Das Homing funktioniert soweit nicht, beim Potentialverteiler messe ich bei einigen Ausgängen nahezu 0V.
Ein Blockschaltbild habe ich leider nicht vorliegend.
Hat hier jemand so eine Maschine und kann mir eventuell die fehlerhaften Spannungen bestätigen?
ok soweit ich bei einer anderen älteren Maschine gesehen habe sollte der Homing Vorgang die Spannung für die Servos anheben. Es ist etwas schwierig die Verkabelung nachzuvollziehen da leider nichts beschriftet ist.
Prüf alle Relais und Schütze, die das Ding in der Stromversorgung und in der Sicherheitsschleife hat. Die Siplace F4 hat große Probleme damit, daß die Dinger nicht mehr durchschalten wenn sie alt werden. Da sind in der Sicherheitsschleife teils mehrere Relais in einem Gehäuse verbaut, kannst Dich seelisch und moralisch schon mal drauf einstellen, die alle zu tauschen.
Btw. Wo hast Du eigentlich den Schraubenkompressor zum Spielen her, den Du zum Spielen mit der F4 brauchst?
Soweit komme ich dank dem fehlenden Homing sowieso nicht.
Sollte 3TK2804 nach dem Einschalten leuchten? Ich konnte bis jetzt noch nicht so viel testen da die Festplatten nach der Reihe sterben (zum Glück habe ich ein Backup gemacht bevor ich die Maschinen überhaupt in Betrieb genommen habe).
Heute Vormittag gab es wieder Probleme mit der Festplatte, das nächste Backup kann ich erst morgen wieder einspielen da es an einem anderen Standort gemacht wurde.
Aktuell habe ich noch nen Ölkompressor dran.
Es geht mir erst mal um die Funktionalität, für den Betrieb muss ich dann noch schauen.
Habt ihr eventuell Lust eine Siplace 80 Whatsapp Gruppe zu gründen? Ich habe eventuell vor einen neuen Controller für die alte Maschine zu entwickeln (ich habe bereits andere Industriemaschinen aktualisiert).
Dafür möchte ich aber erst mal die originale Maschine zum Laufen bekommen.
Jetzt habe ich ein Dokument gefunden Service Manual HS-50 dort ist wengistens das Verhalten dokumentiert; werde heute später wieder vor der Maschine sein und das dann genauer prüfen.
Der Strom zu den Servos wird nicht eingeschalten sofern einige Anforderungen nicht erfüllt sind, scheinbar sind die in der Software nicht abgebildet sodass man keine Fehlermeldung bekommt.
Ich schätze aktuell dass die Maschine durchaus funktioniert nur 1-2 Bedingungen sind wohl nicht erfüllt.
Nur schade dass mir altersbedingt ganze Zeit die Festplatten wegsterben das hat meine Zeit bis jetzt am meisten beansprucht.
So viel Ahnung habe ich von dem Ding nicht, ich hab mal ein paar Monate mit sowas gearbeitet und in der kurzen Zeit so viele Macken und aus meiner Sicht schlecht gelöste Problemstellungen kennengelernt, daß ich eine solche Maschine nicht haben will wenn sie in die Jahre kommt.
Wenn sie mal läuft, bringt sie durchaus brauchbare Ergebnisse, die dann aber leider immer wieder von Problemen getrübt sind. Eigentlich kann man sich gleich einen zweiten Monitor oben draufstellen, für die Kamerabilder des ICOS, dann hält der Umschalter länger. Die Kontakt- und Sensorprobleme von den Dingern sind unter aller Sau, nicht nur in der Sicherheitsschleife (weswegen vermutlich bei Dir die Stromversorgung nicht funktioniert), sondern auch in den Bestückungsköpfen bzw. deren Zusammenspiel mit den Steuerkarten-Einschüben. Du wirst noch so viele Indexfehler und nicht erkannte Endlagen haben, daß Du bald keinen Bock mehr auf das Ding hast. Und bitte bloß nicht den Fehler machen und irgendwas an den Linealen oder der Indexierung des Bestückungskopfes bauen, das kriegst Du ohne viel Wissen und Spezialwerkzeug nie wieder kalibriert. Ein kleiner Fingerabdruck auf dem Lineal reicht aus, damit das Ding nach dem Servicetechniker schreit. Mit den Feedern ists praktisch das Gleiche, die Dinger zu kalibrieren macht auch keinen Spaß. Selbst ein versierter Bastler kriegt es nur sehr schwer hin, so eine Maschine ohne das nötige Wissen, die Wartungsunterlagen und das evtl. noch nötige Spezialwerkzeug zu reparieren.
