Firewall Port freischalten / SSH enablen

Grob zusammengefasst sollte danach eine Kommunikation/Zugriff sowie Datenversand möglich sein ...

Cheers

#8074761
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Michael S. schrieb:

  • derzeit unklar -> per default ich geh von CGNAT aus, sprich ich müsste hier eine öffentliche Adresse vom Provider anfordern um remote drauf Zugang zu haben. Hat hier jemand Erfahrung mit was auf mich zukomen könnte ?

Probleme, Probleme, Probleme :)

Die Netzbetreiber möchten bei normalen SIMs[1] ziemlich zuverlässig verhindern dass man einen Server auf dem Mobilgerät betreiben kann. CGNAT ist da nur die halbe Miete, da wird auch Deep Packet Inspection betrieben um gewisse Anwendungen zu erkennen und zu filtern. So waren OTT VoIP-Anwendungen lange Zeit der Endgegner, als die Netzbetreiber für Telefonieren noch richtig Geld kassierten und OTT VoIP-Anwendungen unbedingt verhindern wollten. Gaming war auch lange Zeit ein beliebtes Filterziel.

Für kommerzielle Anwendungen verkaufen sie Firmen jedoch gerne teure SIMs[1] mit öffentlichen IP-Adressen. Ansonsten wird dir der Netzbetreiber keine öffentliche IP geben.

Bleibt ein VPN. Ich habe jetzt lange Zeit nicht mehr gehört, dass es damit Probleme gibt[2]. Schon deshalb nicht, weil viele Business-Kunden VPNs verwenden um in ihre Firmennetze zu kommen. Die will man nicht verärgern.

Also bau ein VPN zu einem Rechner im Internet auf der eine öffentliche IP-Adresse hat. Über diese Adresse und dein VPN kannst du deinen Raspi erreichen.


[1] Eigentlich sind es die Benutzerdaten auf die die SIM verweist. Aber bleiben wir mal beim übliche Slang.

[2] Wenn man eine übliche VPN-Technologie verwendet. Selbstgemachtes Tunneling hingegen mag schief gehen (oder nicht).

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(Firma: Q3) #8074767
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Ich würde einen externen GSM/UMTS/LTE/5G-Router nutzen, da ist schon alles, was nötig ist, in der Firmware drin. Der wird dann per LAN oder WLAN mit dem Raspi verbunden. Dazu eine SIM, z.B. heisst die bei 1&1 "Notebook-Fleat" oder "Tablet-Flat".

Was nicht (so einfach) geht, ist ein Server, den man von aussen erreichen kann, wegen der nicht-öffentlichen IP. Aber wenn es nicht auf Echtzeit ankommt, könnte man einen öffentlichen Fileserver oder eine MySQL als "Drehscheibe" nutzen und regelmäßig pollen ...

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#8074773
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Michael S. schrieb:

Hallo, ich schau mir gerade an wie man einen Modem an ein Raspi dran hängt. Derzeit kommuniziere ich im häuslichen WiFi über mein Nottebook mittels SSH mit dem System.Die HW soll raus wo es kein lokales Netzwerk gibt, daher der SIM Karten Ansatz.

Vorschlag: https://mikrotik.com/product/wap_lte_kit_2024

Das Teil klemmst Du per LAN an Deinen Pi. Der macht dann alles. LTE ist drin, WLAN brauchst Du nicht, und der Router kann auch Wireguard VPN. Darüber kann er sich mit einer Wireguard-Gegenstelle verbinden, und über diesen Tunnel kannst Du den dann erreichen.

Der Pi selber braucht so keinerlei extra Software mehr.

fchk

PS: Es gibt auch noch leistungsfähigere Router. Aber ich denke, das sollte erstmal reichen.

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#8074782
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Michael S. schrieb:

  • derzeit unklar -> per default ich geh von CGNAT aus, sprich ich müsste hier eine öffentliche Adresse vom Provider anfordern um remote drauf Zugang zu haben. Hat hier jemand Erfahrung mit was auf mich zukomen könnte ? Eventuel Alternativen ?

Der übliche Weg ist über VPN, wie z.B. Wireguard

Dein Heimnetzwerk bedient einen DynDNS-Anbieter und hat einen VPN-Server laufen.

Der Raspberry Pi hat den VPN-Client dazu und kann sich über die SIM mit deiner öffentlichen DynDNS-Domain verbinden und schon hast du den Pi über mobile Daten im LAN.

Edit: Okay. Ich bin nicht der erste mit dem VPN-Vorschlag.

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#8074987
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Frank K. schrieb:

Weißt Du denn auch sicher, dass Du am Zielort genügend Netzabdeckung hast? Das ist das allererste, was zu prüfen wäre.

fchk

ich hab da einen Antennenmast 500m entfernt...

LTE CAT1 für nen Zehner:

sieht interessant aus, für den Zehner werd mir holen...

Fürs erste tut es sicherlich auch Port-Forwarding mit ssh, das ist weniger Gezappel.

Beispiel als systemd-unit: https://unix.stackexchange.com/questions/342131/reconnect-automatically- > reverse-ssh-connection

das würde einiges vereinfachen, danke

Cheers

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