Ich wollte gerade eine E-Mail an Rapid Silicon schreiben, um nachzufragen, wie der Stand ist – ein Datenblatt für ein Rapid-Silicon-FPGA habe ich ja. Vorher habe ich noch auf die Webseite geschaut, und tja: Rapid Silicon gibt es nicht mehr. Die Domain steht für 4000 USD zum Verkauf.
Rapid Silicon = TOT
Ob Insolvenz, Abwicklung oder stille Übernahme – dazu habe ich nichts gefunden. Falls jemand mehr weiß, gern hier.
Was noch lebt, ist der Nachfolger von RapidGPT (KI für HDL), das ursprünglich Teil der Rapid-Silicon-IDE „Raptor" war. Ein Startup mit demselben Gründer hat RapidGPT weitergeführt, zunächst unter dem Namen primis.ai, damals mit Free-Tier. primis.ai gibt es inzwischen auch nicht mehr – wieder eine Umbenennung, jetzt heißt es chipnexus.ai. Geändert hat sich vor allem die Bezahlung: Free-Tier ist weg, zwei Wochen testen, danach 200 USD/Monat (Stand heute).
primis.ai hatte ich ausprobiert. Begeistert war ich nicht. Kann sein, dass ChipNexus deutlich besser ist, aber bei dem Preis habe ich nicht wirklich Lust, das zu testen.
Zum Vergleich: Claude hat mir gestern einen Testbildgenerator (Farbbalken) in VHDL für den TI TFP410 gebaut, 12-Bit-Dual-Edge-Modus – und das Ding läuft wirklich. Der HDL-Support in Codex und Claude Code ist inzwischen ziemlich brauchbar. Für meine FPGA-Arbeit sehe ich momentan keinen Grund, für ein spezialisiertes HDL-KI-Tool 200 USD/Monat zu zahlen.