Hallo Zusammen,
ich bin neu in der Welt der µC. Ich wollte mir zum Einstieg das
Entwicklungboard von Pollin für 14,95 € kaufen. Nun habe ich auf der
Seite gesehen, das die BEtriebsspannung 9V~ ist. Das mach mich ein wenig
stutzig.
Hat schon einer von euch Erfahrungen mit dem Board gemacht? Ist dieses
Board zum Einstieg geeignet? Oder gibt es da bessere Alternativen.
Danke für eure Bemühungen!
Super Danke für die Schnelle antwort. Wie sieht es denn mit der
Stromaufnahme aus?
Ein Frage habe ich noch zu dem Experimentierboard? Kann ich mit Hilfe
dieses Boards auch mit dem AVR Studio incl. C-Compiler arbeiten?
Ok das Netzteil werde ich mir dann auch bestellen :-)
Bleibt nur noch die Frage bezüglich der programmierung des µC. Womit
macht ihr es denn? Also nach meinen ganzen Experimenten wollte ich eine
Zeiterfassung mit dem µC erstellen. Wo mit Hilfe der RS 232 die
gemessenen Werte an den PC geschickt werden. Ist dies mit dem Atmega32
möglich?
>Also nach meinen ganzen Experimenten wollte ich eine>Zeiterfassung mit dem µC erstellen. Wo mit Hilfe der RS 232 die>gemessenen Werte an den PC geschickt werden. Ist dies mit dem Atmega32>möglich?
Wenn Du das Programm hinbekommst, ist es sicherlich mit einem Mega32
machbar.
Angefangen hab ich mit Bascom-AVR. Mittlerweile programmiere ich aber in
Assembler mit AVR-Studio. Bin ja erst seit einem Jahr beim AVR gelandet
und hab bis jetzt nur kleine Sachen gemacht.
Was brauche ich denn noch alles für die Programmierung? Kabel usw? Ich
habe irgendwo gelesen das es ein 1zu1 serielles Kabel sein muss.
Hast du es denn auch schonmal mit C versucht? Ich meine Prinzipiell ist
das Programmieren mittels C im AVR Studio ja möglich.
Erstmal brauchts Du einen Computer mit echter RS232 Schnittstelle. Die
ISP Schnittstelle läuft nicht USB-RS232 Adaptern. Programm Ponyprog zum
ISP Programmieren bekommste im Netz... Benötigen tut man ein normales
9pol. RS232 Verlängerungskabel 1:1 mit einem Stecker und auf der anderen
Seite eine Buchse. Auch davon hat Poll.. genügend Auswahl.
C? Schon mal gesehen..., aber will ich nicht können.. ;)
Das Board ist schon OK für den Preis. Programmieren kannst du wie immer
du willst. In den Chip brutzeln solltest du es dann mit Ponyprog.
Alternativ ist auch ein Bootloader ne feine Sache. Dann spart man sich
das umstöpseln zwischen Programmierschnittstelle und RS232. Das Board an
sich benötigt nur sehr wenig Strom aber ich versorg gern angeschlossene
Peripherie mit über das Board und mit nem VFD-Modul dran ist es schon
ratsam dem armen 7805 einen kleinen Kühlkorpuskel zu spendieren. Ein
vollbelegtes 1:1 Kabel sollte man für die Programmier- wie für die
RS232-Schnittstelle nehmen. Netzgerät und Kabel gibts meistens für
wenige Cent zum mitbestellen und oft sind auch geeignete Kühlkörperchen
für einige Cent zu bekommen. Wenn man auch noch nen günstigen ZIF-Sockel
mitordert kann man das Board noch ein Stück aufwerten. Ich hab jetzt nur
die erste Version des Boards hier liegen und da passt ein 40poliger ZIF
prima drauf. Einfach in die vorhandene Fassung stecken.
bye
Frank
Also meine Bestellung bei Pollin würde jetzt folgende Komponenten
umfassen:
1 * Best.Nr. 810 046 Funk-AVR-Evaluations-Board
1 * Best.Nr. 230 013 Quarz 16 MHz
1 * Best.Nr. 400 008 ZIF Sockel (hierbei bin ich mir etwas unsicher)
1 * Best.Nr. 350 421 Netzteil 9V ~/ 1A ( so habe ich ja noch ein Wenig
reserve. Sollte reichen oder?
