wie Heckenwurzeln entfernen?

OP #2083239
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Hallo Leute, ihr seid doch technisch interessiert, vielleicht habt Ihr 
eine Idee:

Vor meinem Gartenzaun war mal eine Hecke, ein Streifen ca. 50cm breit 
(zwischen Zaun und gepflastertem Weg) und 5m lang. Die Hecke war mal 
erfroren und wurde damals knapp über dem Boden abgeschnitten.

Jetzt will ich das neu bepflanzen, aber wie bekomme ich elegant die 
Wurzeln 'raus / mit welchem Gerät? Die Hecke war schon alt / es sind 
ziemlich zähe Dinger, an Spaten ist nicht zu denken..

Ich hab schon an eine Motorhacke gedacht, aber die geht wahrscheinlich 
nicht tief genug (?) und ich hab keine Erfahrung damit. Auch will ich 
das Pflaster vom Weg möglichst wenig in Mitleidenschaft ziehen..

danke vorab für gute Ideen!
#2083254
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Womit willst du denn bepflanzen? Mit einer neuen Hecke? Dann würde ich 
eine Spitzhacke nehmen und die Stellen ordentlich bearbeiten, an denen 
die neuen Pflanzen eingepflanzt werden sollen und dann dort das 
Pflanzloch graben

Über die Wurzelreste, die tiefer im Boden stecken, würde ich mir keine 
großen Gedanken machen - die verrotten von selbst.
OP #2083290
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nee, nicht quadrieren, sondern Wurzel ziehen, also radizieren! :-)

Ich weiß noch nicht genau was ich stattdessen pflanzen will, aber nicht 
wieder so eine störrische Hecke. Es gibt so nette Gräser usw., die man 
im Herbst zurückschneiden kann und die im Frühjahr wieder austreiben - 
jedenfalls will ich vermeiden, daß dann unten am Boden die Hecke aus den 
verbliebenen Wurzeln immer wieder neu austreibt. Das "Unkraut ziehen" 
wäre dann wirklich sehr mühsam.
#2083309
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mir fallen dazu drei (vier) mögliche techniken ein, nach spaß absteigend 
geordnet:

- kultivierungssprengen (könnte du problemen mit den nachbarn, der 
behörde und falls vorhanden frau/freundin führen; die lademenge beträgt 
dabei 1 patrone austrogel G1 30/200, wahlweise gleiche menge eurodyn 
o.ä., auf schub angebohrt, bohrlochabstand 1 m)
- bagger ohne fahrer ausleihen (spaß ist noch vorhanden, v.a. wenn man 
vorher noch nie mit einem solchen gerät gearbeitet hat. probleme mit 
nachbarn und frau/freundin stehen i.a. in einem linearen verhältnis zu 
den entstandenen flur- und kollateralschäden und dem lärm)
- bagger mit fahrer gemietet (spaß hält sich angesichtst der rechnung in 
grenzen, ist aber die nerven und kraft schonendste variante
- spitzhacke, schaufel (nein, kein spaten, einen schaufel) und 
ein-achs-drei-seiten-kipper (spaß praktisch nicht vorhanden, kosten 
äußerst überschaubar, gleichzeitig kann der graben für die 
neubepflanzung angelegt werden. falls aufgestaute wut vorhanden ist, ist 
diese methode zu bevorzugen, da gleichzeitig dampf abgelassen werden 
kann)
#2083404
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Es gibt auch Garten-dienste, die so etwas machen. Bevor ich mit nem 
Bagger auch noch die übrigen Blumen und Wände niederreiße würde ich mir 
da zumindest ein Angebot einholen.

Die langsame Methode ist ein langer Holzbohrer und Zuckerwasser - die 
Ameisen arbeiten für dann für lau.

P.S. Dass dies ArbeiterINNEN sind sollte uns an dieser Stelle nicht 
stören.
Gast #2083456
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Michael K-punkt schrieb:
> Die langsame Methode ist ein langer Holzbohrer und Zuckerwasser - die
> Ameisen arbeiten für dann für lau.

Ich habe das bei einigen Baumstümpfen mit Streusalz gemacht.
Stumpf unterhalb der Erdoberfläche kappen, mit langem Holzbohrer 
durchlöchern, mit Salzbrei (Wasser und Streusalz) die Löcher füllen, 
Erde drauf und überwintern lassen. Erstaunlicherweise war im Frühjahr 
alles verschwunden.
Auch eine erneute Anpflanzug ging ohne Probleme.
#2083460
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Thilo M. schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>> Die langsame Methode ist ein langer Holzbohrer und Zuckerwasser - die
>> Ameisen arbeiten für dann für lau.
>
> Ich habe das bei einigen Baumstümpfen mit Streusalz gemacht.
> Stumpf unterhalb der Erdoberfläche kappen, mit langem Holzbohrer
> durchlöchern, mit Salzbrei (Wasser und Streusalz) die Löcher füllen,
> Erde drauf und überwintern lassen. Erstaunlicherweise war im Frühjahr
> alles verschwunden.
> Auch eine erneute Anpflanzug ging ohne Probleme.

Guter Tipp, vielleicht ist das sogar schneller als die A-Meisen? Wie 
groß waren die Löcher, wie tief?
#2083510
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Eigentlich gibt es ja nur 2 Möglichkeiten.

1. Die Wurzeln sind tot, dann pflanz die neuen Gräser in
Minimallöcher.

2. Die sind nicht tot, und wollen wieder austreiben.
Jetzt hilft nur was Radikales.
Ausgraben, Killen mit Round-Up, oder sowas.

Also erstmal das Frühjahr abwarten und gucken.

Grüße Bernd
Gast #2083707
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Thilo M. schrieb:
>> Ich habe das bei einigen Baumstümpfen mit Streusalz gemacht.
>
> Na ich weiß nicht. Damit wird doch der Boden ganz kräftig mit Kochsalz
> verunreinigt. Die meisten Pflanzen mögen das nicht.

Wie gesagt, ich habe im folgenden April wieder gepflanzt, die neuen 
Gewächse machten keine Anstalten zu kränkeln.
Kann sein, dass der Boden bei uns recht gut ist (ehem. Sumpfgebiet, 
Grundwasser bei 1.5m ... 3m).
Jedenfalls habe ich mehr mit Ausmisten und Stutzen zu tun, als mit 
Pflanzen. ;-)
OP #2083970
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Ich hab's gewußt - Ihr seid echt kreativ! :-)

So eine Stubbenfräse ist wohl wieder etwas "oversized". Besonders 
gefallen hat mit die Umschreibung (s.o.) "Laster mit schnell rotierendem 
Schaufelradbagger hinten dran". Wenn man bedenkt, daß so ein Bagger ja 
mindestens eine Tonne wiegt, ist die Wirkung sicher verheerend! :-)

Aber so einen kleinen Bagger auszuleihen hatte ich schonmal vor, weil 
ich damit noch andere Sachen im Garten zu tun habe. So werd ich es wohl 
machen. Für so einen Tag mit Kreuzhacke bin ich momentan einfach nicht 
frustriert genug! :-)
#2084557
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Was für eine Hecke war es denn?
Es gibt Hölzer die ganz schlecht und sehr sehr langsam verrotten.
Thuja z.B. verrotten echt sehr langsam.
Die ganzen Mittelchen die in der Werbung immer versprechen "nur 
draufstreuen und nach ein paar Monaten ist nicht mehr da" funktionieren 
nicht (Eigene Ehrfahrungen gemacht).

Je nach dem aus was für einer Baumart die Hecke war, lassen die sich 
echt einfach von Hand ausgraben. Wenn es Flachwurzler sind, brauchst Du 
max. 15 - 20 Min pro Wurzel. Wenn es Pfahlwurzler sind würde ich Dir von 
der Handarbeit abraten, weil Du dich bei den Wurzeln extrem abmühen 
musst.
#2093087
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So, jetzt hab ich ein ähnliches Problem.

Eine Weide ( 18 Meter hoch ) haben wir gefällt, der
Wurzelstock ist zu groß zum Ausgraben.
Außerdem ist die Hälfte beim Nachbarn unter der Mauer.

Ausgiebiges gurgeln brachte auch keine neuen Erkenntnisse,
um ein neuerliches Austreiben zu verhindern.

Da gibt es nach Gurgel nur 2 Varianten.

1. Einstreichen des Stumpfes mit Glyphosate.
( Scheint Unkrautvernichter zu sein, " Round- Up")

2. Behandlung mit Salz.( Umkehrosmose bzw. Osmoseverhinderung)
( Find ich eleganter )

Da hätte ich Fragen, denn mein Bio-Unterricht ist verdammt
lang her.

Kann das funktionieren?
Wie und wo sollte das Salz eingebracht werden?
Gibt es spezielle Salze, oder reicht Kochsalz?
#2093107
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Und dann habe ich noch gefunden, daß die Uni-Hohenheim
einen Langzeittest an Bäumen mit Kupfernägeln, Zink- Eisen
und Blei gemacht hat.

Die Bäume erfreuen sich bester Gesundheit. Einige wurden
gefällt, aber außer einer leichten Verfärbung des Holzes
wurde nichts festgestellt.

Also, das mit den Kupfernägeln im Baum ist ein Märchen.
Gast #2093116
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Bernd Funk schrieb:
> Also, das mit den Kupfernägeln im Baum ist ein Märchen.

Stimmt, kannst du getrost vergessen. ;-)

Bernd Funk schrieb:
> Wie und wo sollte das Salz eingebracht werden?
> Gibt es spezielle Salze, oder reicht Kochsalz?

Wie ich schon schrieb, ich habe normales Streusalz genommen, das in 
lauwarmem Wasser zu einem Brei angerührt und in die zuvor mit einem 
20mm-Bohrer (ca. 30 cm tief) gebohrten Löcher gefüllt.
Löcher so dicht und viele wie möglich. Aber aufpassen: die nassen 
Wurzeln erfordern viel Motorleistung, eine billig-Baumarktmaschine 
streikt da sofort. Ich habe eine Hilti TE52 dafür benutzt.
#2093264
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Paul Baumann schrieb:
> Kupfernägel wirken nur bei Kabelbäumen vernünftig.
> ;-)
>
> Bei der Hecke hilft nur der UB1 (Universalbagger 1)
>
> Der besteht aus einem Mann und einem Spaten.
>
> MfG Paul

Sicher Paul,

aber die Wurzel hat etwa einen Kubikmeter und ist zur
Hälfte unter eine Stützmauer gewachsen.

Außerdem bin ich zu alt für so nen Scheiß.
( Ich werd in 25 Jahren 80! )
#2093267
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Wann hab Ihr die Weide gefällt?
Wenn Ihr sie noch in der Ruhephase gefällt habt, wird die sehr 
warscheinlich nicht mehr austreiben.

Das mit dem Salz ist hald schon eine "Umweltsauerei".

Was auch geht, um den Stamm etwa 10cm tief ausgraben, dann den Stamm 
abschneiden, dann mit Erde wieder auffüllen. Dann verrottet die Wurzel 
langsam unter der Erde.
Gast #2093318
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Toni M. schrieb:
> Was auch geht, um den Stamm etwa 10cm tief ausgraben, dann den Stamm
> abschneiden, dann mit Erde wieder auffüllen. Dann verrottet die Wurzel
> langsam unter der Erde.

Das habe ich mal mit einem Kirschbaum gemacht.
Kam Rasen drüber, habe nie nachgesehen, ob er weg ist. Ausgetrieben hat 
er nicht mehr, abgesackt ist auch nichts.
Wenn nichts mehr darüber angepflanzt werden soll ist das sicher die 
einfachste und sauberste Methode.
#2843516
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Ich habe mich jetzt hier angemeldet, weil ich meinen Vorschreibern 
danken wollte, für die perfekte Unterhaltung, die sie geliefert haben; 
Keine Ahnung, ob das hier noch jemand liest, aber ich habe schon lange 
nicht mehr so herzlich gelacht wie beim Lesen dieses Thread. (Mal 
abgesehen davon, dass ich mir auch eine lange Liste mit möglichen 
Vorgehensweisen gegen meine 8m hohe Weide direkt neben dem Garten geholt 
habe.) Aber schreiben wollte ich vor allem, weil herrlich ist, wenn 
Menschen soviel Humor haben...

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