Hallo!
Anfang nächsten Jahres werde ich mein Studium beendet haben und
Diplomingenieur sein. Falls ich mich selbstständig machen werde, würde
ich in die Richtung Steuerungs- und Regelungsbau gehen. Nehmen wir mal
an, ich habe eine Steuerung entworfen, sie schön zusammengebaut und
möchte sie nun bei einem Kunden im Haus einbauen. Darf ich das oder darf
das nur eine "Elektrofachkraft" mit Ausbildung. Ich habe über diese
Frage schon soooo viel gelesen und immer wieder andere Antworten gehört.
Habt ihr eine Ahnung, wo ich mich da genau informieren kann? Müsste ich
da noch eine Prüfung als Elektrofachkraft ablegen?
Vergiss die Selbstaendigkeit nach Studienabschluss. Dir fehlt die
Erfahrung, das Netzwerk, die soziale Kompetenz. Mach zuerst ein paar
Jahre an verschiedenen Stellen.
Es ist immer wieder schön hier im Forum: Man fragt etwas und bekommt
eine Antwort auf etwas ganz anderes. Wie viel Erfahrung usw. ich habe,
wisst ihr doch gar nicht. Evtl. mag das auf einen Studenten zutreffen,
der seine Kurse brav hintereinander absitzt und Prüfungen schreibt, aber
so einer bin ich nicht. Glaubt mir, meine "nebenstudentischen
Tätigkeiten" haben mich in Sachen soziale Kompetenz, Netzwerk usw. schon
enorm viel aufbauen lassen.
Allen anderen, die auf meine "richtige" Frage antworten, danke ich im
voraus!
@Tim:
>Es ist immer wieder schön hier im Forum...
Na dann viel Spass mit der Selbständigkeit :-))))))))
Du willst also ohne jegliche Erfahrung nach d. Studium als Selbständiger
(und vermutlich auch ohne 50k++ auf d. Konto) gegen einen Haufen
erfahrenen und spezialisierten Unternehmen bestehen, die einen stabilen
und langjährigen Kundenstamm haben?
Hoffentlich hast du DIE Idee! Denn sonst wird es düster.
Nichts für Ungut, aber ein Studium ist wie ein Führerschein: man darf
zwar alleine was machen, aber können kann man es noch lange nicht...
Glaubt mir, meine "nebenstudentischen
Fetenschein 1, Kellnern in der Pizza, Soziale Kompetenz an der
Leergutannahme des örtlichen Getränkemarktes, Berufsausbildung mit 2,5
und Führerschein auf Probe.
Laß uns mal an Deinen Fähigkeiten teilhaben... !
Boris
Alles klar, blasen wir den Thread hier ab!
Nur weil ihr vielleicht nichts anderes als einen Kellerjob in eurem
Studium gemacht habt, müsst ihr nicht meinen, dass es jedem so ergeht.
Es gibt auch noch Stellen, an denen man richtig was lernt und auch viel
herumkommt.
Mein Professort hält es so: Geben und nehmen. Tut man dem Prof. einen
kleinen Gefallen und programmiert vielleicht schnell ne Steuerung, gibt
er dir einen Job im Labor. Stellst du dich im Labor gut an, darfst du
mit zu Privatjobs vom Prof. in der Industrie...
Du darfst alles. Du musst aber dafür auch die Verantwortung übernehmen.
Was heisst das.
Es gibt ein Gesetz dass das Benutzung von Sonderzeichen (Blaulicht)
regelt. Es legt nicht fest,
- wer sie nicht benutzen darf,
- zu welchem Zweck sie nicht benutzt werden dürfen,
sondern wer sie zu welchem Zweck benutzen darf.
Benutz sie jemand der nicht zu der definierten Gruppe gehört, oder
jemand, der zwar zu Gruppe gehört, aber zweckentfremdet (z.B. Pizza
holen mit dem Sani-Wagen) oder oder oder kann er dafür bestraft
werden. Das setzt voraus, das man erwischt wird und sich jemand derart
daran stört, dass er zur Anzeige greift. Das kann eine Verkehrskontrolle
sein, ein gestörter Anwohner ect.
Übersetzt ins Elektrische:
Es gibt kein Gesetz, dass es Hinz und Kunz verbietet, am Strom zu
fummeln.
Es gibt eine TAB die festschreibt, dass nur Anlagen betrieben weden
dürfen, die den Bestimmungen der VDE genügen und von einem Fachman
errichtet wurden.
Das heißt nicht, dass die EVUs das nachprüfen, es heißt nur, dass sie
sich das Recht vorbehalten es nachprüfen zu lassen wenn z.B. Deine
verpfuschte Installation zu einem Kurzschluss im Ring geführt hat und
nun diverse Schadenersatzforderungen ins Haus stehen.
Diese Forderungen können auch von Deinem Kunden erhoben werden, wenn
seine Villa dem warmen Abriss zum Opfer gefallen ist und ein
Sachverständiger von Feuerwehr, Versicherung oder BKA Feststellt, dass
es der Pfusch an der E-Anlage war, der die Flammen entzündete (In Lübeck
gab es da zB. gerade eine derartige Untersuchung ;-) ) Fummeln an der
E-Anlage setzt genaue Kenntnisse der VDE 0100 voraus. Ob Du die hast,
kannst Du nur selber wissen. Bei "Steuerung entworfen" setzten wir uns
noch in ein ganz anderes Boot. Steuerung wofür? Arbeitet womit zusammen?
Wer übernimmt im Fall der Störung welche Gewährleistung? Es besteht
durchaus die Möglichkeit, dass Du Dich alleine mit dem "zusammenbau" der
Steuerung zu weit aus dem Fenster gelehnt hast. Zusammenfassend lässt
sich sagen, dass Du alles machen darfst, worüber du das nötige
Fachwissen hast. Je nach Sachlage und Bereich musst Du dieses Fachwissen
nachweisen. Die Krux in dieser Definition ist das Wort "nötig" Als
Beispiel sei hier ein Elektriker genannt, der sich im Besitz des nötigen
Wissens wähnte und mal ein Boot installierte...
oder eben die Bastelbude, die für eine Bundes-Baustelle die
Medientechnik installierte.
Ein Schiffselektriker hat es mal so gesagt.
Der Unterschied zwischen Wissen und einem Eisberg ist der, das man bei
einem Eisberg weiß, das 6/7 unter der Oberfläche sind.
Hallo Tim,
trotzdem tritts Du gegen Mitbewerber an, die > 10 Jahre härteste
Berufserfahrung hinter sich haben. Zudem sind sie in eine Firma
eingebunden, in der arbeitsteilig die auch für Deine Tätigkeit
notwendigen Aufgaben Aquisition, Einkauf, Buchhaltung, Lagerverwaltung,
Aftersale-Betreuung, Management, EDV, etc. ebenfalls von Profis
übernommen werden.
Außderdem: es ist unwahrscheinlich, dass eine Steuerung, die während des
Studiums entwickelt wurde gegen Lösungen ankommt, in der einige
Mannjahre Entwicklungsaufwendungen und Erfahrungen von >> 1.000.000
Betriebsstunden stecken.
Auch wenn Du es vielleicht nicht hören möchtest (siehe "Alles klar,
blasen wir den Thread hier ab!"), Deine Intention hört sich sehr
blauäugig an.
Gruß, Susi
"Blasen wir ab..."
Kein Durchhaltevermögen, keine Ausdauer und kein Biss...
Auf solche Pumpen wartet die freie Wildbahn, dann kann Dir Dein Gönner
auch nicht mehr helfen.
Mach`Deinen Dr. und verziehe Dich so schnell wie möglich wieder in
Deinen Bau (Labor)...damit Dir nichts passiert.
Hier...in freier Wildbahn, steht hinter jedem Baum ein Jäger...
Es grußen die Rehe eines bekannten dt. HF-Entwicklungsunternehmens aus
dem Großraum München
P.S.: Mittagsessen fällt aus, PM....und um 17:12 geht der Flieger nach
London, Dauer des Aufenthalts? Nicht bekannt, so läuft das, und die
finanzielle Vergütung...rechtfertigt auch nicht alles.
