Wie lange braucht ihr täglich zu eurem Arbeitsplatz?

Gast #640414
Lesenswert?

Hallo Leute,

habe da mal eine allgemeine an alle Forumsbesucher.
Wie weit oder auch wie lange braucht ihr täglich bis ihr an eurem 
„Hightech“-Arbeitsplatz eintrefft, den es leider vor euer Haustür nicht 
gibt? Ich weiß das viele mit dem Zug mehrere Stunden unterwegs sind, 
wenn man hin und zurück zusammenrechnet...
Mich interessieren allerdings mehr diejenigen unter euch, die mit ihrem 
eigenen PKW zur Arbeit fahren. Wie viele Kilometer legt ihr jeden Tag 
zurück und wie lange seid ihr täglich unterwegs?
Warum ich frage ist folgendes, ich arbeite schon mehrere Jahre als 
Elektronik-Entwickler in einem mittelständisches Betrieb, welcher zehn 
Minuten von meinem Wohnort entfernt liegt. Leider gibt es in meinem 
näheren Umfeld keine andere Möglichkeit was in meinem Berufsfeld als 
E-Technik Ing. zu machen. Jetzt habe ich ein Angebot von einer anderen 
Firma bekommen, bei der ich auf die Hand rund 400 mehr bekomme, müsste 
allerdings täglich 45km fahren. Fahrtzeit durch gute Verkehrsanbindung 
im Berufsverkehr rund 35min..., also täglich 90 km und 70min im 
Auto....Bahn kommt nicht in Frage, weil kein Bahnanschluss sowohl bei 
mir im Wohnort wie auch beim Arbeitgeber vorhanden ist!
Ist das heutzutage normal oder machen das die wenigstens? Wie viel 
sollte man mehr verdienen um den Mehraufwand an Fahrtkosten und Zeit 
auszugleichen?

Noch ein Hinweis von mir, ich möchte jetzt hier keine 
Grundsatzdiskussion auslösen, in der mir dann vorgeworfen wird, wie 
unflexibel ich bin usw. Außerdem weiß ich auch sehr wohl, das viele 
Arbeitssuchende mehrere Stunden Fahrtzeit in Kauf nehmen würden, nur um 
einen ordentlichen und gut bezahlten Job zu bekommen....Ich möchte nur 
mal Fragen wie es andere so machen?
#640470
Lesenswert?

Da sich kein Autofahrer meldet:
Ich würde mit der Dieselpartikelschleuder ca. 45-60 Minuten in die 
Arbeit brauchen, für rund 70 km.
Da ich es jedoch vorziehe, vor bzw. nach der Arbeit zu schlafen, fahre 
ich mit dem Zug. Außerdem ist es billiger.
Nachteile, es ist eben unflexibel, da ich halt fahren muss, wie der Zug 
kommt, dadurch brauch ich auch einfach länger, muss früher aufstehen, ( 
dadurch früher schlafen gehen), komm später Heim usw.
Aber ich geh zum Bahnhof, steig ein, und leg die Verantwortung in die 
Hände des Triebfahrzeugführers und kann mich entspannen.
Ich muss allerdings auch sagen, wenn die Verkehrsverbindung mit dem Zug 
schlecht(er) wäre, würd ich auch mit dem Auto fahren...aber so. Man 
gewöhnt sich mit der Zeit sowieso an alles, egal ob mit Auto oder Öffis.
Gast #640472
Lesenswert?

Wenn es nur um das Geld geht würde ich es nicht machen. Das wird durch 
die Kosten eh wieder aufgezehrt. Aber da spielen ja noch andere Faktoren 
eine Rolle: ob die Arbeit Spaß macht, wie die Kollegen sind, inwieweit 
du einen Firmenwechsel für die Karriereplanung nötig hälst etc.

