Hi,
Was passiert, wenn man LiFePo4 Akkus Tagelang an der Ladespannung lässt? Kümmert sich das BMS um alles und alles ist gut?
Danke
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Zu langes laden von LiFePo4 AkkusHi, Was passiert, wenn man LiFePo4 Akkus Tagelang an der Ladespannung lässt? Kümmert sich das BMS um alles und alles ist gut? Danke Eigentlich sollte ein halbwegs aktuelles Ladegerät um alles kümmern. :
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Das gibt es nicht. Ich habe Ladespannung genommen und den Strom auf 0,2C gestellt, aber das ganze dann vergessen.
Hängt etwas davon ab, was du als Ladeschlussspannung eingestellt hattest: Wenn du Nennspannung (3,2V) gehabt haben solltest, passiert gar nix. Wenn du Ladeschlussspannung lt. Datenblatt (meist 3,65V) eingestellt hattest, zersetzt sich langsam der Elektrolyt. Teil-OT: PO, nich Po. Klingt ähnlich, sind aber völlig verschiedene Sachen.
Das BMS teilt dem Ladegerät dann mit, dass die Ladung gestoppt werden sollte, genauso wie der aktuell angesagte optimale Ladestrom übermittelt wird. Erfordert Kommunikation (Häufig CAN-Bus) zwischen BMS und Ladegerät.
Dann nicht. Würde helfen wenn du verrätst, was für ein BMS es ist. Oft werden simple Schutzschaltungen als "BMS" verkauft, und die hätten dann tatsächlich dicke FETs drauf, um das Ladegerät zu trennen. Aber keinen Timer, um die Ladedauer zu überwachen, sondern nur simpel "Eine Zelle > x V oder < y V? Abschalten!"
Aber bei ein paar Tagen würd ich mir da keine Sorgen machen, solange die Ladespannung korrekt eingestellt und eingehalten wurde. :
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Hallo Jens.
Das BMS kümmert sich um fast alles. Wenn es was taugt. Es kümmert sich darum, dass die Spannung nicht zu hoch wird, und das gilt bei einem Balancer dann für alle Zellen. Es kümmert sich auch um eine Ladestrombegrenzung. Das BMS kümmert sich aber nicht darum, dass Du den Akku auf 100% aufläds und dort hälst, was die Lebensdauer Deines System verkürzt. Zur Schonung des Akkus auf 70% bis 80% laden ist eine übliche Vorgehensweise, die aber selten durch das BMS erledigt wird, sondern durch das Ladegerät bzw. den Bediener desselben. Das BMS könnte das machen und hält vermutlich auch die untere Grenze, aber die obere möchtest Du vielleicht nach aktuellem Bedarf Umschalten. 70% Dauernd, aber wenn Du einen Akku Einsatz erwartest, unmittelbar davor Vollladen als Beispiel. Wer aber seinen Akku zur Schonung nicht vollläd, kann die Kapazität des Akkus nicht ausschöpfen (Nach unten gibt es genauso eine Schonreserve) und muss um auf gleiche Kapazität zu kommen einen größeren Akku nehmen. Es ist jetzt eine interessante Überlegung, welche Strategie in welchem Falle günstiger ist: Volladen und öfter mal einen neuen Akku oder größeren Akku nehmen, nicht Volladen und seltener einen neuen Akku. Gewicht und Volumen sind ja auch eine Nummer. Und die Strategien können schon unterschiedlich aussehen, ob Du jetzt einen stationären Solarakku hast, oder ob Du mit dem Akku durch die Gegend fährst oder gar fliegst. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic Hallo Ernst.
Das gilt aber nur für aufeinander abgestimmte Systeme.
Das ist so sehr oft der Fall, wenn z.B. der Akku über eine zweiadrige Leitung geladen wird. Das BMS balanciert und begrenzt die Spannung und darüber auch teilweise den Strom. Grenze auf 0,2C ist aber reativ zahm.
Richtig. Das Problem ist, das oft nicht mitgeteilt wird, was das BMS genau macht. Der Kunde soll ohne zu Denken einfach nur "Nutzen". Das wird bei Fehlern aber zu einem Probem. Und es begrenzt die Flexibilität des Systems. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic :
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Das BMS kann ich nicht nennen, weil ich es nicht kenne. Es ist ein Eremit: https://www.eremit.de/p/12v-18ah-lifepo4-mit-bms. 14.6V als Ladespannung, 3 oder 4 Tage lang. Ich hoffe mal der Akku hat es überlebt, wäre echt blöd, wenn morgen beim HSW Contest der Akku den Geist aufgibt. Meine Akkustrategie ist ganz schlecht, kaum nutzen und immer vollladen.