So läuft das...
Da kann man den Sechsen (5+Susi) nur sagen: selbst Schuld!
@Tim:
Zur Frage: Wenn Du das beim Kunden fest installierst, würde ich zur
entsprechenden Ausbildung raten - einfach auch zu Deiner Sicherheit.
Oder Du suchst Dir jemanden, der das für Dich einbaut. Wenn der das
öfter macht, sollte es auch billiger werden. Eventuell kann man dann
sogar Festpreise vereinbaren und Du kannst die Preise besser kalkulieren
und selbst als Komplett-Anbieter auftreten ("Wir können Ihnen den Einbau
zum Festpreis anbieten" etc.)
Lass Dich bloß nicht entmutigen: sämtliche betriebswirtschaftlichen
DInge kann man lernen und das kann sogar Spaß machen.
Große Firmen zeichnen sich vor allem durch eines aus: Unbeweglichkeit!
Wo sich dort die Entwickler noch mit dem Einkauf rumschlagen, hast Du
die Ware schon bestellt und bezahlt. Wo dort kleine Änderungen einen
riesigen Papieraufwand hinter sich herziehen, machst Du das einfach.
Du als kleines Unternehmen kannst wesentlich schneller und flexibler
reagieren als große Konkurrenten, dazu kommt, dass die Kunden direkt mit
dem Entwickler sprechen können und nicht mit irgendwem aus der
Kundenbetreuung.
Und noch etwas: so effizient wie in einem Kleinunternehmen arbeitest Du
nie wieder!
Und lass Dich von "härtester Berufserfahrung" nicht abschrecken - sei
einfach noch härter ;-)
Und noch etwas: Deine Gehaltsspirale hat keine obere Schranke und
gefeuert werden kannst Du auch nicht. Es mobbt Dich auch niemand oder
schreibt Dir vor, wann Du wo zu sein hast.
Wenn Du es tun willst: Mach es!
Bereite Dich gründlich vor. Es gibt viele Hürden, aber auch da wächst
man rein. Und mach Dich darauf gefasst, dass man es Dir madig machen
will. Das sind meist die Leute, die selber nicht den Mut zum Risiko
haben.
Ich drücke Dir die Daumen!
Christoph
@ Christoph
Wir sind Marktführer, weil wir als perfekt eingespieltes Team (GL,
Projektleitung, Mechanik- und Elektronikentwicklung, E-Werkstatt,
Schlosserei, Lager, Buchhaltung) andere an Flexibilität überbieten.
Wir haben auch Wettbewerber mit der von Dir beschriebenen
Persönlichkeit. Trotz größerem Aufwand erreichen sie sehr häufig weniger
als wir, entsprechend wird ihr (nach oben offenes) Gehalt aussehen.
Uns begegnen auch oft Leute wie Tim, die teilweise Ihre Projekte in
15-Stunden-Schichten doch noch irgendwie ans Laufen bringen möchten.
Natürlich bezahlt dann der Kunde nur, was auch wirklich funktioniert
hat. Nun ja, ...
Aber vielleicht hat Tim Glück und findet eine Branche, in der es anders
zugeht.
Gruß, Susi
Moin,
prinzipiell ist man mit dem Abschluss des Studiums der Elektrotechnik
eine "Fachkraft". Was einem allerdings fehlt ist eine
Berufshaftpflichtversicherung, falls also mal was brutzelt wird das
nicht nur teuer, sondern doppelt unangenehm:
1. Man hat Mist gebaut
2. Man hätte eigentlich wissen müssen, wie man es richtig macht
Sowas kann dann schonmal als grob fahrlässig bis vorsätzlich
interpretiert werden. Also lieber mal drüber nachdenken, was man machen
darf und was man machen will.
->Und noch etwas: Deine Gehaltsspirale hat keine obere Schranke und
->gefeuert werden kannst Du auch nicht. Es mobbt Dich auch niemand oder
->schreibt Dir vor, wann Du wo zu sein hast.
Aber dafür ist man u.U. beim ersten Fehler bzw. der ersten
Schadenersatzklage platt! Ausser man hat das nötige Kleingeld für eine
GmbH.
Gerade bei Steuerungen, deren Ausfall z.B. einen Produktionsausfall nach
sich zieht, geht so was praktisch über Nacht!
Ich glaube allerdings nicht dran, dass man als Einzelkämpfer da weit
kommt.
Bei unserer Bürokratie wächst das einem zu schnell über den Kopf. Und
die Leute, die es vielleicht ein paar Jahre aushalten, die sind dann mit
35 volkommen ausgebrannt, wel sie fast nur 16 Stunden Schichten
schieben.
Wenn es hier nur um Ideen geht, die dann irgendwo fertigungstechnisch
ausgelagert werden, ist das noch ein kleines Problem. Aber bei allem
anderen wird man mind. einen 3-5 Mann Betrieb aus dem Boden stampfen
müssen!
Und was das dürfen betrifft:
Spätestens dann, wenn im Schadenfall einem ein Sachverständiger
Fahrlässigkeit unterstellt und man keine Gegenargumente hat, wirds
brenzlig!
WAS SOLL DAS?
Gebt dem Mann doch einfach sachliche Antworten auf seine Ausgangsfrage!
Ob er's schaffen kann oder nicht, ob er Kompetenz besitzt oder nicht, ob
es Sinn macht oder nicht - hat er danach gefragt? Eindeutig NEIN.
Also, warum nicht von vornherein diese sinnlosen
Unendlichkeitsdiskussionen unterlassen und stattdessen beim Thema
bleiben?
Das Risiko muss er schon selbst abschätzen und wenn er danach gefragt
hätte, denn stünde es in seiner Ausgangsfrage.
Wenn ich mir die meisten der obigen Kommentare ansehe, und dann Begriffe
"härteste Berufserfahrung" und "Steuerung während des Studiums
entwickelt.."lese, dann bekomme ich echt zu viel! Mein Gott, so hart ist
es nun auch wieder nicht. Könnte man gegen halten, das die Leute, die
sowas schreiben, sich lieber in den Grosskonzernen verstecken, weil sie
keinen Mumm haben, es selbstständig zu versuchen.
Also ich arbeite auch seit Jahren in der Industrie als Entwickler und
habe auch schon mehrere Firmen kennengelernt. Na und? Es gibt immer
wieder Meldungen über Einzelpersonen, die eine zündende Idee hatten und
mit dieser sehr erfolgreich waren/sind. Durch diese Leute ist
Deutschland einmal gross rausgekommen. Hat man leider vergessen.
Schaue ich mir diese grosse deutsche Bank mit angeschlossener
Elektroabteilung an und sieht man in den Nachrichten dann
Massenentlassungen wegen verpennter Innovation bei
Telekommunikationsanlagen, dann frage ich mich, wo da deren Kompetenz
steckt?
Und von wegen "Kein Biss" - was soll er denn auf diese Negativkommentare
noch abgeben? Geht doch eh an der Frage vorbei!
Wenn ihr mich fragt, ist das, was hier zu 90% geschrieben wurde, mal
wieder so typisch deutsch: Tausend Gründe, warum etwas nicht geht, aber
kaum einen, der den Sprung ins kalte Wasser wagt. DESWEGEN kommen die
grosse Wissenschaftspreise heutzutage mehr aus dem Ausland als aus
unserem eigenen.
Ein von Pessimismus geprägtes Leben noch!
@Tim: Ja..Bürokratie, Auflagen etc. werden dir in Deutschland das Genick
kosten. Es ist leider so....
Aber lass dich von den anderen hier nicht beeindrucken...wäge genau ab
Risiken etc. und hol dir Rat bei der IHK.
Es gibt in Thüringen sehr gute Förderbedingungen und du bekommst relativ
unbürokratisch 50.000 €. In unserem Fachbereich Medizintechnik ist das
nichts ungewöhnliches...jedoch beruhen fast alle Neugründungen auf ein
oder zwei eigenen Patenten.
