Hallo Experten! Ich habe mal wieder ein Problem bezüglich Leitungsanpassung. Ich habe vor, mit Hilfe des OPA lmh6629, einen Transimpedanz Verstärker aufzubauen. Seite 23 des Datenblattes zeigt die dafür notwendige Beschaltung. Ich frage mich nun wieso diese Schaltung einen Ausgangswiderstand von 500Ohm beinhaltet. Soweit ich das bisher verstanden habe müsste ich doch eigentlich einen 50Ohm Widerstand in Reihe mit meinem Ausgangsstecker haben, wenn ich daran 50Ohm Leitungen anschließen möchte. Der Low Noise Integrator auf seite 26 besitzt zum Beispiel diesen 50Ohm Widerstand. Hierbei verstehe ich wiederum nicht wozu dann nochmal 50Ohm gegen Masse (also als Last) eingefügt werden. Insgesamt verwirren mich die Datenblätter mancher Bauteile doch immer wieder ein wenig. Für ein wenig Erleuchtung wäre ich sehr dankbar :) Viele Grüße Julian
Gast
#3142910
Hallo Julian, da is nix mit "Widerstand in Leitung einfügen"... In den von Dir genannten Schaltbildern hängt am Ausgang jeweils
das "L" steht dabei für "Last", sprich die nachfolgenden Stufen der Schaltung. ;) "Soweit ich das bisher verstanden habe müsste ich doch eigentlich einen 50Ohm Widerstand in Reihe mit meinem Ausgangsstecker haben, wenn ich daran 50Ohm Leitungen anschließen möchte." Öhm, bei DC vielleicht, bei HF sieht das schon ein bissl anders aus. Da gehts dann um Impedanzen statt ohmscher Widerstände... Gruß Jens
Gast
#3144347
Der Ausgangswiderstand Ra des Standard Op liegt im Bereich von 50...1000 Ohm. Er wird aber in der Regel mit Rückkopplung betrieben. Die Schleifenverstärkung g (loop gain) reduziert den Widerstand um diesen Faktor: Ra` = Ra/g. Bei einem Ra von 1kOhm, einer Verstärkung des Signals mit dem Faktor 10 und einer Leerlaufverstärkung von 10^5 wird durch die Gegenkopplung der Ausgangswiderstand nur noch zu 0.1 Ohm. Das ganze gilt aber nur bis zur 3dB Grenzfrequenz des OP, dannn nimmt g mit 20dB/Dek ab, die Ausgangsimpedanz steigt auf den Wert 50...1000Ohm an.
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