Sehr alter Kompressor, Membrankopf- wie öffnen ?

OP #8055234
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Wae zum Thema Werkzeug: Wer kennt so einen Membranen- Kopf (oder Ventil- Kopf) eines Luft- Kompressors ?

Fabrikat und Alter unbekannt, hat einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Lief bis vor einigen Tagen tadellos, war immer gut zum Lackieren und Reifen- Aufpusten. Bis sich der Schalter nachts einschaltete (Ja ! Von allein !!!), und das Ding eine ganze Nacht hindurch komprimüste. Elektromotor natürlich heiß, lief schwer, nachdem er sich abgekühlt hatte, ging es wieder, aber... der Kompressor bringt keinen Druck mehr.

Kopf abgenommen, und gleich klar: Der Membranenkopf: 2 dünne Blechmembranen, eine Einlaß, eine Auslaß, und der Einlaß ist offen, wahrscheinlich hat er Dreck angesaugt, oder die Membran hat was weggekriegt. Die Auslaßseite funktioniert, man hört beim Saugen/ Pusten die Membran klicken.

Aber Auslaß ist hin. Leider kein Erfolg mit Durchpusten, Reinigungsspray oder Öl.

Ich kriege das Ding aber nicht auf. Definitiv besteht es aus 2 Teilen, das sieht man in der Mitte der Stehbolzen- Löcher. An der in der Seitenansicht sichtbaren Trennkante kann man es nicht aufhebeln. Die ist auch nur 0,5 mm, da paßt kaum was zwischen, und etwas Druck, bricht am Rand was ab.

Es gibt wohl nur die Möglichkeit, daß es zusammengeschraubt ist, dann aber mit einem Feingewinde... ...oder zusammengepreßt. Jemand meinte, mit einer Seite erwärmen, einer Seite kühlen könnte was gehen.

Kennt jemand so einen Membranenkopf, und weiß, wie der montiert bzw. zerlegbar ist ?

#8055298
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Wird wohl fest gegammelt sein, Propangasbrenner und mal gut war machen und dann ordentlich auf Holzplatte klopfen und schauen, obs dann auseinander fällt.

Für Gewinde oder Pressung gibts keinen Grund, dafür sind die 4 Bolzen am Zylinder da.

Da wird es nur ein paar Pins haben, was die Metallstreifen vom Ventil halten und die sind wahrscheinlich festgerostet.

OP #8055528
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Rainer D. schrieb:

So verrottet wie das Teil aussieht hätte ich Bedenken wegen des Druckluftbehälters. Wird wohl von innen ebenso massiv korrodiert sein.

Ja, ein altes Teil ist es. Vielleicht auch uralt. Zum Spritzen und Reifen- Aufpusten reichte das Ding. Der Behälter sieht innen noch gut aus, soweit ich durch die engen Anschlüsse sehen kann. Ist auch kein so großes Problem, weil der Behälter ja ausgangsseitig ist, und diese Seite ist ja noch ok. Am Ausgangsventil des Behälters hängt auch nur ein Schlauch für eine Spritzpistole oder ein Reifenventil- Aufsatz.

(tomate) 29.05.2026 12:33

Für Gewinde oder Pressung gibts keinen Grund, dafür sind die 4 Bolzen am Zylinder da.

Das Ding ist wirklich irre zusammengequetscht, es ist nicht zu sehen, wo man das aufdrücken könnte, nur in der Mitte der Stehbolzenbohrung ist eine Trennkante zu sehen, die zeigt, daß es zweiteilig ist. Und die Rille ist zum Öffnen nicht gedacht- die Trennung scheint in der Mitte zu sein, die Rille ist nicht mittig. Zweiteilig muß es ja auch- die Membranen sind ja irgendwie da reingekommen.

Da wird es nur ein paar Pins haben, was die Metallstreifen vom Ventil halten und die sind wahrscheinlich festgerostet.

Ich denke, da das Ding ja bis vor kurzem funktionierte, daß es bei dem Nacht- Dauerlauf dann doch soviel Dreck angesaugt hat, daß die Membrane blockiert ist- wie geschrieben, Durchpusten, Reinigungsspray, Öl... rien ne va plus.

Ok, ich werde wohl was mit Wärme versuchen. Ansonsten gibt es tatsächlich solche Ventilköpfe noch für heutige Komprimüser, das Prinzip hat sich nicht geändert, vielleicht findet sich vielleicht ein Passender.