@TheEngineer: DU HAST RECHT
Ist ja schrecklich diese ganzen Pessimisten hier...
Ach so..und gerade in der Medizintechnik sind die technischen Auflagen
besonders hoch (das ist auch gut so).
Und es gibt genug mittelständische Unternhemen die lieber mit jemanden
zusammenarbeiten der schnell und kompetent handelt.
Die meisten hier haben keinen Arsch in der Hose...
Klasse Thread prust
Solche Leute hatten wir auch, gleich nach dem Studium einen auf dicke
Hose machen.
Kein einziger hat es überlebt ! Der eine hatte eine ultraschnelle
Grafikarte für Satelliten entwickelt, er wurde mit Prozessen wegen
Patentsverletzung in die Pleite getrieben und die Karte bekam ein
namhafter Hersteller mit S im Namen. Denn von Patenten hatte der Gute
noch nichts gehört, für ihn war die Welt voller ehrlicher Menschen und
Firmen, die nur auf ihn gewartet haben :-)
Und wer man nach "Vidair" googelt, da habe ich mal kurz gearbeitet,
gegründet von einem Jungunternehmer Inbgenieur. Über Nacht war der Laden
hops, wurde gleich nach dem Börsengang von der Konkurrenz aufgekauft und
zerschlagen.
Ganz ehrlich: Deutschland taugt nicht für Existenzgründer, schon aus
Bürokratiegründen. Ein Fehler in den Produkten und Du kannst Dich vor
lauter Klagen nicht mehr retten.
@ TheEngineer
Ich meine, als Marktführer in Deutschland und über 50% Projekte im
Ausland hat man sein Ziel durchaus erreicht.
Ohne die beschriebenen Voraussetzungen, die Tim offensichtlich nicht
besitzt, ist ein Scheitern nicht unwahrscheinlich. Gegen ein
eingespieltes, hoch motiviertes und kompetentes Team kommt so leicht
keiner an. Das hat weniger mit Pessimismus, als vielmehr mit Realität zu
tun. Und für alle, die dabei auf der Strecke bleiben, hat es auch etwas
mit vergeudeter Lebenszeit oder schlimmeren Konsequenzen zu tun.
Denk mal in der Halbzeitpause darüber nach.
Gruß, Susi
@Susi:
Man sollte als Starter natürlich auch entsprechend klein anfangen. Dass
man sich bei Projekten übernimmt, geschieht im Kleinen wie im Großen.
Mit der passenden Idee sehe ich da kein Problem, auch als einzelner.
Und "flexibler als andere" heisst ja nicht, dass man das nicht besser
machen kann ;-)
@Matthias:
GmbHs gibt es schon für 10000 Euro, ansonsten gibt es passende
Haftpflichtversicherungen.
Aber das ist ein Unterschied zwischen Selbstständigen und Angestellten:
die einen machen einfach, während die anderen "wenn" und "aber"
anbringen.
Vielleicht muss man hier auch mal wieder eine echte Gründerkultur
einführen - in der eine Pleite nicht direkt das Ende des Lebens bedeutet
(so wie es hier manchmal angedeutet wird). Gerade Selbstständigkeit
bedeutet ständiges Lernen aus Fehlern.
Vielleicht sollte man sich einfach mal überlegen, was passiert, wenn
alles gut geht, die Steuerungen funktionieren und ihm die Leute die Bude
einrennen.
Davon ab wissen wir nicht, was überhaupt geregelt/gesteuert wird. Das
ist ein weites Feld. Je nachdem kann man das durchaus auch alleine
stemmen.
Selbstständigkeit bedeutet nun mal Risiko - wer das nicht will, soll
sich anstellen lassen (ist ja auch in Ordnung).
Mir macht die Selbstständigkeit sehr viel Spaß - und mein Baby wächst
gut :-)
@Tim: das Wichtigste: schau nicht auf andere - schaue auf Dich selbst -
dann klappt das auch!
Christoph
P.S.: Interessant ist auch, zu sehen, dass Fähigkeiten Tim direkt mal
abgesprochen werden, ohne seinen Hintergrund zu kennen.
@ Christian J.
1.) Es soll auch Gegenbeispiele geben!
2.) Man muss nicht an die Börse gehen.
3.) Es gibt Beratungsstellen, die man aufsuchen kann, bevor man sich
Selbstständig macht.
4.) Es soll auch einfache Steuerungen geben, die keine Patente
verletzen.
5.) Bürokratie hin-oder-her, muss er doch selbst wissen, oder?!
6.) Es hat wieder nichts mit seiner Ausgangsfrage zu tun, oder?
@ Chris D.
Sie sagen es, wir wissen nichts über das, was er machen möchte. Wir
scheinen aber (fast) alle zu wissen, dass es daneben geht. Aus eben
diesen Gründen kommen die tollsten Sachen aus USA, Japan und Korea, und
wenn's hier mal wieder was Tolles gibt (MP3), dann machen wieder mehr
ausländische Konzerne Geld damit, als wir selbst. Oder fabriziert
Siemens neuerdings auch MP3-Player im grossen Stil? "iDontBelieve"
angenommen, er hat jetzt 10 Jahre Berufserfahrung hinter sich und kennt
eine Menge Leute (in Firmen) die bereit sind für eins seiner Produkte zu
bezahlen (Vielleicht ist es so einfach/preiswert, dass kein Marktführer
mit Lager, Controlling, Sekretariat, Zwischenebenen, ... kostendeckend
arbeiten kann).
Was darf er denn dann genau als Ing.? Ausbilden? Installationen?
Gutachten schreiben?...
Steffen.
@Susi:
Marktführer, Marktführer, Marktführer - ist das dein einziges Argument?
Die Firma, in der ich als Entwicklungsingenieur arbeite, ist auch
weltweiter Marktführer und seit Jahren gegen den Trend erfolgreich am
Aktienmarkt vertreten - na und? Was bitte heisst das schon?
Hat Tim mit irgendeinem Wort geschrieben, dass er die feindliche
Übernahme eines grossen Unternehmens plant?
Wenn ich deine obigen Aussage lese:
Aquisition, Einkauf, Buchhaltung, Lagerverwaltung,
Aftersale-Betreuung, Management, EDV, etc.
Hallo? Ein kleines mittelständiges Unternehmen braucht diesen riesigen
Apparat nicht, das machen da eine handvoll Leute. Wenn ich alleine die
auf Branchen spezialisierten Unternehmen in unserer rund 20.000
Einwohnergemeinde sehe, die durchaus Produkte herstellen, die auch von
Grosskonzernen entwickelt werden, dann frage ich mich, wieso hier die
Marktwirtschaft ein konkurrierendes Miteinander erlaubt, wenn dies
deiner Meinung nach alles nicht geht?
Nach deiner Theorie, Susi, dürfte es den Mittelstand gar nicht geben!
Würd' ich mal drüber nachdenken.
> Ich meine, als Marktführer in Deutschland und über 50% Projekte im> Ausland hat man sein Ziel durchaus erreicht.
Es gibt keine absoluten Marktführer (auch wenn sich einige dafür
halten).
SAP ist auch so ein Marktführer. Nur kommen die Innovationen und die
wirklich brauchbaren Produkte (aka Produkte die benutzbar sind und die
die Unternehmen nicht zwingen, sich so zu verhalten und zu organisieren
wie sich SAP das vorstellt) von anderen Herstellern.
Automobilbranche: Wo kommen die innovativen Ideen her oder wo die
Entwicklungsarbeit?
Energiewirtschaft: Wer hat die ausgetretenen Pfade verlassen?
IT/ET: Marktführer mit Innovationen?
etc. pp.
> Ohne die beschriebenen Voraussetzungen, die Tim offensichtlich nicht> besitzt, ist ein Scheitern nicht unwahrscheinlich.
