Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Wie kriege ich diese "Schraube" eines alten BRAUN-Föns auf.


von Frido J. (dreistein)


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Also ich habe schpn viel erlebt, aber sowas noch nie. Weiß wer was 
dahinter steckt, wie ich reinkomme ? Ist gehärtetes Metall, bohren wohl 
eher schlecht. Kann man das Runde in der Mitte vielleicht durchhauen ? 
Bei Kunststoff gibt es das ja.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Mach doch erst mal sauber, dann kann man mehr erkennen.
von Jörg R. (solar77)


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Frido J. schrieb:
> Also ich habe schpn viel erlebt, aber sowas noch nie. Weiß wer was
> dahinter steckt, wie ich reinkomme ? Ist gehärtetes Metall, bohren wohl
> eher schlecht. Kann man das Runde in der Mitte vielleicht durchhauen ?
> Bei Kunststoff gibt es das ja.

Alten Schraubenzieher zurechtfeilen.
von Martin L. (makersting)


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Evtl. eine passende Lücke in eine alten Schlitzschraubendreher 
sägen/feilen. Dann kann man zumindest in zwei Vertiefungen greifen. 
Natürlich ist das nicht ideal, weil die beiden Vertiefungen nicht exakt 
gegenüberliegen. Aber so fest werden die Schrauben nicht sitzen.

So ein Schraubkopf ist mir auch noch nicht untergekommen.
von H. H. (hhinz)


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Martin L. schrieb:
> So ein Schraubkopf ist mir auch noch nicht untergekommen.

Soweit ich ahnen kann:

https://www.tuul.zone/HAZET-5-Stern-Bit-Sechskant-6-3-1-4-Zoll-Innen-5-Stern-Profil-mit-Zapfen/2225-25HHZ
von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Vielleicht gibt es passende Bits beim chinesen.

Meine MacGyver Lösung wäre: Alten Schraubendreher nehmen, in der Mitte 
einen Schlitz rein fräsen. Dann versuchen, die beiden Zacken des SD in 
zwei von 5 Vertiefungen hinein zu bekommen.

Alles nicht optimal, aber schraube in Kunststoff könnte vielleicht 
klappen, trotz der unsymmetrisch einwirkenden Kraft
von Wastl (hartundweichware)


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Es gibt jede Menge Spezial-Bits, hier zwei die ich gerade
aufgetrieben habe. Während der Sechskant noch schlecht in
einen fünfkantigen Kopf passt würde der gabelförmige vielleicht
schon ausreichen. Aber es gibt ja jede Menge andere ....
von Rüdiger B. (rbruns)


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Rohr nehmen und Schlitze reinfeilen.
von Andreas B. (bitverdreher)


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Der ewige Wettbewerb zwischen denen, die etwas reparieren wollen und den 
Herstellern.....
von Thomas R. (thomasr)


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Könnte mit einem Torx Plus Security Bit oder Schraubenkopf (als negativ) 
funktionieren.
von Keks F. (keksliebhaber)


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Schlitz(e) reinschneiden damit es mit normalen Schraubendrehern geht, 
oder irgendeinen Stab festkleben.

Ich hätte mich auch aufgeregt über diesen Scheiß und kurzen Prozess 
gemacht.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Es hilft auch vor dem Drehversuch, zusätzlich den Schraubenkopf mit 
einer heissen Lötkolbenspitze auf über 100C zu erwärmen; daß erleichtert 
meist das "erste" Drehen und das "Losbinden" der sich reibenden 
Oberflächen. Hat bei mir schon des Öfteren geholfen.

Übrigens, der wahre Hammer vor vielen Jahren, war ein Motorola "Brick 
Cellular Telefon". Da waren die langen Gehäuse-Schrauben zusätzlich zu 
den Spezial-Schraubköpfen zu allem Überfluß noch mit links drehenden 
Gewinden versehen, um das "Geheimnis" zu bewahren zu verhelfen. Darauf 
muss man erst einmal kommen.

Wünsche Dur guten Reparaturerfolg.

Gruß,
Gerhard
von Frank O. (frank_o)


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Es gibt doch diese Bitsätze für Gehäuseschrauben. Irgendwas passt da 
eigentlich immer.
Alle Jahre mal einen neuen kaufen, dann hat man auch wieder alles für 
die neueren Schrauben.
von Cartman E. (cartmaneric)


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Frank O. schrieb:
> ... dann hat man auch wieder alles für
> die neueren Schrauben.

Es fehlt immer der, den Mann eigentlich gerade jetzt braucht.
Und nicht erst im nächsten Jahr.

