Absicherung von Leitungen vom/zum Akku bei mehreren Akkus

#8083815
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Hallo,

ich habe zwar schon viel zu diesem Thema gelesen und geschaut, jedoch sind noch nicht alle Fragen geklärt. Bei mir ist folgende Situation:

3 Akkupacks mit je 16x310Ah Akku haben an der Plus-Ader am Akku jeweils eine 200A Sicherung (die ist DC geeignet und kann auch den Kurzschlusstrom sicher trennen) mit 70mm² auf die Sammelschiene.

Sollte nun nicht eigentlich auch an der Sammelschiene eine 200A-Sichererung sein? Denn das Kabel könnte ja am Akku (aus Sicht von der Sammelschiene vor der Akku-Sicherung) einen Kurzschluss haben. Die anderen beiden Akkus liefern dann jeweils 200A, was die 70mm² Ader überlastet.

Ich habe aber noch nie ein Mehrakkusystem gesehen, was an beiden Seiten der Batterieleitung eine Sicherung hat.

Hardy

#8083823
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Hardy F. schrieb:

Die anderen beiden Akkus liefern dann jeweils 200A, was die 70mm² Ader überlastet.

im Kurzschlussfall werden die beiden anderen Akkus wesentlich mehr als 200A liefern, auch deren Sicherungen werden auslösen

600A x 52V sind über 30kW - aus Interesse, was macht man damit?`

Ich habe hier 2 x 280Ah - da geht ein ca. 2m langes Kabel ganz ohne Sicherung zu einem NH-Trenner Am Akku selber ist jeweils ein BMS

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich dass das Kabel auf den 2m einen Kurzschluss verursacht, und wenn greift das BMS ein

Viel kritischer halte ich hier die ganzen dünnen BMS-Kabel zu den einzelnen Zellen, über die macht sich kaum jemand Gedanken

#8083825
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Hardy F. schrieb:

Sollte nun nicht eigentlich auch an der Sammelschiene eine 200A-Sichererung sein?

Kurze (3m), vor mechanischer Beschädigung geschützte Leitungen müssen nicht extra abgesichert sein, mit 200A auf der Sammelschiene würden ja auch aus 600A nur 200A werden, du meinst also 3 Sicherungen dort.

Eher die Leitung vom MPPT Lader und zum Wechselrichter mit dem absichern was deren Leitungen maximal aushalten. Hat auch den Vorteil dass man sich abschalten kann.

Aber jede Sicherung hat auch Verlust und wird warm, ohne Grund baut man also auch keine ein.

Sicherungen sind immer nur Leitungsschutz vor Brand.

Hardy F. schrieb:

Ich habe 2 Wechselrichter mit je 10KW, ich möchte mich nicht einschränken, wenn ich das Auto mit 11KW lade.

Stimmt, sich einschränken ist blöd, denk an dein nächstes EV mit 250kW Ladeleistung.

Es ist auch unbedingt nötig, das Auto das 12 Stunden in der Garage steht unbedingt in 3 Stunden voll laden zu können, es könnte ja heute Nacht der Urlaub beginnen.

#8083827
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Das dürften wohl kaum Bleiakkus sein? Dann hat jeder einzelne LFP ein BMS das schon für sich sicher abschaltet. Am anderen Ende nimmt man üblicherweise eine Sammelschiene a la Victron die dann die einzelnen Sicherungen enthalten.

Mich würde mal interessieren wie du so sicher sagen kannst das die DC Sicherungen den Kurzschlußstrom sicher schalten können. SICHER ist das nur bei NH Sicherungen oder ganz speziellen DC Sicherungen. Eine gewöhnliche MEGAFUSE oder ANL kann das SICHER nicht. WENN das BMS nicht schalten sollte können da leicht 20kA und mehr fließen....

#8083831
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Thomas R. schrieb:

Mich würde mal interessieren wie du so sicher sagen kannst das die DC Sicherungen den Kurzschlußstrom sicher schalten können

Mehr als (200A?) können wegen den BMS ja nicht fliessen:

Thomas R. schrieb:

Dann hat jeder einzelne LFP ein BMS das schon für sich sicher abschaltet.

Es braucht gar keine 52V/(Akkuinnenwiderstand+Leitungswiderstand) Trennvermögen.

