Hallo,
ich möchte Ströme bis max. 100A mit einer Genauigkeit von 10 mA messen.
Der ADC des Mega8 hat eine Auflösung von 10Bit = 1024 Stufen.
D.h. ich komme auf eine Genauigkeit von ca. 100A/1024 = 98mA.
Für eine Genauigkeit von 10mA bräuchte ich einen AD-Wandler mit mind.
14Bit. Gibt es eine Möglichkeit das irgendwie mit dem Mega8 zu
realisieren oder kommt nur die Verwendung eines externen AD-Wandlers in
Frage?
Danke Dani
Es gibt die Möglickeit, (ich glaube es gibt auch eine AppNote zu dem
Thema), aber 14bit aus 10bit ist Faktor 16. Das funktioniert nicht. Nimm
einen externen Wandler, der hat dann auch differentielle Eingänge, dann
wird auch die Schaltung einfacher.
@ dani (Gast)
>Für eine Genauigkeit von 10mA bräuchte ich einen AD-Wandler mit mind.>14Bit. Gibt es eine Möglichkeit das irgendwie mit dem Mega8 zu>realisieren oder kommt nur die Verwendung eines externen AD-Wandlers in>Frage?
Theoretisch kann man die fehlenden 4 Bit = Faktor 16 dadurch
ausgleichen, indem man 16^2=256 Messwerte zusammenfasst und durch 16
teilt. Ob das aber wirklich in der Praxis klappt ist eher fraglich, weil
da viel Dinge reinspielen. Ein exteren Wandler mit echten 14 Bit,
differentiellem Eingang UND eine gute analoge Eingangsschaltung sollten
das Problem aber lösen.
MFG
Falk
>ich möchte Ströme bis max. 100A mit einer Genauigkeit von 10 mA messen.>Der ADC des Mega8 hat eine Auflösung von 10Bit = 1024 Stufen.>D.h. ich komme auf eine Genauigkeit von ca. 100A/1024 = 98mA.
Auflösung!=Genauigkeit
Warum wird das so oft durcheinander gebracht?
Etwas mit 0,01 % Genauigkeit zu messen ist in der Regel anspruchsvoll
und selten nötig.
Wenn doch, sollte man wissen was man tut.
@ Stefan Salewski (Gast)
>Auflösung!=Genauigkeit
Wohl wahr.
>Warum wird das so oft durcheinander gebracht?
Keine Ahnung.
Auflösung und Genauigkeit
MfG
Falk
Falk Brunner wrote:
> @ Stefan Salewski (Gast)>>>Auflösung!=Genauigkeit>
Ich würde es vielleicht so definieren:
Wenn ein AD-Wandler entsprechend kalibriert ist, ist die Genauigkeit
proportional zur Auflösung.
@ Lothar Lehmann (lole)
>Wenn ein AD-Wandler entsprechend kalibriert ist, ist die Genauigkeit>proportional zur Auflösung.
Auch das stimmt nicht.
MFG
Falk
@ Lothar Lehmann (lole)
>Wie wäre dann Deine Definition?
Es sind zwei getrennte Parameter, die nur lose gekoppelt sind. Siehe
Artikel. Der ist von mir.
MFG
Falk
0,01% Genauigkeit hören sich viel an.
Ich möchte den Lade und Entladestrom einer Batterie messen die über eine
Solarzelle geladen wird. Die Ströme sollen einfach addiert werden.
Wenn die Batterie zu Beginn voll geladen ist sollte man damit in etwa
den tatsächlichen Ladezustand errechnen können. 100A sind ggf. der
Anlaufstrom eines Kompressorkühlschranks. Hauptsächlich wird die
Stromaufnahme der Verbraucher zwischen 5A und 10A liegen. D.h. 10mA
wären dann eine Genauigkeit von ca. 0,2%. 10mA habe ich nur gewählt da
ich denke das sich diese im Bereich der Selbstentladung bewegen.
@ dani (Gast)
>Anlaufstrom eines Kompressorkühlschranks. Hauptsächlich wird die>Stromaufnahme der Verbraucher zwischen 5A und 10A liegen. D.h. 10mA>wären dann eine Genauigkeit von ca. 0,2%. 10mA habe ich nur gewählt da>ich denke das sich diese im Bereich der Selbstentladung bewegen.
Also ist DOCH eine Messung mit zwei Bereichen möglich, wie hier jemand
vorgeschlagen hat. Du braucht keine Auflösung von 10mA bei 100A.