Vllt kann Mann die Hersteller ja demnächst verklagen, wenn sie
Reparaturen so massiv behindern.
von Rainer W. (rawi)


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Frido J. schrieb:
> Weiß wer was dahinter steckt, wie ich reinkomme ? Ist gehärtetes
> Metall, bohren wohl eher schlecht.

Das scheint mir ein rein mechanisches Problem zu sein ...
: Bearbeitet durch User
von Cartman E. (cartmaneric)


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Rainer W. schrieb:
> Frido J. schrieb:
>> Weiß wer was dahinter steckt, wie ich reinkomme ? Ist gehärtetes
>> Metall, bohren wohl eher schlecht.
>
> Das scheint mir ein rein mechanisches Problem zu sein ...

Wenn Mann ein magnetisches Drehfeld auf die Schraube einwirklen
lässt, werden die induzierten Wirbelströme die Schraube von ganz
alleine magisch herausdrehen.

Das Problem ist also nicht nur mechanischer Natur.
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Wenn es eine gerade Anzahl wäre ist es einfacher. Die kleine 
Trennscheibe macht dann eine Schlitz rein und findet es wunderbar. Aber 
ungeradzahlig ...
von Kilo S. (kilo_s)


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Andreas B. schrieb:
> Der ewige Wettbewerb zwischen denen, die etwas reparieren wollen und den
> Herstellern.....

Ich hab passende, in diversen Größen.

Und diverse andere.

Die passenden Sets gab es mal für 10-15€.

Solche nur mit 120-160 Bits:
https://amzn.eu/d/0frsVD8g
von Udo S. (urschmitt)


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Kilo S. schrieb:
> Ich hab passende, in diversen Größen.

Schau dir den Schraubenkopf oben noch mal genau an. Ich glaube nicht 
dass dein Bit passt. Das hat einen durchgängigen Ring. Die Schraube oben 
hat aber keine ringförmige Vertiefung.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Ist unpassendes Schraubenkopf-Design ein richtiges "Arms Race"? Mir 
kommt vor man gibt sich Mühe...
von Jörg R. (solar77)


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Udo S. schrieb:
> Kilo S. schrieb:
>> Ich hab passende, in diversen Größen.
>
> Schau dir den Schraubenkopf oben noch mal genau an. Ich glaube nicht
> dass dein Bit passt. Das hat einen durchgängigen Ring. Die Schraube oben
> hat aber keine ringförmige Vertiefung.

Rechtes Foto, rechte Reihe..da sind 2 Bits mit denen ich es versuchen 
würde. Die sehen so aus wie ich mir einen alten Schlitzschraubendreher 
zurechtfeilen würde.
von Hans W. (hanswieland)


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Witzig: Ich habe gerade nach "Arschloch Schraubendreher" gesucht und das 
erste Ergebnis war die Kategorie "Schraubendreher mit Kerbe" bei Idealo. 
Die kennen den Begriff wohl.
: Bearbeitet durch User
von Stefan R. (stefan_r_bs)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Wenn es eine gerade Anzahl wäre ist es einfacher. Die kleine
> Trennscheibe macht dann eine Schlitz rein und findet es wunderbar. Aber
> ungeradzahlig ...

Glaube, bei 5 Ecken hat man mit so einem modifiziertem 
Schlitzschraubenzieher schon ganz gute Chancen, gerade wenn's nur eine 
Plastikschraube ist. Hatte vor einer Weile ein verwandtes Problem:

Fahrrad eines Bekannten mit albernen "diebstahlsicheren" 5-Kant-Inbussen 
anstelle von Schnellspannern. Als die Räder ab mussten, war natürlich 
das zugehörige Werkzeug unauffindbar. Großer Schlitzschraubenzieher fand 
darin prima Halt. Nur gut, dass die Laufrad-Diebe das bestimmt nicht 
wissen... :)
von Dieter W. (dds5)


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Noch übler ist die Schraube an alten Bügeleisen von Braun.
Der Zylinderkopf von etwa 7 bis 8mm Durchmesser hat einen ca. 30° 
abgeschrägten Rand und in der Schräge sind 5 gleichmäßig verteilte 
radiale Schlitze.
Offizielle Braun Reparaturbetriebe haben auch das passende Werkzeug.
von Oliver S. (oliverso)


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Cartman E. schrieb:
> Vllt kann Mann die Hersteller ja demnächst verklagen, wenn sie
> Reparaturen so massiv behindern.

Wenn du du eine ladungsfähige Adresse des Föhnherstellers 
herausbekommst, mach das ;)

Das Recht auf Reparatur, was j recht neu und damit einige Jahrzehnte 
jünger ist als obiger Föhn, sieht jedenfalls keine Recht auf Reparatur 
durch Laien vor, und auch kein Recht auf Schlitzschrauben.