Und, soll man direkt nach dem Studium aufgeben und sich dem irrwitzigen
Rat Race in den Konzernen unterwerfen und irgendwelchen Shareholdern,
Vorständen, GFs, die (zensiert), den (zensiert) vergolden?
Aufgeben kann man immer.
Letztlich zeigt das wiederum nur zu gut, wie in DE mit (möglichen)
Leistungsträgern umgegangen wird. Das jährlich ca. 160000 dieser Leute
auswandern und das ausländische Leistungsträger einen Bogen um DE
machen, verbessert die Situation auch nicht.
> Gegen ein eingespieltes, hoch motiviertes und kompetentes Team kommt so> leicht keiner an. Das hat weniger mit Pessimismus, als vielmehr mit> Realität zutun.
Es gibt in allen Bereichen in denen entwickelt wird ein paar schön
belegbare 80/20 Regeln. Z.B. das 80 % der Arbeit von 20 % der
Mitarbeiter erledigt wird. Wenn man die 80% nicht mitschleppen muss...
> Und für alle, die dabei auf der Strecke bleiben, hat es auch etwas mit> vergeudeter Lebenszeit oder schlimmeren Konsequenzen zu tun.
Erfahrungen und Misserfolge sind nur dann schlecht oder vergeudete Zeit,
wenn man nichts aus ihnen lernt.
@ Steffen
Die Antworten findest Du, wenn Du z.B. in Wikipedia nach "Ingenieur"
suchst.
@ TheEngineer
Wieviel Prozent seiner Arbeitszeit verbringt ein Entwickler nach Deiner
Meinung in einem Ein-Mann-Unternehmen wohl mit entwickeln?
Ist es nicht effektiver und natürlich wirtschaftlicher notwendige
Aufgaben von den Leuten erledigen zu lassen, die es besonders gut und
schnell können?
Kann es sein, dass ein Unternehmen, welches diese Aufgabenverteilung
besonders gut gelöst hat (mit hoch motivierten, qualifizierten
Mitarbeitern) auch besonders erfolgreich ist?
Werden im Gegenzug nicht erfolglose Unternehmungen irgendwann vom Markt
verdrängt (sofern es adäquate Mitbewerber gibt)?
Gruß, Susi
Susi wrote: "(sofern es adäquate Mitbewerber gibt)"
Nicht unbedingt. Kurzes Beispiel aus dem Bekanntenkreis:
Ingenieur (25 Jahre alt) von der Hochschule kommend, hat sich direkt
selbständig gemacht. Entwicklung, Vertrieb, etc. wurde zuerst alleine,
später mit 3 bis 5 Angestellten durchgeführt. Mit 44 Jahren hat er sich
zur Ruhe gesetzt.
Die Firma gibt es immer noch (auch immer noch mit ca. 5 Leuten) und das,
obwohl es größere Konzerne in diesem Geschäftsbereich gibt.
Grüße, Mark
Was darf er denn dann genau als Ing.?
Ausbilden?
Nur mit Zustimmung der Handwerkskammer in Handwerksberufen, sonst in
kaufmännischen Berufen, z.T jedoch mit Zusatzqualifikation der
Handelskammer, nicht jedoch bei TZs über 18
Installationen?
zum Teil.
Wer als Installateur keine Zulassung nach 14675 hat darf auch nichts im
BMA-Bereich installieren
Gutachten schreiben?...
Ja. Dazu muss er nicht mal Ing sein. (aber gut versichert)
Dazu darf er z.B. Planen, was natürlich wieder Zusatzqualifikationen
z.B. 14675 oder VDS voraussetzt, programmieren, was je nach
Einsatzgebiet Qualifikationen erfordert z.B. DIN 18650 usw usw usw. Der
Ing alleine sagt nix aus. Allerdings kann jemand nach 4 Jahren
Ing-Studium über weit mehr Berufserfahrung verfügen, als z.B. ein seit
15 Jahren im Berufsleben stehender Ing.
Ich weiss wovon ich rede. Ich habe 1994 mal einem teuer bezahlten
Programmierer die Auflösung am Monitor verstellt, weil word auf einem
14" Monitor bei 1024x 768 interlaced zu tränenden Augen führt.
Dafür wurde ich wegen Sabotage am EDV-System zum Chef zitiert.
@Susi:
Wikipedia???
Sag mal, bist du Ingenieurin o.ä., oder Personaler? Wie viele
verschieden grosse Unternehmen hast du in deinem Berufsleben eigentlich
schon gesehen, dass du eine so monokausale Argumentation führst?
Ich meine das jetzt nicht böse, aber es wundert mich schon, dass du:
1.) auf Tim's Frage überhaupt nicht eingehst, wenn du so viel Ahnung
hast.
2.) die Tatsache komplett ignorierst, dass gerade Deutschland einen sehr
erfolgreichen Mittelstand besitzt, der sehr innovativ arbeitet!
Letzteres kann man nur bewundern, da es gerade die grossen Konzerne
sind, die die staatlichen Subventionen seit Jahrzehnten einstreichen,
während im Mittelstand die meisten Fachkräfte beschäftigt und hier hohe
steuerliche Abgaben an der Tagesordnung sind.
Niemand hier bestreitet, dass hochmotivierte Teams erfolgreich sein
können,
und dass es diese in Grosskonzernen gibt. Du aber argumentierst
kategorisch so, als ob es diese Leute NUR dort gäbe und nur DORT
erfolgreich sein könnten.
@Mark, @Steffen: Das sagt doch alles!
@ Susi
> Wieviel Prozent seiner Arbeitszeit verbringt ein Entwickler nach Deiner> Meinung in einem Ein-Mann-Unternehmen wohl mit entwickeln?
ca 85 % (bei mir jedenfalls)
> Ist es nicht effektiver und natürlich wirtschaftlicher notwendige> Aufgaben von den Leuten erledigen zu lassen, die es besonders gut und> schnell können?
ja, die Finanzbuchhaltung macht bei mir ein Buchprüfungs-
/Steuerberatungsunternehmen;
> Kann es sein, dass ein Unternehmen, welches diese Aufgabenverteilung> besonders gut gelöst hat (mit hoch motivierten, qualifizierten> Mitarbeitern) auch besonders erfolgreich ist?
"Hoch motiviert" halte ich inzwischen für eine sinnentleerte Floskel,
nachdem ich "hochmotivierte Mitarbeiter" in anderen Firmen kennengelernt
habe, die irgendwann dem Dauerdruck nicht mehr gewachsen waren; niemand
auf dieser Welt kann das "hochmotiviert" auf Dauer durchstehen.
> Werden im Gegenzug nicht erfolglose Unternehmungen irgendwann vom Markt> verdrängt (sofern es adäquate Mitbewerber gibt)?
Ja, damit muß man auf jeden Fall rechnen, die gängige Praxis beweist das
immer wieder und jeden Tag. Das sollte aber vielleicht kein Grund sein,
gar nicht erstmal was zu versuchen.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Laßt unseren jungen Freund mal machen; wenn er auf die Nase fallen
sollte, kann er wenigstens nicht sagen, daß er es nicht versucht hätte.
Wenn er es schafft, wird der Erfolg wie üblich viele Väter haben.
Also kein Grund zur Panik.
Hochmotivierte Teams bei Branchen-Leader:
Hab ich auch mal mitgemacht.
"Mittagsessen fällt aus, PM....und um 17:12 geht der Flieger nach
London" -> der Klassiker: Wie verheiz ich den Jungingenieur, ohne das er
es merkt. Ich kenn viele, die sowas krank gemacht hat. Naja, wer meint
das sei die einzige Art beruflich erfolgreich zu werden... es geht auch
anders.