1. Messbreich 0..100A, Auslösung 100mA = 10 Bit
2. Messbereich 0..10A, Auflösung 10mA = 10 Bit
Kann man mit zwei OPVs an zwei ADC-Kanälen sehr einfach umsetzen.
MfG
Falk
Falk Brunner wrote
> Es sind zwei getrennte Parameter, die nur lose gekoppelt sind. Siehe> Artikel. Der ist von mir.>
Ich kenne den Artikel. Da schreibst Du, bei 8Bit sind nur 20mV
unterscheidbar. Also folgt die Wandlung der Eingangsspannung recht
ungenau. Wenn ich jetzt mit 16Bit auflöse wird die Messung wesentlich
genauer. Ein kalibrierter Endwert vorausgesetzt. So lose sehe ich die
Kopplung nicht.
Grüsse
Lothar
Gute Idee.
Kurz zum Verständnis:
Der ADC vom Messbereich 0-10A würde dann bei z.B. 50A den selben Wert
"messen" wie bei 90A !?
Ist der Wert größer 10A werte das Ergebnis des einen ADC aus, ansonsten
nehme ich das andere Ergebnis ...
>Wenn ich jetzt mit 16Bit auflöse wird die Messung wesentlich genauer
Man erhöht dadurch die Auflösung, ob die (Wiederhol-)Genaugkeit der
Messung gegeben ist, entscheidet die Qualität der Kalibrierung.
>Wenn ich jetzt mit 16Bit auflöse wird die Messung wesentlich>genauer.
Naja, hohe Auflösung ist im Prinzip Voraussetzung für hohe Genauigkeit.
Wer nicht selber darüber nachdenken will kann ja mal bei Wikipedia
nachsehen, Stichwort "Messfehler" usw.
Stefan Salewski wrote:
> Naja, hohe Auflösung ist im Prinzip Voraussetzung für hohe Genauigkeit.> Wer nicht selber darüber nachdenken will kann ja mal bei Wikipedia> nachsehen, Stichwort "Messfehler" usw.
Messfehler sind schon wieder eine neue Baustelle. Wer misst, sollte
wissen was er misst. Rauschen, Brummen, Erdschleifen.... Messfehler gibt
es immer, systematische oder zufällige. Es geht darum diese zu
minimieren.
Grüsse
Lothar
@ Lothar Lehmann (lole)
>Ich kenne den Artikel. Da schreibst Du, bei 8Bit sind nur 20mV>unterscheidbar. Also folgt die Wandlung der Eingangsspannung recht>ungenau. Wenn ich jetzt mit 16Bit auflöse wird die Messung wesentlich>genauer. Ein kalibrierter Endwert vorausgesetzt. So lose sehe ich die>Kopplung nicht.
Deine Formulierung ist schon ungeeignet, das Problem EXAKT zu zerlegen.
Die Vermischung von Auflösung und Genauigkeit ist schlecht, wenn gleich
menschlich verständlich. Siehe das Beipiel im Artikel mit den beiden
Uhren.
Und ja, Messfehler spieln hier auch rein. Und das Kalibrieren des
Endwertes allein macht nicht selig. Stichwort differentielle und
integrale Nichtlinearität.
MFG
Falk
Spielt die Wandlungszeit nur eine untergeordnete Rolle, so kommt auch
ein externer Delta-Sigma Wandler (z.B. LTC 2400) in Betracht.
Siehe Datenblatt.
Gruß Mick
@Dani:
Ich habe folgendes verstanden: Der Ladezustand eines (Blei-?)Akkus soll
grob angezeigt werden. Hiermit ist halbwegs klar, WAS zu tun ist.
Es dreht sich also nur noch um die Fragen, WIE das möglichst einfach
zu tun ist.
Lade- und Entladestrom des Akkus aufzuintegrieren (vor allen Dingen mit
einer derartigen Auflösung), das halte ich für eine - grob schwäbisch
gesagt - grottenschlechte Idee. Selbstentladung des Akkus und
Wirkungsgrad des Ladestroms liefern doch erhebliche Meßfehler. Ich
denke, daß die momentane Akkuspannung und die Höhe des Lade- /
Entladestroms ausreichend aussagekräftige Indikatoren für die gegebene
Anwendung liefern.
Jetzt noch eine Leseempfehlung: de.wikipedia.org und nach
Bleiakkumulator suchen. Die weiterführenden Links liefern durchaus
wichtige Informationen.
Grüße
Bernhard