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Bitte sehen Sie in unserer Absage keine generelle Wertung Ihrer Person.
Wir
haben vielmehr nach eingehender Prüfung festgestellt, dass das Profil
anderer Bewerber fachlichen noch besser mit unserem speziellen
Anforderungsprofil übereinstimmte.
[...]
Hallo,
gibt es eigentlich eine Norm oder eine gesetzliche Regelung, wie eine
Absage zu formulieren ist? Ausnamslos alle erhaltenen Absagen enthielten
den obigen Wortlaut in nahezu identischer Formulierung.
Diese Floskel ist dem Antidiskriminierungsgesetz geschuldet.
Die Gutmenschen unter den Politikern wollten verhindern, dass Bewerber
aus
politischen, religiösen, ethnischen Gründen bei Bewerbungen(Beruf,
Privat, Mieter) abgelehnt werden.
Diese Floskel zeigt, dass Personalentscheider sich durch dümmliche
Politiker nicht beeinflussen lassen.
Ich vermute, dass die Formulierung "keine generelle Wertung Ihrer
Person" mit dem Antidiskriminierungsgesetz zusammenhängt, nachdem man
den Arbeits-/Ausbildungsplatz einklagen kann, wenn man aufgrund von
Äusserlichkeiten, Behinderungen, Krankheiten etc. abgelehnt wird.
Mit diesem Satz rechtfertigt der Stellenausschreiber sich und gibt vor,
dass nur die fachliche Kompetenz entscheident gewesen sein soll. Das
Gegenteil kann man nicht beweisen, also braucht man es mit einer Klage
garnicht erst zu versuchen.
Das wäre eine mögliche Erklärung, ob das wirklich so ist, kann ich dir
leider auch nicht sagen.
Ich habe mal eine Absage bekommen, in der war zu lesen:
[Ort], den 12.08.1998
Sehr geehrte(r) [Berweber(in)],
...
{hier ein Standard-Absagetext}
....
[Unterschrift]
Die haben nicht mal die Platzhalter gefüllt. Und als Fußnote war zu
finden:
C:\Briefe\Vorlagen\Absage.doc
Hehe, die Personalerin geht offenbar absolut zu denen, welche soöche
Pauschalabsagen schreiben: Sie ist gewöhnt, Platzhalter zu nutzen und
tut sich schwer, selbständig ganze Sätze zu schreiben - sie muss später
addieren.
Wie schauts eigentlich aus, wenn sich eine... ähm.. "etwas" kräftiger
gebaute Dame sich auf einen Job als Stripperin bewirbt und dann, da
kräftiger gebaut, nicht genommen wird??
Wäre ja diskriminierung, da wegen äußerlichkeiten abgelehnt, oder?
>Wäre ja diskriminierung, da wegen äußerlichkeiten abgelehnt, oder?
Nein, Sie wird ja abgelehnt, weil Sie nicht die nötige
(Haupt-)Vorraussetzung erfüllt. Als Farbenblinder wird man auch schwer
eine Anstellung als Drucker bekommen.
Ehrlich gesagt finde ich dieses Gesetz ziemlich bescheuert. Mir
persönlich wäre es sehr viel lieber, wenn mir der Personaler oder wer
auch immer direkt mitteilen würde, dass ihm meine Fresse nicht passt,
oder ihm wegen meines Aftershaves übel wurde oder was auch immer. Nur so
kann man an sich arbeiten und es das nächste mal besser machen.
Logisch, er kann nicht sagen, dass er was gegen Farbige hat oder so.
Aber darum ging es ja auch nicht. Ich denke, ich bin relativ normal. Der
Grund kann also nur an meinem Auftritt oder aber bei meinen
Bewerbungsunterlagen liegen. Es kann natürlich auch wirklich so sein,
dass jemand anderes besser auf die Stelle passte. Kann man ja nicht
wissen...
>Du warst uns zu teuer. Außerdem hat uns dein schrecklicher Dialekt nicht>gepaßt. Lern mal hochdeutsch!
Na also, warum nicht gleich so LOL
Muß man erst in einem Forum posten, um die Wahrheit zu erfahren...
So häufig, wie Du, Personaler, Dich verschreibst, entsprichtst Du genau
dem hier öfters dargestellten Bild, Deiner Zunft: Schwachmat mit
übersteigertem Wichtigkeitsempfinden.
Ich kann diese ganzen Unternehmen und deren Vertreter (Personaler) auch
nicht mehr ab. Setzen in "schlechten Zeiten" Unmengen von Arbeitnehmern
aus fadenscheinigen Gründen auf die Strasse und beschweren sich dann in
schlechten Zeiten über den Fachkräftemangel.
Beispiel Airbus vo 6 Monaten: Wir suchen Leute, aber keiner will in den
karstigen Norden ziehen (BuHu) und jetzt eine Entlassungswelle ohne
gleichen.
