Hallo,
ich habe eine Platine mit 5V Versorgungsspannung und möchte darin einen
3.3V Chip einsetzen. Grundsätzlich sehe ich die Möglichkeit, einen
Spannungsregler zu verwenden (eher ungern, da teurer besonders wenn ich
die Platine öfter mache) oder einen Spannungsteiler zu verwenden:
Ich habe mir aus der Formel für den belasteten Spannungsteiler folgende
Gleichung hergeleitet (mit Hilfe von Maxima...):
Uv R2 U
[U2 = -----------------------]
(Iv R1 + Uv) R2 + Uv R1
Statt Rv (Verbraucher, also der Chip) habe ich Uv und Iv eingesetzt. Das
garstige ist nämlich nun, dass sich die Stromaufnahme ziemlich stark
ändert (100uA bis 65mA). Der Chip darf laut Blättle mit 2,9 bis 3,3 V
betrieben werden.
Folgende Werte vorausgesetzt:
Uv=3.3,R2=48[Ohm],U=5[V],Iv=0.0001[A],R1=25[Ohm];
bekomme ich an U2 die gewünschte Spannung von etwa 3,3V
Ändert sich die Stromaufnahme auf Iv=0.065[A], dann aber nur noch etwa
2,5V was für den Chip zu wenig sein dürfte.
Ich bin leider weder Mathematiker noch Elektroniker, sondern mehr
Softwaremensch, daher wäre ich über Hinweise zu Denkfehlern,
Alternativen usw. sehr dankbar...
Grüsse
Werner
Häufig verwendet bei 3,3V-Dataflash in 5V-Schaltung: LED zwischen 5V und
3.3V-Baustein. Da muss allerdings dessen Stromlimit bedacht werden.
Das mit dem Spannungsteiler solltest du gleich wieder vergessen. So arg
viel kostet ein LM2950 nun auch wieder nicht.
Ui, das kommt nicht gut. Grundsätzlich wäre es mal noch sinnvoll zu
erfahren, was der 3.3V-Chip denn so machen soll. Dann könnte man
EVENTUELL herausfinden, dass es als "Chnorz" noch so irgendwie geht.
Aber was Du machen könntest, wäre, hinter den Spannungsteiler 'nen
Spannungsfolger zu schalten. Kosten eines OpAmps, also 50Cent.
Hi,
oben beschriebene Maßnahmen funktionieren sicher gut, betrachte aber
auch die Umgebungstemperaturen des späteren Einsatzgebietes deiner
Applikation. Je nach Umgebung kannst Du auf so einfache Methoden nicht
zurückgreifen, dann wird u.U. ein Spg.Regler auch kostenmäßig wieder
attraktiv. D.h. prüfe ob bei angestrebter Max.-Temperatur noch alles im
grünen Bereich ist !!!
Ich würde wohl doch eher die 25 Cent für einen LLD1117DT33TR - 3,3
V-/800 mA - DPAK, oder LT1117-3.3 - 3,3 V-/800 mA - SOT223. Pollin
machts möglich und Du sparst Dir die Experimente und heizende
Vorwiderstände.
Grüsse Lothar
Hallo,
vielen Dank für die vielen Hinweise!
also grundsätzlich geht es um einen GPS Chip (3,3V) der mit einem AVR
(5V) verbunden werden soll. Die 5V brauche ich auch noch für etwas
anderes, also ist es keine Alternative einen AVR für weniger Spannung zu
verwenden.
Da das Gerät an einer Batterie hängen soll, wäre es schön den Verbrauch
klein zu halten. Billig sollte es auch sein (ich tue mal so als würde
ich zwei Dutzend bauen), daher wollte ich anfangs keinen Spannungsregler
verwenden, wenn das Teil aber nur 25cent kostet, überlege ich da
nochmal, ich dachte der kostet mich mind. 1 Euro.
Das mit der Z-Diode hätte auch seinen Reiz, aber ich denke, wenn der
Chip idle ist, wird da zuviel Strom verschleudert. Das mit Opamps etc
macht die Sache insgesamt für mich eher schwerer, auch nicht direkt
günstiger.