Ich habe vor etlichen Jahren nach dem Studium direkt mit einer
Ing.-Selbstständigkeit angefangen. Klar werden alle sagen: das war ein
Fehler und es ging auch nach 1.5 Jahren in die Hose. Produkt fertig
entwickelt, und blauäugig angeboten. Wie schon auch von anderen erwähnt:
die Connections und die Erfahrung fehlten. Tja, dann bin ich halt mit
der Entwicklung in der Tasche zu den Grossen hausieren gegangen. Zwei
Vorstelleingsgespräche, zwei Zusagen. Hatten die zugegebenermassen
amerikanischen Firmen (Sitz in Deutschland) nicht interessiert, daß ichs
nicht gepackt hatte. Die sahen nur was ich geschaffen hatte "und das
ganz alleine, Respekt".
und vor einem Jahr hats mich dann wieder in den Fingern gejuckt und
wieder hab ich was eigenes angefangen. Fazit: Jetzt läuft der Laden
besser als ichs dachte... Erfahrung ist schon ziemlich was wert wenn man
selbstständig werden will. Aber selbst wenns wieder eng werden würde:
Dann mach ich halt wieder was anderes. Mein Lebenslauf ist so krumm, da
würd ich wohl nie bei Siemens anfangen können ;) aber das will ich auch
garnicht.
Tim: Hinfallen ist keine Schande, nur liegenbleiben !
@Susi:Ich muss Bernd Recht geben.
Die Arbeitszeit, die ich täglich mit Entwicklung verbringe, liegt
deutlich über sieben Stunden. Da bleiben immer noch zwei Stunden für den
Rest.
Vielleicht muss man, um die Effizienz aufzuzeigen, nicht nur den
eigentlichen Arbeitsablauf sehen:
1.) Ein Team muss erstmal zusammenkommen - sprich: viel vergeudete Zeit
für die Fahrt zu und von der Arbeit. Diese Zeit kann ich mit Büro im
Haus schon für mich nutzen! Vom Stress, den Kosten und dem Unfallrisiko
mal ganz abgesehen.
Ich habe Bekannte, die sitzen täglich zwei Stunden im Auto - was für
eine Verschwendung von Arbeitszeit und Lebensqualität! In der Zeit habe
ich locker den "Bürokrams" erledigt.
2.) Lohnbuchhaltung fällt komplett weg.
3.) Berufsgenossenschaft? Was ist das? :-)
4.) Ganz wichtig: jeder benötigt Pausen - niemand entwickelt acht
Stunden nonstop, ohne sich geistige Auszeiten zu nehmen. Je kreativer
man ist, desto größer werden die Pausen.
Was macht ein Entwicklungsingenieur, wenn er mal nicht kreativ ist?
Was sagt man dem, wenn der meint, er brauche jetzt mal eine Stunde
Pause, weil er sich festgebissen hat?
Ich mache dann z.B. Bestellungen, beantworte E-Mails (oder schreibe
auch mal hier :-) - ich nutze diese Zeit anderweitig.
Diese Effizienz hat man schon in mittleren Betrieben nicht mehr: ein
Entwickler kann nicht mal eben Rechnungen schreiben.
Und um es mit Brecht zu sagen: Wer es versucht, kann scheitern - wer es
nicht versucht, ist schon gescheitert .... oder so ähnlich ;-)
@Peter: Recht hast Du! Man kann hinfallen - man sollte nur immer wieder
aufstehen. Meinen Glückwunsch und Respekt hast Du!
Christoph
@ Peter Nidetzky
> Tim: Hinfallen ist keine Schande, nur liegenbleiben !
Diskutiere das mal mit Leuten, die nach einem "Anfängerfehler" sich
irgendwann auf die Privatinsolvenz gefreut haben. Frage sie ruhig auch,
wie das die Kinder, die Frau und die helfenden Verwandten so sehen?
Wie Du schon indirekt sagtest, Erfolg ist (häufig) mit Erfahrungen
verbunden.
Gruß, Susi
hi,
um mal auf die frage zurückzukommen, hier wurde einiges genannt, was du
nicht darfst: ...handwerkskammer zuständig!
hat tim gefragt, ob er einen strippenzieher mimen darf? klar, darf er
nicht, dürfen nur die elektrikers, und nur die mit dem grossen
qualifikationsnachweis (wir leben echt im mittelalter)
aber tim möchte kein elektriker werden, sonst hätte er wohl 'ne lehre
gemacht. er hat aber studiert und möchte das jetzt beruflich umsetzen.
ok tim, mach einfach los, und zwar, was du willst!
menschen, die die backen aufpusten und dir erklären, dass ohne ihr ok
hier mal garnix läuft, wirst du genug treffen. egal, lass es mal drauf
ankommen, die laut bellenden hunde beissen nicht recht gut.
grosse firmen als wettbewerber, die dich von der platte putzen? dass ich
nicht lach', ich habe noch nie sowas unbewegliches erlebt, wie 'grosse
firmen'. man muss sich halt in nischen bewegen, in denen die
marktanteile für 'grosse' zu klein sind. nischen gepaart mit
beweglichkeit und schnelligkeit => erfolg.
basis dieser 'infamen' behauptungen: unsere kleine firma, 3 mann 'stark'
im 5. geschäftsjahr, tendenz stabil bis steigend.
grüssens & alles gute für deinen start, harry
Susi wrote:
> @ Peter Nidetzky>>> Tim: Hinfallen ist keine Schande, nur liegenbleiben !>> Diskutiere das mal mit Leuten, die nach einem "Anfängerfehler" sich> irgendwann auf die Privatinsolvenz gefreut haben. Frage sie ruhig auch,> wie das die Kinder, die Frau und die helfenden Verwandten so sehen?
Ich wuste gar nicht, dass Tim verheiratet ist und Kinder hat.
Ich würde aber lieber diejenigen Entwickler fragen, die mit 50 auf der
Straße stehen, weil sie eben doch nicht mehr ganz so "dynamisch,
teamfähig, effizient und hochmotiviert" sind. Davon dürfte es deutlich
mehr geben. Und das Schlimme ist: die können sich dann nicht einmal
selbst die Schuld geben. Ich habe mein Glück selbst in der Hand.
Man findet für jeden Lebensweg Leute, die es nicht gepackt haben. Ich
behaupte aber einfach mal, dass unter allen, die Privatinsolvenz
anmelden, gescheiterte Selbstständige deutlich in der Minderheit sind.
> Wie Du schon indirekt sagtest, Erfolg ist (häufig) mit Erfahrungen> verbunden.
Insbesondere ist Erfolg mit MUT verbunden, es zu versuchen. Und den
sollte man sich nicht von irgendwelchen Schwarzmalereien nehmen lassen.
Noch etwas zur "Hochmotivation": Das Wissen, etwas auf eigene Rechnung
zu machen, selbst Verantwortung für sich zu tragen - ein Unternehmen
aufzubauen und seine Ideen zu verwirklichen: das motiviert mehr als
alles andere. Und es gibt ein gutes Gefühl.
Ich sehe durchaus die vielen Vorteile einer Anstellung und respektiere
eine Entscheidung zugunsten einer Anstellung (gerade auch mit Kind und
Kegel).
Aber man schaut dann doch sehr verwundert auf manche Kommentare hier:
Bedenkenträger, Wenn und Aber, teilweise sogar Häme, wenn jemand
scheitert.
Wo leben wir eigentlich?
Hallo Andreas.
>prinzipiell ist man mit dem Abschluss des Studiums der Elektrotechnik>eine "Fachkraft". Was einem allerdings fehlt ist eine>Berufshaftpflichtversicherung,
Eher Praxis und im Zweifel auch Begabung.
>Was einem allerdings fehlt ist eine>Berufshaftpflichtversicherung,
Nein. Das ist etwas, was ich nicht wirklich gebrauchen kann. Wegen
mangelnder Begabung muss ich sehr oft auf Risiko arbeiten. Das ist nicht
nur grob, das ist auch bewusst Fahrlässig. D.h. eine Versicherung würde
nicht Zahlen. Dann hätte ich die ganzen Versicherungsbeiträge umsonst
ausgegeben.....sinnvoller wäre gewesen, sie selber zurückzulegen.
Allerdings würde das im zweifel wohl auch nicht langen.
