Multimeter will keine Kapazitäten messen

OP #8076212
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Voltcraft VC290 (jaja, nicht gleich steinigen weil der Pursche Voltcraft gesagt hat!). Tut eigentlich seit Jahren was ich erwarte.
Aber ich kriege mit dem Ding nicht einen Kondensator vermessen.

Lt Handbuch 40nF bis 100uF.

Simple Elkos. Diverse probiert von 0.1uF bis 100uF, egal was ich mache, Ding zeigt lange 0.0000nF und dann OL und "uF" als Einheit. Und auch wenn ich da noch weiter warte bleibt es bei OL (neulich zufällig in einem Video gesehen, da sprang ein (anderes) MM erst auf OL und zeigte nach eine paar Sekunden dann doch noch einen Wert (Auto-Bereichs-Wechsel vermute ich)). Auch frisch aufgeladen macht es nichts anderes.. Und der 22F Pufferkondensator in dem Ding (s.u.) sollte auch ein paar 100 uF's voll machen können...

Wenn ich mit meinem MM also einen Elko "teste" und bis OL warte und danach die Spannung des Elko messe sind da (je nach Testobjekt) ein paar Dutzend bis paar Hundert mV "drin". Also pumpt das Ding da Elektronen rein...aber "zählt" sie nicht!? Bin ich zu blöd oder hat das Ding 'nen Hau? Reparabel? Vermutlich nicht....

OT: Auf geht es einfach, hatte mal den 22(!)F 2,5V Pufferkondensator ersetzt, der hatte keine Kapa mehr. Das war für mich der Grund beim Kauf: hat keinen immer leeren 9V Block sondern kann an 230V direkt geladen werden, und dank Solarmodul auch wirklich einfach in der Sonne.

(Firma: Starfleet) #8076272
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Mglw. versehentlich die integrierten Funktionstaste im Drehschalter betätigt (Hold-Funktion) ?

Probleme mit der automatischen Messbereichsumschaltung ? Beschädigung durch Verwendung geladener Kondensatoren ?

https://asset.conrad.com/media10/add/160267/c1/-/gl/000124503ML04/manual-124503-voltcraft-vc290-handheld-multimeter-digital-cat-iii-600-v-display-counts-4000.pdf

OP #8076286
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Danke für die Antworten.

  • Hold Taste wird nach aus-ein zurückgesetz. Und aus und wieder ein habe ich es natürlich x-fach.

  • schwache Batterie: hat ja keine, und ich habe es wie gesagt auch mit voll geladenem Pufferkondensator probiert.

  • Messbereichsumschaltung kann ich nicht beeinflussen, ist ja Auto. Bei anderen Funktionen (Spannungen, Widerstände...) unauffällig.

  • geladener Kondensator gemessen - vermutlich dann das :-( Nicht wissentlich, aber vermutlich die naheliegende Erklärung. Reparierbar? Innen sitzen nur wenige Bauteile, aber vermutlich sitzt der Schaden im Chip? Dann natürlich aussichtslos.

  • Dieter: :-D wäre ich eine würde ich euch nicht fragen müssen, du hast es erkannt. q.e.d. :-)

Edit: oder statt Reparatur zusätzlich sowas wie ein Uni-T UT 603 für ein paar 10er von Kleinanzeigen. Strom und Spannung usa kann mein VC ja noch. Für Bauteilchen dann sowas daneben...?

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#8076306
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Und ? Früher ging's mal. Bis du ein mal einen aufgeladenen Kondensator gemessen hast. Und nun ist die Schaltung kaputt.

"Für das Voltcraft VC290 Multimeter sind offiziell keine separaten Schaltpläne oder Service-Handbücher für Endnutzer verfügbar. Dies liegt daran, dass Multimeter dieser Kategorie als Wegwerf- oder Komplettaustauschgeräte konzipiert sind und Hersteller aus Sicherheits- und Haftungsgründen keine Reparaturunterlagen herausgeben."

(Firma: Starfleet) #8076309
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Nicht wissentlich, aber vermutlich die naheliegende Erklärung. Reparierbar? Innen sitzen nur wenige Bauteile, aber vermutlich sitzt der Schaden im Chip? Dann natürlich aussichtslos.

Edit: oder statt Reparatur zusätzlich sowas wie ein Uni-T UT 603 für ein paar 10er von Kleinanzeigen. Strom und Spannung usa kann mein VC ja noch.

Also da das Gerät in den eigentlichen Funktionen (U,I) noch tut, kann der vermutete Schaden nicht groß sein. IMHO basiert die C-Messungen bei solchen Gerätschaften auch nur auf der U-I Messung der Ladekurve. Könnte natürlich auch was mit der Zeitbasis zu tun haben, mal schauen ob die Frequenzmessung noch tut.

Da ich persönlich sehr selten C messe, würde ich da nicht ein Extra Messgerät dafür kaufen, das mit dem Multimeter mit C-Bereich war schon ne gute Idee.

Für wenige Euro gibt es den "(AVR)-Transistortester", der auch C messen kann (richtige Firmware vorrausgesetzt). Das ist IMHO auch ein super Bastelprojekt.

Auch mit Oszilloskop oder Nano-VNA kann man Kapazitäten bestimmen, wenn auch nicht so bequem.

