Forum: HF, Funk und Felder Mobile Daten direkt an Raspberry ( SIM7600E )


von Michael S. (michaelsmith)


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Hallo,
ich schau mir gerade an wie man einen Modem an ein Raspi dran hängt.
Derzeit kommuniziere ich im häuslichen WiFi über mein Nottebook mittels 
SSH mit dem System.Die HW soll raus wo es kein lokales Netzwerk gibt, 
daher der SIM Karten Ansatz.

Ich versuche gerade zu überblicken welche Problematik aufkommen könnte.

Ich dache an so etwas 
https://www.berrybase.de/waveshare-sim7600e-h-4g-dongle-gnss-positioning-150mbps-dl-50mbps-ul-5v?gad_source=1&gad_campaignid=22741807637&gclid=Cj0KCQjwguLSBhDLARIsAH-yPrGqIUjqChtd3qybQ3ZJMmgXfm6NNR34Ugp7YYXIMyv4k75SgOy-GpoaAjKjEALw_wcB

- Modem wird über Raspi mit Strom versorgt,
- mittels ModeManager die APN vergeben
- derzeit unklar -> per default ich geh von CGNAT aus, sprich ich müsste 
hier eine öffentliche Adresse vom Provider anfordern um remote drauf 
Zugang zu haben. Hat hier jemand Erfahrung mit was auf mich zukomen 
könnte ? Eventuel Alternativen ?
- Firewall Port freischalten / SSH enablen

Grob zusammengefasst sollte danach eine Kommunikation/Zugriff sowie 
Datenversand möglich sein ...

Cheers
von Hannes J. (pnuebergang)


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Michael S. schrieb:
> - derzeit unklar -> per default ich geh von CGNAT aus, sprich ich müsste
> hier eine öffentliche Adresse vom Provider anfordern um remote drauf
> Zugang zu haben. Hat hier jemand Erfahrung mit was auf mich zukomen
> könnte ?

Probleme, Probleme, Probleme :)

Die Netzbetreiber möchten bei normalen SIMs[1] ziemlich zuverlässig 
verhindern dass man einen Server auf dem Mobilgerät betreiben kann. 
CGNAT ist da nur die halbe Miete, da wird auch Deep Packet Inspection 
betrieben um gewisse Anwendungen zu erkennen und zu filtern. So waren 
OTT VoIP-Anwendungen lange Zeit der Endgegner, als die Netzbetreiber für 
Telefonieren noch richtig Geld kassierten und OTT VoIP-Anwendungen 
unbedingt verhindern wollten. Gaming war auch lange Zeit ein beliebtes 
Filterziel.

Für kommerzielle Anwendungen verkaufen sie Firmen jedoch gerne teure 
SIMs[1] mit öffentlichen IP-Adressen. Ansonsten wird dir der 
Netzbetreiber keine öffentliche IP geben.

Bleibt ein VPN. Ich habe jetzt lange Zeit nicht mehr gehört, dass es 
damit Probleme gibt[2]. Schon deshalb nicht, weil viele Business-Kunden 
VPNs verwenden um in ihre Firmennetze zu kommen. Die will man nicht 
verärgern.

Also bau ein VPN zu einem Rechner im Internet auf der eine öffentliche 
IP-Adresse hat. Über diese Adresse und dein VPN kannst du deinen Raspi 
erreichen.

_
[1] Eigentlich sind es die Benutzerdaten auf die die SIM verweist. Aber 
bleiben wir mal beim übliche Slang.

[2] Wenn man eine übliche VPN-Technologie verwendet. Selbstgemachtes 
Tunneling hingegen mag schief gehen (oder nicht).
: Bearbeitet durch User
von Stephan S. (uxdx)


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Früher(TM) konnte man bei Congstar eine öffentliche IP bekommen, wenn 
man den APN der Telekom eingab. Vielleicht ist das immer noch so?
von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Ich würde einen externen GSM/UMTS/LTE/5G-Router nutzen, da ist schon 
alles, was nötig ist, in der Firmware drin. Der wird dann per LAN oder 
WLAN mit dem Raspi verbunden.
Dazu eine SIM, z.B. heisst die bei 1&1 "Notebook-Fleat" oder 
"Tablet-Flat".

Was nicht (so einfach) geht, ist ein Server, den man von aussen 
erreichen kann, wegen der nicht-öffentlichen IP. Aber wenn es nicht auf 
Echtzeit ankommt, könnte man einen öffentlichen Fileserver oder eine 
MySQL als "Drehscheibe" nutzen und regelmäßig pollen ...
: Bearbeitet durch User
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