Es gibt in Deutschland noch eine oder zwei Firmen, die Wartungen solcher Maschinen anbieten, bzw. wo man gewartete Teile bekommen kann. Allerdings wollen die für so einen alten Bestückungskopf mindestens 'ne Niere und das Erstgeborene, ein paar Tausend Euro sind da gar nichts. Meiner Meinung nach eine Unverschämtheit, aber scheint in der Branche so üblich zu sein (und falls nicht nur in dieser Branche, ist es wahrscheinlich ein Grund, warum es mit dem deutschen Kleingewerbe so schnell bergab geht). Diese Firmen bieten auch gebrauchte Siplace-Maschinen an, meiner Meinung sollte man davon die Finger lassen, das sind alles keine guten Maschinen (vermutlich werden die guten exportiert?) mehr.
Mit den Wartungsunterlagen halten sich die Service-Firmen ziemlich bedeckt, zumal die alleine wahrscheinlich nicht reichen. Die Wartung dieser Maschinen ist nicht besonders selbsterklärend, die Fehlermeldungen zu deuten ist ein Ratespiel wenn man kein wirklich erfahrener Servicetechniker ist, der evtl. mal einen Lehrgang für die Wartung dieser Maschinen bekommen hat. Das Ding ist auch leider alles andere als wartungsfreundlich aufgebaut, das lernst Du noch kennen wenn die Luftschläuche brüchig werden.
Und was den Kompressor angeht, Du wirst Dich noch wundern, was das Ding für einen Druckluftbedarf hat. Einige bauen die Venturi-Düsen zur Unterdruckerzeugung aus und ersetzen sie mit einer Vakuumpumpe.
Außerdem braucht man viel Platz um die Maschine herum, allein um die beiden Feeder-Wägen bewegen zu können.
Niemand stellt sich so eine Maschine privat zuhause hin oder was immer Du mit dem Ding vor hast. Dafür ist das Ding viel zu klobig, verbraucht zu viel (vor allem Druckluft) und eindeutig zu wartungsintensiv. Es gibt einfach zu viel, was an dem Ding kaputtgehen kann und was dann für einen Heimbastler praktisch nicht reparabel ist.
Habt ihr eventuell Lust eine Siplace 80 Whatsapp Gruppe zu gründen?
Vergisses.
Ich habe eventuell vor einen neuen Controller für die alte
Maschine zu entwickeln
Darüber denken viele nach, Umbau auf OpenPNP... aber dafür würde ich lieber eine Maschine nehmen, die weit weniger komplex aufgebaut ist als diese Siplace-Dinger.
Dafür möchte ich aber erst mal die originale Maschine
zum Laufen bekommen.
Willst Du nicht lieber doch einer Kuh das Tauchen beibringen?
Ich habe bereits eine Bestückungsmaschine reverse engineered und meine eigene Software geschrieben, auch habe ich bereits meine eigene gebaut- und verwende damit bereits Siplace S Feeder - und das sogar sehr gut und zuverlässig.
Die Siplace war einfach zu günstig und ich musste das Angebot einfach wahrnehmen ;-)
Des weiteren habe ich auch eine alte Mitsubishi CNC reverse engineered und den Controller neu implementiert, diese Maschine fährt zwar nicht 3g aber immerhin 1 1/2g und wiegt 7 Tonnen. Diesen Controller könnte ich mit einigen Anpassungen leicht für die Siplace nutzen.