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OP #8076316
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Frequenzmessung, mhm, wo hab ich denn eine messbare Frequenz? Nie genutzt. Die 50Hz der 230V-Dose? Kann es das, oder grillen die 230V dann die nächste Funktion? Aus dem Handbuch werde ich da nicht schlau, kein Warnhinweis. Auf Seite 26 Tabelle zu Frequenzbereichen, darin steht "Überlastschutz 600V" ("Last" in Volt? Hmmm...Wäre Last nicht Leistung also Watt? Naja...) - also sagt mir das, bis 600V kann ich auch Hz messen?

@Michael: ich weiß nicht mal ob's je ging, erinnere mich nicht ob/wann ich jemals früher einen C prüfen wollte. Aber vermutlich ging es natürlich, und ich habe einen nicht-leeren C geprüft. Oder anders Spannung drauf gegeben als es auf -|(- stand. Dumm, klar. - Und ja diese "Wegwerferitis" ist schlimm...

(Firma: Starfleet) #8076717
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Frequenzmessung, mhm, wo hab ich denn eine messbare Frequenz?

Also, ich hab damals mit dem PC die parallele Schnittstelle toggeln lassen und mirfür den AVR schnell was geschrieben.

Notfalls kann man auch Daten über einen x-beliebigen UART schicken und schauen wie sich die Frequenz-anzeige ändert. So überprüft man zwar nicht die Genauigkeit aber immerhin ob es überhaupt eine Signalverbindung gibt. Ne ASCII-Tabelle hilft um zwischen Zeichen mit viel (bspw. 'U') und wenig toogle ('?') (Bit-wechsel) zu unterscheiden.

Toggelnde TTL-Signale sollte es auch an einer LCD-Anzeige (Taschenrechner geben), ein scope hat oft einen Kalibrier-/Testausgang; Sieben-segment-anzeigen/Signal-LED's werden multiplext angesteuert; das Tacho-Signal eines Lüfters; auf den Raspi-Pico mit micro-python schnell ein script geschrieben, an einem Kopfhörerausgang kann man ein passendes Signalsample abspielen (Kammerton A ist beliebt, 440 Hz), das V-Sync-signal am VGA hat je nach Framerate 50 ... 72 Hz oder so, das Hsync-signal ist im zweistelligen kHZ Bereich, ...

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OP #8077015
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Danke für die vielen Anregungen. Der einfachste Weg war der alte Lego Trafo aus der 12V Zeit...unter einer grauen Gummikappe versteckt haben die Dinger einen 13V AC Ausgang. Nie gebraucht, nie gewusst wofür... Aha! Zum MM-Testen...die Dänen wussten Weihnachten 1983 schon was ich heute vorhabe. Krass. Magisch. Lego halt. Ok, ich schweife in Nostalgie. 49.99Hz sagt das MM. An der Zeit liegts also nicht.

(Firma: Starfleet) #8077202
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49.99Hz sagt das MM. An der Zeit liegts also nicht.

Dann könnte es auch die Konstantstromquelle sein, falls eine solche an der Kapazitätsmessung beteiligt ist. Eine Konstantstromquelle ist aber auch bei der Widerstandsmessung beteiligt, also mal den Widerstandsbereich überprüfen.

Und natürlich gibt es auch die "Fehler" ausserhalb des Multimeters, die man aus der Ferne kaum analysieren kann oder mag. Da kann der Kondensator an sich 'kaputt' sein, irgendwas läuft bei dem Messversuch grundsätzlich falsch (bspw. keine elektrische Verbindung da Isolation nicht entfernt"), etc. pp. . Dergleichen "Messfehler" kan man angehen, in dem man mal einen der öfters mit dem Multimeter misst bittet, das mal zu überprüfen und vorzuführen.

PS: " ... Der einfachste Weg war der alte Lego Trafo aus der 12V Zeit...unter einer grauen Gummikappe versteckt haben die Dinger einen 13V AC Ausgang. ... "

Ja, die guten alten Wickel-Transformatoren zur Erzeugung von (ungeregelter) Schutzkleinspannung; gern auch Eisenbahntrafos (für die Modellbahn), die sind vor ein paar Jahrzehnten "ausgestorben" so das man erst spät auf den Gedanken kommt, einen solchen zu verwenden. Hoffentlich kennt man noch die Symbole die einen solchen Wechselspannungsausgang kennzeichen, bspw.: '~' . Und wer kennt noch den "Klingeltrafo" ...

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OP #8077227
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Sooo schlecht bin ich auch wieder nicht mit dem "Kram" hier :) Natürlich geprüft ob meine Messleitungen (verschiedene genommen, alle gleich...) Kontakt am nagelneuen Elko haben, mehrer alte und neue Elkos probiert. Und wie gesagt: nach dem Messversuch kann ich gute 100-250mV Spannung am Elko messen der vorher leer war. Irgendwo strömt es also hinein.

Widerstände misst es. Bei einigen alten 200ern immer so 50 Ohm zu wenig, bei einem neuen (habe gerade nur den einen) aber 101 bei Sollwert 100. Bei diversen alten Anderen aber totalen Mist, entweder sind die "hochohmiger" geworden, oder die haben einen anderen 3-Ring-Code als der Rest und ich kenne ihn nicht. Will sagen: 100% sicher, dass es R korrekt misst bin ich gerade nicht, habe aber wie gesagt keine neuen "known-good" liegen, sodass ich nur mit der "Schlachtware" testen konnte.

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