Ich denke mal für die Versorgung entweder doch der Spannungsregler oder
die krasse Z-Diode.
Jetzt soll der AVR noch mit dem Chip kommunizieren (rx/tx), da habe ich
ja wieder das Problem. Kann ich an dieser Stelle jetzt den einfachen
Spannungsteiler verwenden (5->3,3) bzw. einen Transistor in
Gegenrichtung?
Schöne Grüße & danke
Werner
>Jetzt soll der AVR noch mit dem Chip kommunizieren (rx/tx), da habe ich>ja wieder das Problem. Kann ich an dieser Stelle jetzt den einfachen>Spannungsteiler verwenden (5->3,3) bzw. einen Transistor in>Gegenrichtung?
Fast jeder zweite Thread hier dreht sich darum. Such einfach mal.
Ein Parallelregler ist bei Batterieversorgung aus dem Rennen. Damit die
klassische Z-Diode, aber genauso dein bizarrer Spannungsteiler.
Wenn eine LED den Strom nicht verdaut (bei Impulslast 65mA vertretbar,
bei Dauer nicht), dann nimm 3 Dioden 1N400x in Reihe zwischen 5V und
VCC, die nehmen ca. 2V weg, bleiben 3V. Zusätzlicher Stromverbrauch
Null, weniger als ein Regler.
Hallo,
das mit den Dioden klingt irgendwie schön. Wie kann ich denn berechnen
welche/wie viele Dioden ich brauche? Hängt der Spannungsabfall mit der
Schwellspannung der Diode zusammen bzw. ist der dann Strom-unabhängig?
Könnte ich eigentlich auch eine Z-Diode mit 1,7V Durchbruchspannung
davorschalten oder ist das Unsinn (wenn ja, warum?)?
nochmals dank & Gruß
Werner
Dioden - ob Z oder normal, beinhalten in diesem Zusammenhang das Risiko,
dass das 3,3V-Teil entweder bei 100µA Überspannung kriegt, oder bei 65mA
Unterspannung. Egal wie - ich kenne keine Dioden, die in diesem
Strom/Spannungsbereich über den ganzen Betriebsbereich garantiert
hinreichend stabil sind. Das Datasheet von ebendieser Z-Diode ist da
recht anschaulich (in den Diagrammen).
Wenn das 3,3V-Teil schweineteuer ist, nimm einen Spannungsregler mit
niedrigem Eigenverbrauch. Die gibt es, aber kosten etwas mehr als die
üblichen Regler.
Wenn dir das zu teuer ist, dann kann das GPS-Teil seinerseits wohl nicht
allzu teuer sein. Dann nimm entweder die Z-Diode, 3x 1N4148 oder eine
LED.
@ A.K.
Nun ermutige ihn doch nicht auch noch dazu
Dioden als Spannungsregler zu verwenden ;)
Ich versuche es mal deutlicher:
Dioden als Spannungsregler sind bäh, pfui,
runter vom Tisch.
Optimal: Typen wie MAX667,MAX882. Fliess fast kein Ruhestrom. Aber mit
um die 4 Euro nicht ganz billig.
Kompromiss: LP2950. Ruhestrom 100µA, kostet dafür nur 40 Cent.
>Im Prinzip hast du ja recht, nur ist die LED als "Regler" für>Dataflashes beinahe schon Standard ;-)
Bei mir nicht ! Da sitzt ein ordentlicher Spannungsregler
drin.
Nun gut wenn die ganzen Newbies keine Kohle haben sollen
sie doch Dioden nehmen. Digitalkamera bereit halten !
Ich will auch sehen wenns brennt ;)
Hallo,
alles klar, dann werde ich erstmal sehen was das Meßgerät spricht. Wenn
mich das dann ermutigt mach ich das mit Z-Diode, ansonsten werde ich den
goldenen Spannungsregler holen :-)
Vielen Dank für die lehrreichen Tipps, hat mir sehr geholfen!
Werner