Diese Maschine verliert z.B mit dem original Controller alle 2 Wochen die Einstellungen - bzw. entleert die Pufferbatterie innerhalb kürzester Zeit. Mit dem Upgrade ist das kein Thema mehr.
So nun zur Siemens, die Steuerung scheint mir nicht kompliziert zu sein, aber das mit der Spannung gefällt mir aktuell noch nicht, dort ist irgendwo der Hund begraben ich habe bis jetzt noch nirgendwo 70V vom Netzteil gemessen, vieles scheint dort nicht durchgeschalten zu sein und ich zeichne mir gerade in Kicad ein neues Blockschaltbild (dafür eignet es sich ganz gut da man auch Bilder abspeichern kann)
Die Maschine steht in einem aufgelassenen Bauernhof, Platz ist also kein Problem.
Kommt Zeit kommt Rat ...also wenn hier jemand eine Siplace 80 F4 oder F5 hat kann er ja eventuell mitmachen - ein bißchen Unterstützung bei der Stromversorgung könnte das natürlich alles deutlich beschleunigen.
Hab nochmal im HS-50 Service Manual nachgesehen, scheinbar passt das auch für meine F4.
Heute ist mir wieder ein Pneumatik Schlauch geplatzt, das Homing kann ich also erst mal bis Mittwoch abschreiben / bis ich so einen Ersatzschlauch habe.
K1 schaltet mir Aufgrund irgendwelcher Sicherheitszustände den Strom nicht durch zu den Servo-Trafos. Es kann durchaus mein Fehler sein da ich derzeit Aufgrund von Platzmangel keine Feederbänke ranschieben kann.
Die Maschinen werden erst nach dem Testen besser aufgestellt.
Die Siplace 80 F4 gefällt mir eigentlich, ich hoffe dass ich die 486er Steuerung bald aufbohren kann und durch was besseres ersetzen kann.. z.B die Arbeit welche ich für die Mitsubishi CNC gemacht habe.
Was ich gerade in der Dokumentation gefunden habe:
Protective contactor combinations K1 and K2 monitor the following circuits:
K1:EMERGENCY-STOP circuit, safety circuits for the component trolleys or waffle-pack changer,
protective cover switches and the enable software signal K2:EMERGENCY-STOP circuit, K1 protective contactor combination, software enable signal and key switch
Ich schaue mir die nächsten Tage über mal an woher die Signale kommen, da bekomme ich auch eine schöne Übersicht über die Verkabelung im Gehäuse.
*K1:EMERGENCY-STOP circuit, safety circuits for the component trolleys
Kann durchaus sein, daß die Maschine ohne die Feeder-Wägen nicht einschaltet, das oben klingt fast so.
Heute ist mir wieder ein Pneumatik Schlauch geplatzt, [..]
Wie gesagt, nun weißt Du wieso das Angebot so verlockend günstig war.
Wechsle das komplette Schlauchpaket wenn Du da sowieso schon einmal dran bist. Solche Sachen müssen funktionieren, sonst hast Du niemals Spaß mit der Maschine.
Ja ich habe den Stecker gestern schon aufgemacht und den gleichen Pin in den anderen Anschlüssen kurzgeschlossen, aber ich weiß nicht ob die anderen Stecker das gleiche Layout haben. Die 220V wurden aber noch nicht durchgeschalten.
Werde mir heute mal die Kabel des Multimeters verlängern und durchmessen.
Es geht mir da auch darum die Verkabelung der Sicherheitseinrichtung zu verstehen.
Werde dann auch schauen dass ich ein Backup der 486er Steuerung machen kann und diese dann mal in nen Emulator pflanzen. Ich will die Steuerung durch nen ARM und FPGA ersetzen.
So die Maschine homed - es gab nochmal S-axis jammed am Anfang aber das hat dann auch funktioniert. Hab das Siemens-Glücksrad einmal manuell gedreht und der Fehler ging dann weg.
Jetzt müssen nur noch die geplatzten Pneumatik-Schläuche ausgewechselt werden.