Wenn man einem dieser Personaler auf ihre vorgefertigten Standardfragen
mit einem coolen Spruch (Frage: Was treibt Sie an?, Antwort: Mein Herz!)
kommt, fühlen die sich gleich verarscht und das wars dann mit der
Stelle.
Ab einem bestimmten Alter kann man hier in Großunternehmen nichts mehr
erreichen. Das ist auch der Grund, weil so viele 40-jährige hier nur
noch Job nach Vorschrift machen und die Zeit absitzen.
Meine Meinung: Die ganze Einstellungsploitik in diesem Land muss sich
gehörig ändern. Wenn man die Arbeitnehmer wie Dreck behandelt, werden
diese ihr Glück halt woanders suchen. Unternehmen sollten langfristig
handeln und da es auf lange Sicht immer weniger (junge) Arbeitnehmer
geben wird, sollten diese lieber nett zu uns sein.
So, das wars jetzt. Grüsse auch vom Radioactive-Men
>Frage: Was treibt Sie an?, Antwort: Mein Herz!
Ich habe auch immer grlße Probleme, die Ernsthaftigkeit dieser
Fragenkataloge zu erkennen.
Was sind Ihre Schwächen: Meine größte Schwäche ist, daß ich nicht über
meine Schwächen reden kann.
Was ist Ihre größte Stärke: Meine Stärke liegt darin, meine Schwächen
perfekt kaschieren zu können.
Sind Sie entscheidungsfreudig? : Kleinen Moment, da muss ich kurz
nachdenken ... Ähm, ja, also so ziemlich, würde ich mal sagen ... ja,
meistens bin ich sehr entscheidungsfreudig - daß heisst, - also in
Einelfällen kann es auch mal anders sein - aber in der Regel , also
meistens, würde ich sagen schon doch einigermassen.
Wollen Sie mich hier auf den Arm nehmen: Ein ARM ist viel zu klein, um
Sie daruaf zu nehmen, Frau Personalleiterin, ausserdem stehe ich auch
schlanke und junge Mädels.
Jo Dirty, das war wirklich witzig! Hast du das auf
Vorstellungsgesprächen immer so gemacht? Das wär cool! Dann bist du
jetzt bestimmt selbständig was?
Ich habe immer einen auf destruktiv gemacht, wenn mir die Leute bzw. das
Interview auf Anhieb nicht gefallen hat. Irgendwie stellt man sich dann
quer.
Einmal hat mich so ein Doktor (ich glaube Snuggles oder so ähnlich)
geschlagene zwei Stunden über irgendwelche fachspezifischen Fragen
ausgequetscht. Nach einer Stunde hats mir dann gereicht und ich hab auf
jede Frage nur noch mit 43 geantwortet.
Aber gut, ich hab ja jetzt nen Job. Manche Gespräche waren auch nicht so
unangenehm.
Das geilste ist immer "denken Sie zielorientiert" ? Da habe ich
schonmal geantwortet, "nein, tut mir leid, ich denke kundenorientiert".
Meinen Spruch "Nein, ich sage immer, der Weg ist das Ziel" habe ich mich
aber noch nicht getraut, zu bringen.
Man muss nur einmal etwas bringen, womti die nichts anfangen können,
dann sind se eingeschappt.
Fallout-Boy wrote:
> Ich kann diese ganzen Unternehmen und deren Vertreter (Personaler) auch> nicht mehr ab. Setzen in "schlechten Zeiten" Unmengen von Arbeitnehmern> aus fadenscheinigen Gründen auf die Strasse und beschweren sich dann in> schlechten Zeiten über den Fachkräftemangel.
Was soll man denn in schlechten Zeiten mit den Arbeitnehmern machen?
Vorschlag: Du gründest einfach mal ein Unternehmen und dann kannst du so
viele Arbeitnehmer einstellen, wie du willst und aus ganz sozialen
Gründen bezahlen, auch wenn die Aufträge zurückgehen.
@S. Wetzel,
das in "schlechten Zeiten" steht in "Gänsefüßchen" und ist damit (wie
auch "Gänsefüßchen") ironisch gemeint. Das heißt die Unternehmen
schmeißen auch in guten Zeiten Leute raus, um das Betriebsvermögen zu
erhöhen, was dann zu mehr Gewinn führt, der dann an die Aktionäre
ausgezahlt wird.
Sch.., bin ja auch Aktionär.
PS.: Außerdem ist mein Bruder selbständig.
Was erwartet ihr denn ?
Personaler sind die BWL-er, die weder Kreativität für Marketing haben,
noch analytische Fähigkeiten für Kontrolling... der Bodensatz vom
Bodensatz...
Was soll das Affentheater um Absagen? Wenn auf einen Job 100 Bewerbungen
kommen, muessen 99 abgesagt werden. Wenn alle Bewerber gleich gut
waeren, muessten sie einen Pfeil werfen oder Wuerfeln. Was soll's. Es
gibt nicht immer etwas zum Verbessern, oder einen anderen Grund.