>falls also mal was brutzelt wird das>nicht nur teuer, sondern doppelt unangenehm:> 1. Man hat Mist gebaut> 2. Man hätte eigentlich wissen müssen, wie man es richtig macht>Sowas kann dann schonmal als grob fahrlässig bis vorsätzlich>interpretiert werden. Also lieber mal drüber nachdenken, was man machen>darf und was man machen will.
Grundsätzlich richtig. Auf der anderen Seite gilt: Lieber tot als Hartz
IV.
Im nachhinein stelle ich leider auch immer wieder fest, das mein
E-Technik Studium eine Schnapsidee war. Auch die Berufsausbildung als
Energieanlagenelektroniker davor ist so lange her, das ich mich fast
nicht mehr daran erinnern kann .......mal abgesehen davon, das eine
veraltete Erfahrung ein Ballast ist, und nichts, womit man bei einer
Bewerbung sinnvoll prahlen könnte.
Statt der vielen Jahre Schlacht mit Mathematik hätte ich das Leben
geniessen sollen. :-(
Wie sagte noch einer meiner vielen Ex-Cheffs: Wirklich gute Leute
schliessen Ihr Studium nicht ab, sondern werden vorher von der Industrie
aufgekauft.....recht hatte er. :-(
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Wer auf eine bessere Welt hin arbeitet, baut sich selber
eine Hürde, zu dieser Welt zu gehören.
Ethik ist Marktpflege und nutzt im allgemeinen nur dem, der sie
vertritt.
Hallo @ susi @ Peter Nidetzky
>> Tim: Hinfallen ist keine Schande, nur liegenbleiben !>Diskutiere das mal mit Leuten, die nach einem "Anfängerfehler" sich>irgendwann auf die Privatinsolvenz gefreut haben. Frage sie ruhig auch,>wie das die Kinder, die Frau und die helfenden Verwandten so sehen?>Wie Du schon indirekt sagtest, Erfolg ist (häufig) mit Erfahrungen>verbunden.
Hinfallen ist zwar keine Schande, aber oft der erste Hinweis, das man
theroretisch laufen gelernt hat, aber keine Beine besitzt.
Auch mit Erfahrung mache ich immer noch "Anfängerfehler". Weil ich
ständig vor neues gestellt werde und mir meine Erfahrung nicht
weiterhilft, oder mich sogar auf Abwege bringt. Erfahrung kann auch
Ballast sein.
Und ich weigere mich, meinen geistigen und körperlichen Verfall mit dem
Euphemismus Reife zu umschreiben.
>Wie Du schon indirekt sagtest, Erfolg ist (häufig) mit Erfahrungen>verbunden.
Das Problem ist, das es Erfahrung nur gibt, wenn etwas schief gegangen
ist.
Oder durch das beobachten, was andere machen.....und selbst das kostet
Zeit, und die Erfahrung ist veraltet, wenn ich zum Zuge kommen könnte,
und darum besser die Unterlassensalternative wähle.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Wer auf eine bessere Welt hin arbeitet, baut sich selber
eine Hürde, zu dieser Welt zu gehören.
Ethik ist Marktpflege und nutzt im allgemeinen nur dem, der sie
vertritt.
Bernd, dann hast Du das Falsch studiert. Wenn Dir die Mathe und die
Technik im Studium nicht gefallen hat, ist der Ingenieursberuf sicher
nicht das Richtige.
@Susi:
Was hat denn nun Privatinsolvenz mit Insolvenz zu tun? Und schon mal was
von einer GmbH gehört?
Mein Gott, es gibt tausende Existenzgründungen in Deutschland. Die einen
schaffen es, die anderen nicht. Es gibt keine Garantien und keinen
Königsweg.
HÄ?
Iss schon blöd, wenn zwei Forumsteilnehmer den gleichen Namen benutzen,
oder?
Also, ich war der erste "TheEngineer" und habe den letzten Post an Bernd
nicht geschrieben!!!
Dafür war ich aber der erste unter diesem Nickname ganz oben!
ohje ohje, "wir sind Marktführer"... klingt ja fast so schräg wie wir
sind Weltmeister.
Das Pauschalargument Absolventen hätten nichts drauf, hält sich ja
wirklich prima und kommt sicher überwiegend von Leuten, die nicht
studiert haben.
Kopf hoch, Tim! Las' dich nicht entmutigen.
Hallo TheEngineer
>Bernd, dann hast Du das Falsch studiert.
Nicht ganz, es war eine dumme Idee, überhaupt zu studieren.
> Wenn Dir die Mathe und die Technik im Studium nicht gefallen hat,
Nun, interessant war es schon. Tatsächlich ist Technik persönlich eher
meine Stärke, aber das Problem ist, das die anderen immer schneller und
besser sind. Ich bin eben etwas unterdurchschnittlich intelligent.
Bei sozialer Kompetenz sieht es noch schlechter aus. Führung und
Organisation ist komplett duster.
>ist der Ingenieursberuf sicher nicht das Richtige.
Ja.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Wer auf eine bessere Welt hin arbeitet, baut sich selber
eine Hürde, zu dieser Welt zu gehören.
Ethik ist Marktpflege und nutzt im allgemeinen nur dem, der sie
vertritt.
Hallo TheEngineer.
>Iss schon blöd, wenn zwei Forumsteilnehmer den gleichen Namen benutzen,>oder?
Das Problem eines "Gast" Status halt.
>Also, ich war der erste "TheEngineer" und habe den letzten Post an Bernd>nicht geschrieben!!!
Ns, grundsätzlich hat Dein Doppelgänger ja auch recht. Er hat Dich gut
vertreten. Deine Rechtschreibung scheint aber deutlich besser zu sein
als seine, wenn ich mir bei dem Müll, den ich oft schreibe, überhaupt
ein Urteil über Rechtschreibung erlauben darf.
Seit der letzten Rechtschreibreform zähle ich mich übrigens formal zu
den Analphabeten.
>Dafür war ich aber der erste unter diesem Nickname ganz oben!
Was machst Du, wenn Dein Doppelgänger kommt, und behauptet, er war das?
:-)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Wer auf eine bessere Welt hin arbeitet, baut sich selber
eine Hürde, zu dieser Welt zu gehören.
Ethik ist Marktpflege und nutzt im allgemeinen nur dem, der sie
vertritt.
Hallo TheEngineer.
>@Susi:>Was hat denn nun Privatinsolvenz mit Insolvenz zu tun? Und schon mal was>von einer GmbH gehört?
Zu einer GmbH gehört immer ein Kapitalstock, den man erst mal haben
muss, und wo man sich auch noch entscheiden muss, ob man das Geld nicht
lieber fest anlegt, statt in das eigene Unternehmen zu stecken.
Wiederspricht etwas der Risikostreung: Wenn die GmbH kaputt ist, ist man
das Geld UND den Arbeitsplatz los.
>Mein Gott, es gibt tausende Existenzgründungen in Deutschland. Die einen>schaffen es, die anderen nicht. Es gibt keine Garantien und keinen>Königsweg.
Das ist Richtig. Aber ich finde, es wird zu vielen Leuten dazu geraten,
sich selbstständig zu machen, die definitiev nicht dafür geeignet sind.
:-)
Wenn man selber keine Chance mehr in einer Selbstständigkeit sieht, geht
man hin, und macht sich selber selbstständig, indem man anderen gut
zuredet, sich selbstständiog zu machen und dafür Geld nimmt? :-)
Es wird einfach zuviel positiv gedacht. Ich finde das unseriös.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Wer auf eine bessere Welt hin arbeitet, baut sich selber
eine Hürde, zu dieser Welt zu gehören.
Ethik ist Marktpflege und nutzt im allgemeinen nur dem, der sie
vertritt.
Irgenwie lustig, da will einer was eigenes auf die beine stellen, und
alle wissen das er von anfang keine chance hat...
zugegeben, ich hätte nach dem studium keine chance gehabt, was jedoch
nicht auf andere projezieren würde (ok auf die meisten schon, aber nicht
auf alle) ...