OP #8055581
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Wolf17 schrieb:

Edi M. schrieb:

Und die Rille ist zum Öffnen nicht gedacht- die Trennung scheint in der Mitte zu sein, die Rille ist nicht mittig.

Da wird noch ein Absatz sein. Ich würde nach ausreichender Einölzeit mit Heißlagerung ringsum ein Messer mit breitem Rücken einschlagen, als Gegenauflage weiches Holz.

Ich werde erst einmal an den Stehbolzenlöchern versuchen, ob was geht- etwas mit Gewalt in die Rille pressen, macht das Teil kaputt, das ist Guß, ich hatte schon ein 0,6 mm- Sägeblatt dort vorsichtig rundherum reingedrückt, ein winziges Stück am Rand ist abgeplatzt (Foto, rechter Rand des Ventilkopfs). Die Rille ist damit sicher nicht zum Aufhebeln gedacht. Obwohl... gibt einen Marmeladenglas- Öffner, der genau so einen sehr dünnen Keil in die Gummi- Rille drückt.

Kleiner Erfolg: Zwei 6 mm - Gewindestangen kurz in den Schraubstock gespannt, diagonal gegenüberliegende Stehbolzenlöcher drauf, mit einem Durchschlag gegen die Oberseite geschlagen, brachte immerhin einen sehr geringen Versatz der Teile oben/ unten, also in der Bohrung eine besser sichtbare Kante, aber das ist gerade so erkennbar. Ich will das Teil nur nicht mit brutaler Gewalt kaputtkriegen.

Aber mit Wärme wird der nächste Versuch sein.

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Gast #8055588
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in die Löcher Gewinde schneiden und von beiden Seiten Schrauben eindrehen um Teile auseinander zu drücken. Die Gewinde stören nachher nicht. Die Dicke der beiden Teile sollte nicht zu gering sein, für ein paar Gewindegänge sollte es reichen.

OP #8055628
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R. L. schrieb:

in die Löcher Gewinde schneiden und von beiden Seiten Schrauben eindrehen um Teile auseinander zu drücken.

Das nenn' ich mal 'ne innovative Idee ! Könnte klappen. Bei 12 mm Dicke ist die Gewindelänge pro Seite 6mm, da ginge nur ein Feingewinde. Bohrung ist 7,0... ich habe noch einiges aus meiner Zeit, als ich an alten Motorrädern schraubte, aber so einen Feingewindebohrer hat man kaum herumzuliegen. Kriegt man aber.

Kann ich mir noch überlegen. Danke für die Idee !

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OP #8057957
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Wolf17 schrieb:

Ich würde nach ausreichender Einölzeit mit Heißlagerung ringsum ein Messer mit breitem Rücken einschlagen, als Gegenauflage weiches Holz.

Ich habe als Reserve immer einen kleinen E- Kocher bereit, das Ding angeworfen, Kompressor- Ventilscheibe mit reichlich WD40 vorgeweicht, dünne Stanniolfolie auf die Kochplatte, der Ventilscheibe etwas "Dampf unterm Hintern gemacht", 2 dünne Messer in die Rille, leichtes Drehen, "Anhebeln", ein Stück drehen, wieder Anhebeln... Nach einer Weile... endlich... wurde der Spalt größer ! Vorsichtig weiter, die Oberseite mit einem nassen Lappen etwas gekühlt- nichts... die Kolbenseite gekühlt, und Schwwwwups !.. lagen da 2 Gußteile ganz unschuldig vor mir.

Drinnen ein teils zerfetztes Papier- Dichtblatt und 2 Stahl-Ventilblättchen, die nicht beschädigt zu sein scheinen. Mehr ist da nicht. Die Blättchen können sich in einer Einbuchtung frei bewegen, keine Federn o. ä.

Ich denke, das Papier ist durch den nächtlichen Dauerlauf kaputt gegangen, und ein Fetzen hat einfach das Einlaßblättchen blockiert, daß es nicht schließen konnte.

So, dann werde ich das Zeug saubermachen, prüfen, ob die Blättchen noch ok sind, und dann neue Papierdichtung, und die Ventilplatte wieder zusammensetzen.

