Gast
#4128719
Hi, ich grüble gerade, wie ich mein 4-Kanal Labornetzteil möglichst vielseitig dimensionieren soll und hoffe da auf ein wenig Input. Als "externer" sieht hat man ja häufig einen ganz anderen Blickwinkel. Gehäuse, Regelteile (galvanisch voneinander getrennt), Relais, Buchsen, Bedienelemente, Steuerung und Anzeigen sind bereits vorhanden, sowie ein Kühlkörper mit Lüfter, auf den 16 TO3-Transistoren passen würden. Es fehlen also die Transistoren, ein Ringkerntrafo (will ich mir fertigen lassen), Gleichrichtung, Siebung, eventuell Wicklungsumschaltung per Relais. Ich möchte einen Bereich von 0-32V und 0-8A abdecken. Natürlich nicht "gleichzeitig", das wäre ja 1kW und würde den Gehäuseplatz, Kühlung und SOA sprengen. Meine Idee ist, 2 Kanäle mit 16V 8A aufzubauen, die anderen beiden mit 32V 4A. Das wären zusammen 512W, was ich, ausgehend vom Gehäuse, als machbar im Bezug auf die Trafogröße ansehen würde. Der Trafo würde dann vielleicht irgendwo bei 700W landen... Reduzierung der Verlustleistung durch Wicklungsumschaltung per Relais (vor dem Gleichrichter). Mit 2 Relais mit je einem Wechsler könnte man 4 verschiedene Spannungen erzielen. Eine andere Idee ist, die Wicklungen über Relais in Reihe oder parallel zu schalten, so dass entweder hohe Spannungen oder Ströme möglich wären. Je höher die eingestellte Spannung, desto niedriger der einstellbare Strom. Das hätte aber eine aufwendige Schaltung aus vielen Relais oder Halbleitern zur Folge und die Gefahr, dass dieser Mechanismus bei Fehlschaltung zu einem Kurzschluss der Wicklungen führt. Das würde ich eher nicht in Betracht ziehen. Eine weitere Idee wäre, die verschiedenen Abgriffe der Sekundärwicklung für verschiedene Ströme auszulegen. Das würde vielleicht Gewicht und Platz beim Trafo sparen, dafür müsste man aber wohl alles als eigene Wicklung heraus führen. Eine Wicklung mit 2 Abgriffen, deren "Segmente" für verschiedene Ströme ausgelegt sind, wird wohl nicht möglich sein? Und zuletzt könnte man die Primärseite schwächer dimensionieren als die Summe der Leistungen der Sekundärwicklungen, wenn man z.B. softwareseitig sicherstellt, dass nie auf allen Kanälen gleichzeitig die vollen 256W gezogen werden. Grüße Andreas