#8083833
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Thomas R. schrieb:

Am anderen Ende nimmt man üblicherweise eine Sammelschiene a la Victron die dann die einzelnen Sicherungen enthalten.

ich habe einfach einen 3Phasen-NH-Schnelltrenner genommen - Ausgangsseitig das Plastik rausgeschnitten und eine Kupferschiene "quer über alle 3 Phasen" - kostet keine 40€

Ich betreibe mein System bewusst mit geringeren max Strömen - max 60A beim laden

Michael B. schrieb:

Es ist auch unbedingt nötig, das Auto das 12 Stunden in der Garage steht unbedingt in 3 Stunden voll laden zu können, es könnte ja heute Nacht der Urlaub beginnen.

vollkommene Zustimmung - ich sehe immer mehr solche Anlagen - 3 x MP2-5000 oder noch größer und gerade mal 10 kWp auf dem Dach - das funktionert keine 50 Tage im Jahr sinnvoll

manche haben heutzutage zu viel Geld / Zeit / Ideen

#8083857
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Thomas R. schrieb:

ich würde mal interessieren wie du so sicher sagen kannst das die DC Sicherungen den Kurzschlußstrom sicher schalten können. SICHER ist das nur bei NH Sicherungen oder ganz speziellen DC Sicherungen. Eine gewöhnliche ME

Die verwendet Sicherungen können laut Datenblatt 50kA bei 200VDC abschalten, das sollte reichen...

Michael B. schrieb:

Eher die Leitung vom MPPT Lader und zum Wechselrichter mit dem absichern was deren Leitungen maximal aushalten.

Dort sind auch Sicherungen, die sind aber direkt an der Sammelschiene. Der WR liefert keinen Ladestrom was das Kabel (90mm²) nicht aushält.

Michael B. schrieb:

Stimmt, sich einschränken ist blöd, denk an dein nächstes EV mit 250kW Ladeleistung. Es ist auch unbedingt nötig, das Auto das 12 Stunden in der Garage steht unbedingt in 3 Stunden voll laden zu können, es könnte ja heute Nacht der Urlaub beginnen.

Das Auto steht über Nacht an der Ladestation, da scheint aber keine Sonne mehr ...

Heinz R. schrieb:

vollkommene Zustimmung - ich sehe immer mehr solche Anlagen - 3 x MP2-5000 oder noch größer und gerade mal 10 kWp auf dem Dach - das funktionert keine 50 Tage im Jahr sinnvoll manche haben heutzutage zu viel Geld / Zeit / Ideen

Diese größen sind aber auch in einem EFH notwendig. Die 3phasen-Systeme liefern keine 10kW auf einer Phase, sondern je Gerät nur 3,6kW, kurzzeitig bis 4,5kW. Auto laden und Wasserkocher sind dann schon an der Leistungsgrenze der Systeme. Wenn ich schon genug PV auf dem Dach habe will nicht nicht noch Energie zukaufen. Diese Lastspitzen sind nur selten, aber vorhanden.

Hardy

#8083872
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Hardy F. schrieb:

Die 3phasen-Systeme liefern keine 10kW auf einer Phase, sondern je Gerät nur 3,6kW, kurzzeitig bis 4,5kW. Auto laden und Wasserkocher sind dann schon an der Leistungsgrenze der Systeme. Wenn ich schon genug PV auf dem Dach habe will nicht nicht noch Energie zukaufen. Diese Lastspitzen sind nur selten, aber vorhanden.

Dein Hauszähler ist saldierend - es ist egal auf welcher Phase wieviel geliefert wird, die Summe zählt

und was kosten diese Lastspitzen beim Netzversorger? Wie oft läuft der Wasserkocher?

Was kosten die 2 zus. MP2-5000 nebst Verkabelung?

Wir haben nur einen einzigen MP2-3000 - habe gerade extra mal geschaut:

Bezug aus dem Netz in der Zeit wo nicht per WP geheizt wird:

  • Mai 58 kWh
  • Juni 53 kWh
  • Juli 23 kWh

Man könnte das sicher durch Einstellung des Arbeitspunkts weiter reduzieren

: Bearbeitet durch User
#8083919
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Ich habe nichts beschrieben, daß ich einspeise. Ich hänge am Load-Ausgang, dort kann ich nur den Strom pro Phase entnehmen den der WR bereitstellt.

Aber das ist doch hier nicht die Frage.

Wenn der mechanische Schutz gegeben ist, kann ich also die Sicherung erst an der Sammelschiene anbringen?

#8083926
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Rainer W. schrieb:

Heinz R. schrieb:

Viel kritischer halte ich hier die ganzen dünnen BMS-Kabel zu den einzelnen Zellen, über die macht sich kaum jemand Gedanken

Die sind hoffentlich dünn genug, um im Kurzschlussfall schnell genug abzufackeln, ohne weiteren Schaden anzurichten ;-)

Sehe ich auch so, die sind in weniger als einer Sekunde nur noch Rauch ...

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