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OP #8057974
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Nach Reinigung lassen sich die Gußscheiben widerstandslos aufeinandersetzen, da ist sogar etwas Spiel vorhanden. War also nur Keim & Gammel, was die Scheiben zusammengehalten hatte. Die Federn sind absolut gerade. Ich werde eine Papier- Dichtung schnippeln, die Ventilplatte zusammenstecken, aufsetzen, Zylinderkopf rauf, dann sollte der uralte Komprimüser wieder lospusten. Kriegt dann noch Reinigung und Anstrich. Den Antriebsmotor tausche ich auch, der sieht nicht mehr gut aus, die Hitze hat die Wicklungen verschmurgelt, und er wird schnell heiß- dürfte sich die Nacht durch einige Windungsschlüsse geholt haben. Ein Waschmaschinen- Motor sollte es tun, ist unterwegs. So wie diese Maschine gebaut ist, dürfte sie noch ewig halten.

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OP #8058020
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Wastl schrieb:

Vor dem Zusammensetzen der Gussscheiben etwas Hochtemperatur-Fett auftragen (auch auf die Papierdichtung) damit sie nicht weiter rosten. Überhaupt, bin ich ein Fan von Fett, die Schrauben und Gewinde fette ich auch ein damit beim nächsten Reparaturversuch alles easy auseinandergeht.

Kann man tun... ich nehme Kupferspray (nur Kupfer, keine Farbe), das sorgt gut dafür, daß man das später wieder auseinanderkriegt, habe ich früher bei Blattfeder- und Dreieckslenker- Verschraubungen am Auto eingesetzt, nachdem ich total festgekeimte Bolzen nur noch mit der Eisensäge -aus Platzmangel nur das Blatt, und etliche Stunden Rödelei !- überzeugen konnte.

Der Motor hat sich auf einmal selbst repariert- war nicht der Motor, sondern sein Schalter- der sich ja vor einiger Zeit selbständig eingeschaltet hatte. Die Kontakte sind wahrscheinlich auch nur noch für die Tonne. Schade, noch so ein richtiger, antiker Klops. Mal sehen, vielleicht noch zu retten.

Wie geschrieben, der Kompressor ist nur für Spritzarbeiten und Reifenaufpusten, das hat er immer gut gebracht, 6 Bar kriegt er locker.

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#8058024
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Gerade die Ausgangsseite ist problematisch: 6 bar bei vielleicht 50 Liter Volumen im Kessel sind gute 300 Liter Luft auf atmosphärischem Level.

Generell sollte man mit komprimierten Gasen und deren Behältnissen aufpassen: Die Energie steckt in der Kompression des Gases. Gibt der Kessel aus irgendeinem Grund nach (Korrosion), möchte ich nicht daneben stehen, wenn sich diese Energie entlädt!

Oftmals haben solche Selbstbauten auch keinen Kugelhahn am unteren Kesselende, um Kondenswasser abzulassen oder der Flansch ist falsch eingeschweißt, sodass man das Wasser nicht heraus bekommt.

Gruß!

Sven

OP #8058053
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Sven L. schrieb:

Generell sollte man mit komprimierten Gasen und deren Behältnissen aufpassen: Oftmals haben solche Selbstbauten auch keinen Kugelhahn am unteren Kesselende, um Kondenswasser abzulassen oder der Flansch ist falsch eingeschweißt, sodass man das Wasser nicht heraus bekommt.

Ganz so schlimm ist es nicht. Überdruckventil ist vorhanden, Entwässerungs- Verschraubung auch. Ist kein Eigenbau, Behälter und Kompressor gehören organisch zusammen, da sind alle Halterungen am Behälter genau passend für das Kurbelgehäuse. Nur der Motor wurde mal durch einen gerade Vorhandenen ersetzt, und eine sehr schlampig ausgeschnittene Grundplatte aufgesetzt. Ist aber nur optisch doof. Geschenkt.

Inzwischen habe ich den Schalter auseinandergenommen. Dreiphasen- Nockenschalter, Kontaktplatte mit Federn hinter. Sieht aber gut aus, Nockengehäuse und Kontakte sauber.

Aber... verdammte Axt- da steckte ein viereckiger Schaft eines Nagels (Typ Kreuzigungsnagel) in der Arretierung ! Ich hatte den Schalter mal offen gehabt, den aber übersehen ! Wahrscheinlich klemmte der den Schalter irgendwann auf "fast aus", und dann reichter der Flügelschlag eines Schmetterlings in Peking, um den Kontakt "gerade so" zu schließen, und... dann rödelte das Ding die ganze Nacht.

