Sicherung einer Linux-Partition

OP #8090148
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Hallo zusammen,

mir ist gestern mein Subversion-Server auf einem frühen Raspberry Pi nach 12 Jahren abgeraucht. Die eigentlichen Nutzdaten sind schon gesichert. Das letzte Backup (SVN dump) war noch problemlos durchgelaufen. Allerdings war die Konfiguration damals etwas knifflig, und ich bin mit Linux total eingerostet (das letzte Mal war vor 12 Jahren...), deswegen würde ich gerne das Linux-Dateisystem zumindest vorläufig sichern, um bei Bedarf einen Blick in die Konfig-Dateien werfen zu können.

Ich habe einen Laptop gebootet auf einem XUbuntu Live und sowohl die Speicherkarte des Raspberry Pis als auch einen USB-Stick gemountet.

Wahrscheinlich ist wohl tar das richtige Werkzeug. Aber ich kriege die richtige Kommandozeile nicht zusammen.

Kann jemand helfen?

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#8090154
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Wenn du in die Dateien schauen möchtest, wäre ›cp‹, oder besser: ›rsync‹, das richtige Werkzeug. Wenn du’s tarst, hast du ein Archiv, aus dem die jeweils gewünschte Datei rauszupopeln relativ umständlich ist und je nach Größe lange dauert.

Wenn es dennoch tar sein soll: In das oberste Verzeichnis des zu sichernden Dateisystems wechseln und mittels ›tar cf /Pfad/wo/das/Archiv/hin/soll/archiv.tar *‹ den Tarball erstellen.

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#8090155
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tar cvf archiv.tar /mnt/meine-karte (ohne Kompression) oder tar cvzf archiv.tar /mnt/meine-karte (mit Kompression)

Ich würde aber die ganze Karte als Image sichern (ggf: auch) Dazu mit z.B. dmesg die Karte identifizieren (hier: sda = ganzes Device) und dann:

dd if=/dev/sda of=image.raw bs=4M status=progress

OP #8090158
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Jack V. schrieb:

Wenn du in die Dateien schauen möchtest, wäre ›cp‹, oder besser: ›rsync‹, das richtige Werkzeug.

Ich will auf dem Dateisystem des USB-Sticks keine Experimente machen (Kopie EXT4 -> FAT32).

Brax schrieb:

Ich würde aber die ganze Karte als Image sichern

Mache ich auch noch.

Hm.

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sudo tar cvzf /mnt/zeugs/raspbi.tar.gz /mnt/raspbi

Das Ergebnis hat nur 308 MB. GParted sagt allerdings, die Speicherkarte sei mit 1,2 GB belegt.

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#8090164
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Brax schrieb:

tar cvf archiv.tar /mnt/meine-karte (ohne Kompression) oder tar cvzf archiv.tar /mnt/meine-karte (mit Kompression) Ich würde aber die ganze Karte als Image sichern (ggf: auch) Dazu mit z.B. dmesg die Karte identifizieren (hier: sda = ganzes Device) und dann: dd if=/dev/sda of=image.raw bs=4M status=progress

..aber erst die Karte umounten, sonst gibt's später Gemaule weil das journaling file system nicht ordentlich zugemacht wurde. Bei einem DOS- oder NTFS-System geht's anscheinend auch so im Betrieb.

Gerhard DK4XP

#8090207
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falls das "abgeraucht" auch Teile der Festplatte oder SSD betrifft, dann empfehle ich statt "dd" besser "dd_rescue" zu verwenden.

Der große Unterschied ist, dass dd bei einem Lesefehler einfach den Sektor auf dem Zielpfad weglässt und nicht als leeren Block schreibt. Damit verschiebt sich dann der Offset der folgenden Sektoren und das Dateisystem dort wird in der Folge unbrauchbar. Wenn nur einzelne Sektoren defekt sind, lässt sich der Rest mit dd_rescue und dem fsck des jeweiligen Dateisystems meist noch retten.

OP #8090214
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Nachtrag:

Da ich ja eine Sicherung habe/hatte, habe ich mich getraut, die Speicherkarte mit GParted zu "reparieren". Es ist nicht 100% das korrekte Werkzeug; aber mit der grafischen Oberfläche waren das nur ein paar Klicks, anstelle das richtige Kommando zusammenzusuchen.

Ergebnis: Es funktioniert wieder alles. Es war nur ein simpler Dateisystemfehler. Der Raspberry Pi bootet wieder ohne Kernel Panic, die Echtzeit-Uhr mit DS1307 hat auch immer noch genug Batteriespannung, und alles geht wieder so gut wie vorher - obwohl Raspberry Pi und seine Speicherkarte in den letzten 12 Jahren alles andere als gut behandelt wurden.

(Ich hatte zwar vor 12 Jahren auch ein Backup von der System-Partition gezogen - aber in den alten Backups zu suchen hätte mich eine Ewigkeit gekostet.)

Nachtrag 2:

Das "abgeraucht" war eine Worst-Case-Annahme vor der tatsächlichen Diagnose - ich wollte erst Daten sichern, bevor ich mich an die eigentliche Fehlersuche machte. Letztendlich war eines nur ein einfacher Dateisystemfehler.

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