1 * Best.Nr. 100 907 Micro-Controller ATMEGA16-16PU
1 * Best.Nr. 100 916 Micro-Controller ATMEGA32-16PU
2 * Best.Nr. 720 738 Kupplung/Stecker - 9-polig - Länge 2 m
Zur Programmierung würde ich mir dann im Netz das AVR Studio mit WIN AVR
für die C- Programmierung sowie Pony Prog besorgen.
Habe ich noch was vergessen? Wäre super wenn ihr einmal über die
Hardwarekomponenten gucken könntet, da ich wie gesagt noch keinerlei
Erfahrung mit µC habe.
Besten Dank im Voraus!!!
Von meiner Seite aus ist das genehmigt ;-)
ZIF-Sockel ist auch ok. Ich hatte zwar das andere Pollinboard (810 038)
im Verdacht, aber das ändert an meinen Bemerkungen nicht... Wenn Du die
Funk-funktionalität brauchst, dann mußt du noch die Funkmodule
mitbestellen.
Wenn du nicht mit den Funkmodulen spielen willst, dann wäre eventuell
das andere Board empfehlenswerter (dort passen noch andere AVR-Typen
drauf).
Von blinkenden LEDs hat man ziemlich schnell die Nase voll. Ich würde
daher noch ein Text-LCD mitbestellen. Eins mit HD44780 Kontroller und
ohne komische (=negative) Kontrastspannung. Die sind bei Pollin relativ
billig.
Ich hatte das Funk Board ins Auge gefasst, um eventuell nach einiger
Erfahrung mit dem µC mal etwas mit Funk ausprobieren zu können.
Als Display habe ich noch folgendes hier rumliegen:
http://www.lcd.elementy.pl/lcd/pdf/grafik/blueline.pdf
Das sollte ja funktionieren. Oder?
Also wenn ich denn mal etwas routine mit dem µC habe, dann wollte ich
mich an eine Zeiterfassung für eine Carrerabahn begeben. Bei der die
Zeiten über den µC gemessen und anschließend per RS232 an den PC
übertragen und dort in eine Datenbank geschrieben werden.
Das wäre doch machbar? Oder kann ich dieses Projekt direkt zu beginn
begraben? :-)
wenn du nicht gleich erwartest sofort das komplette Projekt auf einmal
zu stemmen sondern dich Stück für Stück rantastest sollte das
realistisch sein. Ich würd dir auch eher zu dem Board ohne Funk raten
wenn du nicht gleich mit Funk anfangen willst. Wenn du dann soweit bist
kannst du das Funkzeug immernoch nachordern. So teuer ist es ja zum
Glück nicht.
bye
Frank
So ich habe nun meine Bestellung bei Pollin aufgegeben. Habe mich zu dem
Board ohne Funk entschieden. Ihr habt schon recht, das kann man immer
noch nach ordern, wenn es benötigt wird.
Bin mal gespannt wann die Sachen eintreffen.
Wollte mich an dieser Stelle auch noch mal bei euch allen für die
schnellen und guten Ratschläge bedanken. Werde sicherlich das ein oder
andere mal noch einmal eure Hilfe in Anspruch nehmen müssen.
Werner B. wrote:
> Bei zusammenbau des Boards unbedingt das "Errata" beachten.> Soweit ich mich erinnere sind ein paar Dioden vertauscht und ein Elko> verpolt>> Werner
achwas
einfach alles so machen, wies in der anleitung steht, dann gehts (bei
mir und bei meinem cosuin auch, genauso bei einem kumpel von mir ;-) )
S. H. wrote:
> Werner B. wrote:>> Bei zusammenbau des Boards unbedingt das "Errata" beachten.>> Soweit ich mich erinnere sind ein paar Dioden vertauscht und ein Elko>> verpolt>>>> Werner>>> achwas> einfach alles so machen, wies in der anleitung steht, dann gehts (bei> mir und bei meinem cosuin auch, genauso bei einem kumpel von mir ;-) )
Achso??
Und wozu haben die das Blatt "Druckfehler" mit der Korrektur
beigelegt???
...
super empfehlt nur einem Anfänger 24V auf seinen 7805 zu geben. Ohne
entsprechenden Kühlkörper geht das nicht lange gut.
Ist die Platine schon fertig oder musst du sie zusammenlöten, wenn ja
ersetz den 7805 durch einen Low Drop Typen, dann kannste den
Gleichrichter auf der Paltine auch mit 5V AC versorgen und am Ausgang
kommen immernoch stabile 5V DC raus und erzeugst viel weniger Abwärme.