Für Dauerladung von ANR26650M1B Zellen schreibt Lithium Werks’: max. 13.8 Volt, für die kleineren 14.0 Volt...
Also kein reguläres Ladegerät? Ich wüsste kein Ladegerät wo man die Ladekapazität so einstellen kann. Er wird es schon überlebt haben. Es ist ja nicht so, dass er dann gar nicht mehr geht, sondern dass er 1 - 5 Prozent seiner Ladungsfähigkeit ("Kapazität") eingebüßt hat. Nimm das nächste Mal nur 14,0V. Oder du stellst 14,6V ein und schaltest eine Diode in Reihe zum Akku, das schützt auch das Netzgerät vor Rückströmen. :
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Nach dem Angaben auf der Homepage würde ich davon ausgehen, dass das BMS in diesem Fall den Akku schützen sollte: "Dieser Akku besitzt einen Vollschutz mit Passiv Balancer. Was bedeuted das? Der Akku kann mit allen Ladegeräten zwischen 14 und 30V geladen werden - oder direkt an das Solarpanel kommen. Der Balancer sorgt dafür, dass die Zellen mit jedem Laden ein bisschen besser funktionieren. Zusammen mit dem BMS System, welches sich um jede einzelne Zelle kümmert, sorgt dieser dafür, dass Ihr Pack heute, sowie im Alter immer perfekt funktioniert. Der Vollschutz umfasst Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss, und Überlast. Die Schutzschaltung ist passiv gekühlt, um euren Ansprüchen an Leistung und Sicherheit gerecht werden zu können." :
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Wobei ich das für einen Fehler halte. Auch wenn ich mich nie und jetzt noch nicht so lange mit Lithium-Akkus beschäftigt habe, das führt in meinen Augen zu großen Unterschieden zwischen den Zellen. Die kann dann auch ein gutes BMS nicht mehr ausgleichen.
Bei meinem Mobiltelefon lade ich jetzt auf 95% und langsam fängt es wieder an länger über den Tag zu kommen.
Frank, Mobilfon-Akkus haben nur eine Zelle (1s), da gibt es nichts zu balancen. :
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Ja klaa!😂
Bei Telefonen, Tablets und Laptops ist es häufig das Akkumanagement, das bei dauernder Teilladung vom tatsächlichen Zustand wegdriftet und dann gerne mal zuviel anzeigt, was in einer deutlich geringeren als der erwarteten Laufzeit führt. Bei vollen Ladezyklen bekommt es wieder reale Daten und zeigt dann wieder passende Ladestände an. Ich hab mit verschiedensten einzelnen Zellen (Li-Ion, LiPo, LFP) ohne jegliches Management entsprechende Versuche gemacht (meist nach Erreichen der Verschleißgrenze, aber auch andere): In keinem einzelnen Fall haben volle Zyklen da wieder zu mehr Kapazität geführt. :
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Hallo Michael.
Bei meinem einfachen Eremit Steckerlader werden 14,4V erzeugt, und Strombegrenzung knapp unter 1A. D.h. das BMS muss das ausregeln können. Hat den Vorteil, dass ich ein und das gleiche Netzteil für "12V" LiFePo4 und "12V" Blei VLRA verwenden kann. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic Hallo Frank.
Das können Effekte sein, die rein subjektiv durch die geringere Kapazität und und die geringeren Spannungsdifferenzen erscheinen. Das Problem mit der höheren Spannung, weshalb man die Ladeung gerne reduziert, was dann ja auch mit geringerer Spannung zu tun hat, war irgendwas mit der schleichenden Zersetzung des Elektrolyten oder des Elektrodenmaterials. Es kann ja schon wegen der höheren Zellenspannung kein Wasser verwendet werden, weil sich das zu schnell zersetzt. Aber die Ersatzchemikalie schein auch eine Grenze zu haben.
So etwas sofort sichern und wegspeichern. Adresse speichern. ;O)
Bei den Blei VRLAs hat das seinen Grund in dem selbstbalancing Effekt bei leichter Überladung. Die noch leeren Zellen werden vorsichtig geladen, die schon vollen zersetzten Wasser und verbrennen den Wasserstoff und Sauerstoff sofort wieder katalythisch am Blei. d.H. sie werden zwar warm, aber insgesammt wird alles sehr schön gleichmäßig voll. Bei Lithium geht das so nicht. Darum muss extern balanciert werden. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic :
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Erstmal danke für deine Erfahrungen!
Auch dir ein Dankeschön! Lithium kam gegen Ende erst auf, in meinem Job.
Oh man, das hab ich voll vergesssen. Deswegen find ich diese akkus auch so toll. Danke für die ganzen Antworten. Antwort schreibenBitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben. |
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