Einer der 3 Kontakte ist nun "lumme", die Feder tot, wahrscheinlich ausgeglüht.

Ist aber auch nur 1 Kontakt nötig. Der Motor wird über Kondensator betrieben- Steinmetz- Schaltung. Reicht für kleine Leistung aus. Bei dem sind allerdings 2 dran, an 4 herausgeführten Drähten. Also kann der Schalter bleiben, ich werde nur das defekte Kontaktplättchen ziehen.

Die Kondis (13,5 µF und 7 µF, ungepolt) muß ich noch messen, ob die noch ok sind.

Schützt bei grossen Kontaktflächen nicht gegen eindringendes Wasser und damit nicht vor Korrosion.

Ist ja nur eine winzige Fläche, 40 mm Durchmesser, 2,5 mm hoch. Armaturen- Graphitfett ginge übrigens auch, ich weiß aber nicht, ob ich noch sowas habe. Aber was im mit Kupfer eingesprüht habe, ließ sich immer wieder lösen.

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OP #8058167
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Peter N. schrieb:

Edi M. schrieb:

dann rödelte das Ding die ganze Nacht.

Wieso eigentlich? Normalerweise rödelt ein Kompressor nur solange, bis der max. Druck erreicht ist und schaltet dann ab...

Das Ding ist doch antik. Alt wie Steinkohle, und noch 'n paar Kohlen drauf. Wie alt genau... kein Schildchen, keine Gußsymbole. Die Befestigungschrauben auf der Grundplatte und dem Fahrgestell haben noch Viereck- Profil. Findet man hier oben (M-V) oft auf uralten Landwirtschafts- Geräten, und so manche sind noch aus Kaisers Zeiten- gelegentlich ist solch Zeug bei Kleinbauern noch heute im Einsatz. Ich habe selbst noch eine Egge aus alter Zeit (bin kein Bauer, ist nur zum Anschauen). In den 70ern habe ich selbst noch in der LPG solche Eggen repariert (gehörte zum DDR- Unterricht).

Der Uralt- Kompressor hat keine Abschaltung, wenn der Druck zu hoch sein sollte, pfeift's aus dem Überdruckventil. Hatte es früher ab und zu mal geschafft.

Und da der Schalter durch den Nagel auf "fast an" war, und sich dann einschaltete, als die Kontaktbrücke durch Temperaturänderung oder sonstwas in Gang kam, und so blieb, lief das Gerät die Nacht durch, irgendwann hat der Druck nicht mehr gereicht, weil ein Fetzen Dichtungspapier den Einlaß offen ließ.

Wie geschrieben, wird jetzt auseinandergenommen, alles sauber gemacht, neue Farbe rauf, und dann wieder in Dienst gestellt.

OP #8058179
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Der Motor läuft, Schalter ist raus, kommt aber wieder rein. Selbst die ziemlich gammelig aussehenden Motorkondensatoren sind noch einwandfrei- Soll 13,5 µF, ist 13 µF, Soll 7 µF, 5%, ist 7,5 µF. R iso > 2,2 MOhm (Kleinspannung), Soll 450 V AC/ 550 V DC, Test mit 550 V über 1/2 Stunde ok. Die Kondis sind nicht antik, aber aus DDR- Zeiten. Diese Motorkondis sind selten defekt, wenn, dann ist die Ursache meist Korrosionsschaden am Becher, aber die sind noch ok.

Wenn der Motor nun auch ok ist... bleibt er drin.

Ventile funktionieren auch, ich muß noch Dichtungen für den Zylinderkopf anfertigen.

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(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #8058240
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Edi M. schrieb:

Wolf17 schrieb:

Ich würde nach ausreichender Einölzeit mit Heißlagerung ringsum ein Messer mit breitem Rücken einschlagen, als Gegenauflage weiches Holz.

...

2 dünne Messer in die Rille, leichtes Drehen, "Anhebeln", ein Stück drehen, wieder Anhebeln... Nach einer Weile... endlich... wurde der Spalt größer ! Vorsichtig weiter, die Oberseite mit einem nassen Lappen etwas gekühlt- nichts... die Kolbenseite gekühlt, und Schwwwwups !.. lagen da 2 Gußteile ganz unschuldig vor mir.