S. H. wrote:
> war bei uns 3 nicht dabei
Dann habt Ihr entweder aus der ersten Charge zu früh gekauft, als die
den Fehler noch nicht bemerkt hatten, oder so spät, dass Ihr eine neue
Carge erwischt hattet.
Ich hatte es recht früh gekauft, aber nicht aufgebaut, dann einem Freund
gegeben, der ein neues bestellt hatte, das er mir dann zurück gab. Beim
Aufbau bemerkte er den Fehler (er kann Schaltzeichnungen lesen und denkt
mit) und korregierte ihn. Als dann die Lieferung mit dem Neuen kam, bei
dem der Zettel beilag, war Grinsen angesagt. Ich habe es übrigens immer
noch nicht aufgebaut. Es hat mir zu viele Ungereimtheiten und ist mir
somit etwas unsymphatisch. Nicht dass es "schlecht" wäre, aber man hätte
Vieles besser (sinnvoller) machen können.
...
ich habe mir auch kein 24V Netzteil sondern ein 9 V ~ Netzteil mit
bestellt. Mir ist klar das der arme 7805 bei 24 V auch nen Kühlkörper
gebrauchen kann :-)
@Hannes
was sollen denn da für Ungereimtheiten sein? Ich habe die Vers. 2.0. Man
könnte höchstens sagen, manches hätte ich anders gemacht. z.B. statt 4
Dioden hätte ich einen Brückengleichrichter genommen oder ganz darauf
verzichtet, weil es auch 5V= Netzteile gibt. Die kleinere Fassung hätte
ich innerhalb der größeren plaziert, die Programmierleitungen hätte ich
über die noch freien Teile des Max232 geführt und ggf. die Leitungen auf
eine Buchse zusammengeführt. Das Umstecken ist etwas lästig. Aber
vielleicht dient das auch der Sicherheit. Aber das alles sehe ich nicht
so an, daß ich auf die Anwendung damit verzichten würde.
Das Netzteil ist übrigens nicht "dazu passend". Man muß den Stecker des
Netzteils abschneiden (auf der 9V~ Seite) und die Leitungen in die
Klemme stecken. Das steht nicht in der Beschreibung.
mfg
Wolfram Quehl wrote:
> @Hannes>> was sollen denn da für Ungereimtheiten sein? Ich habe die Vers. 2.0. Man> könnte höchstens sagen, manches hätte ich anders gemacht. z.B. statt 4> Dioden hätte ich einen Brückengleichrichter genommen
Das stört mich nun weniger. Da stört mich eher, dass man überhaupt eine
Brücke genommen hat. Das erschwert den Betrieb mehrerer Komponenten an
einer Stromversorgung. Das STK500 und das myAVR-Board haben aber den
selben Unfug. Eine Schutzdiode gegen Verpolung vor dem Spannungsregler
hätte völlig gereicht. Dann hätte die Stromversorgung wenigstens
Massepotential.
> oder ganz darauf> verzichtet,
Eben. Oder nur Schutzdiode vor Elko und Regler.
> weil es auch 5V= Netzteile gibt. Die kleinere Fassung hätte> ich innerhalb der größeren plaziert,
Das stört mich weniger.
> die Programmierleitungen hätte ich> über die noch freien Teile des Max232 geführt und ggf. die Leitungen auf> eine Buchse zusammengeführt.
Das ist bei diesem Programmer wohl eher hinderlich. Der ist eh nicht
mehr zeitgemäß, da PCs mit echten COM-Schnittstellen aufgrund der
Multimedia-Manie aussterben. Diesen Teil der Schaltung werde ich sowiso
nicht bestücken, zum Glück hat man ja den ISP-Anschluss vorgesehen.
> Das Umstecken ist etwas lästig. Aber> vielleicht dient das auch der Sicherheit. Aber das alles sehe ich nicht> so an, daß ich auf die Anwendung damit verzichten würde.
Ich auch nicht.
Mich stört eher, dass die Taster gegen Vcc schalten. Sowas macht man
nicht (zumindest nicht ohne Not), es passt auch nicht zu den bei AVRs
vorhandenen internen PullUp-Widerständen. Durch diesen Unfug werden
Anfänger auf's falsche Gleis gelotst.
Dann stört mich die Inkonsequenz bei der Belegung des
"Expansions-Ports". Es wäre ein Leichtes gewesen, die Port-Bits so
anzuordnen, dass die 8 Bits eines jeden Ports identische (relative)
Pinanordnung haben, so dass man externe Dinge über 8-polige
Buchsenleisten anschließen kann, die bei Portwechsel einfach in einen
anderen Bereich der Wanne gesteckt werden können. Damit wäre der
Expansions-Port bedeutend flexibler nutzbar. Ideal wäre zwar die
Pinbelegung ähnlich STK500, aber da stört der Fehlende Pin des
Wannensteckers, es ist nunmal ein Restposten aus der PC-Fertigung.
