Signal und Versorgung eines OLED-Panels um 50 cm verlängern, wo ist die praktische Grenze?

OP #8093942
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Hallo zusammen,

ich baue für den privaten Gebrauch ein Einzelstück: ein OLED-Panel möglichst flach an eine Wand über dem Schreibtisch, die gesamte Elektronik ausgelagert etwa 50 cm entfernt hinter dem Schreibtisch. Ausgangsbasis ist ein handelsüblicher Monitor, 27 oder 32 Zoll, der ausgeweidet wird. Garantieverlust ist bewusst in Kauf genommen.

Der Hintergrund: Bei gemessenen Geräten wie dem LG UltraGear 27GR95QE liegt die Bautiefe über dem reinen Panelbereich bei etwa 4,5 mm und nur dort, wo die Elektronikwanne sitzt, bei rund 45 mm. Wenn sich diese Wanne wegverlegen lässt, hätte ich die dünne Bautiefe über die ganze Fläche.

Was ich bisher weiß:

V-by-One HS ist laut THine für über zehn Meter zwischen Serialisierer und Deserialisierer spezifiziert, bis 4 Gbit/s pro Paar. Für 4K bei 120 Hz wären das rund 32 Signalleitungen in 16 Paaren. Beim Alienware AW3225QF sind laut Dell-Servicehandbuch dagegen zwei Flachbandkabel mit 96 und 51 Polen zwischen Interfaceplatine und Panel verbaut, was eher nach direkter Ansteuerung aussieht als nach einer serialisierten Strecke.

Meine Fragen:

Ist die Zahl der Adern ein verlässliches Unterscheidungsmerkmal dafür, ob der T-CON auf dem Panelmodul sitzt oder in der Elektronikwanne? Anders gefragt: bedeuten rund hundert Pole zwangsläufig, dass hinter dem Stecker schon die Spaltentreiber hängen? Falls es eine serialisierte Strecke ist: Wo liegt die praktische Grenze der Verlängerung? Mir würden 50 cm reichen. Ist das unkritisch, oder scheitert es an Impedanzsprüngen, zusätzlichen Steckerübergängen und EMV? Gibt es geeignete Kabeltypen, oder wäre ein Repeater nötig? Falls es keine serialisierte Strecke ist, sondern das breite Flachband: Sind auch dort 50 cm denkbar, oder ist das aussichtslos? Das Original dürfte bei etwa 10 bis 15 cm liegen, es wäre also Faktor drei bis fünf, nicht Faktor zehn. Die Betriebsspannungen des Panels kommen ebenfalls von der ausgelagerten Elektronik. Wie kritisch ist der Spannungsabfall über 50 cm bei den Strömen eines 27-Zoll-OLED mit rund 75 W? Ist das mit größerem Querschnitt erledigt, oder braucht es eine Regelung nahe am Panel, was meine Bauhöhe wieder zunichte machen würde?

Über Erfahrungswerte oder auch eine begründete Absage würde ich mich freuen.

OP #8094010
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Ein Punkt ist mir beim Weiterrechnen aufgefallen, der die Sache eventuell härter begrenzt als die Kabelfrage.

Das Panel soll flächig an der Wand sitzen. Damit fällt der Luftspalt hinter dem Panel weg und die Wärme kann nur noch nach vorn abgegeben werden. Bei 22 Grad Umgebung und 40 Grad zulässiger Oberfläche komme ich auf ein Budget von rund 33 W für 27 Zoll, also etwa 162 W je Quadratmeter. Ein 27-Zoll-OLED nimmt laut Datenblatt 74 W typisch auf. Selbst wenn ich Netzteil und Mainboard abziehe, weil die ja ausgelagert werden, lande ich noch bei etwa 150 Prozent des Budgets.

Meine Fragen dazu:

Ist die Abschätzung über den freien Wärmeübergang so überhaupt brauchbar, oder rechne ich mit dem falschen Ansatz? Eine Graphitfolie von 0,1 mm auf der Glasrückseite verteilt die Wärme rechnerisch gut in der Fläche. Mir ist klar, dass Spreizen keine Wärme abführt. Bringt sie also überhaupt etwas, außer örtliche Spitzen zu vermeiden? Gibt es einen sinnvollen Weg, hinter einem 4 mm dünnen Aufbau noch Wärme loszuwerden, wenn dahinter direkt eine Wand ist? Oder ist die einzig ehrliche Konsequenz, die Helligkeit dauerhaft zu begrenzen und das als Auslegungsparameter zu akzeptieren?

Über eine Einschätzung würde ich mich freuen, auch wenn sie ernüchternd ausfällt.

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