SD Karte selber bauen!

OP #637422
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Hallo!
Habe mal eine SD Karte aufgeschnitten!
So wie es aussieht ist der angehangene Speicherbaustein enthalten! Davor 
sitzt noch so ein kleiner Baustein, den ich nicht zuordnen kann!
Kann nur mal wiedergeben was drauf steht:
1. Zeile: BC92CKC2
2. Zeile: 0708DG38
Was kann das für ein Baustein sein?
Die Karte war bei einer Canon Kamera dabei und hat 32 MB!

Kann man eine solche Karte nachbauen? z.B. indem man einen Flash 
Speicher kauft und den selber Ansteuert?

mfg,

gammla
OP #637464
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Mh, Sinn hin oder her....
Wenn man die Kosten und die Beschaffbarkeit über denkt, ist es 
sicherlich nicht zu empfehlen eine solche Karte nachzubauen.in diesem 
Fall geht es wohl eher um den Lerneffekt! Ich habe bei Wikipedia gelesen 
das in solche Karten einen DRM (Digital Right Management) eingebaut ist, 
welches teilweise die Zugriffe in bestimmte Bereiche nicht zulässt! kann 
es seinen dass ich den zweiten Chip aus diesem Grund nicht finden kann?
Hat jemand Erfahrung damit?

mfg,

gammla
Moderator Persönliche Seite #637471
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Stephan Titz wrote:

> Ich habe bei Wikipedia gelesen
> das in solche Karten einen DRM (Digital Right Management) eingebaut ist,
> welches teilweise die Zugriffe in bestimmte Bereiche nicht zulässt!

Ja, daher heißen die Teile auch "SD", ohne den DRM-Krams wären es
MMC-Karten.

> kann
> es seinen dass ich den zweiten Chip aus diesem Grund nicht finden kann?

SD und dessen DRM ist meiner Erinnerung nach ein Club, dem du nur durch
Unterschreiben eines NDA (vermutlich verbunden mit einer größeren Menge
bunt^H^H^H^Hgrün bedruckter Scheine) beitreten kannst.  Ja, für den
entsprechenden Controller bekommt man dann die Datenblätter auch
wiederum nur gegen NDA und darf deren Details nicht veröffentlichen.

Eine MMC-Karte dagegen kannst du dir vermutlich eher selbst bauen,
wenngleich SPI-Slave nicht so das tolle Ding für einen Microcontroller
ist.  Programmierbare Logik wäre das u. U. sinnvoller.  (SPI ist ein
Schieberegister, und das implementiert man halt am einfachsten in
Hardware.)

Dementsprechend wäre es natürlich auch gut denkbar, dass der Chip, den
du da siehst, gar kein Controller, sondern ein ASIC o. ä. ist.
OP #637486
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Das kann wirklich gut sein, dass es sich hier um einen solchen ASIC 
handelt. Man findet nichts über den Baustein, hier liegt eine 
Massenproduktion vor, es ist eine Verschlüsselung enthalten etc. Viele 
Dinge die für einen solchen ASIC sprechen!
auf der englischen Seite von Wikipedia steht, dass der Beitrag circa 
€2000 beträgt!
Wie funktioniert denn dieses DRM? Werden alle Daten die abgespeichert 
werden verschlüsselt?und sind dann nur noch mit dem passenden ASIC 
wieder zu lesen?

mfg,

gammla
Gast #1060927
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Halo ihr lieben SD-Kartenbastler...

ich habe hier ein lustiges kleines Gerät, in welches eine sdkarte 
eingebaut ist, mit einer handgeschiebenen chinesischen 
LINUX-distribution.

Mein Problem ist, dass es weder eine Konsole, noch irgendeine Form von 
laufwerk oder bootauswahlmöglichkeiten gibt.

Also will ich den SD-Chip austauschen mit einem, auf dem eine 
LINUX-dist. nach meinem Geschmack ist.^^

Kann mir da jemand helfen?

brauche ich nur den speicherchip auszutauschen, oder muss ich auch 
dieses kleine chiplein, welches davorsitzt, mitaustauschen?

LG Neugier
Persönliche Seite #1060966
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Warum tauscht Du nicht einfach die SD-Karte aus? Ist die etwa nicht 
gesockelt, sondern fest eingebaut ?!

Wenn letzteres: Bau halt 'nen SD-Karten-Sockel in Dein lustiges kleines 
Gerät ein.

Du willst definitiv nicht den nackten Speicherchip in der SD-Karte 
austauschen, der nämlich speichert zusätzlich zu den von außen 
sichtbaren Nutzdaten auch noch interne Verwaltungsinformationen des 
Controllers und obendrein auch noch dessen Firmware.

Außerdem ist nicht gesagt, daß Du herausfinden kannst, wie das Mapping 
von Blocknummern auf der SD-Schnittstelle zu Adressen im Speicherchip 
funktioniert.

Ich habe mal versucht, Daten einer defekten CF-Karte zu rekonstruieren, 
indem ich die vier einzelnen Flash-Bausteine aus ihr ausgebaut und 
ausgelesen habe. Da ein simples Dateisystem mit recht vorhersagbaren 
Dateien verwendet wurde (wurde halt von 'ner Digitalkamera verwendet), 
hätte es möglich sein müssen, die Adressverteilung zu rekonstruieren. 
Fazit: In 32 kByte-Blöcken wurde alles wüst durcheinandergewürfelt, kein 
Durchkommen.
Persönliche Seite #1060985
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Neugier wrote:

> Kann mir da jemand helfen?

Nicht wirklich.

Wenn ich mal von einem offenen oder halbwegs offenen Linuxsystem aus 
gehe...

Dann gibt es einen allgemeinen Teil, der sich die Hardware anschaut und 
dann passend initialisiert.

Und, gerade bei PDAs und anderen Embedded Geräten, einen spezifischen, 
oft proprietären Teil, z.B. spezielle Kernelmodule für exotische 
Zusatzchips z.B. den SD-Controller (Beispiel Sharp Zaurus).

Beide Teile sind natürlich in die Maschinensprache des Target-Prozessors 
übersetzt (Beispiel ARM) und sind oft auf ein definiertes Filesystem 
angewiesen (Beispiel JFFS, RootFS).

Es ist noch nicht mal gesagt, dass das Linux überhaupt in der SD-Karte 
ist. Es kann auch in einem rel. kleinen Flash-Bausteil sitzen und die 
Karte wird nur als grosser, preiswerter Massenspeicher benutzt.

Irgendein 08/15 Linux nehmen, das auf eine SD-Karte pfriemeln und die in 
ein lustiges kleines Gerät stecken, ist IMHO wenig aussichtsreich bzw. 
erinnert mich an gewisse Sägearbeiten an gewissen Ästen.

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