Wer errinnert sich nicht an 1980, als die Russen in Afghanistan
einmarschiert sind und die halbe westliche Welt den Spielen fern blieb?
Sollte man angesichts der rücksichtslosen Vorgehensweise der Chinesen in
Tibet nun nicht konsequent sein und die Spiele in Peking boykottieren ?
Vielleicht ist es besser sie zu Nutzen um den Tibetern mit ihren
Forderungen nach Selbstbestimmung mehr Gewicht zu verleihen, z.B. in dem
jeder Sportler der dies wünscht in Intervieus persönlich Stellung dazu
bezieht.
Übrigens hat der Dalei Lama sich heute dazu geäußert. Einen Boykott
wünscht er nicht.
Ich denke, die Idee mit den Interviews ist schon ziehmlich gut.
Andererseits nicht sehr wikungsvoll, denn wenn Regierungskritisch, nicht
in China ausgestrahlt.
Schade drum.
Das mit dem Boykott erzähl mal den Sportlern, die sich 4 Jahre mit
Training den Allerwertesten aufgerissen haben. Und alles nur, weil hier
einer im Offtopic des Microcontroller-Forums klugscheißt!
> Das mit dem Boykott erzähl mal den Sportlern, die sich 4 Jahre> mit Training den Allerwertesten aufgerissen haben.
Das ist Zynismus pur.
Was wiegt wohl schwerer:
a.) Ein Sportler der vier Jahre "umsonst" trainiert hat,
b.) oder in Tibeter, der vom chinesischem Militär
erschossen wird.
Eindeutig: Der Sportler. Sumo-Ringen ist keine tibetanische Spezialität.
Letztlich wirft das ganze das Dauerproblem auf, wie man mit Diktaturen
umgeht, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden.
Da gibt es ja die unterschiedlichsten Konzepte - einmarschieren (Irak),
unterstützen (Irak, nur früher), boykottieren (Kuba), wirtschaftliche
Zusammenarbeit (China), selbst die Diktatur herstellen (Chile 1973) ...
Es hängt also alles vom jeweiligen Standpunkt bzw. den wirtschaftlichen
Interessen ab. Und China ist wirtschaftlich so bedeutsam, daß alle
Proteste Tibets wegen verpuffen werden wie ziemlich kleine Wassertropfen
auf den sprichwörtlichen heißen Stein. Gäbe es in Tibet nennenswerte
Ölvorkommen, sähe die Situation natürlich gaaanz anders aus.
Wenn dann keine Journalisten kommen, von wem erfahren wir dann
wieviele Säcke Reis umgefallen sind? :-)
Im Ernst. Es gab schon mal eine Olympia-Boykott. Hat keinen
wirklich interessiert. Du glaubst doch nicht im Ernst, daß
China seine Truppen aus Tibet abzieht, nur weil ein paar
Wahnsinnige dann nicht zu den Spielen kommen. Die freuen
sich doch darüber. Eine noch bessere Chance ihre
Medaillen-Bilanz in die Höhe zu treiben kann es doch gar
nicht geben.
Hallo,
China ist durch und durch totalitär. Die allmächtige Partei mutiert in
den Provinzen zum oligarchischen Willkürregime, in dem sich Bonzen über
alles hinwegsetzen, was ihnen nicht passt. Sklaverei, Organhandel,
Umweltzerstörung und Internetkriminalität (z.B.: Hackerangriffe gegen
den Westen) läuft alles natürlich ohne Wissen der Zentralregierung. Egal
ob das stimmt, läuft in China nichts ohne die Partei und damit nicht
ohne Verantwortung der Partei, denn diese verteilt die Macht.
China mutiert zum apokalyptischen Staat, der aus Angst und Machtgier
alles bekämpft, was die Macht der Partei bedroht, im Inn- und Ausland.
Was Tibet angeht, gibt es nur eins zu sagen:
Tibet ist ein besetztes Land.
Gast
Lustig.
Über china regt man sich in zusammenhang mit Menschenrechten tierisch
auf (wieder einmal).
Das die Amis letzte woche nun schon offiziell Folter im Gesetz verankert
haben scheint aber niemanden zu jucken.
Offensichtlich prügelt die Masse immer noch gerne auf die Tonne mit der
aufschrift "Bösewicht" statt mal die augen aufzumachen ROFL
"Die" Israelis sind auch nicht viel besser:
die bauen eine Mauer (wo!)
die sprengen Personen in die Luft (und dabei auch manchmal Kinder)
....
aber für Frau Merkel eine historische Reise: 60 Jahre, ....
Kosovo:
Tja, da fängt es jetzt "auch an" - war ja zu erwarten und eine
Abspaltung wäre nur logisch.
Irgendwie ist die "Menschheit" doch ziemlich beschränkt.
Wie sagte doch Ustinov:
versteht euch doch endlich
""Wie wäre es, wenn alle Sportler mit Free Tibet Shirts einlaufen;)""
Schöne Idee -
besonders bei den chin. Sportlern.
Dank Bildverarbeitung sicher leicht eliminierbar: der Aufdruck.
Auch 1936 fanden hier Olypmische Spiele statt und waren eine
gelungene Propaganda - dass sollte man auch überlegen.
(Damit möchte ich die politischen Systeme NICHT gleichsetzen,
aber das Prinzip "Propoganda" ist wohl ähnlich)
Laßt den Ramsch mit der Aufschrift: "Made in China" im Regal liegen. Das
macht uns unabhängiger und wir haben wieder mehr Mitspracherecht. Auf
ein einziges Pferd zu setzen, war schon immer strategisch unklug.