DTMF Tonwahlfrequenzen mit dem MT8870 wie funktioniert das ?

OP #479049
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Hallo,

interessant ist, dass der MT8870 mit wenig Hardware zwei Tonfrequenzen 
auswerten kann.


Kann mir jemand erkären, nach welchem Prinzip das gemacht wird?


Könnte das nicht auch ein µC erledigen, indem einfach zwei Frequenzen 
gemessen werden?


Das Datenblatt habe ich mal mit angefügt.


Danke


Bernhard
Angehängte Dateien:
Gast #479065
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Steht doch alles im Datenblatt:

> ...performance. Its architecture consists of a
> bandsplit filter section, which separates the high and
> low group tones, followed by a digital counting
> section which verifies the frequency and duration of
> the received tones before passing the corresponding
> code to the output bus.

> Filter Section
> Separation of the low-group and high group tones is
> achieved by applying the DTMF signal to the inputs
> of two sixth-order switched capacitor bandpass
> filters, the bandwidths of which correspond to the low
> and high group frequencies. The filter section also
> incorporates notches at 350 and 440 Hz for
> exceptional dial tone rejection (see Figure 3). Each
> filter output is followed by a single order switched
> capacitor filter section which smooths the signals
> prior to limiting.

Die entsprechenden switched capacitor filter könnte man dann mit 
FIR/IIR-Filtern programmiertechnisch nachbilden.
Gast #479110
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Das ist eine Frequenzweiche, also ein Hochpass und ein Tiefpass die auf 
einer Seite verbunden sind. Ähnliches hat man in 
Mehrwege-Lautsprecherboxen oder in Fernsehantennenweichen für VHF/UHF.

Es gibt Softwarelösungen zur DTMF-Decodierung, aber damit wird ein 
kleiner 8-Bitter schon ziemlich ausgelastet.
Gast #479111
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also ich würde es wie folgt machen:

dadurch daß DTMF recht geringe frequenzen benutzt (max 1.6kHz), würde 
ich mit vll. 5 kHz samplen, und für jede der 8 frequenzen einen 
entsprechenden IIR-Bandpaß rüberjagen.

Dann die jeweiligen Amplituden analysieren und gut ist.

(kommt mir als Lösung als erstes in den Sinn)
Gast #479115
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Ach - noch besser:

Es können ja immer nur zwei frequenzen gleichzeitig sein:

Also 2 Bandpässe (1x 4 hohe Frequenzen, 1x 4 niedrige) durchlaufen 
lassen, und dann einfach nulldurchgänge ermittelt.
OP #479700
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@alle

ich danke Euch für Eure antworten,

scheint doch ein etwas umfangreicheres Projekt zu werden, wenn man es 
diskret aufbaut :(

Für Tief / Hochpaßfilter 6. Ordnung bnötigt man schon eine "handvoll" 
Bauelemente.

Hatte vor vielen Jahren mal eine diskrete Schaltung mit zwei 
Stereodecodern aufgebaut. Zwei Frequenzen (Tonwhl) wurden sicher 
erkannt.

Bernhard
Gast #479729
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Ich habe mal nach Software-DTMF-Decodern für AVR gegoogled:

AVR 2313 - Software DTMF decoder "I used the resonance filter 
principle":
http://micro-tech.telenet.be/Projects%202%20-%20text.htm

"I am designing a dtmf decoder using the Goertzel algoritm..."
http://www.embeddedrelated.com/usenet/embedded/show/55105-1.php

Aber ich habe den Eindruck, solange es Hardware-Decoder gibt, wird das 
immer eine Ausnahme bleiben
Gast #479882
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@Bernhard Schulz:

>Könnte das nicht auch ein µC erledigen, indem einfach zwei Frequenzen
>gemessen werden?

>Für Tief / Hochpaßfilter 6. Ordnung bnötigt man schon eine "handvoll"
>Bauelemente

Die Filterung macht der Mikrocontroller - deswegen war auch von FIR/IIR 
die Rede. Steilheit der Filter läßt also die Anzahl der Bauelemente 
nicht ansteigen (sondern "nur" den Rechenaufwand).

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