Solarleuchte reparieren, Spule wird heiß

#8075330
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Hallo,

ich würde gerne diese einfache Solarleuchte reparieren, das Format "kleiner Stein" passt nämlich wunderbar bei uns im Steingarten rein und ich würde sie gerne behalten.

Statt der Batterie nehme ich ein Netzteil und messe einen Stromfluss von rund 300 mA, der die Spule sofort erhitzt.

Solarzelle ausgelötet, liefert 1,5 V. Kondensator ausgelötet, Messgerät sagt 22 µF. Spule ausgelötet, Messgerät sagt 0,1 mH. Bleibt eigentlich nur der 5-beinige schwarze Käfer (Aufschrift SWLP). Ist das Bauteil bekannt und lässt es sich tauschen?

#8075373
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Tobias H. schrieb:

Statt der Batterie nehme ich ein Netzteil und messe einen Stromfluss von rund 300 mA, der die Spule sofort erhitzt.

Das könnte daran liegen, dass dein Solarstein einfach nicht für Netzbetrieb gebaut ist.

Thomas B. schrieb:

Netzteil mit 1,2V? Wo gibt es sowas zu kaufen?

LM317

Wie wäre es, die LED über Vorwiderstand direkt an ein handelsubliches 5V Netzteil anzuschliessen und Solarzelle und Akku aussen vor zu lassen ?

#8075408
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Tobias H. schrieb:

Statt der Batterie nehme ich ein Netzteil und messe einen Stromfluss von rund 300 mA, der die Spule sofort erhitzt.

Zur Klärung: Willst Du es sowieso künftig mit Netzteil betreiben oder war das nur zum Testen?

Weil, wenn für Dich bloß das formschöne Gehäuse das Wertvolle ist, macht laberkopps Vorschlag (LED + Vorwiderstand) mehr Sinn als erst den Chip zu ersetzen, 1.2 V geglättete Versorgungsspannung zu besorgen, nur um dann wieder per Chip/Induktor die LED zu betreiben...

Die 1.5 V Leerlaufspannung klingen danach, dass das Solarmodul einen Knacks hat. Kenne bei solchen Lampen nur >= 2 V, weil daraus direkt die NiMH-Zelle geladen wird.

#8075458
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So ein Solarmodul-treiber hat meist eine feste Oszillatorfrequenz mit der der Strom durch die induktivität geschaltet wird, ja nach Größe der induktivität wird die Stromstärke eingestellt. Vielleicht gibt das Netzteil besser und schneller Strom aus als es die Batterie kann. Deshalb mehr Strom als erwartet. in deinem Fall würde ich die induktivität ändern um den Strom zu verringern. oder ?

(Firma: Hobbytheoretiker) #8075582
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Tobias H. schrieb:

5-beinige schwarze Käfer

Wenn Du den falsch fütterst, greift zwar nicht das Tierschutzgesetz, aber der Artenschutz. Das kann auch teuer werden. ;)

Tobias H. schrieb:

Stromfluss von rund 300 mA

Das ist zu hoch für die Schaltung. Da wäre außerdem der Akku viel zu schnell leer, wenn da soviel gesaugt würde von der Schaltung.

#8075736
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Thomas B. schrieb:

Zehnerpack von Conrad

Conrad hat auch schöne Bauanleitung für DIY Solarlampe mit dem QX5252F https://www.conrad.de/de/ratgeber/hobby-haushalt/diy/led-solarleuchte-selber-bauen.html

Das Bauteil XY8018 ist ähnlich, aber andere Daten und Pinbelegung.

Folgender Shop hat kleine Platinen dafür, auch die ICs Günstig, wohl weil er zum Jahresende (2026) dicht macht. https://wolfi-e-shop.de/elektronik-bauteile/platienen-pcbs/ https://wolfi-e-shop.de/elektronik-bauteile/solar-led-treiber/

#8075750
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Meistens werden die kleinen Schalter defekt. Die kann man schlecht gegen Feuchtigkeit schützen. Oder man überbrückt sie halt.