Oliver
von Martin S. (sirnails)


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Martin L. schrieb:
> Evtl. eine passende Lücke in eine alten Schlitzschraubendreher
> sägen/feilen.

This. Und Finger weg von den zweigeteilten Bits - die brechen einfach 
nur ab.

Den Schlitz-Schlitz-Schraubendreher kann man dann dankenswerterweise 
auch für andere Spezialschrauben einsetzen.
von Martin S. (sirnails)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Wenn es eine gerade Anzahl wäre ist es einfacher.

Nicht unbedingt. Du musst ihn halt nicht zentrisch ansetzen, sondern als 
Tangente um beide Schlitze einzufangen.

Fön vorher bei 60-70°C für ne halbe Stunde in den Backofen, dann wird 
der Kunststoff weicher und die Schraube lässt sich einfacher ausdrehen.

Zuschrauben dann bitte mit einer adäquaten Schraube.
von Kilo S. (kilo_s)


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Udo S. schrieb:
> Ich glaube nicht dass dein Bit passt.

Mit genug Anpressdruck, geht das trotzdem. Und wenn mann leicht schräg 
ansetzen muss um wenigstens mit drei Zähnen zu fassen.

Jörg R. schrieb:
> Die sehen so aus wie ich mir einen alten Schlitzschraubendreher
> zurechtfeilen würde.

Einen Versuch wäre es wert.
von Ralf X. (ralf0815)


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Martin S. schrieb:
> Und Finger weg von den zweigeteilten Bits - die brechen einfach
> nur ab.

Nur weil Du da mal Schrott erwischt hast, solltest Du das nicht 
verallgemeinern.
von Frank O. (frank_o)


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Cartman E. schrieb:
> Es fehlt immer der, den Mann eigentlich gerade jetzt braucht.
> Und nicht erst im nächsten Jahr.

Das stimmt wohl auch manchmal,  aber da die Bitsätze oft im Angebot 
sind, nimmt man den, der am besten passt und macht ihn passend.
von Manfred P. (pruckelfred)


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Frank O. schrieb:
> Es gibt doch diese Bitsätze für Gehäuseschrauben. Irgendwas passt da
> eigentlich immer.

Klingt schlau und wichtig, von denen auf dem Bild dürfte aber keines 
passen.

> Alle Jahre mal einen neuen kaufen, dann hat man auch wieder alles für
> die neueren Schrauben.

Klar, kaufen, kaufen, kaufen ... hält die Wirtschaft aktiv.

Dieter W. schrieb:
> Noch übler ist die Schraube an alten Bügeleisen von Braun.
> Der Zylinderkopf von etwa 7 bis 8mm Durchmesser hat einen ca. 30°
> abgeschrägten Rand und in der Schräge sind 5 gleichmäßig verteilte
> radiale Schlitze.
> Offizielle Braun Reparaturbetriebe haben auch das passende Werkzeug.

Ich glaube, dass Deine Beschreibung genau der Schraube im Haartrockner 
entspricht.

Martin S. schrieb:
> Und Finger weg von den zweigeteilten Bits - die brechen einfach
> nur ab.

Ist hier auch passiert, vom Hersteller überhärtet. Ich war erstaunt, wie 
fest so eine Schraube in Kunststof sitzen kann. Bruch hatte ich auch 
schon bei 'normalen', und zwar mit Markenware.

> Den Schlitz-Schlitz-Schraubendreher kann man dann dankenswerterweise
> auch für andere Spezialschrauben einsetzen.

Wenn man einen anständigen Schraubenzieher umschleift, passt das.
von Gerhard O. (gerhard_)


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"TGL muss wieder her"

Ja. Hier haben wir unser Dilemma. Sicher ist es "böse", so wie unsere 
moderne Welt funktioniert. Ich fürchte nur, zu einer Umkehr ist es schon 
viel zu spät. Wir wissen jetzt, daß unser Planet zum Verrecken 
ausgebeutet wird, um die Maschinerie notgedrungen weiterlaufen zu 
lassen. Das zu ändern, ist wahrlich, wegen der vielen Kreuzverbindungen 
nicht leicht möglich.

Die planetaren Lebensbedingungen werden zunehmend unfreundlicher, viele 
erleben es zu ihren Verderben am eigenen Leib. Trotzdem überhört man 
vielfach die Warnungen jener, die Bescheid wissen - die Wirtschaft muß 
ja weiter laufen. Man projektiert, daß wir schon weit über das 1.8 Grad 
Kriterium hinüber geraten sind und jeder Zeitverlust in Gegenmaßnahmen 
mit unangenehmen Folgen verbunden ist.

Was hat das mit dem Thema hier zutun? Alles.

