Netzteil zum TDA2030

Gast #2842885
Lesenswert?

Hallo,
ich habe mal eine frage zur Leistung eines Netzteils für ein Verstärker.
Leistungsdaten des Verstärkers:

200W :-)
Betriebsspannung 24 bis 36V max 5 A

Der Verstärker ist für mein Einsatzzweck völlig zu groß(von der 
Leistung) und das geforderte NT habe ich nicht. Egal der war nun mal da 
und nun will ich den auch nehmen.Ist es möglich, da ich nicht die 
gesamte Leistung des Verstärkers abrufe, dass Netzteil kleiner zu 
gestalten? Der Verstärker hat am Ausgang jeweils einen Lautspreches mit 
10 Watt Leistung.
Im Fundus habe ich einen Rinkern mit Mittelanzapfung 2x 10V und 45 VA 
Leistung. Kann ich mit dem ein NT nach siehe Bild aufbauen.
Beim schreiben merke ich gerade die Angabe 24V bis 36V, hmmmm komme ich 
damit überhat hin?
Angehängte Dateien:
Gast #2842896
Lesenswert?

Die Vorschrift zum Bau des Netzteils ist uebrigens Schrott. Der 
Widerstand sollte Stoerimulse unterdruecken. Und der Cap laesst jeden 
Muell durch...

Nein, der Ringkern kommt nicht hin. Die Spannung istwas um unteren Ende.
#2843387
Lesenswert?

> 200W :-)

Pro Endstufe kaum. Das würde eine Sinusspannung von knapp 30V an 4Ohm 
verlangen.
Da es eine Brücke ist, und der TDA2030 nur auf paar Volt an Ub ran 
kommte, fehlen mindestens von den 36V vielleicht so 5-6V. Also 30V Up. 
Macht grob gerechnet (wenn wir den Einbruch der Ub bei Last ignorieren) 
Urms=20V - also 100W an 4Ohm (die 5A passen auch dazu).

>Dein Trafo ist viel zu klein dafür, du brauchst mindestens einen 2x 18 V
>Trafo, 45 VA müssten reichen.

Wieso - wenn er nur 10W abrufen will?
Der TDA2030 geht offiziell ab +/- 6V los, wenn ich mich nicht irre.
Aber dann kann man die KT81x auch ausbauen, und für andere Zwecke 
nutzen.
(deren R_be dann aber überbrücken).


>Mich persönlich würde der Schaltplan mal interessieren. Hast du den
>gerade Parat?

Ist ein TDA2030 mit zusätzlichen Transis, deren Basisstrom vom Laststrom 
des TDA2030 gesteuert wird. Das ganze dann als Brücke (ist auch in 
irgendeinem Datenblatt mit drin).
ELV hat(te) sowas auch im Angebot.
Gast #2843392
Lesenswert?

Imgrunde geht's ja nur um die Versorgungsspannung der OPs. Schau doch 
einfachh mal ins Datenblatt. Wenn die bei +-8V oder so noch 
funktionieren (da bin ich fast absolut sicher) steht nem ersten Test 
nichts im Weg.


>Könnte man den auch nehmen.
Der hat ordentlich Spannung und für deine 10W-Boxen (bei 
Zimmerlautstärke gehen da keine 2W durch) reichen die ca. 1.3A des 
Trafos dicke.
#2843790
Lesenswert?

Mario K. schrieb:

> ich habe mal eine frage zur Leistung eines Netzteils für ein Verstärker.
> Der Verstärker hat am Ausgang jeweils einen Lautspreches mit
> 10 Watt Leistung.
> Im Fundus habe ich einen Rinkern mit Mittelanzapfung 2x 10V und 45 VA
> Leistung.

Der TDA2030 kann auch ohne zusätzliche Transistoren eine Leistung
von 10W liefern. Nimm die Standardschaltung aus dem Datenblatt,
dann passt auch Dein Trafo dazu. Als Siebelko würde ich da 2x4700µF
nehmen. Der TDA 2030 liefert kein Super-HiFi, ist aber für normale
Ohren ausreichend.
Gruss
Harald
Gast #2844015
Lesenswert?

> Könnte man den auch nehmen.

Warum hältst du dich nicht einfach an deinen Schaltplan ?

> Ja habe ich. Nur habe ich KT818 und KT819 als Transistoren drin.

2 x 12V/7A.

Das ist deutlich kein 42VA Trafo, sondern ein 168VA Trafo.

Der liefert auf Dauer keine 200 Watt, schon gar nicht bei nur 70% 
Wirkungsgrad so einer Endstufe die eher 285 Watt zieht, aber kurze Zeit 
kann man diese 286 W aus dem 168 VA Trafo holen. Diese 
Unterdimensionierung ist bei Audioverstärkern üblich, zum Schutz vor 
Dauerlast sollte eine Temperatursicherung ikm Trafo eingewebt sein.