Die frage obs realistisch ist, hängt wohl stark mit dem bereich in dem
er sich selbständig machen wird (hoffs doch das er sich nicht entmutigen
lässt) zusammen. Mit der richtigen idee in einem eng abgesteckten
produtebereich sind durchaus chancen vorhanden....
hi,
donnerwetter, so duster sehen können will aber auch beherrscht sein.
jeder, der sich selbständig machen will, wird wohl abwägen, ob er die
finanzielle unsicherheit tragen kann und will. ob aus dieser erwägung
immer die richtige entscheidung resultiert, zeigt sich dann schon
irgendwann. aber dann - im worst-case - ist man noch nicht tot und die
erde dreht sich weiter.
zu den marktführern: ICH WILL DER KÖNIG SEIN!!!
mein gott - marktführer, das musst du dir mal auf der zunge zergehen
lassen. uns rennen täglich leuts die bude ein, die selbstverständlich
alle marktführer sind, hat fast schon was ulkiges, weil deren wettbewerb
auch ganz ausgeschlafen daher kommt und manchen stich macht.
zu all jenen, die sich selbständig machen möchten:
erst wenn alle märkte von marktführern beherrscht werden, brauchst du
keinen gedanken mehr daran verschwenden. aber solange in dir der gedanke
tobt, es müsste ... geben, mach dich daran, denn andere tun es nicht,
sonst gäbe es ... schon zu kaufen und du bräuchtest es nicht zu
entwickeln.
und von den ... gibbet noch richtig viele zu entwickeln.
grüssens, harry
So viele Vollidioten hier...die "Susi" und ich denke die Leute von "R&S"
haben das einzig richitge gesagt, bei dem Rest der Anwesenden habe ich
das Gefühl, dass es einen ernsten Grund gibt, warum sie so viel Zeit
haben, ihren Müll von sich zu geben.
Gruß
FA Rosenberger
@Oliver:
Immer ruhig bleiben - wenn Frustrierte keine Argumente haben, werden sie
oft ausfallend.
Ich (und offensichtlich auch andere hier) brauchen keine
Streicheleinheiten, um zu wissen, dass wir uns richtig entschieden haben
:-)
So, Tagwerk erledigt - Schaltung läuft - endlich! :-)
Allen eine gute Nacht,
Christoph
@ Bernd Wiebus (Gast)
... offenbar ein Seelenverwandter von mir.
@ Susi
Du bist Deinem Chef aber schon seeehr ähnlich! Hör Dir doch mal wieder
das Lied "Der Macher" von Volker Lechtenbrink (den ich sehr verehre) an.
@ Wir(5)
Bekommt Ihr Euer Gehalt steuerfrei, weil es als Schmerzenzsgeld
ausgewiesen wird? Gebt mir wertvolle Tipps!
Oder seid ihr eher masochistisch veranlagt?
Genauso so wurde uns der böse Kapitalismus in der DDR auch immer
dargestellt!
Endlich mal ein Thread voll aus dem Leben!
Guten Morgen,
also hier der erste TheEngineer, deshalb nun TheEngineer I. :-))))
@Bernd Wiebus:
Gebe dir in allen Punkten recht, die du gestern nach meinem letzten
Beitrag gepostet hast.
>Seit der letzten Rechtschreibreform zähle ich mich übrigens formal zu>den Analphabeten.
Höhö, da muss ich echt grinsen, dass geht mir auch so! Das ist auch
wieder sowas typisch deutsches: Da versuchen sie's zu vereinfachen, und
am Ende stehen sie sich selbst im Weg :-))))
@Heinz:
Du bist ja wohl voll die Obergranate! R&S??? Siehste, dass ist nämlich
genau der Fehler in deiner und Susi's Argumentation. R&S entwickelt
Hightech-Produkte, die sicherlich keiner in einer Hinterhofwerkstatt
herstellen kann - aber auch keiner will! Ihr bedient mit euren Geräten
ja auch nicht den privaten Consumer, sondern eher den industriellen. Um
solche Geräte zu entwickeln, braucht man Teams, die aus sehr erfahrenen
Spezialisten bestehen. Wer will so naiv sein, dass Gegenteil zu
behaupten?
Aber: Das war doch nicht Tim's Ausgangsfrage! Wenn er sich mit einfachen
"was-weiss-ich" Rolladensteuerungen, Heizungsregelungen und/oder
Alarmanlagen selbstständig machen will, wozu braucht er dann zum
Beispiel die Kenntnis, um einen Leistungs- und Reflexionsmesser oder
TV-Messempfänger zu entwickeln, wie es R&S beherrscht?
In diesem Fall besteht noch nicht einmal ein Konkurrenzverhältnis zu
R&S, weil er den privaten Endkunden bedienen würde!
Also, Heinz, wenn das Müll ist, was die Leute hier schreiben, dann frage
ich mich, warum du mit schwachen Argumenten und Beschimpfungen
ausartest, wo weder dein noch Susi's Einwände auch nur irgendetwas mit
der Sache zu tun haben. Könnte ja im Gegenzug behaupten, dass euch die
HF nicht bekommt.
Schaut mal über den Tellerrand und seht euch die Mittelständler an,
die's geschafft haben - und die haben's schwerer als diese
megasubventionierten Grosskonzerne.
Und mancher Tamagotchi-Tüftler sitzt heute nicht bei R&S in der
Entwicklungsabteilung, sondern in der Karibik und sonnt sich kompetent -
auch hochmotiviert ;-)!
Gruss
TheEngineer I.
@ Bernd Gansert
Ob Du es glaubst oder nicht, es gibt Firmen, die an ihrem positiven
Geschäftsergebnis auch ihre Mitarbeiter teilhaben lassen. (Es gibt nicht
nur Nokia oder wie sie alle heißen mögen.)
Natürlich setzt das voraus, daß es auch Erfolge gibt!
Auch bei uns haben schon Leute frisch von der Uni angefangen, die schon
nach eigenem Ermessen wer weiß was konnten und sich teilweise schon beim
ersten Projekt voll auf die Fresse gelegt haben. Auch von ihnen kamen
Sprüche wie:
> Glaubt mir, meine "nebenstudentischen Tätigkeiten" haben mich in> Sachen soziale Kompetenz, Netzwerk usw. schon enorm viel aufbauen> lassen.
Nach dem dritten Projekt haben sie dann einvernehmlich die Firma
verlassen.
Nein, die wirklich erfolgreichen Leute kommen anders daher.
@Susi:
Natürlich gibt es Leute, die nur heiße Luft ablassen (auch bei
Unternehmern nach dem Motto: "Ich bin Unternehmer, weiss alles und bin
der Beste").
Danach hörte sich Tim aber nicht an.
Ich rede lieber nicht so viel sondern mache und das machen andere
erfolgreiche Starter auch.
Und nein, dafür benötigt man kein Team - das kann man anfangs mit
geeigneten Produkten durchaus alles selbst machen.
Stärker motiviert als man selbst ist kein Team.
Wie TheEngineer I. sagte: niemand wird auf die Idee kommen, alleine
einen EMV-Messplatz zu entwickeln und zu vermarkten. So etwas geht nur
mit mehreren Leuten.
Aber es gibt nicht nur solche Projekte und gerade mit kleinen, pfiffigen
Lösungen kann man eine Menge Geld verdienen und wachsen.
Und in zehn Jahren sind einige von denen dann nämlich diejenigen, die
Euch einstellen und zusammen mit Euch die Messplätze entwickeln :-)
Christoph
@ Susi
ich nehme Dir das alles voll ab. Das Leben hält eben jegliche
Überraschungen bereit. Meine vorletzte Position als Angestellter war die
des Hauptabteilungsleiters einer Entwicklungsabteilung mit 80
Mitarbeitern.
Damit glaube ich, fast alle Höhen und Tiefen der Sache zu kennen.
Kennengelernt habe ich dabei die unterschiedlichsten Menschen. Der von
Dir eben beschriebene Typus war dabei gar nicht mal so sehr selten.