Und das Gehäuse war demoliert, nur weil Du zu ungeduldig warst.

Rest ist völlig ok.

OP #8058367
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BirnKichler S. schrieb:

Und das Gehäuse war demoliert, nur weil Du zu ungeduldig warst.

Nix demoliert, einige abgeplatzte Stellen am Rand waren schon da, möglicherweise hat schon vor langer Zeit jemand die Ventilplatte geöffnet. Eine Stelle noch von mir. Ärgerlich, aber ist nur die Unterseite, nicht zu sehen, und auch nur Schönheitsfehler. Weiß jeder Auto- Pole: Kriegt man mit Spachtelmasse getarnt. :-)

Thomas R. (thomasr)

Motorkondensatoren ... die halten tatsächlich "ewig".

Zumindest SEHR haltbar. Messen ist aber immer sicherer. Viereckige Blockkondensatoren aus alter Zeit- äußerste Vorsicht. Solche Bauteile sollte man nur dort einsetzen, wo Folgeschäden nicht zu erwarten, oder gering sind.

Ich verwende gern solche Bauteile- Nur der Platzbedarf muß es zulassen. Hier ein Siemens- Siebkondensator 140 µF, 2,4 kV AC, 3KV DC. Ist 125 µF, R iso > 2,2 MOhm. Ja, das Meßgerät -immerhin Rohde & Schwarz, ist auch betagt, aber für Kapazitätsmessungen ausreichend.

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OP #8058402
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Der Kompressor ist in Arbeit. Die schlampig ausgesägte Motorplatte, die drauf war, mit der Flex exakt winklig geschnitten, die Pumpe vom Behälter abgenommen. Einen Herstellerhinweis konnte ich nicht finden, keine Prägung, nichts.

Ich benötige das Gerät gelegentlich, ist ein Werkzeug, da mache ich mir etwas Mühe. Wird alles gereinigt, entrostet und neu lackiert.

OP #8058434
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Wolf17 schrieb:

Ölwechsel nicht vergessen.

Ölwechsel gemacht- auch der kleine Komprimüser hat einen Ölmeßstab.

Und dann- ab in den Schönheitssalon. Gibt heute phantastische Mittelchen, die auch schnell anwendbar sind.

Nach 3 Stunden Waschen, Spülen, Färben und Gesichtspflege: So läßt sich das Maschinchen sehen, denke ich.

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#8058482
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Sven L. schrieb:

Oftmals haben solche Selbstbauten auch keinen Kugelhahn am unteren Kesselende, um Kondenswasser abzulassen oder der Flansch ist falsch eingeschweißt, sodass man das Wasser nicht heraus bekommt.

Wozu muß das ein Kugelhahn sein? Das ging Jahrzehnte auch ohne. Mein Kompressor, kein Selbstbau und ca. 30 Jahre alt, hat einen Entwässerungshahn der wie ein Entlüftungsventil bei der Heizung funktioniert. Selbst heute verwenden nicht alle Hersteller Kugelhähne zur Entwässerung.

OP #8058505
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Hans schrieb:

Mein Kompressor, kein Selbstbau und ca. 30 Jahre alt, hat einen Entwässerungshahn der wie ein Entlüftungsventil bei der Heizung funktioniert. Selbst heute verwenden nicht alle Hersteller Kugelhähne zur Entwässerung.

So ist. Das antike Gerät hat ein angeschweißtes Rohr mit Gewinde, und ein Blindstopfen drin, auf dem Foto nicht zu sehen, unten am runden Vorderteil. Reicht für so eine kleine Mühle, die sicher nicht für einen 24/7/365- Betrieb gebaut war.

OP #8076624
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Abschluß des Themas. Es war schwierig, Dichtungsmaterial zu bekommen. unter und über dem Ventilkopf waren 1,5 mm dicke Graphitpappe- Dichtungen, die nach der Demontage natürlich unbrauchbar waren. die waren ja auch 50- 60 Jahre oder mehr drin gewesen. Früher hieß das Zeug "Kautasit- Pappe". Hatte jede Autowerkstatt- oft genug waren Dichtungen nicht so schnell zu beschaffen, da hat man kurzerhand selbst die Dichtung ausgeschnitten, Löcher gestanzt usw.