Selbst diese Gurkenglasleuchten (Bausatz) sind nicht dicht. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/solar-bausatz_fuer_gurkenglas-175931#closemodal

Irgendwie zieht da immer die Feuchtigkeit rein. Aber ein interessantes Projekt um jemand für Elektronik zu begeistern.

#8075765
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Thomas B. schrieb:

Selbst diese Gurkenglasleuchten (Bausatz) sind nicht dicht. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/solar-bausatz_fuer_gurkenglas-175931#closemodal

Irgendwie zieht da immer die Feuchtigkeit rein.

Bei den dämlichen Bauanleitungen völlig klar, da bei fast allen der Deckel gleich mehrfach durchlöchert werden soll/muss. Unter Inkaufnahme von etwas Effizienz und etwas mehr Aufwand kommt die Solarpaneel mit ins Glas, wobei dann der Deckel im Gebrauch den Boden bildet.

#8075767
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Armin X. schrieb:

Abhilfe schafft ein oder zwei 1 - 1,5mm Löcher in den Boden. Dann läuft die Suppe wieder raus.

Genau, mit

"Was extra für den Aufbau benötigt wird: Gurkenglas oder ähnliches mit Deckeldurchmesser 85 mm Heißklebepistole Metallbohrer 5 mm Handsenker Lötkolben Lötzinn"

bohrt man Löcher ins Glas.

Was hast du geraucht ? Die sind nicht für draussen, die kommen auf die Fensterbank.

Schlimm genug, dass bei 10€ nicht das Glas mit dabei ist. Wucherpreise fur Müll.

#8075836
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Thomas B. schrieb:

Irgendwie zieht da immer die Feuchtigkeit rein.

Dann würde andersrum auch aus fabrikfrischen Gurkengläsern ständig Suppe rauslaufen ...

Ein Trick beim Lebensmittel einlegen ist jedoch, daß die Einlegeflüssigkeit mehr oder weniger etwas erwärmt in das Glas eingefüllt wird. Dadurch bildet sich beim abkühlen ein leichter Unterdruck im Glasinneren. Der den Deckel richtig stramm aufs Glas zieht.

Das kriegt man auch zuhause ohne weiteres hin. Solcherlei behandelte Konserven gehen beim ersten mal wieder öffnen genauso schlecht auf wie gekaufte. Und machen dabei meinem Gehör nach exakt den gleichen 'Plopp'.

Man könnte hier evtl probieren, ob man das Gurkenglas mitsamt Luftfüllung ohne Nervenkrise im Wasserbad auf 40-45°C erwärmt bekäme. Dann Elektronik rein und Deckel "normalfest" draufgeschraubt. Und erst dann wieder abkühlen lassen.

Oder würde das zB der Akku mit einem Platzen quittieren?

Michael B. schrieb:

Schlimm genug, dass bei 10€ nicht das Glas mit dabei ist.

So ein Glas, leer, ist allerdings auch gar nicht mal so billig. "Verpackung" ist überhaupt im Grunde ein sauteures Wegwerf-Zeug. Ich würde mit an die 60ct per Stück für das Glas rechnen, plus noch weitere 15-20-25ct per Stück für den Deckel.

Dann wäre der Bausatz entgültig unbezahlbar 😄

#8075855
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Marcus Ludwig F. schrieb:

Thomas B. schrieb:

Irgendwie zieht da immer die Feuchtigkeit rein.

Dann würde andersrum auch aus fabrikfrischen Gurkengläsern ständig Suppe rauslaufen ...

Ein Trick beim Lebensmittel einlegen ist jedoch, daß die Einlegeflüssigkeit mehr oder weniger etwas erwärmt in das Glas eingefüllt wird. Dadurch bildet sich beim abkühlen ein leichter Unterdruck im Glasinneren. Der den Deckel richtig stramm aufs Glas zieht.

Das kriegt man auch zuhause ohne weiteres hin. Solcherlei behandelte Konserven gehen beim ersten mal wieder öffnen genauso schlecht auf wie gekaufte. Und machen dabei meinem Gehör nach exakt den gleichen 'Plopp'.

