Personalmangel (ach wie schön)

Gast #823373
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Ja, Thilo kann man so sagen. Und wenn man mit der Bezahlung nicht 
zufrieden ist kann man sich ja selbständig machen, so wie mein Bruder 
das gemacht hat.

Dazu gehört Mut, Courage und Durchhaltevermögen (mit der Gewissheit das 
man nach ein paar Jahren in der freien Wirtschaft nicht mehr anfangen 
kann).

Mein Bruder verdient gut, hat aber eine über 50Stunden Woche und er muss 
sich mit den Drecksämtern herumschlagen. Für die letzte 
Lohnsteuer-erklärung hat er 3 Tage gebraucht. Meistens arbeitet er auch 
am Wochenende. Dann gibt es noch andere kleinere Probleme, wie wenn 
Kunden nicht zahlen wollen, aber alles in allem ist er sehr zufrieden.
#823444
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Was dann auch noch schön zum ko**en ist, wenn man sich auf einen Job 
bewirbt und dann eine Absage bekommt, weil man nicht dem gesuchten zu 
100% entspricht. Da kann man sich dann auf den Kopf stellen und 
vorschläge machen wie "die erste Zeit für nur 70% der Kohle wegen 
längerem einlernen etc pp" und die Firmen suchen lieber nochmal ein paar 
Monate nach dem Prinzen der auf dem weißen Pferd dahergalopiert. Das in 
der Zeit für die Anzeigenschaltung etc. mehr Kohle rausgepumpt wurde als 
jemand, der willens ist den Job gut zu machen und sich weiter zu bilden, 
mit dem nötigen Wissen auszustatten, scheint nur mich zu stören...
Gast #823449
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>Ja, Thilo kann man so sagen. Und wenn man mit der Bezahlung nicht
>zufrieden ist kann man sich ja selbständig machen, so wie mein Bruder
>das gemacht hat.

Dazu braucht man in aller Regel erstmal Beruferfahrung.

>Dazu gehört Mut, Courage und Durchhaltevermögen (mit der Gewissheit das
>man nach ein paar Jahren in der freien Wirtschaft nicht mehr anfangen
>kann).

Meiner Meinung nach ist man dann gerade, in der Wirtschaft gefragt. 
Unternehmerisches handeln steht heute bei fast jeder Firma im 
Mittelpunkt. Wenn man erfolgreich selbstständig war und gute kontakte 
besitzt, Fachwissen und dies nun einer Firma zu verfügung stellen will.
Gast #823459
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@ Wasser

> Wenn man erfolgreich selbstständig war und gute kontakte
> besitzt, Fachwissen und dies nun einer Firma zu verfügung stellen will.

Warum, um alles in der Welt, sollte man dann wieder in einer Firma als 
Angestellter anfangen?
Gast #823549
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"Was dann auch noch schön zum ko**en ist, wenn man sich auf einen Job
bewirbt und dann eine Absage bekommt, weil man nicht dem gesuchten zu
100% entspricht."

Diese Mentalität der Firmen geht mir auch voll auf den Zwirn. Heutzutage 
nimmt die Komplexität der Arbeit immmer mehr zu und die verlangen beim 
Beginn der neuen Stelle wirklich 120% ab. Warum nicht mal so:

Herr So und So, wir sind mir ihrem bisherigen Bildungs- und Berufsweg 
sehr zufrieden. Das man sich jetzt mit dem und dem Tool nicht auskennt 
ist auch kein Problem, das werden Sie in den 6 Monaten in denen Sie 
eingearbeitet werden noch lernen. Und das SPICE kein Gewürz ist, bringen 
wir Ihnen auch noch bei. Was für uns zählt sind Engagement und 
Lenrbereitschaft, ansonsten helfen wir Ihnen gerne.

Das beste war noch bei meinem letzten Vorstellungsgespräch. So ein 
aufgeblasener PM (Informatik) sagte mir, dass ich die Materie in 2 
Monaten draufhaben muss. Danach würde es schon nach Japan gehen. Was Sie 
kennen sich mit Matlab/Simulink nicht aus? Dafür gibt es doch 
Online-Tutorials.
Es ist ja wohl klar, dass man alle Feinheiten dieses Tools nie 
vollständig beherschen kann, dafür ist es einfach zu komplex. Aus dem 
Ego von dem Depp hätte man drei Männer machen können. Habe dann schon 
während des Gesprächs blicken lassen, dass ich keine Interesse mehr 
habe.
Gast #823652
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Hallo zusammen,

muß auch noch ein bischen Öl ins Feuer giessen, da ich auch schon seit 
einiger Zeit die Stellenausschreibungen im Technikbereich verfolge,
könnte mir das kotzen kommen. Es schreiben fast keine Unternehmen mehr 
selber aus, meist nur Dienstleister od. Vermittler. Natürlich zur festen 
Übernahme, ha ha ha erlebe so einen Scheiß selber seit einem dreiviertel
Jahr, ständiges vertrösten. Und ich hab das oben zitierte "Guten Leuten 
muß man absagen" auch selbst schon erlebt, weil die dann meistens 
"Angst" haben man könnte ja aufdecken das "Sie" tausende Euro in den 
Sand setzen.

Manche Ausschreibungen kommen mir schon seit über einen Jahr unter, nur 
mit angepassten Datum.

Zum Thema "Personaler und PM" fällt mir nur noch ein:
"Früher in der Schule haben Sie von mir abgeschrieben, heute sind Sie 
meine
Chef's"

Gruß Martin
Gast #823699
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>Warum, um alles in der Welt, sollte man dann wieder in einer Firma als
>Angestellter anfangen?

Wenn Du deine Ziele erreicht hast und eine internationaler Konzern 
bietet dir die Konzernleitung an etc.. pp gibt tausend Gründe. Habe wen 
im bekanntenkreis. Die Person ist wohl froh einfach mal angestellt zu 
sein und nicht mehr alles selbst reglen zu müssen.
Gast #823914
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"Selbstständig" heißt ja nix anderes als alles 'selbst' zu machen, und 
das 'ständig'. Ist heutzutage in D schon harte Arbeit, geht aber.

Neulich in Nürnberg auf der 'Embedded World' wurde ich wie in St. Pauli 
ständig angelabert und bekam Entwickler- und Hardwaredesignerjobs 
angeboten. OK, die Mädels waren nett, aber bei näherem Nachfragen 
wollten die eine 50h-Woche für 1800€ netto. Und möglichst Ing mit min. 
10 Jahren Erfahrung.
Da bleib' ich lieber wo ich bin! ;)

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