Guten Morgen,
ich habe ein Netzgerät, das 30V liefert und möchte daraus die für den
Mikrocontroller notwendigen 5V machen. Ich habe jetzt einen
Spannungsregler (Typ: 78S05, verträgt maximal 2A) gebaut. Erst später
ist mir aufgefallen, dass dieser Spannungsregler die Spannung nur von
ungefähr 20V auf 5V runterbringen kann.
Frage: Wie schaffe ich es die 30V entweder zunächst auf 20V zu bringen,
bzw. glecih auf 5V zu bringen?
Kann ich das mit einem Potentiometer machen oder ist ein zweiter
größerer Spannungsregler sinnvoller?
Marvin
Potentiometer ist, wenn nicht von vornherein klar ist, das es sich um
eine kleine, berechenbare last handelt, ungeeignet, das die Spannung vom
Stromverbrauch abhängig wäre...
Gut, dann werde ich den neuen Spannungsregeler verbauen.
Welche Kondensatoren würdet ihr denn vorschalgen? Meint ihr, es klappt
mit zwei 100nF, um Schwingungen wegzukriegen und einen 2000uF, um die
Spannung zu glätten?
Marvin wrote:
> Gut, dann werde ich den neuen Spannungsregeler verbauen.> Welche Kondensatoren würdet ihr denn vorschalgen? Meint ihr, es klappt> mit zwei 100nF, um Schwingungen wegzukriegen und einen 2000uF, um die> Spannung zu glätten?
Ich persönlich mach 100µF-Elko am Eingang, 10µF-Elko + 100nF-KerKo am
Ausgang des Spannungsreglers.
Nur mal zum Nachdenken, aber hast Du die Verlustleistung berechnet?
wenn Du wirklich von 30V auf 5V gehst, mit einem Strom bis 1A, dann hast
Du bis zu 25 W Verlustleistung.
Bei 2A wären es sogar 50W.
Das erfordert einen ordentlichen Kühlkörper.
Vielleicht solltest Du doch einen DC/DC Konverter spendieren.
Ich möchte daran 2 Schrittmotorkarten und 2 Servos betreiben.
Die Schrittmotoren benötigen eben maximal 30V, deshalb erschien es mir
sinnvoll ein Netzteil mit 30V zu kaufen und daran die Schrittmotoen
anzuschließen. Parallel dazu soll der Mikrocontroller sein.
Ich könnte natürlich auch einfach ein zweites Netzteil mit 5V kaufen,
hätte dann zwar 2 Stecker, hätte mir dafür auch den ganzen Ärger mit
Kühlkörpern und so gespart...
Marvin
Also bei 25V Differenz würde ich auf jeden Fall zu einem Schaltregler /
Step-Down-Regler / CD/CD-Wandler (alles das Gleiche) raten da Du für den
5V Zweig ansonsten 83% der Energie "verheizt". Schaltregler werden in
der Regel nicht bis kaum warm, und verbraten vielleicht 5-10%.
Schaltregler gibt es für feste Spannungen (z.B. LM2574N5) oder variabel
(z.B. MC34063A) und kosten an Bauteilen (+Diode, Spule, Elko) vielleicht
2-3 €.
Hallo Marvin,
schau Dir mal die "Simple Switcher" von National, glaube ich heisst der
Hersteller, an. Ich nutze fast nur noch die LM2576-5 für irgendwelche
Stabischaltungen. Vorteil: Nur noch 4 zusätzliche Bauteile, alle bei
Reichelt zu bekommen und bei 1A kaum Wärmeentwicklung, also kein
Kühlkörper notwendig.
Wenn Du mit zwei 78XX Linearreglern arbeiten willst, kommst Du locker
auch über 4 Bauteile, brauchst aber noch "dicke" Elkos und Kühlkörper
und wenn die Schaltung mal in ein Gehäuse muss, musst Du diese Wärme
auch noch abtransportieren, Stichwort Lüfter.
Gruß aus Köln
Frank
Du kannst Dir auch einen Schaltreglerbausatz für 3,95€ bei pollin.de
kaufen (nein, ich arbeite nicht dort ;-) ). Wenn das keine Motoren und
dergleichen dranhängen, reicht der aus.
Gruß
Andy
Hinweis:
Wenn du Schrittmotoren und einen µC von der gleichen Spannungsquelle
versorgen willst, dann achte auf eine sehr gute Filterung der Spannung
zum µC!
Die Schrittmotoren induzieren bei jedem Schritt schöne Spannungsspitzen
bzw ziehen kurze hohe Ströme. Die können einen µC zum Absturz
bringen....
Den kann ich nicht empfehlen. Die vorgesehene Spule ist nicht
ausreichend, insbesondere bei hoher Ein/Ausgangsdifferenz. Dadurch
überhitzt das IC und die Ausgangsspannung steigt erheblich an. Mit guter
Ringkerndrossel ist es jedoch ok.
Von ELV gibt es auch einen preiswerten Bausatz. Keine Ahnung, ob er bis
30V Eingangsspannung geht. Ich würde einen DC-DC Wandler einsetzen, ich
habe mir ein paar ersteigert 18-36V Ue 5V Ua - 1A. Die laufen auch ab
14V Ue.
Grüsse
Lothar