Die systematische Reparaturfeindlichkeit führt zu erheblicher 
Verschwendung von Energie, Ressourcen, und nicht zuletzt, zu unnötigen 
Ausgaben seitens der Kunden, weil Reparatur systematisch von Wirtschaft 
und Regierungen torpediert wird. Weniger wäre mehr. Wenn wir das Meiste 
erschwinglich reparieren könnten, würde es dem Planeten erheblich besser 
gehen. Uns aber, weniger so.

Wenn wir ehrlich wären, müssen wir zur Kenntnis nehmen, daß unsere 
moderne globale Wirtschaft vom Hyperverbrauch wie Drogensucht abhängig 
ist. Uns davon zu lösen würde eine wirtschaftliche persönliche 
Katastrophe für uns und dem Staat sein, weil unser Einkommen, sei es 
Löhne, Pensionen, öffentliche Gelder, GDP, momentan untrennbar damit 
verbunden sind. Was dieser Sachverhalt bedeutet, ist leider, daß wir 
nicht genug Zeit haben, um vom Katastrophenzug noch rechtzeitig 
abspringen zu können.

In der westlichen Welt gibt es (noch) Lebensmittel in Hülle und Fülle. 
Das System der Lebensmittelversorgung erlaubt aber nicht an den 
Stressfaktoren mit-informiert zu sein. Viele Großproduzenten kämpfen 
schon seit längerer Zeit mit ungünstigen Wetterbedingungen und der 
Ertrag lässt sich vielfach nur noch unter großen Anstrengungen aufrecht 
erhalten.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es merkbare Einbrüche geben 
wird. In vielen Gegenden ist nun mittlerweile die Wasserknappheit schon 
so extrem, daß Tausend Jahre alte Wasseradern zur Neige gehen. Die 
Regenfälle und -Mengen werden immer unberechenbarer. Die Wälder brennen 
vielerorts ab. Menschen sterben in überhitzen Wohnungen, die dem neuen 
Klima nicht standhalten können und niemals dafür konzipiert bzw. 
gewappnet wurden und wo Klinanalgen unerwünscht sind. Man betonierte die 
Städte, due nun als lokale Hitzespeicher agieren und das Leben 
unerträglich machen.

Die Wasserpegel großer Reservoirs sinkt ständig ab. Im Mittwesten der 
USA ist man schon nahe an der Verzweiflung, woher das Wasser kommen 
soll. Das sollte uns in Kanada beunruhigen. Wenn die USA Wasser von uns 
haben will, dann werden sie es sich nehmen. USA scgsut immer auf Nummer 
Eins, die USA.

Auch wenn wir unsere Emissionen und Ressourcenverbrauch über Nacht 
absenken könnten, würden Jahrzehnte vergehen, die Klimabedingungen 
wieder zu normalisieren sehen zu können. Die Zeitkonstante der Weltmeere 
wird in Jahrzehnten gemessen. Den überhöhten CO2 oder Methanwerten geht 
es ähnlich. Das alles lässt sich nicht über Nacht normalisieren. Ich 
befürchte, so oder so, müssen wir nun alle die Folgen unseres Werdegangs 
jetzt austragen und in den sauren Apfel beissen. Ob wir die Auswirkungen 
mildern können, ist die große Herausforderung unserer Fachleute.

Wir habe uns weltwirtschaftlich und geopolitisch eine Struktur 
geschaffen, die nicht von heute auf Morgen leicht veränderbar ist. 
Vorbeugung ist fast nicht mehr möglich. Realistisch gesehen werden wir 
leider ständig in Reaktionsmodus agieren, wie Brände löschen und uns mit 
dem Wassermangel befassen.

Aber es wird weiter konsumiert und weggeschmissen. Ans Reparieren denkt 
man viel zu wenig. Die Firmen sträuben sich mit Händen und Füssen 
Einsicht zu üben und die Realität zu akzeptieren, daß es so nicht mehr 
weitergeht. Wir gestalten uns unsere Zivilisation zu sehr Technik 
abhängig. Wir leben wie die Elai in Wells Zeitmaschine in einer 
Illusionsblase einer perfekten Umwelt. Die Medien machen uns täglich 
weis, daß Konsum glücklich machen würde. Wir leben im Irrglauben, daß 
Cloud gestützte Technik und eine vernetzte Zivilisation robust wäre. 
Wenn dieses Kartenhaus zusammenfallen sollte, sprechen wir weiter. Ist 
es wirklich vernünftig, vom Funktionieren des Internets total abhängig 
zu sein? Ich lebe lieber in einem Haus mit einem gemütlich wärmenden 
Kachelofen und aufgestapelten Brennholz, anstatt in einer Welt der 
Blackboxen zu leben die nur die wenigsten verstehen und Instandhalten 
können.
: Bearbeitet durch User
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