Ich selbst fahre etwa 20 Minuten und ziemlich genau 20 km, ich suche mir 
jetzt aber eine Wohnung wo ich noch etwas näher wohne und nicht mehr auf 
das Auto angewiesen bin. Bei uns in der Gegend siehts sonst auch 
schlecht aus, die nähesten Alternativen wären dann auch > 40 km weg, was 
für mich aber auch keine große Rolle spielen würde.
Gast #640504
Lesenswert?

Meine tägliche Strecke beläuft (bzw. befährt) sich auf 35 km eine 
Strecke, aka 70 km hin und zurück. Zusammen mit den paar privat 
zurückgelegten Kilometern sind das 30.000 km / Jahr... Finde ich eine 
ganze Menge, wenn man bedenkt das der Wagen nach 6 Jahren dann schon 
180.000 km runter hat und höchstwahrscheinlich Schrott sein wird. 
Eigentlich hatte ich nicht vor, mir alle 6 Jahre einen neuen Wagen zu 
kaufen :-( Öffis geht hier leider nicht (Fahrzeit würde sich durch 
Umsteigen und Wartezeit fast verdreifachen).
Gast #640511
Lesenswert?

Das finde ich jetzt witzig - den Thread könnte auch ich eröffnet haben 
(war ich aber nicht). Jedenfalls arbeite ich seit etwas mehr als 6 
Monaten seit dem Studium. Ich fahre täglich 2x39Km mit dem Auto (Bahn 
geht garnicht) und brauche jeweils etwa 40min. Stau habe ich zum Glück 
recht selten, in der Gegenrichtung ist der eher häufig - da sollte man 
ein Auge drauf haben, insbesondere bei den beliebten Dauerbaustellen. 
Weiterhin habe ich noch Glück, daß ich in 10min Fahrzeit Entfernung 
einen Mitfahrer gefunden habe, damit dauert jede Fahrt halt 10min 
länger, aber ich brauch nur den halben Tank zu bezahlen. Der Job macht 
mir auch spaß. Aber es ist schon offensichtlich daß man, fahrzeit 
eigerechnet, jeden Tag 10Std unterwegs ist. Ich habe mich aber an die 
Fahrzeit ganz gut gewöhnt.
#640514
Lesenswert?

15 km quer durch Dresden. Fahrzeit etwa 25 Minuten mit dem Auto, oder ca 
1 Stunde mit den Öffis. Also fahre ich Auto, weil ich am Tag noch mehr 
zu tun hab, als arbeiten und dahin bzw. zurück zu fahren.
Das sind im Monat etwa 600km für den Weg zur Arbeit, die Mehrkosten des 
Autos gegenüber der Monatskarte nehme ich durch die Einsparung von 
jeweils einer halben Stunde Fahrt und die Flixibilität gerne in Kauf. 
Die S-Bahn hält nun mal nicht am Baumarkt ;)
#640556
Lesenswert?

Hallo!

Ich brauche mit 116-Dieselpferden rund 60min für 84km einfach. Das wenn 
der Verkehr gut geht. Wenn sichs Staut (ca 2mal die Woche) auch mal 
1,5-3,0 h.
Bahn geht leider nur schlecht, der Zug brauch zwar nur 45min, aber der 
Bus bis hier raus bin fast 45min, damit uniterresant, zumal man auch nur 
zu den Zeiten fahren kann, wo Zug und Bus-Verbindung passt.
Wohnung? Wenn ich mir Arbeitsplatz und Umgebung anschaue, da fahre ich 
mit dem Auto billiger, und bin jeden Abend da wo meine Freunde sind.
Naja so nehm ich halt jede Woche 10+x Stunden Fahrzeit in kauf. Mal 
schaun wie lang ich das noch durchhalt. Hoffe ja immer noch dass ich 
irgend wann mal ne Stelle in meiner Nähe bekomme.

MfG Owz
Gast #640959
Lesenswert?

2*45km mit Auto, ca. 50 min pro Weg. Im Winter ca. 65 min. pro Weg.Ist 
eben ne sch... Strecke. Geht aber nicht anders.
Ich nutze die Zeit im Auto und verbessere meine Fremdsprachenkenntnisse, 
sieht zwar komisch aus wenn man vor sich hin murmelt ist aber ganz OK.
Das einzige was mich stört sind die hohen Fahrtkosten incl. Wertverlust!

schönen Tag noch
#640979
Lesenswert?

