In Zeiten wo Massenentlassungen aufgrund von Profitgier immer beliebter
werden freut es mich mal wieder so einen Artikel zu lesen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,543376,00.html
Von der unangenehmen Zeit wo ich mal kurzeitig arbeitslos (98) ganz zu
schweigen.
Ja, Thilo kann man so sagen. Und wenn man mit der Bezahlung nicht
zufrieden ist kann man sich ja selbständig machen, so wie mein Bruder
das gemacht hat.
Dazu gehört Mut, Courage und Durchhaltevermögen (mit der Gewissheit das
man nach ein paar Jahren in der freien Wirtschaft nicht mehr anfangen
kann).
Mein Bruder verdient gut, hat aber eine über 50Stunden Woche und er muss
sich mit den Drecksämtern herumschlagen. Für die letzte
Lohnsteuer-erklärung hat er 3 Tage gebraucht. Meistens arbeitet er auch
am Wochenende. Dann gibt es noch andere kleinere Probleme, wie wenn
Kunden nicht zahlen wollen, aber alles in allem ist er sehr zufrieden.
Was dann auch noch schön zum ko**en ist, wenn man sich auf einen Job
bewirbt und dann eine Absage bekommt, weil man nicht dem gesuchten zu
100% entspricht. Da kann man sich dann auf den Kopf stellen und
vorschläge machen wie "die erste Zeit für nur 70% der Kohle wegen
längerem einlernen etc pp" und die Firmen suchen lieber nochmal ein paar
Monate nach dem Prinzen der auf dem weißen Pferd dahergalopiert. Das in
der Zeit für die Anzeigenschaltung etc. mehr Kohle rausgepumpt wurde als
jemand, der willens ist den Job gut zu machen und sich weiter zu bilden,
mit dem nötigen Wissen auszustatten, scheint nur mich zu stören...
>Ja, Thilo kann man so sagen. Und wenn man mit der Bezahlung nicht>zufrieden ist kann man sich ja selbständig machen, so wie mein Bruder>das gemacht hat.
Dazu braucht man in aller Regel erstmal Beruferfahrung.
>Dazu gehört Mut, Courage und Durchhaltevermögen (mit der Gewissheit das>man nach ein paar Jahren in der freien Wirtschaft nicht mehr anfangen>kann).
Meiner Meinung nach ist man dann gerade, in der Wirtschaft gefragt.
Unternehmerisches handeln steht heute bei fast jeder Firma im
Mittelpunkt. Wenn man erfolgreich selbstständig war und gute kontakte
besitzt, Fachwissen und dies nun einer Firma zu verfügung stellen will.
@ Wasser
> Wenn man erfolgreich selbstständig war und gute kontakte> besitzt, Fachwissen und dies nun einer Firma zu verfügung stellen will.
Warum, um alles in der Welt, sollte man dann wieder in einer Firma als
Angestellter anfangen?
The one wrote:
> Ja, Thilo kann man so sagen. Und wenn man mit der Bezahlung nicht> zufrieden ist kann man sich ja selbständig machen, so wie mein Bruder> das gemacht hat.
Kannste doch vergessen. Zumindest in meinem Bereich.
"Was dann auch noch schön zum ko**en ist, wenn man sich auf einen Job
bewirbt und dann eine Absage bekommt, weil man nicht dem gesuchten zu
100% entspricht."
Diese Mentalität der Firmen geht mir auch voll auf den Zwirn. Heutzutage
nimmt die Komplexität der Arbeit immmer mehr zu und die verlangen beim
Beginn der neuen Stelle wirklich 120% ab. Warum nicht mal so:
Herr So und So, wir sind mir ihrem bisherigen Bildungs- und Berufsweg
sehr zufrieden. Das man sich jetzt mit dem und dem Tool nicht auskennt
ist auch kein Problem, das werden Sie in den 6 Monaten in denen Sie
eingearbeitet werden noch lernen. Und das SPICE kein Gewürz ist, bringen
wir Ihnen auch noch bei. Was für uns zählt sind Engagement und
Lenrbereitschaft, ansonsten helfen wir Ihnen gerne.
Das beste war noch bei meinem letzten Vorstellungsgespräch. So ein
aufgeblasener PM (Informatik) sagte mir, dass ich die Materie in 2
Monaten draufhaben muss. Danach würde es schon nach Japan gehen. Was Sie
kennen sich mit Matlab/Simulink nicht aus? Dafür gibt es doch
Online-Tutorials.
Es ist ja wohl klar, dass man alle Feinheiten dieses Tools nie
vollständig beherschen kann, dafür ist es einfach zu komplex. Aus dem
Ego von dem Depp hätte man drei Männer machen können. Habe dann schon
während des Gesprächs blicken lassen, dass ich keine Interesse mehr
habe.
Hallo zusammen,
muß auch noch ein bischen Öl ins Feuer giessen, da ich auch schon seit
einiger Zeit die Stellenausschreibungen im Technikbereich verfolge,
könnte mir das kotzen kommen. Es schreiben fast keine Unternehmen mehr
selber aus, meist nur Dienstleister od. Vermittler. Natürlich zur festen
Übernahme, ha ha ha erlebe so einen Scheiß selber seit einem dreiviertel
Jahr, ständiges vertrösten. Und ich hab das oben zitierte "Guten Leuten
muß man absagen" auch selbst schon erlebt, weil die dann meistens
"Angst" haben man könnte ja aufdecken das "Sie" tausende Euro in den
Sand setzen.
Manche Ausschreibungen kommen mir schon seit über einen Jahr unter, nur
mit angepassten Datum.
Zum Thema "Personaler und PM" fällt mir nur noch ein:
"Früher in der Schule haben Sie von mir abgeschrieben, heute sind Sie
meine
Chef's"
Gruß Martin
>Warum, um alles in der Welt, sollte man dann wieder in einer Firma als>Angestellter anfangen?
Wenn Du deine Ziele erreicht hast und eine internationaler Konzern
bietet dir die Konzernleitung an etc.. pp gibt tausend Gründe. Habe wen
im bekanntenkreis. Die Person ist wohl froh einfach mal angestellt zu
sein und nicht mehr alles selbst reglen zu müssen.
"Selbstständig" heißt ja nix anderes als alles 'selbst' zu machen, und
das 'ständig'. Ist heutzutage in D schon harte Arbeit, geht aber.
Neulich in Nürnberg auf der 'Embedded World' wurde ich wie in St. Pauli
ständig angelabert und bekam Entwickler- und Hardwaredesignerjobs
angeboten. OK, die Mädels waren nett, aber bei näherem Nachfragen
wollten die eine 50h-Woche für 1800€ netto. Und möglichst Ing mit min.
10 Jahren Erfahrung.
Da bleib' ich lieber wo ich bin! ;)
crazy horse wrote:
> naja, 1800 netto für 50h ist doch gar nicht so schlecht...
Schreib doch bitte nächstes Mal dazu dass es sich um Ironie handelt ...