Hilfe bei der Wahl des Raspberry Pi Modells

OP #8088003
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Hallo zusammen, ich baue gerade für eine Bachelorarbeit eine Pipeline auf dem Raspberry Pi 3 mit 1GB RAM und suche Erfahrungen aus der Praxis, welchen Pi ich stattdessen nehmen sollte:

Ein großer KI-Modellteil wird in der Pipeline jedes Mal neu geladen. Das Modell ist knapp 1 GB groß, das Laden dauert bei mir aktuell etwa 10 Minuten, mit Swap auf der SD Karte, während die eigentliche Ausführung nur ungefähr 2 Minuten braucht. Der betroffene Teil kann nicht dauerhaft im Speicher bleiben und ich kann das Modell nicht ersetzen, verkleinern oder quantisieren, weil ich ein fertiges Repository nutze und die Ausgabe sonst Probleme macht.

Mein aktueller Pi ist mit der Aufgabe klar überfordert. Ich habe aber auch nicht so viel Geld, dass ich direkt das neuste Modell mit dem meisten RAM kaufen kann.

Meine Frage: Was sind eure Erfahrungen bei so einem Setup?

Bringt bei großen, oft neu geladenen Modellen eher ein Schritt zu einem neueren Raspberry Pi mehr, oder ist mehr RAM der entscheidendere Faktor? Konkret schwanke ich zwischen Raspberry Pi 4 und Raspberry Pi 5, jeweils mit 2 GB oder 4 GB RAM. Bei 4 gibt es ja auch noch 3GB..

Ist der Unterschied zwischen Pi 4 und Pi 5 mit 2 GB in der Praxis groß genug, oder würdet ihr eher direkt zu 4 GB greifen?

Ich würde mich besonders über Erfahrungen mit speicherintensiven Workloads und häufigem Nachladen großer Modelle freuen.

Oder sagt gern was ihr weiter wissen müsst um mir eine Einschätzung geben zu können.

Danke 😊

#8088007
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SD Karte ist für diese Anwendung nicht sinnvoll. Die sind nicht nur lahm sondern gehen bei so viel Schreibzugriffen ratzfatz kaputt.

Nimm einen Rechner mit SSD oder NVMe für die Ladezeit und genug RAM, damit gar nicht geswappt werden muss. Gerne auch etwas gebrauchtes, da du Geld sparen musst. Es gibt doch genug kleine Office PC und Laptops.

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#8088017
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Ich verwende normalerweise keine normalen Pis, sondern Compute Modules. Die haben den Vorteil, dass es sie mit EMMC gibt. EMMC ist quasi eine SD-Karte in IC-Form, aber mit einem höherwertigen Flash und Controller und mit 8 Bit Busbreite anstelle von 4 Bit bei SD. Ist zuverlässiger und schneller.

Dazu nehme ich dann ein passendes Basisboard wie dieses hier für den CM5. https://www.waveshare.com/wiki/CM5-IO-BASE-B

Vorteil: Da ist direkt ein M.2 PCIe-Slot drauf. Beim PI5 ist da ein Folienleiter zu einer Aufsteckkarte. Dieser Folienleiter ist mechanisch empfindlich, und die 5 oder 8 GHz PCIe Signale werden durch diese Signalführung auch nicht besser. In den M.2 Slot kannst Du beispielsweise eine SSD direkt reinstecken, oder ein anderes PCIe Device wie z.B. SATA oder eine 2.5GBit/s Ethernet-Karte oder einen HAILO AI-Prozessor.

In Deinem Fall brauchst Du so viel Rechenleistung und RAM, wie Du Dir irgendwie leisten kannst. Also vorzugsweise einen CM5 mit 4GB.

Und prüfe, ob Dein Framework einen HAILO Prozessor nutzen kann. Wenn ja, dann hast Du einen ganz erheblichen Geschwindigkeitsgewinn - nicht ein paar %, sondern so Faktor 5 und mehr. https://hailo.ai/products/ai-accelerators/hailo-8-m2-ai-acceleration-module/

Für Dich wäre die Version für B+M Slot die passende. Der Pi hat ohnehin nur eine extern rausgeführte PCIe Lane.

Wenn nicht, dann solltest Du den M.2 Slot mit einer 2230 oder 2242 NVME-SSD füllen. Der CM5 kann davon auch booten, und Du bräuchtest dann kein EMMC. Eine SSD ist nochmals sehr sehr viel schneller als ein EMMC und nochmals langlebiger. Raspberry verkauft selber eine. https://www.raspberrypi.com/products/ssd/ Ansonsten z.B. Samsung. Mit WD-SSDs sollen einige Leute Probleme gehabt haben.

fchk

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