Die Feeder-Bänke müssen tatsächlich angeschlossen sein, der Check ist simpel einfach 2 Pins kurzschließen.
Und jetzt geht's langsam ab den Controller aufzubohren...
Die haben damals wohl Unix ein Stück unter DOS nachprogrammiert.
Der alte Linienrechner läuft sogar mit SCO Unix, der wurde dann wohl durch Windows Software ersetzt.
Also entweder ist Deine Auswertung der Festplatte unzuverlässig oder das ist nicht die erste Festplatte. Ich glaube keine dieser Maschinen hat nur 900 Tage auf der Uhr, damit wäre die ja fast noch jungfräulich.
Hast Du eigentlich den Linienrechner bzw. dessen Software dazu, wo sich die Maschinen ihre Aufträge her holen?
Die S-Achse war doch der Stern bzw. Revolver auf dem Bestückungskopf. Der blockiert gerne mal, wenn die Pinolen für die Pipetten nicht korrekt sitzen. Diese Dinger haben Dichtungen, die nicht zu alt sein dürfen, sonst fliegen Dir während der Bestückung die Pinolen raus, was die Maschine mit einem saftigen Fehler quittiert. Dann will sie alles außer die Bestückung des aktuellen Nutzens fortsetzen und beenden. Bitte auch da nicht auf den Indexring drauftatschen oder so, sonst erkennt die Maschine deren Lage nicht mehr korrekt.
Also entweder ist Deine Auswertung der Festplatte unzuverlässig oder das
ist nicht die erste Festplatte. Ich glaube keine dieser Maschinen hat
nur 900 Tage auf der Uhr, damit wäre die ja fast noch jungfräulich.
Ich gehe davon aus dass die schon mal gewechselt wurde. Habe auch eine Siplace G2 hier mit ner richtig alten Platte ohne SMART Support.
Hast Du eigentlich den Linienrechner bzw. dessen Software dazu, wo sich
die Maschinen ihre Aufträge her holen?
Alles da. Hab mir den Netzwerktraffic auch etwas angesehen. Aktuell habe ich die Maschine etwas zurückgestellt und gehe schon davon aus dass bereits alles funktioniert.
Ich habe die Binaries von der Festplatte untersucht, ich werde mittelfristig dann versuchen die Controller-Karten über ein ARM System mit FPGA zu unterstützen, man schiebt dort wie angenommen direkt die Koordinaten mit zusätzlichen Parametern rein.
Ich finde die Siplace Maschine ganz in Ordnung, das sind schöne Maschinen und nicht übermäßig kompliziert.
Das wird ein kleines Langzeit Projekt.
Habe noch eine 2. offensichtlich defekte Maschine hier die ich derzeit debugge (IPulse M6ez; der Notstopp ist permanent an, unabhängig von Türen oder den eigentlichen Notstopp Schaltern).
Ursprünglich hat dort der Rechner nicht mehr gebootet, habe einen baugleichen gefunden und das Bios vom alten in das "neue" Board gesteckt, es bootet erkennt aber keine Servos - wohl wegen dem Notstopp...
Ich glaube keine dieser Maschinen hat
nur 900 Tage auf der Uhr, damit wäre die ja fast noch jungfräulich.
Evtl. zählt die Platte auch nur die Stunden wenn sie sich dreht, und als Notebookplatte wird sie schnell in Standby gehen.
Andersrum sind 900 HDD-"Tage" = 2700 Tage Einschichtbetrieb, was bei ~220 Arbeitstagen pro Jahr locker 10 Jahre Maschinenzeit sind.
Hm. Ich weiß nicht was so eine Maschine neu gekostet hat, aber sowas verdient ja nur Geld wenn es läuft, deswegen auch die wechselbaren Feederwägen, damit man schnell zwischen den Aufträgen wechseln kann bzw. Feeder ohne Stillstandsbetrieb umrüsten kann. Ob sich sowas dann im Einschichtbetrieb lohnt...?