Ich hätte jetzt beinahe die feste Verdrahtung der Taster und LEDs
angeprangert, aber das war ja beim Vorgängermodell der Fall. Hier sind
zumindest Jumper zum Deaktivieren vorhanden.
Für die Quarze hätte ich Steckfassungen erwartet.
Trotzdem meine ich, dass das Board eine günstige Möglichkeit für
Einsteiger ist. Es ist nicht wirklich schlecht, man hätte es aber ohne
nennenswerten Mehraufwand besser machen können.
>> Das Netzteil ist übrigens nicht "dazu passend". Man muß den Stecker des> Netzteils abschneiden (auf der 9V~ Seite) und die Leitungen in die> Klemme stecken. Das steht nicht in der Beschreibung.
Auch die Netzteile sind nur Restposten irgendwelcher Herkunft. Aber von
einem Elektronikbastler, der sich an Mikrocontroller heranwagt, sollte
man auch erwarten können, dass er ohne Beschreibung in der Lage ist,
einen Stecker abzuschneiden, die abisolierten Enden zu verzinnen und die
Strippen anzuklemmen. ;-)
>> mfg
Gruß,
Hannes
(oder einfach nur "...", bedeutet das selbe)
Jörg B. wrote:
> Beim Funkboard war eine Fehlerkorrektur dabei, beim normalen Board> nicht.
Hast vermutlich eine neue Charge, bei der das bereits korregiert ist.
Das war beim Vorgängermodell auch so. Zuerst waren RX und TX vertauscht,
dann gab's 'ne "Reparaturanleitung" (Leiterzüge trennen und flicken),
bei der nächsten Charge war es korregiert.
Da Pollin auch Lehrlinge (Azubis) ausbildet (auch Elektroniker, nicht
nur Krämerseelen bzw. Kaufleute), vermute ich, dass die Bausätze im
Rahmen von Übungsaufgaben von den Azubis entwickelt werden. Dabei kommen
hauptsächlich die Bauteile zum Einsatz, die gerade billig in großen
Mengen am Lager sind. Das meine ich jetzt nicht abwertend, im Gegenteil,
ich finde es gut, dass man sowas macht...
Das Funkboard habe ich mir noch nicht bestellt, ich traue den
Funkmodulen (und meiner Programmierkunst betreffs Funkmodule) nicht
allzuviel zu. Kann aber gut sein, dass ich mich da irre.
...
Wolfram Quehl wrote:
> Das Netzteil ist übrigens nicht "dazu passend". Man muß den Stecker des> Netzteils abschneiden (auf der 9V~ Seite) und die Leitungen in die> Klemme stecken. Das steht nicht in der Beschreibung.>
na toll... zusammenlöten muß man den Bausatz etwa auch noch?!
>Die kleinere Fassung hätte ich innerhalb der größeren plaziert,
genau denn hätte man aber keinen ZIF-Sockel mehr draufbauen können
Hannes Lux wrote:
> Für die Quarze hätte ich Steckfassungen erwartet.
Hab ich mir aus einem Stück Präzi-Sockel selbst geschnitzt... Aber auf
die Idee bist Du mit Sicherheit auch selbst gekommen...
Gruß
Holger
Hannes Lux wrote:
> Eine Schutzdiode gegen Verpolung vor dem Spannungsregler> hätte völlig gereicht. Dann hätte die Stromversorgung wenigstens> Massepotential.>
D5 bestücken, D7 durch eine Drahtbrücke ersetzen und D4 u. D6 weglassen.
Aber wenn erzähle ich das... ;-)
Holger Krull wrote:
> Hannes Lux wrote:>> Eine Schutzdiode gegen Verpolung vor dem Spannungsregler>> hätte völlig gereicht. Dann hätte die Stromversorgung wenigstens>> Massepotential.>>> D5 bestücken, D7 durch eine Drahtbrücke ersetzen und D4 u. D6 weglassen.>> Aber wenn erzähle ich das... ;-)
Ja klar, habe ich beim myAVR-Board auch gemacht.
Beim IR8 gibts ja denselben Blödsinn, da speise ich (trotz
Originalbestückung) 12V Gleichspannung bei GND und einem der
Brückeneingänge ein.
...