Man könnte hier evtl probieren, ob man das Gurkenglas mitsamt Luftfüllung ohne Nervenkrise im Wasserbad auf 40-45°C erwärmt bekäme. Dann Elektronik rein und Deckel "normalfest" draufgeschraubt. Und erst dann wieder abkühlen lassen.

Oder würde das zB der Akku mit einem Platzen quittieren?

Die Bauanleitungen erfordern diverse Löcher in den Deckel zu bohren! Da kannst das also vergessen.

Wenn man ansonsten meinen obigen Vorschlag mit dem geschlossenen System umsetzen wollte, könnte man das noch optimieren, indem man das gesamte Gebilde mit losem Deckel im Backofen bei 80°C vorwärmt und dann (mit Handschuhen) den Deckel fest dreht. Pessimisten schmeissen vorher auch noch einen Silicatbeutel mit rein.

Wasserbad wäre eine schlechte Umgebung und Zellen, die eine gewisse Hitze nicht einmal kurzfristig aushalten, haben in Solarleuchten nichts zu suchen.

Michael B. schrieb:

Schlimm genug, dass bei 10€ nicht das Glas mit dabei ist.

So ein Glas, leer, ist allerdings auch gar nicht mal so billig. "Verpackung" ist überhaupt im Grunde ein sauteures Wegwerf-Zeug. Ich würde mit an die 60ct per Stück für das Glas rechnen, plus noch weitere 15-20-25ct per Stück für den Deckel.

Dann wäre der Bausatz entgültig unbezahlbar 😄

In den 90ern betrieb ich werbetechnisch einen Verkaufspavillion auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt mit tollen technischen Produkten, Highlight war aber unsere uralte händische Eindosmaschine im Aussenbereich. Einfach der Hammer, was wir da für die einzelnen Dosen und Deckel abdrücken mussten, selbst bei Abholung mit eigenem LKW im >100 km Umkreis.

Aber innerhalb der Industrieabläufe kommen da ganz andere Preise raus. Wozu so ein Solarbausatz in DE nun einmal absolut nicht gehört.

#8075874
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Michael B. schrieb:

Ralf X. schrieb:

Einfach der Hammer, was wir da für die einzelnen Dosen und Deckel abdrücken mussten

2400 Stück für 120€ geht eigentlich

https://www.ebay.de/itm/115047082688

Bereits fremdbedruckte Minidosen ohne Deckel von einem Restpostenverhökerer konnten wir damals nicht gebrauchen. Insb. bei unbekannten Standort und/oder Transportkosten.

Schuster, bleib bei Deinen Leisten..

#8075901
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Michael B. schrieb:

bohrt man Löcher ins Glas.

Was hast du geraucht ?

Erfahrung! Meine Frau hat etliche Glasgefäße in die sie meinte irgendwelches Batterie- oder Akkubetriebenes Geleucht zu stellen und an für sie strategisch schönen Stellen im Garten zu platzieren. Keines war dauerhaft dicht! Alle haben mit der Zeit Wasser angesammelt. Manche, trotz dauerhaft flexibler Dichtung, zentimeterhoch. Weswegen diese alle ein oder zwei Löchlein bekommen haben. Seitdem ist immer Ruhe. Wenn man vorsichtig mit einem HM-Bohrer und Wasser mit wenig Druck an der Bohrstelle zuwerke geht klappt das auch zuverlässig ohne ausbrüche.

Und wenn jemand schreibt:

Thomas B. schrieb:

Irgendwie zieht da immer die Feuchtigkeit rein.

Dann gebe ich meine Erfahrung mit den Gläsern bei uns im Garten weiter. Auf dem heimischen Fensterbank wird das Gles vermutlich auch ohne anzubohren Wasserfrei bleiben. Die Industrie hat übrigens für Outdorschaltschränke Stopfen mit Goretex-Membran erfunden damit diese keine Feuchtigkeit ansammeln wenn sie "atmen". Am Glas ist so was anzubringen mit Hausmitteln schlecht möglich.

: Bearbeitet durch User

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