In der Art ist die Pappe nicht mehr zu bekommen. Werkstätten, die ich fragte... keiner hatte mehr solches Material: "Wir haben nur fertige Dichtungen für unsere Autotypen". Dichtungen anfertigen- macht keiner mehr. Toll.

Nach langer Suche konnte ich dann doch einige Blätter 1,5 mm dicke, Hitze- Öl- und Sprit- feste Dichtungspappe beschaffen, für den Ventilkopf- Innenraum solche mit 0,25 mm. Das klappte aber nicht, die Ventilblättchen flogen immer wieder aus ihrer Rille. Sch..e ! Es ging dann mit... ... gewöhnlichem Backpapier 0,12 mm. Ok, sollte gehen- ist ja kein Verbrennungsraum. Dichtungen rein, Ventilkopf rauf, Zylinderkopf rauf, alles zusammengesetzt.

Test: Läuft und bringt Druck. Dann alles lackiert, und wieder zusammengebaut. Die Distanz- Teile entfielen, ich habe die Motorträgerplatte einfach neu gebohrt, das war viel einfacher- warum man das nicht damals gemacht hatte... Neue Schrauben rein, die alten waren zu vergammelt.

Schalter wieder ran, eine andere Schaltebene, eine war ja zusammengeschmurgelt, was den Ausfall durch volle Überbrückung und eine Nacht langes Durchlaufen verursacht hatte. Ist ein Dreiphasenschalter, aber für Normalstrom reicht eine Schalterebene.

Schlauch ran, Autoreifen aufgepustet- kein Problem. Bringt auch mehr Druck, das dauert durch den geringen Hub etwas, aber bringt genug Dampf, mit Zuhalten des Autoventilanschlusses über 3,5 Bar, mehr ist mit Zuhalten per Hand nicht drin.

Ich brauche nur noch ein wetterfestes Kästchen für die Anlaufkondensatoren. Da ist auch keine Halterung vorhanden, das Gerät war einst ohne betrieben worden, ein Drehstrom- Motor, irgendjemand hatte dann auf Steinmetz- Schaltung ungebaut, und die Kondensatoren waren seitlich mit Blechstreifen befestigt. Das muß noch verbessert werden, und die alte Holz- Grundplatte muß erneuert werden, die hat tausende Löcher durch "Untermieter" (keine mehr aktiv drin). Vielleicht verwende ich das steinalte Fahrgestell wieder. Immerhin sehr dicke Gußstahlprofile und -Räder. Da müßte aber eine Spurverbreiterung gemacht werden, das Ding ist hochbeinig und schmal, der Kompresser drohte oft zu kippen.

Damit ist der Oldie wieder funktionstüchtig, nun wieder ansehnlich, und fürderhin wieder in Dienst.

#8076691
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Edi M. schrieb:

Danke für den Hinweis- aber ich habe ja Material bekommen. Sieht genauso aus, anderer Aufdruck, wohl anderer Hersteller oder Vertreiber.

Oder auch nicht, Dein erstes Bild zeigt doch einen Bogen "Abil". Das ist ein seit Jahrzehnten bekannter Name für Dichtpapier, was ich selbst schon verwendet habe. Alternativ kommt mir noch "Klingerit" in den Kopf, vergleichbar von einem anderen Hersteller.

#8076695
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Manfred P. schrieb:

Oder auch nicht, Dein erstes Bild zeigt doch einen Bogen "Abil". Das ist ein seit Jahrzehnten bekannter Name für Dichtpapier, was ich selbst schon verwendet habe.

Eben, Abil N für Temperaturen bis 120°C von Elring (heute ElringKlinger AG). Gibt's eigentlich an jeder Straßenecke und das schon seit Jahrzehnten, wenn nicht noch länger.

Alternativ kommt mir noch "Klingerit" in den Kopf, vergleichbar von einem anderen Hersteller.

Vor über 100 Jahren erfunden und damals asbesthaltig.

OP #8078482
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Und nun ist das Gerät wieder voll in Dienst. Gekauft vor 10 - 12 Jahren beim Trödler für 15 EU, die Reparatur mit einem Graphitpappe- Dichtungsblatt einer Papierdichtung und einem Dichtring, 1 Dose Rostschutz- Farbspray und einige neuen Schrauben (noch aus DDR- Zeiten) geschätzt etwa 20 EU. Ich denke, das hat sich gelohnt.

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