@The Devil:
Naja früher war ich 45-Superbleifreipferden unterwegs, da machen rund 
80km Autobahn wirklich keinen Spaß. Da hab ich rund 7l gebraucht, jetzt 
komm ich mit 5,5-6l aus und der ist auch noch billiger und bringt mehr 
Fahrspaß! 2700-Dieselpferde währen für die Straße in bissl viel. Es ist 
immer so aufwendig den Asphalt aus den Reifen zu kriegen! ;-)

MfG Owz
#641005
Lesenswert?

Thomas B. wrote:
> Naja früher war ich 45-Superbleifreipferden unterwegs[...]

Na, das müssen ja lahme Gäule gewesen sein ;-)

> Da hab ich rund 7l gebraucht,

Tja, das brauch ich mit meinem 13 Jahre alten 90-Dieselpferder auch...

> 2700-Dieselpferde währen für die Straße in bissl viel.

Ja, schon. Der Bugatti Veyron mit seinen 1001 Pferden reicht vollkommen.

> Es ist immer so aufwendig den Asphalt aus den Reifen zu kriegen! ;-)

Der ist gut, den muss ich mir merken.
Aber es gibt Abhilfe: Anti-Schlupf-Regelung...aber das macht dann auch 
keinen Spaß mehr.
Gast #641651
Lesenswert?

also wenn die 400 euro mehr pro monat der grund sind das du wechselst, 
setzt zu wohl aufs falsche pferd... ich meine, 400Euro pro monat, macht 
20Euro pro tag... 90km * 0.5Euro pro km (oder was rechnet man da in 
Deutschland) macht 45 Euro täglich... dazu verlierst du noch ne 
stunde...
also finanziell spricht einiges gegen einen wechsel, aber geld sollte ja 
nicht das hauptkriterium bei der jobwahl sein...
Gast #642208
Lesenswert?

Das ist ein heikles Thema! Auf der einen Seite kann man eine lange 
Anfahrt nutzen und zu schlafen oder auch zu arbeiten, wenn man im Zug 
ist. Ein Bekannter macht das: Jeden Tag 1h hin und 1h abends zurück im 
ICE, wo er voll arbeiten kann, weil der ICE leer ist und er einen 
Internetanschluss hat. In der Firma ist er noch noch 6-7h. Das lohnt 
super.

Wer mit dem Rad fährt, kann immer noch mal flexibel etwas kleines 
Einkaufen, ohne nochmal extra fahren zu müssen. Das spart gleich viele 
Minuten. Wer ein gute Strecke ohne viel Autos hat, der kann das als 
Sport nutzen - Zeitverlust gleich Null! Aber aber im winter und bei 
Regen ...

Ich bin als Student auch im Winter 10km zur Uni gefahren um Geld zu 
sparen und etwas mehr Sport zu haben: Nach der Heimfahrt von 30min war 
ich schon gut warmgefahren und konnte direkt hinterher aufs Rennrad zum 
Trainieren. Ergo: Kein Zeitverlust.

Heute als Selbständiger zählst Du jede Minute: Ab ins Auto und nach 
Hause, damit man noch mal aus Rad kommt und noch etwas Sonne hat. 
Derzeit klappt es so, daß ich 20% im eigenen Büro bin - Laufweg = 
10Meter am morgen :-)

Zu 80% bin ich aber beim Kunden: Da mache ich es so, daß ich -koste es, 
was es wolle - bis auf wenige Meter an die Firma ran will: Meist ein 
besseres Hotel. Das kostet mich zwar 20 Euro mehr am Tag, ist aber durch 
den Zeitgewinn gezahlt!

