Das hat nun nichts mit Platinen zu tun, aber ich hätte da ein
Problem.
Ich restauriere gerade eine spezielle Stoppuhr aus dem
ersten Weltkrieg. Das Zifferblatt ist aus Email (0-60 Sekunden)
Aber, es wurde mit einem Foto mit spezieller Skala überklebt.
Diese Skala zeigt Höhenmeter. 3 bedeutet z. B. daß der alte
Doppeldecker 300 Meter über Grund flog.
Das originale Foto war fast völlig zerstört, das habe ich mit
Paint nachgezeichnet. ( Wird leider immer etwas pixelig).
Nun kommt meine Frage: Kann mir jemand das Bild möglichst
ohne weiteren Detailverlust mit einem Laserdrucker auf weißen
Fotokarton oder Ähnliches ausdrucken?
Durchmesser (grüne Linie) sollte bei 48,5 mm sein.
Die Dicke sollte ungefähr einem alten Foto entsprechen und
Tintenstrahler sind zu Feuchtigkeit empfindlich.
(Mein Bürodrucker kann keine Fotoauflösung).
Erst einmal würde ich das als Vektorgrafik bauen. Inkscape, svg-Format zum Beispiel.
Dann kann das jemand in der nativen Auflösung seines Druckers in der benötigten Größe drucken.
Der thermotransfer-Fotodruck in Edeka, Ihr-Platz, usw. glänzt, ist wasserfest und deutlich lichtechter als jeder Laser und kostet Dich weniger als einen Euro.
Ich würde allerdings dann eine höhre Auflösung mitbringen.
Edit: Das mit der Auflösung nehme ich zurück. Die ist gut. Du brauchst nur einen Rahmen im Seitenverhältnis 3:2 drum herum, um die Bildgröße festzulegen.
Ja schon, aber wie kriege ich die nette Dame dazu, dass
nachher die 48,5 mm rauskommen
Mach den Bildrahmen im Seitenverhältnis 3:2 Querformat, 10 cm hoch. Lass dann beim Ausdruck auf Höhe einpassen, d.h. die Seitenränder links und rechts abschneiden.
Du gehst zweimal hin.
Beim ersten Mal druckst du so, wie du glaubst, dass es passen könnte. Ein Rahmen außenrum ist von Vorteil.
Dann misst du die realen Werte mit dem Messschieber nach.
Dann rechnest du aus, um welchen Faktor zu groß oder klein das Ergebnis ist und machst den Rahmen entsprechend kleiner oder größer.
Dann gehst noch mal hin und lässt das korrigierte Bild ausdrucken. Den Rahmen schneidest du einfach ab.
Nachtrag: Die Skala passt viermal auf einen Ausdruck. Wenn Du also die Größe um jeweils 0,5 mm mit Deinen 48,5 mm als Mittelwert variierst, ist die Chance in der Nähe von 100%, dass schon beim ersten Versuch die richtige Größe dabei ist.
Was ich noch vergaß: Die Umrandungslinie würde ich zwar weglassen oder extrem schwach drucken, weil dann der Außenrand sauberer aussieht, aber auf dem wegzuschneidenden Teil in der Mitte und am Außenrand würde ich noch ein Fadenkreuz durch den Mittelpunkt zeichnen. Dabei ein bischen Abstand zu den Schnittlinien einhalten. Du wirst es Dir selbst beim Ausschneiden oder -stanzen danken.
Es ist ein Weilchen her, dass ich das letzte Mal auf diese Weise Skalen hergestellt habe, aber so langsam kommt es wieder. Heute habe ich dazu auch einen Canon Selphy.
Auf jeden Fall würde ich einen quadratischen Rahmen (zum Abschneiden z.B. 10x10cm mit drucken) um die Maßhaltigkeit prüfen zu können. Nicht jeder Drucker kann ein genau maßhaltiges Quadrat ausdrucken! Evtl. wird aus der Skala eine Eieruhr.
Wie UV-lichtecht sind diese Rossmann Ausdrucke? Mir wäre ein Laser lieber. Ob das benutzte Papier lange schön weiß aussieht, wäre die nächste Frage.
Ungefähr wie Fotodrucke von allen möglichen Anbietern. In der prallen Sonne vergilbt das in wenigen Jahrzehnten, bei normalem Tageslicht kann ich bei 20 Jahren den Unterschied sehen, aber nur, weil ich den Vergleich habe.
Länger reichen meine Digitalfotodrucke nicht zurück.
Naja, wenn der Kreis mit 48,5 mm 4812 px Durchmesser entspricht, muss das Bild für 9 x 12 cm (billigster Ausdruck bei Rossmann) 11905 x 8929 Pixeln entsprechen.
Eventuell kann Roßmann nut JPG, kein PNG. Aber die Artefakte spielen bei den Auflösungen keine Rolle.
Naja, wenn der Kreis mit 48,5 mm 4812 px Durchmesser entspricht, muss das Bild für 9 x 12 cm (billigster Ausdruck bei Rossmann) 11905 x 8929 Pixeln entsprechen.
Eventuell kann Roßmann nur JPG, kein PNG. Aber die Artefakte spielen bei den Auflösungen keine Rolle.
Wenn es Dir nur um eine einzige Skala mit dem Durchmesser 48,5 mm geht, schick mir eine PM mit Deiner Postadresse. Ich drucke das dann auf meinem Canon Selphy morgen abend massstabgetreu aus.
Als Gegenleistung für Porto und Druckkosten (die liegen beim Canon Selphy leider deutlich höher als in der Drogerie) will ich später ein Bild von der fertig restaurierten Uhr sehen.
Wenn da noch mehr Skalen folgen sollen, mach Dir einmal die Mühe und fahr zum Centauren, am besten mit Meßschieber, Laptop und Maus im Handschuhfach. Dann kannst Du für den Rest Deines Lebens beliebig viele hochwertige Skalen selbst herstellen.
Falls es noch jemanden interessiert: Hier mal der Vergleich Thermotransfer-Fotodruck (wie in der Drogerie) zu Schwarz-Weiß-Laserdrucker auf Fotokarton.
Habe doch noch eine Notiz von mir gefunden, wo ich so eine Skala mit Paint und IrfanView mache. Ist halt für +/-45° und vor so 15 Jahren gemacht. Vielleicht hilft es ja niemandem...
@Admin: Wieso findet man diesen Thread nicht mit der SuFu? Weder mit "Skala" noch "skala", "Skala drucken", nix. Also muss ich annehmen, dass auch andere Sachen nicht gefunden werden!
warum verwendet ihr kein Powerpoint? Das hat doch fast jeder auf dem Rechner. Das kann es als Vektorgrafik speichern und man hat alle Möglichkeiten mit Formen usw. zur Verfügung. Man kann Winkel usw. angeben.
Egal, heute kam der Ausdruck von Nicolas. (Vielen Dank)
Gleich mal probiert, das passt.
Es ist nicht einfach, ein Mittelloch ohne Papierfransel
zu erzeugen, aber nach ein paar Versuchen kann ich das
sauber rausstanzen.
Dann ist es auch schwierig, die äußere Kontur auf ein
Zehntelmillimeter genau zu schneiden, klappt aber jetzt.
(Das ist noch nicht fertig so).
Weil "man" dafür Postscript verwendet, anbei ein 20-Zeiler.
Die genauen Positionen der Ziffern könnte man noch "manuell" anpassen.
z.B. für die 1 mit n 10 eq{0.5 0 rmoveto}if vor dem show
siehe bernd10b.png
Die Funktion zum Berechnen des Winkels lautet:
w = 90 - 29.5 * wurzel(n), wobei n von 0 bis 60 läuft, zur Kontrolle:
n= 0: 90° n=1: 60,5° n=10: -3,29° n=60: -138,51°
Beim Drucken nicht auf "einpassen", sondern auf "tatsächliche Größe / 100%" stellen. Der Kasten außenrum hat 100mm Kantenlänge zur Größenkontrolle.
Womit hast Du Dein Bild denn gemalt?
Mit Paint,
Größe: 10 000 x 12 213 3,2MB 96 DPI
Da ist der Wurm drin, denn wenn der Kreis 4812 px Durchmesser hätte, wären das 4812/96*25,4=1273,175 mm
Bernd, welchen Font hast Du für die Ziffern verwendet?
Ich hatte mir schon Sorgen gemacht. Die 0,4 mm Exzentrizität, über die wir ja per Email diskutiert haben, sieht man ja bei dem dünnen Zeiger deutlich, aber wenn das Deinen Vorstellungen entspricht, ist ja alles prima.
Es ist nicht einfach, ein Mittelloch ohne Papierfransel
zu erzeugen,
Ich habe mir Lochpfeifen als Ersatzteil für Lochzangen im Satz für 5,- gekauft und mir dann Adapter für meine kleine Werkstattpresse gedreht (2. und 3. Reihe im Werkzeugständer). Als Stanzunterlagen verwendet ich Stücke einer Schneidmatte (im Bild vorne links). Das gibt gut positionierbare scharfe Löcher in Karton.
Ich verwende für linear geteilte Skalen TurboCAD, da lässt sich das ziemlich gut konstruieren, und es bringt gute Einlinienschriften für geritzte Skalen mit.
Für gedruckte Skalen wird dann noch in CorelDraw die Strichstärke angepasst. Allerdings habe ich schon recht lange keine "echten" Skalen mehr gedruckt (bis auf die Ausnahme diese Woche), deswegen habe ich kein Bild. Die anderen Skalen sind nur für Illustrationszwecke.
Nichtlinear geteilte Skalen bereite ich normalerweise in Matlab vor, bevors ins CAD geht.
Postscript ist natürlich wie dafür gemacht. Aber wie bei jeder Programmiersprache: Wenn man sie mal 15 Jahre nicht benutzt hat, muss man sie wieder von vorn lernen. Glückwunsch, wenn Du das alles so parat hast für die kleine Skala so zwischendurch.
Die Ziffern habe ich von einer schlechten Originalvorlage
nachgemalt. Die wird es so kaum in einer Schriftvorlage geben.
Den matten runden Aufkleber gab es original auch so.
Hier habe ich ein Lackmuster einer Farbkarte genommen.
Ausgeschnitten, im Dremel eingespannt und rund geschliffen.
Um die Dicke zu reduzieren in Wasser eingeweicht und das Papier
bis zum Gehtnichtmehr ausgedünnt.
auch dafür gibts eine Seite im Web, statt "what the heck" heisst die "what the font":
https://www.myfonts.com/de/pages/whatthefont
Hier die ersten von 4 Seiten mit insgesamt 71 Fundstellen.
Der obere Querstrich der "3" ist selten.
Die "numbers" habe ich aus dem Foto entnommen.
Die Ähnlichkeit ist leider nicht groß.
Auch die Bildersuche mit Google Lens bringt nicht viel.
Für Frontplatten und Skalen benutze ich
FrontDesigner 3.0 von Abacom.
OK, koste 50 Euro, aber ich bin froh dass ich das habe.
Gibt viele Beispiele im Netz.
Kenne ich bei einigen technic-Fonts.
Die 4 habe ich im Font emmentaler (lilypond) gefunden.
Auch die anderen Ziffern passen in etwa.
Anbei mein neuestes Elaborat, auch wenn die Skala "schon im Kasten" ist, es lesen ja viele andere interessierte Leute mit.
Der Rahmen soll 50mm haben, das habe ich nicht kontrolliert, weil ich das nur indirekt in PS gemacht habe (und ich es auf die schnelle nicht genau messen konnte), stimmt der Wert nicht genau. Das kann man aber beim Ausgabefaktor korrigieren.
Die schweizer Uhrenindustrie hatte bestimmt Spezialisten für
diese Zifferblattentwürfe. Das wird es unmöglich machen, den
Schrifttypus genau zu bestimmen.
(s. Beispiel).