Hi, Neubi,
Du: "1.9GHz ... diversity antennenschaltung ... 5/4lambda auseinander
....gehäuseabmessungen max. 3/4lambda"
Analytisches Denken schlägt Regelkunde.
Wenn wir uns das gestörte Funkfeld vor unserem inneren Auge vorstellen,
dann sehen wir die Überlagerungen, wo sich Wellenzüge schneiden wie
Kreuzseen.
UKW-Rundfunkempfang um Auto, Ampel rot, Musik weg. Wir rucken den Wagen
eine halbe Wellenlänge vor, manchmal genügt ein Bruchteil der
Wellenlänge.
Diversity brauchen wir nur zur Vermeidung der Auslöschungen, und dann
genügt eine halbe Wellenlänge - wenn die gestreute Welle, also die
kreuzende, die direkte Welle in einem deutlichen Winkel schneidet.
Im Empfangsfall brauchen wir nicht mehr als eine halbe Wellenlänge.
Wir brauchen sogar gar keinen mit der Variante des
Polarisationsdiversity - sehr unwahrscheinlich ist die Auslöschung
beider Polarisationen an der selben Stelle.
Im Sendefall ist das etwas anders, weil bei zwei Antennebn gleicher
Polarisation die eine auf die andere koppelt - und dann könnte es in der
anderen Endstufe zu Intermodulationen kommen, deren Reflektion und
Sendung. Dafür hätten wir dann gern einen höheren Abstand.
Bei knappem Platz empfehle ich Polarisationsdiversity.
Ciao
Wolfgang Horn