Wofür ich mich interessieren würde, wäre eine kleine Maschine, die mit OpenPNP betrieben werden kann. Braucht nicht mal echte Feeder zu haben, wenn sie Gurtabschnitte mit einer Nadel am Bestückungskopf greifen und weiterziehen kann, reicht mir das. Ich brauche keine hohe Geschwindigkeit, aber Präzision wäre mir wichtig, vielleicht auch daß sie möglichst kleine SMD-Bauteile setzen kann.
Hm. Ich weiß nicht was so eine Maschine neu gekostet hat, aber
sowas
verdient ja nur Geld wenn es läuft, deswegen auch die wechselbaren
Feederwägen, damit man schnell zwischen den Aufträgen wechseln kann bzw.
Feeder ohne Stillstandsbetrieb umrüsten kann. Ob sich sowas dann im
Einschichtbetrieb lohnt...?
Wofür ich mich interessieren würde, wäre eine kleine Maschine, die mit
OpenPNP betrieben werden kann. Braucht nicht mal echte Feeder zu haben,
wenn sie Gurtabschnitte mit einer Nadel am Bestückungskopf greifen und
weiterziehen kann, reicht mir das. Ich brauche keine hohe
Geschwindigkeit, aber Präzision wäre mir wichtig, vielleicht auch daß
sie möglichst kleine SMD-Bauteile setzen kann.
Ich habe mittlerweile sehr viel Erfahrung mit diversen Maschinen, ich habe mittlerweile 5 Bestückungsmaschinen, 2x DIY, 1x umgebaut, und nun die Siplace und IPulse M6Ez.
Nutzen tue ich hauptsächlich die DIY, ohne OpenPNP mit meiner Software und einer Controller Eigenentwicklung.
Ich habe mittelfristig auch vor dass ich einfach nur Maschinenzeit vermieten werde, sprich nach ein paar Youtube Einarbeitungsvideos sollte man fit genug sein um eine Maschine selber zu rüsten und Prototypen zu bestücken. Bei Fragen können die Leute die in der Nähe sind immer noch weiterhelfen.
Mit Gurt-Abschnitten will ich mich nicht zu viel herumschlagen, da ist es besser Standard Bauteilrollen die auf Lager sind zu verwenden, und für Prototypen die Gurtabschnitt-Bauteile einfach vor dem Reflowing manuell setzen.
Man kann zwar in China billig bei JLCPCB bestücken lassen aber bei diversen Baugruppen selber bestücken ist immer noch besser, vor allem bei Prototypen. Wenn man sich da irgendwo über Nacht einmieten kann hat man am nächsten Tag entweder nur seinen Prototypen fertig oder kann auch gleich mehrere Baugruppen bestücken - ich wäre damals bei so einem Service Dauerkunde gewesen.
Mit Gurt-Abschnitten will ich mich nicht zu viel herumschlagen [..]
Alles, was Gurtabschnitte durchziehen kann, kann dabei auch eine Spule abwickeln. Man muss sich nur was einfallen lassen, wie man die leeren Teile des Gurtes los wird, die die Siplace z.B. einfach wegschneidet.
Ich hab schon oft überlegt, ob ich mir das Grundgestell für eine Portalfräse mit den Achsantrieben besorgen und daraus "was bauen" soll. Klar, die Geschwindigkeit der HS60/HF3 ist immer noch beeindruckend, auch wenn die Dinger heute bereits 20 Jahre alt sind (und aktuelle Maschinen noch deutlich schneller sind). Privat 'ne HF3 zu betreiben fände ich lustig und ich könnte sogar etwas Platz dafür in einer befreundeten Firma bekommen, aber brauche ich nicht, kann ich nie auslasten... ist leider zu groß für nur privat und wenn sie alt wird zu fehleranfällig.
Was selbst bauen weiß man leider vorher nie, was am Ende gute Ergebnisse liefert. Die meisten selbstgebauten Maschinen, die mancher so im Internet vorstellt, sind mir alle nicht genau genug. Und dann weiß man nicht woran das liegt, ob die Kameras zu schlecht sind oder irgendwelche Positionen nicht genau genug erkannt werden... keine Ahnung.