Überhaupt ist es so, daß ich lieber vorort wohne und nur 10min zur 
Arbeit laufe: Das geht auch im Winter und ist eine gute Zeitspanne zum 
Warmwerden und Wachwerden. Ausserdem kommt man per Fuss ohne Zeitverlust 
beim Bäcker vorbei und am Supermarkt. Da ich dadurch kein Fahrzeit habe, 
kann ich mit 10h täglichem Aufwand locker 9,5h arbeiten, während ich 
sonst im Auto unbezahlt Zeit vergeuden würde.

Die 1,5h bringen rund 80 Euro und finanzieren das gesamte Hotel mit 
Swimmingpool und Tiefgarage. Ausserdem kann ich so den PMehraufwand von 
24 Euro anrechnen, was mit etwa 10 Euto am Tag netto Steuern spart.
#642218
Lesenswert?

Wohne im Landkreis unserer Stadt, ca 10km reine Luftlinie zu meinem 
Arbeitsplatz.

Bin in meiner Ausbildungszeit mit dem Bus gefahren, da ich da ne richtig 
schöne Schleife reinfahren musste, brauchte ich für die Fahrt über ne 
Stunde.
Jetzt fahre ich schon aus Arbeitszeitgründen (Konti-Schicht) mit dem 
Auto, brauch keine 15min und bin um einiges flexiblier (kann 
zuvor/danach noch zur Freundin/einkaufen/....)
#1409649
Lesenswert?

25km, mit dem Auto normal 25 Min, dank Baustellen zur Zeit 30-35 Min.

Alternativ Zug:

5 Min mit dem Auto zum Bahnhof, 20 Min Zug, 15 Min Fußweg zur Arbeit.
(Hab ich stellenweise gemacht als es mir zu viele Baustellen waren).

Ganz alternativ: Zug + Fahrrad.

20 Min von zu Hause zum  Bahnhof, 20 Min Zug, ca. 7 Min zur Arbeit.

Heimwärts dann 7 Min zu Bahnhof, 20 Min Zug und 1h 20 bis nach
Hause. Mittelgebirge eben :)

Zug hat eben den Vorteil das man in Ruhe Zeitung lesen kann, was ich 
sonst zu Hause mache. Und mit dem Fahrrad tut man gleich noch was für 
die Fitness.
Moderator Persönliche Seite #1413632
Lesenswert?

Dieter Werner schrieb:

> Ich brauche mit dem Rad für ca. 6km durch die (Groß-) Stadt etwa 20
> Minuten (incl. 10 Ampeln).

Liegt bei mir ähnlich, geringfügig kürzer auf direktem Weg, dafür
früh über den Kindergarten etwas länger.  Wenn ich eins der Kinder
auf dem Fahrrad in die Schule begleite, noch länger (und im
Durchschnitt dann um einiges langsamer, noch sind die Kinder nicht
so schnell wie ich ;-).

Auto fahren würde sich komplett nicht lohnen, zu der Zeit in diese
Gegend der Stadt wäre ich nur sporadisch schneller, im Schnitt
vermutlich langsamer.  Es gibt Tage, da kann ich auf einem Teil der
Strecke reihenweise an Autos vorbei fahren.

Bei total miesem Wetter (Schneematsch etc.) auch mal ÖPNV, dauert
bisschen länger, aber die Zeit kann man dafür ja zum Lesen benutzen.
Man merkt dann aber auch schnell, wie man dabei dicker und dicker
wird...

Einen Arbeitsweg, bei dem ich immer PKW fahren müsste, würde ich mir
nicht freiwillig aussuchen.
Gast #1413788
Lesenswert?

Ich fahre mit dem Auto 19km und brauche 30 Minuten hin und 30 zurück 
wenn alles gut läuft. Wenn viel Verhehr ist, werdens auch mal 50 
Minuten.

Fahrradfahren, Öffentlicher Nahverkehr? Igitt!!

Ich werd jetzt wohl auf einen Jeep umsteigen. Braucht zwar 8 Liter mehr 
als mein 10Liter saufender Sportwagen, aber egal. Man lebt nur einmal!!!

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren