Hallo,
da mein Drucker auf meinen Folien nicht so Dicht druckt, habe ich mir
überlegt was ich denn machen könnte, dass der Ausdruck dichter wird. Ich
habe hier im Forum einige Beiträge zum Tonerverdichter gelesen und
danach war ich dann immer noch nicht schlauer. Soll ich nun zum großen
Zeh rennen und den Tonerverdichter von da holen, oder soll ich mir den
Tonerverdichter von Huber-T. bestellen.
Dann hab ich mir gedacht, vielleicht hab ich ja Glück und finde in
unserem Haushalt etwas, das den gleichen Zweck erfüllt. Also hab ich
alles was an Putzmitteln, Haarspray, usw. da war ausprobiert, aber
nichts hat funktioniert.
Verzweifelt sitze ich am Schreibtisch und sehe einen Bleistift. Heureka,
das probieren wir doch gleich mal aus. Also male ich mit dem Bleistift
auf der Druckseite rum und es wir tatsächlich dichter. Da es sich bei
mir um normale Overheadfolie handelt, welche vollständig glatt ist,
reibt der Bleistift sich nur auf dem vorhandenen Toner ab.
Das Problem hierbei ist nur, dass man mit dem Bleistift evtl. die
vorlage verkratzt, wodurch der Effekt zunichte gemacht wird. Aber auch
hierfür habe ich eine Lösung gefunden. Man nimmt einfach ein Cutter und
kratzt damit von der Bleistiftspitze das Graphit ab. Dann verreibt man
es mit einem Küchentuch unter leichtem Druck auf der Vorlage
(Druckseite - Schrift spiegelverkehrt). Da durch die Behandlung auch die
Folie etwas Grau wird und auch Fingerabdrücke drauf sind, habe ich
danach die Folie mit Alkohol abgewischt. Das müsste aber auch mit Wasser
ganz gut gehen.
Evtl. könnte man es auch mal mit Graphitpulver versuchen, dann spart man
sich das abkratzen vom Bleistift.
Das tolle an dieser Methode ist, das man jetzt auch mal vergleichen kann
wie gut denn der Tonerverdichter XY ist, da es jeder mit einfachen
Mitteln ausprobieren kann.
Kurzanleitung für Ungeduldige: (Mix'n'Mojo-Style)
1. Benutze Layout mit glatter Overheadfolie
2. Nimm Toner auf glatter Folie
3. Benutze Cutter mit Bleistiftspitze
4. Nimm Graphitkrümel
5. Benutze Graphitkrümel mit Toner auf glatter Folie
6. Benutze Küchenpapier mit Graphitkrümeltonerfolie
7. Saubermachen
8. Fertig
Gruß
HerrZattacke
Muss ich glatt mal ausprobieren, Doppelfilme haben durch Verzerrungen
schon Nachteile. Die Frage ist nur, haelt das Graphit nach dem
Abschiwschen? Muesste man eigentlich auch Graphitspray benutzen koennen,
oder?
Michael
Anscheinend verbindet sich das Graphit mit dem Toner. Da auch festes
rubbeln mit einem Alkoholgetränkten Tuch nur wenig/garnichts wieder
entfernt hat. Es bleibt sehr viel hängen.
Gruß
HerrZattacke
Michael G. wrote:
Muesste man eigentlich auch Graphitspray benutzen koennen,
> oder?>
Graphitspray hatte ich leider keins da, sollte aber auch funktionieren.
Das Graphitspray enthält noch Lack:
http://www.crcind.com/csp/web/ProdDisp.csp?lng=4&country=GE&product=GRAPHIT%2033&business=ELECTRONIC
"Leitlack auf Graphitbasis. Acrylharzlack mit elektrisch leitfähigem
Graphitpulver für Oberflächenwiderstände zwischen 1000 - 2000 Ohm. Er
ist als dauerhafter Leitlack zum Schutz vor elektrostatischen
Aufladungen genauso geeignet wie als Gleitlack für eine trockene
Gleitbeschichtung auf Metallen, Kunststoffen, Glas und Holz."
http://www.crcind.com/wwwcrc/tds/TKC4%20GRAPHIT33.PDF
Polieren mit einem Tuch: Durch das Polieren wird die weiche
Graphitschicht außerdem grifffester.
also eher das Graphitpulver aus dem Baumarkt, das als Schmiermittel
gedacht ist - entweder bekommt man am Schlüssel ölige oder schwarze
Finger, man hat die Wahl.
Hab mir das Zeug geholt, sobald ich wieder Luft bekomme teste ich es mal
aus... ;) Fuer das reinigen braeuchte ich ein bisschen was weniger
aggressives als Aceton wuerde ich sagen... hab leider kein gereinigtes
Benzin mehr.
Da bin ich jetzt aber ratlos. Bei mir hat es echt gut funktioniert wie
man an dem beigefügten Bild auch erkennen kann.