Nichts läßt sich komplett in die bestehenden Vorurteile einbauen und in
Schubladen sortieren. Dazu ist das Leben zu bunt.
Wenn Tim aber meint, daß er diesen Weg gehen möchte, kann ihn niemand
daran hindern, obwohl ich aus meiner bisherigen Erfahrung zumindest
skeptisch wäre, was das Gelingen betrifft.
Es ist in der Tat leider so, daß fast jeder in Deutschland weiß, was
alles nicht ausdrücklich erlaubt ist. Daraus wird messerscharf
geschlußfolgert, das der Rest verboten ist.
Manche Freiheiten muß man sich an Kleingeistern vorbei auch einfach
nehmen.
Außerdem benutzen Damen das Wort "Fresse" nicht! Das könnte als ordinär
angesehen werden.
@ Bernd Gansert
Ich denke, wir stimme im Wesentlichen überein (vielleicht nicht
unbedingt in der Umfangsdefinition des aktiven Wortschatzes).
> Manche Freiheiten muß man sich an Kleingeistern vorbei auch einfach> nehmen.
Diese Aussage bedeutet für mich, dass ich technisch Dinge anfasse, die
von vielen durchaus kompetenten Fachleuten schon mal schlicht als
unmöglich bezeichnet werden. Da unser ganzes Team in kreativer
Aufgeschlossenheit dieser Devise folgt, können wir auch in
wirtschaftlicher Hinsicht auf viele Erfolge zurückblicken. Natürlich
setzt das voraus, seine Grenze sehr gut zu kennen. Auch sollte man bei
Problemen statt "Schuldige" besser Lösungen suchen.
> Wenn Tim aber meint, daß er diesen Weg gehen möchte, kann ihn niemand> daran hindern, obwohl ich aus meiner bisherigen Erfahrung zumindest> skeptisch wäre, was das Gelingen betrifft.
Da ich auch einiges hinter mir habe (Lehre, Studium, Beschäftigungen in
ganz kleinen bis ganz großen Firmen ...) sagt mir mein Gefühl, Tim
sollte vielleicht doch erst einmal an der Summe seiner Erfahrungen
arbeiten.
Gruß, Susi
Wenn Linus Torvalds so gedacht hätte wie manche hier, hätte er vorher
bei Microsoft angefangen und Linux hätte es nie gegeben.
Komisch, es war nur seine Diplomarbeit - und heute programmiert die
ganze Welt Microsoft das Fürchten bei.
Musste Torvalds erst zuvor eine 20Jahre-Karriere hinlegen bis in ein
Team von Fachleuten eines Marktführers?
Nein, aber er könnte/kann heute (fast) überall anfangen und hat so
manchem Marktführer Beine gemacht!
Hätte er all den Zweiflern, Besserwissern und Pessimisten zugehört, dann
gehörte Windows wohl die Welt von Heinz Heinz alleine.
Solche und ähnliche Beispiele gibt es haufenweise.
Es gibt nicht DEN Weg!
hätten die herren william hewlett und david packard doch nur gewusst,
dass ein berufsstart in einer garage zum untergang verurteilt ist, bevor
er noch richtig beginnt, so hätten sie sicherlich eine mittlere bis gute
karriere in einem bestehenden unternehmen erleben dürfen.
stattdessen sind die halt nur grösster computerhersteller der welt
geworden. hut ab vor den ahnungslosen dieser welt.
Äh???
Tim möchte nicht mit einer revolutionären Betriebssystemidee oder einem
MP?-Player, der schnell die 100.000.000-Stück-Hürde nimmt in den Markt
eintreten, sondern mit einer STEUERUNG.
Das das bestimmt keine revolutionäre Idee ist, und es allein in
Deutschland viele 1.000 Lösungen dazu gibt, wird er es als Massenprodukt
wohl kaum durchsetzen können.
Gruß, Susi
Naja, Herr Torewalds hatte nie vor, ein ganzes Betriebssystem auf die
Beine zu stellen. Er hatte in seiner Freizeit weit vor seiner
Diplomarbeit an einem Sheduler, der an ein Minix angelehnt war, gebaut.
Der Kern war allerdings komplett neu entwickelt, so daß er mit den
komerziellen UNIX-Anbietern keine Probleme bekam. Danach stellte er
seinen Sheduler im Internet zur Diskussion. Nacheinander strickten
andere Programmierer Module hinzu (v. a. Postfix!). Nach und nach
entstand das Urlinux. Ein Selbstläufer, dessen Erfolg auch Linus nie
voraussehen konnte.
@Susi:
Du hast Tim's Frage schon nicht verstanden, folglich nehme ich dir nicht
übel, dass du das, was ich mit dem Torvalds-Beispiel ausdrücken wollte,
auch nicht verstanden hast.
Es ist schon gut, dass du nach all deinen Erfahrungen in einem
"hochmotivierten" und "hochkompetenten" Team gelandet bist, alleine als
Selbstständige wärst du mit deinen Ansichten eh verloren.
Übrigens: Torvalds hatte auch nicht die Absicht, ein so erfolgreiches OS
zu proggen, wie 80C167 schon anmerkte, es war nur ein "primitiver" Teil
des heutigen Linux. Er hatte das, was jeder neben Kompetenz auch
braucht, um zu überleben: GLÜCK!
Wenn ich an meine Zeit im Automotive zurückdenke, dann fällt mir sofort
eine Firma ein, deren alleiniger Inhaber in den 90ern auch eine zündende
Idee hatte - und heute nicht nur Marktführer ist, sondern auch
superreich - er hat es sich verdient und hat nicht geknatscht, bevor es
überhaupt weh tat. Die "Steuerung" war anfangs so primitiv, dass man sie
als Hobbybastler hinbekommt - die Idee zählte, nicht die Stückzahl. Die
Erfahrung wächst mit den Projekten.
@ TheEngineer I.
Auf Tims Fragen gab es schon mehrere richtige Antworten, die brauchte
ich doch wohl nicht noch mal zu wiederholen, oder?
Sein ganzes Konzept aber ist nicht nur mir sehr fragwürdig erschienen.
Dazu gab es dann einige Antworten.
> Wenn ich an meine Zeit im Automotive zurückdenke, dann fällt mir sofort> eine Firma ein, deren alleiniger Inhaber in den 90ern auch eine zündende> Idee hatte
Meinst Du die Firma "B......."?
Wenn ja, dann kann ich Dir nur sagen, dass er auch ganz viel GLÜCK
hatte. Frag ihn mal, wer ihm in seinen Anfangsjahren seinen seinerzeit
größten Kunden "h.." (mit etwa 50% Umsatzanteil) weggeschnappt hat, was
wohl ganz schön weh tat.
Gruß, Susi
@Susi:
Nix B....weder falsch. Egal.
@Tim:
Lass dich von den Neidern, dies selbst nie probiert oder geschafft
haben, entmutigen. Gibt ja genug hier, die auch über positive
Erfahrungen berichten können.
Schluss für mich.
Man findet immer Leute, die gescheitert sind.
Niemand von den Befürwortern hat behauptet, dass es einfach ist, Erfolg
zu haben.
Die einen nennen es Glück, andere harte Arbeit :-)
Natürlich muss man Rückschläge verkraften und man muss bereit sein, auch
Einschränkungen hinzunehmen.
Wenn man sich vernünftig vorbereitet, sehe ich keinen Grund, sich nicht
als Einzelkämpfer selbstständig zu machen.
Und von wegen "gesättigter Markt": der gute Mensch, der diesen
Weihnachtsbaumständer erfunden hat, hat mittlerweile ausgesorgt.
Ein guter Bekannter von mir hat spezielle Schutzkappen für Schrauben
entwickelt, patentieren lassen und lebt als GmbH jetzt sehr gut davon -
obwohl es schon Dutzende Systeme gab...
Manchmal muss auch erst jemand mit einer Idee kommen, um den Markt mal
durchzuschütteln und den Filz der Großen zu entfernen.
Christoph
P.S.: Tim? (liest der Arme überhaupt noch mit? ;-)