Das Wochenende steht – unter Anderem – im Zeichen der Politik. In Japan erinnert man sich einstiger Dominanz in Sachen Mikrochips, während EU-rechtliche Änderungen Aufwand verursachen können. Eine neue Version von TensorFlow erfordert Refactoringmaßnahmen, während ein neuartiges RF-Steckersystem höhere mechanische Robustheit verspricht.
Shenzhen Xunlong: neues Orange Pi-Funkmodul verfügbar.
Nachdem die Uptoniten im Bereich der Funkmodule mitspielen, gibt es auch im Hause Shenzhen Xunlong ein diesbezügliches Produkt. Vor wenigen Stunden erschien die in der Abbildung gezeigte Ankündigung im Instagram-Account des Unternehmens.

Bildquelle: Shenzhen Xunlong.
Es handelt sich um eine Erweiterung für den hauseigenen Orange Pi-Prozessrechner. Wer das Modul in den auf der Oberseite befindlichen Slot steckt, ergänzt das Gerät sowohl um WiFi 6 als auch um Bluetooth 5. Da es sich um eine „allgemeine“ PCIE-Karte mit einem M.2-E-Slot handelt, lässt sie sich auch mit anderen Produkten produktiv einsetzen.
AutoPlex – Simulationssoftware vom Bundesanstalt für Materialforschung
Europäische Entwicklungen im Bereich der Software haben - man denke beispielsweise an das Kaufhaus Österreich - meist etwas Lustiges an sich. Mit AutoPlex steht ein durchaus interessantes System am Start, das ML-Methoden zur Modellierung des Verhaltens von Materialien heranzuziehen gedenkt.

Bildquelle: BAM.
In einer vor wenigen Stunden versendeten Aussendung wird die Software folgendermaßen beschrieben:
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Hervorzuheben ist, dass es sich dabei um ein Stück Open Source-Code handelt. Wer das Programm selbst kompilieren und ausprobieren möchte, findet unter der URL https://github.com/autoatml/autoplex den Quellcode.
Renesas RA4C1 - Low power-MCU auf Basis eines ARM Cortex-M33.
Im Hause Renesas ist man fest davon überzeugt, Technologieführerschaft und Mindshare im Bereich Low Power nicht an ST Microelectronics zu verlieren. Nun steht ein neuer Chip zur Verfügung, der dank seiner maximalen Taktrate von 80 MHz durchaus Rechenleistung zur Verfügung stellt:
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Die folgende Abbildung zeigt, wie er sich in das Produktportfolio als Ganzes integriert.

Über den Stromverbrauch vermelden die Japaner dann folgendes:
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Neben den allgemeinen Spezifikationen ist auch interessant, dass Renesas - wie folgend beschrieben - einen Upgrade-Path für Benutzer von einigen Vorgängermodellen bereitstellt:
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Nuvoton: 5V-fähiger Klasse D-Audioverstärker.
Wer mit einem nur mit 5V versorgten Prozessrechner Lautstärke erzeugen möchte, braucht seit jeher einen effizienten IC. Im Hause Nuvoton gibt es nun ein neues Produkt, das folgendermaßen beschrieben wird:
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Hervorzuheben ist außerdem die Fähigkeit, mit geringen Versorgungsspannungen zurechtzukommen:
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Wer diesen Baustein als Ersatz für einen PAM8302 oder ein ähnliches Element einzusetzen gedenkt, muss innehalten. Zum Zeitpunkt der Drucklegung gilt - wie in der Abbildung gezeigt - dass es sich um ein Bauteil handelt, das ausschließlich digitale Audiodatenströme zu verarbeiten weiß.