Mich würde mal interessieren was Du da DIY zusammengeschraubt hast und welche Ergebnisse das (vor dem Löten) liefert. Welche Kameras hast Du da genommen?
Bezüglich der DIY:
Die Kameras sind nichts besonderes (USB Schwarz-Weiß Sony Chipsätze, denke so 10-20 EUR/Stück). 60 FPS, muss halt ein bißchen Pause machen wenn das Bauteil über der Kamera steht da die Frames hin und wieder eine leichte Verzögerung haben.
Die Maschine fasst 50 Siemens S Feeder (die ist schon recht groß). Alle Teile habe ich aus Aluminium gefräst (zuvor habe ich mir sogar Feeder selber gefräst, aber mit den Materialkosten komme ich niemals in die Nähe der gebrauchten Siplace Feeder).
Jedenfalls war's eine gute CNC Übung, auch kam ich damit mit Blech und Blechverarbeitung in Kontakt, auch Präzisionszahnräder habe ich selber gefräst / Wälzfräsen.
Da ich bei der Mitsubishi CNC den Controller neu entwickelt habe dachte ich mir dass die Siplace eventuell ein nächstes interessantes Projekt sein könnte. Auch wenn's ein bißchen dauern wird, den Maschinencontroller will ich wie erwähnt durch ein ARM System ersetzen, damit lösen sich dann die Ersatzteil-Probleme.
Bei der Mitsubishi kann man die Maschine mehr oder weniger entsorgen wenn die Steuerung aufgibt, jetzt mit der Eigenentwicklung würde ich sagen dass diese Maschine noch 20 Jahre funktionieren wird, außerdem kann sie jetzt auch alle neuen Tricks und 5 Achsen.
Habe jetzt alle Pneumatik Schläuche bis zum Portal ausgewechselt und alles auf 6mm bzw. 8mm Standard PU-Schläuche gewechselt.
Ursprünglich waren 8.1mm und 4.5mm sowie ein paar 6mm Schläuche verbaut, auch die Anschlüsse wurden durch Standard-Anschlüsse ausgetauscht. Ein altes Festo-Pneumatik Insert wurde entfernt, und das Loch auf M8 erweitert, um den 6mm Schlauch reinzubekommen wurde ein M8 auf M5 Insert (hat mir jemand aus der Nachbar Maschinenbau-Firma aus einer M8 Schraube gefertigt) eingesetzt.
Falls jemand eine Siplace 80 F4 bearbeiten will, ein Pneumatik-Retrofit benötigt 20m 6mm, und 6m 8mm PU-Druckluftschläuche.
Die original Schläuche sind an 3 Stellen gebrochen und an gewissen Stellen sehr spröde.
Soweit alles Kleinigkeiten die ich so nebenbei bearbeite, aktuell arbeite ich ja an der anderen IPulse M6Ez Maschine.
Elektronisch scheint soweit noch alles in Ordnung zu sein.
Die krummen Maße sind vermutlich Innentolerierte Schläuche, die glatten Maße sind aber Außentoleriert.
Das die spröde werden liegt am Öl in der Luft, da ist irgendwann der Schlauch brüchig.
Deine Mengen kommen mir aber sehr kutz vor, unsere F4 hatte ein armdickes Bündel unten durch den Tunnel bis in den Kopf, da hätte ich in Summe locker das zwei- oder dreifache erwartet.
Die Maschine wurde zuvor mit einem Schraubenkompressor benutzt, die alten Schläuche fühlen sich auch außen äußerst schlabbrig an und haben sich an einigen Stellen deutlich verfärbt.
Mein Setup ist zur Zeit nicht optimal, der Kompressor ist halt was es an dem Lagerplatz gibt. Die Schläuche zum Kopf habe ich nicht gewechselt - nur bis zu dem Aluminium Block welcher die 7 Schläuche zum Kopf verbindet. Die 7 Schläuche sind sicherlich sehr speziell da sie die ständigen Biegungen aushalten müssen.