Nebenbei gesagt: Ich hab nen Staedtler 2H Bleistift verwendet, da ich
kein Graphitpulver zur Verfügung hatte.
herrzattacke
Zum Tonerverdichten hier nochmal ein GANZ ANDERER Ansatz:
Dazu gibt es im prof. Druckereizubehzör sogar sauteure Sprays, die das
bewerkstellugen. Der Effekt ist dabei folgender:
Nach dem Druch stehen die Tonerpartikel (mikroskopisch gesehen)
dreidimensional in allen Richtungen, statistisch sehr häufig auch
senkrecht zur Folie und können daher die bestmögliche Deckungswirkung
nicht erzeugen.
Durch das Spray werden die Partikel alle flach hingelegt und die Deckung
erhöht sich GANZ WESENTLICH.
Der Trick ist nun, dass statt der teueren und schwer beschaffbaren
Sprays auch der Etikettenlöser von Kontakt-Chemie genau so gut klappt.
Dünn einsprühen (natürlich die Tonerseite), flach hinlegen und einige
Stunden warten. Die Ergebnisse waren bei mir absolut beeindruckend, kein
Witz.
Gruss
Jochen Müller
Jochen Müller wrote:
> Zum Tonerverdichten hier nochmal ein GANZ ANDERER Ansatz:
Das ist doch der standard Ansatz.
>> Der Trick ist nun, dass statt der teueren und schwer beschaffbaren> Sprays auch der Etikettenlöser von Kontakt-Chemie genau so gut klappt.> Dünn einsprühen (natürlich die Tonerseite), flach hinlegen und einige> Stunden warten. Die Ergebnisse waren bei mir absolut beeindruckend, kein> Witz.
Ich wollte halt mit Hausmitteln etwas erreichen, ohne irgendetwas
kaufen zu müssen, denn Bestellungen bei Reichelt werden irgendwie immer
automatisch teuer. ;)
Ich bin mit meiner Methode sehr zufrieden und werde deshalb in nächster
Zeit nichts anderes auszuprobieren. Wenn mir mal ne Dose Solvent50 übern
weg läuft und ich hab zufällig ein Layout einstecken, dann probier ich
es natürlich aus.
Wenn man aber mal genau nachschaut, dann ist Tonerverdichter von
Huber-Troisdorf (oder so ähnlich) nicht unbedingt teurer als Solvent50
(5,10 für 200ml). Den Tonerverdichter gibt es nur im 1L gebinde und
meistens nur 10 Flaschen auf einmal, aber dann kostet es ca.50€ +-10€,
d.h. 200ml würden dann nach Adam Riese ca. 1€ kosten. Außerdem ist das
Tonerverdichterzeugs auch schneller trocken <"einige Stunden".
Aber selbst hier kann meine Bleistiftmethode mithalten. Probiert es
einfach mal aus, es kostet ja fast nix, denn Bleistifte gibt es umsonst
bei IKEA xD.
Natürlich funktioniert das mit dem Solvent50 auch gut, aber ich habe
nach günstigen alternativen gesucht. Das ist nun mal so wenn man Samstag
Abend damit anfängt und am Sonntag dann
Belichten/Entwickel/Ätzen/Löten/Testen will.
Gruß
HerrZattacke
@ Jochen Müller
Das hängt vom Toner ab. Allgemein kann man das nicht sagen.
Bei meinen Tonern funktioniert es z.B. überhaupt nicht !
Was aber -vermutlich- bei allen Tonern funktioniert,
ist selbigen mit Aceton einzusprühen - KEIN WITZ !
Gibt eine super Deckung !
Nette Grüße
Torsten
@Torsten,
Also das mit dem Aceton will ich unbedingt mal testen.
Womit hast Du denn gesprüht?
Ein Verkauf von Aceton in Sprühflaschen wird ja
vom Gesundsheitsminister nicht unbedingt empfohlen... :-)
Und die Sprühflaschen die ich so aus dem Haushalt kenne
lösen sich nicht auf? Oder klappt das?
Gruss
Jochen Müller
Hi
Ich habe einfach Aceton in eine Zerstäuberflasche gefüllt,
gesprüht und den Rest wieder zurückgefüllt - fertig !
(An-)gelöst hat sich meiner Beobachtung nach nix.
Kann aber vermutlich auch anders sein - dazu kann ich leider
nichts schreiben. Bei MIR war's kein Problem.
Nette Grüße
Torsten
Ach ja - Rauchen sollte man beim Sprühen nicht unbedingt ;)
Jochen Müller wrote:
> Der Trick ist nun, dass statt der teueren und schwer beschaffbaren> Sprays auch der Etikettenlöser von Kontakt-Chemie genau so gut klappt.> Dünn einsprühen (natürlich die Tonerseite), flach hinlegen und einige> Stunden warten. Die Ergebnisse waren bei mir absolut beeindruckend, kein> Witz.>> Gruss> Jochen Müller
Hab ich auch schon ausprobiert, bringt nichts. Ich kann's aber nochmal
probieren und es laenger einwirken lassen...
Es gibt auch die variante die Folie in ein Glas mit ein wenig Aceton zu
tuen und die Dämpfe ihre Arbeit machen zu lassen.
Da lobe ich die leiber mein Canon Pixma 4500.