Bildquelle: Nuvoton.
Große Politik: Japan als Chipmacht aufstrebender Sorte.
Die japanische Technologieindustrie ist - siehe beispielsweise den unter https://www.youtube.com/watch?v=ugOzAS42iAU en Detail beschriebenen Galapagoseffekt - ein durchaus interessantes Pflaster. Trotzdem gilt, dass man im Bereich der Chips einst eine weltmarktführende Stellung beherrschte, die mittlerweile aber an andere Unternehmen verlor. Vor wenigen Stunden erschienen zwei - leider nur mit Abonnement lesbare - Artikel, die japanische Versuche zur „Wiedererlangung einer marktbeherrschenden Stellung“ zum Thema haben. Bericht Nummero eins findet sich unter der URL https://asia.nikkei.com/business/technology/tech-asia/japan-s-fragmented-power-chip-industry-struggles-to-meet-china-s-challenge und setzt sich damit auseinander, dass ROHM und Toshiba eine Zusammenarbeit im Bereich der Leistungselektronik evaluieren - Ziel ist das „Abwehren“ von chinesischen Herstellern wie beispielsweise XLSemi, die in der Vergangenheit durchaus beeindruckende Marktanteile erlangen konnten. Bericht Nummero zwei, unter https://www.economist.com/asia/2025/08/21/japan-storms-back-into-the-chip-wars, setzt sich dann mit einem „Startup“ auseinander, dass die 2nm-Fertigung zu beherrschen glaubt.
China: 50 % der Datacenter-Halbleiter müssen aus eigener Produktion stammen.
In China ist man bestrebt, „japanische Verhältnisse“ zu vermeiden. Toms Hardware berichtet unter der URL https://www.tomshardware.com/tech-industry/semiconductors/china-mandates-domestic-firms-source-50-percent-of-chips-from-chinese-producers-beijing-continues-to-squeeze-companies-over-reliance-on-foreign-semiconductors darüber, dass verschiedenste Distriktregierungen die in ihren Herrschaftsgebieten ansässigen Datacenter dazu verdonnern, zumindest 50 % der verbauten Halbleiter bei inländischen Produzenten zu beziehen.
Analog Devices: Gute Quartalszahlen wegen starken Absätzen im Bereich der Industrie-Elektronik.
Nach der Corona-induzierten Chipkrise füllte jeder Fertiger sein Lager. Waren die Lager voll, so kam es - der Schweinezyklus lässt grüßen - wieder zu einer Zeit geringerer Nachfrage. Während Hersteller wie STMicroelectronics in der Vergangenheit eher schlechte Quartalszahlen vermeldeten, zeigt man sich im Hause Analog Devices zufrieden. Unter der URL https://www.channelnewsasia.com/business/analog-devices-forecasts-upbeat-results-strong-industrial-demand-5304836 findet sich die folgende Passage, die Erfolge werden vor allem auf die Stärke im Bereich der industriellen Elektronik zurückgeführt:
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Arduino-Bibliothek für BLE-Firmwareupdates am ESP32
ESP32-basierte Systeme mit Kommunikationsschnittstelle sollten - nicht nur aus EU-rechtlichen Gründen, sondern auch zur Erweiterbarkeit immer mit einer Möglichkeit zur Durchführung von Remote Firmware-Updates ausgestattet sein. Für in der Arduino-Umgebung gehaltene Systeme steht nun eine unter der MIT-Lizenz liegende Bibliothek zur Verfügung, die die Auslieferung von Updates über Bluetooth LE zu erleichtern sucht.

Bildquelle: https://github.com/Raghav117/bluetooth_ota_firmware_update
TensorFlow 2.20 - Spin-off von TensorFlow Lite beginnt.
Dass die TensorFlow-Entwicklerschaft ihre Low power-Variante in ein separates Projekt auszugliedern plant, ist per se keine Neuigkeit. In der unter https://github.com/tensorflow/tensorflow/releases/tag/v2.20.0 veröffentlichten Ankündigung der Version 2.20 findet sich nun eine Ankündigung, die auf die baldige Zwangsübersiedelung des Codes hinweist:
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Wer in seinen Projekten das Modul tf.lite verwendet, ist schon im Interesse der Zukunftssicherheit gut beraten, schon jetzt erste Experimente zur Anpassung von Paketnamen, Includes und Co. durchzuführen.
Perforce: Analyse der „Pain Points“ im Bereich der Softwareentwicklung im Rüstungsbereich.
Wer im Bereich Avionics and Defense programmiert, kennt Standards wie MISRA C und Co mit Sicherheit. Perforce hat sich mit seinen diversen Qualitätssicherungswerkzeugen eine durchaus profitable Latifundie geschaffen, und berichtet regelmäßig über Entwicklerbefragungen bzw ihre Ergebnisse. Die erste relevante Erkenntnis betrifft – wie immer – die allgemeine Auflistung der Problempunkte, die der p.t. Entwicklerschaft im Magen liegen.

Bildquelle: https://www.perforce.com/resources/sca/2025-aerospace-defense-report?utm_source
Interessant ist außerdem, dass sich sowohl C++ als auch Python im Embeddedbereich gut schlagen – die folgende Abbildung zeigt, wie sich die Programmiersprachen aufteilen.

Bildquelle: https://www.perforce.com/resources/sca/2025-aerospace-defense-report?utm_source
SV Microwave – TraceGuard Edge schützt PCBs
Die auch als Launch bezeichneten “Ecken-Steckverbinder” gehören im RF-Bereich seit langer Zeit zum guten Ton. SV Microwave betont – wie in der Abbildung gezeigt – in einer Aussendung die Vorteile der hauseigenen Steckverbinder, die dank einer Glasperle Deformationen und mechanische Belastungen vom Platinensubstrat isolieren und so zu langlebigeren Systemen führen.

Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?v=CNhLyp5gzsA
IOLink: Sicherheitsguidelines veröffentlicht.
Beim Design von Feldbussen spielte die Sicherheit im Allgemeinen nur eine untergeordnete Rolle - in Zeiten des digitalen Krieges nicht unbedingt die vernünftigste Vorgehensweise. Im Hause ProfiBus/ProfiNet rüstet man IOLink nun um Sicherheitsfeatures nach, die unter der URL https://profinews.com/2025/08/io-link-goes-secure-first-security-guideline-now-available/ en Detail beschrieben sind:
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Trainingsstoff: Thermokameradatensatz von FLIR.
Thermokameras kommen sowohl in Drohnen als auch in autonomen Fahrzeugen immer wieder zum Einsatz. FLIR bietet - wie in der Abbildung gezeigt - einen annotierten Trainingsdatensatz an, um AI-Ingenieuren beim Trainieren ihrer Modelle unter die Arme zu greifen.

Bildquelle: https://oem.flir.com/en-150/solutions/automotive/adas-dataset-form/
EU-rechtliches, zur Ersten - Neuigkeiten von der Plattformarbeitsrichtlinie.
Die „Gig Economy“ kann - bei korrekter Nutzung - für zusätzliche Flexibilität im Arbeitsleben sorgen. Aus der Logik folgt, dass die EU in diesem Bereich durch Regulierung einzugreifen sucht. Unter der URL https://mailchi.mp/schoenherr.eu/platform-work-at-a-crossroads-the-eu-directive-shaping-the-future-of-digital-labour findet sich eine Zusammenfassung des aktuellen legistischen Zustands.
EU-rechtliches, zur Zweiten - wichtige Änderungen für Rumänien
Die mikrocontroller.net-Leserschaft ist international aufgestellt: Wer eine Firma im Ausland hat, spart Steuern und lebt oft in einem weniger regulierten Environment. Leider gilt, dass sich Jurisdikationen auch zum Nachteil verändern können. In Rumänien steht eine massive Änderung des Firmenrechts an, die für Eigentümer und Manager von dort ansässigen Unternehmen nachteilige Änderungen und Aktionspflichten mitbringt. Unter der URL https://mailchi.mp/schoenherr.eu/contentromania-legislative-update-important-changes-for-companies4? findet sich eine Zusammenfassung.
Lesestoff: Würth über SEPIC-Konverter.
Im Bereich der „Schaltregler“ nimmt die SEPIC-Topologie seit jeher eine besondere Position ein. Würth hat eine Application Note veröffentlicht, die - unter Anderem - auf die gestellten Ansprüche an die passiven Komponenten eingeht. Unter der URL https://www.we-online.com/en/support/knowledge/application-notes?d=anp135-sepic-inductors finden Geneigte weitere Informationen zum Thema.
Lesestoff – TechShip über Treiber für Netzwerkkarten
Wer ein USB-Funkdongle mit einem Prozessrechner verbindet, tut nur den ersten Schritt - bis das System perfekt funktioniert, ist Kampf mit verschiedensten Treibern vorprogrammiert. Der schwedische Moduldistributor TechShip bietet nun ein Whitepaper an, dass die verschiedenen Treiber-APIs „aufzudröseln“ sucht.

Bildquelle: https://techship.com/blog/network-drivers-an-overview-10/
In eigener Sache: InterTabac ante Portas
Die mikrocontroller.net-Leserschaft in Nordrhein-Westfalen möge sich melden: meine Wenigkeit weilt voraussichtlich vom 17. bis zum 20. September in Dortmund, um an der InterTabac teilzunehmen. Wer – explizit auch abseits der Messe – eine rauchen oder ein (alkoholisches oder nichtalkoholisches) Getränk heben will, soll per PM Laut geben!