Ja das Durchziehen ging eigentlich, hatte zwar den neuen Schlauch an den alten geklebt aber das ist hin und wieder abgesprungen; mit einem Drahtbügel konnte ich die leicht gleichrichten und durchziehen.
Die vorigen Eigentümer der Maschinen wollten den Lagerplatz unbedingt freibekommen und haben sie halt alle für Schrottpreis abgestoßen; Habe jetzt noch eine AOI und einen automatischen Pastendrucker vor mir.
Mein Kumpel, der so ein Ding in seiner Bestückungsfirma betrieben hat, hat drüber nachgedacht, aber die Idee verworfen. Wenn diese Maschinen laufen (vorausgesetzt, daß sie laufen) verdienen sie so viel Geld, daß sich ein paar Euro Stromkosten für einen 7,5kW Schraubenkompressor nicht groß bemerkbar machen. Eine Vakuumpumpe, die beim benötigten Vakuum noch zuverlässig eine ausreichend hohe Förderleistung besitzt, ist ebenfalls ein ganz schöner Klopper und will auch nicht besonders wenig Strom sehen.
Wie ich schon geschrieben hatte, diese Maschinen sind für den privaten Bastelspaß ungeeignet. Viel zu groß, wie zu schwer, viel zu komplex. Niemand stellt sich so ein Trumm ins Bastelzimmer (passt nicht mal durch die Tür und fährt anschließend senkrecht bis in den Keller durch), niemand braucht die Geschwindigkeit für seine drei Prototypen-Platinen.
"I used a Becker DT 4.16 a dry rotary vane vacuum pump. The vacuum decreased over the hoses to about -400mbar at the head which is sufficient for the machine. The most pressure is lost on the hoses in the machine. I ran both machine S15 and F3 with only one pump".
Das wäre dann Wordfik TD16K (Alibaba 651.81 EUR.. zzgl USt./Zoll/Versand mal schauen)
Hab mir das mit dem Schraubenkompressor auch überlegt. Die Vakuum-Pumpe sollte so 65 dB haben, und laut Hersteller auch langlebig sein.
Wie ich schon geschrieben hatte, diese Maschinen sind für den privaten Bastelspaß ungeeignet. Viel zu groß,
wie zu schwer, viel zu komplex. Niemand stellt sich so ein Trumm ins Bastelzimmer (passt nicht mal durch die
Tür und fährt anschließend senkrecht bis in den Keller durch), niemand braucht die Geschwindigkeit für seine
drei Prototypen-Platinen.
Platz ist auf unserem aufgelassenen Bauernhof vorhanden.
Die Siplace scheint mir schlüssig zu sein und ich will mir die Elektronik von der Siplace auch noch genauer anschauen (was ich bis jetzt gesehen habe war eigentlich "wartungsfreundlich"). Der untere Slot der Motion Control Karten wartet nur auf einen passenden Logic Analyser ;-)
Es ist bei mir ein langzeit Projekt. Ich habe auch erst mal nur bis zum 23. August Zeit. Danach ist eine andere CNC Maschine an der Reihe aktualisiert zu werden.
Fahre mit der Maschine auch zweigleisig, einerseit schau ich mir die Siplace Software genauer an, andererseits gehe ich auch tiefer in die Elektronik usw.
Wie gesagt, mach ruhig. Die Maschinen sind ja lustig... nur eben leider nicht wartungsfreundlich.
Was ich gebrauchen könnte wäre irgendwas in der Größe eines 3D-Druckers oder Lasercutters, auf Basis einer Portalfräse mit vielleicht 400x400mm Verfahrweg, gesteuert mit OpenPNP. Leider finden sich da nur wenige Informationen drüber welche Kameras dafür wirklich gut sind (also ich meine nicht geht gerade so, sondern wirklich gut) und wenn man dann auf Youtube oder so sieht was diese Aufbauten an Präzision erreichen, dann reicht mir diese absolut nicht. Bislang habe ich leider noch nichts gesehen, was richtig gut funktioniert und sich nachzubauen lohnen würde.