Hallo Toto...
Also vorhin habe ich bei R. wieder einige AVRs bestellt, 10 Tiny12, 5
Tiny15, 5 4433, je 1 Mega8515 und Mega8535. Mit 1 oder 2 gebe ich mich
da nicht ab, die Megas brauche ich zum Testen bzw. Erweitern meiner
Brennersoftware. Durch das Page-weite Brennen braucht ja fast jeder
seinen eigenen Brennalgorithmus (nagut, nur eigene Schleifenwerte).
Einige 1200er und 2313er und einige andere habe ich noch liegen.
"Zerknallt" habe ich bisher nur einen Tiny15, ein Fehler in der
Peripherie legte 20 Volt auf einen als Eingang geschalteten Pin. Dieser
Pin ist hinüber, der Tiny funktioniert aber noch. Das Problem ist nur,
dass das Programm noch fehlerhaft ist und der zerstörte Pin als SCL zum
Programmupdate gebraucht wird. Nun isser taub und wird verschrottet...
;-((
Ich benutze die Dinger nicht wie einen PC oder Gameboy, sondern ich
nutze sie, um mir aufwendige elektronische Schaltungen (mit all ihren
Nachteilen) zu ersparen.
Das heißt: Schaltung entwickeln, Platine eageln, Platine fräsen,
IC-Fassung Beine breit biegen und nach SMD-Manier auf die Oberfläche
der Platine löten, alle anderen (Normal-!!!) Bauelemente auch von oben
drauf (Profis bezeichnen das als "Häkeln"), Programm entwickeln und
brennen, AVR auf die Fassung und fertig.
Dauert zwar alles etwas länger, aber das Prinzip stimmt in etwa. Wenn
eine Schaltung fertig ist (z.B. PWM-Fahrtregler für Modellbahn,
Dieselgeräusch für Gartenbahn, Fernschalter für Modellbau, Codeschloss
usw.), kommt sie an ihren vorgesehenen Einsatzort und wird benutzt.
Der in ihr enthaltene AVR wird nur dann noch mal neu programmiert, wenn
sich die Einsatzbedingungen ändern und daher ein Programmupdate nötig
wird.
Ich schreibe also keine "Programme für meinen AVR", sondern für einen
klar definierten Einsatzzweck. Und dabei benutze ich nicht den
bestmöglichen AVR-Typ, den ich bekommen kann, sondern den billigsten,
der für diesen Zweck geeignet ist.
Wenn es gelingt, nur 3 oder mehr CMOS- oder TTL-Schaltkreise durch
einen AVR einzusparen, dann ist das schon eine gewaltige Einsparung an
Platine, Platz und Lötarbeit. Und dazu gibt es den Vorteil der
Flexiblität, das Programm kann man updaten, per Platine falsch
verdrahtete Logikschaltkreise oftmals nicht...
Nun aber zurück zum Thema ISP-Adapter (auch (aber nicht von mir) Dongle
genannt)...
Für 1200/2313 und für 8-polige Tinys (alles DIL, ich nutze keine SMDs,
das mögen meine groben Finger und diabetesgeschädigten Augen nicht)
habe ich mir ISP-Adapter gebaut, die ich von oben auf den gesockelten
oder aufgelöteten Chip aufsetzen kann. Damit erspare ich mir einen
speziellen ISP-Anschluss auf der Platine. Beim 8535 bzw. Mega32 (und
einigen anderen) liegen die 6 zur ISP benötigten Pins alle
nebeneinander (warum nur beim 8515 nicht??), da setze ich eine 6er
Buchsenleiste ("Präzisions-Fassung von der Stange") auf die Platine,
für die ein ISP-Adapter mit 6 dünnen Pins (Stapelleiste) existiert. Für
den 4433/Mega8 folgt demnächst auch noch etwas, wird wohl wieder ein
von oben aufsteckbarer Adapter sein.
Übrigens benutze ich nicht den 10-poligen ISP-Anschluss sondern den
6-poligen nach ATMEL. Beim 10-poligen hatte ich mich vera..lbert, im
AVR-Buch von ELEKTOR wurde eine andere 10-polige Anschlussfolge
benutzt, so blickte ich am Ende garnicht mehr durch. Nun koche ich eben
mein eigenes Süppchen und betrachte nur noch die Datenblätter als
verbindlich...
So, genug geschreibselt,
Bit- & Bytebruch... - ...HanneS...
(...nur echt mit Pünktchen...)