(Ebenso sind Kühlkörper meist zu klein, und sollten auch mit einer 
Temperatursicherung versehen sein, damit der Verstärker bei schlechter 
Lüftung abschaltet).


http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.30
Gast #2845523
Lesenswert?

Bitte, an alle!Warum ich diesen Verstärker nehme?
Das hatte ich geschriegen... den Verst. hatte ich noch da gehabt und 
möchte mir auch nichts neues kaufen somal der neu war. Und außerdem ist 
er was die Platine angeht sehr klein.
Ich baue das NT mal auf und melde mich nochmal.Danke für eure Antworten.

mfg mario
#2845775
Lesenswert?

Mario K. schrieb:

> Bitte, an alle!Warum ich diesen Verstärker nehme?
> Das hatte ich geschriegen... den Verst. hatte ich noch da gehabt und
> möchte mir auch nichts neues kaufen somal der neu war. Und außerdem ist
> er was die Platine angeht sehr klein.

Es ist trotzdem albern. Wenn du nur 10W brauchst, dann ist eine 
Brückenschaltung aus 2x TDA2030 + Booster vollkommen überdimensioniert. 
Weder die Brückenschaltung noch der Booster machen den Klang besser.

Ein TDA2030 kann allein schon mehr als 10W. Oder ein einzelner TDA2005 
kann 2x 10W (für Stereo). Das Zeug kostet nackig fast nix. Und die 
üblichen Verdächtigen (Conrad, ELV, Pollin) sollten alle auch Module für 
kleines Geld haben, entweder fertig oder als Bausatz.

Was du vorhast, ist einen Leopard-Panzer zum Brötchenholen zu benutzen, 
wobei du daran scheiterst, daß du mit Ketten nicht bei der örtlichen 
Tankstelle vorfahren kannst.


XL
#2845791
Lesenswert?

Axel Schwenke schrieb:
> Mario K. schrieb:
>
>> Bitte, an alle!Warum ich diesen Verstärker nehme?
>> Das hatte ich geschriegen... den Verst. hatte ich noch da gehabt und
>> möchte mir auch nichts neues kaufen somal der neu war. Und außerdem ist
>> er was die Platine angeht sehr klein.
>
> Es ist trotzdem albern. Wenn du nur 10W brauchst, dann ist eine
> Brückenschaltung aus 2x TDA2030 + Booster vollkommen überdimensioniert.
> Weder die Brückenschaltung noch der Booster machen den Klang besser.

Ja, und man kann die beiden Endstufentransistoren problemlos
ausbauen und die Lötpunkte überbrücken. So reicht dann auch die
ansonsten etwas knappe Ausgangsspannung des Trafos aus. Es
müssen (ausser dem anscheinend schon vorhandenen Tafo) also
keine neuen Teile gekauft werden. Man kann ja die Beinchen der
Endstufentransistoren hochbiegen, damit später, wenn man vielleicht
doch wieder einen 100W-Verstärker mit entsprechend grossen Trafo
haben will, die Änderung rückgängig gemacht werden kann.
Gruss
Harald
#2845817
Lesenswert?

Mario K. schrieb:

> Ich möchte mir auch nichts neues kaufen.

Noch mal kurz zu den sinnvollen, durchaus geringen Änderungen
im obigen Schaltplan:
Widerstände R1, R4, R10, R11 mit Drahtbrücke kurzschliessen.
(Ersatzweise B und E der 4 Endstufentransistoren)
Kollektoren der 4 Endstufentransistoren auslöten und hochbiegen.
Parallel zu C3 und C5 jeweils einen 10k-Widerstand parallel schalten)
Das wars.
Für das Netzteil würde ich die beiden Sek. Wicklungen des
Block-Trafos parallel schalten. Falls die im Schaltplan gezeigten
grossen Siebelkos nicht da sind, würde auch ein Siebelko reichen.
Obige Änderungen sind auf jeden Fall sinnvoll, weil sonst die
gewünschte Ausgangsleistung von ca. 10W nicht zu der Betriebsspannung
passt. Da führt dann dazu , das wesentlich mehr Leistung im
Verstärker hängen bleibt, als an dem Lautsprecher ankommt.
Gruss
Harald
Gast #2845950
Lesenswert?

o.k ich habe mir folgendes Angenommen:

Alles Überdimensioniert was ich da mache? Stimmt!
Also habe ich die Boxen genommen und die alten Lautsprecher gegen neue 
ausgetauscht. ( die hatten 6 Watt :-) )
So jetzt habe ich satte 30 Watt Lautsprecher zu versorgen ( Ja ja das 
ist auch nicht die Megaleistung ).
Dann habe ich nochmal rumgekramt und einen Ringkern mit 2x18V/2x 4,4A
gefunden. So... kann man jetzt die Schaltung nicht so lassen?

Ich würde das NT wie im Bild aufbauen. Bei der große der C bin ich mir 
nicht sicher. Was ich einsetzten würde wäre 2x 5600yF/50V pro Seite.



Ps.: der Panzer kann jetzt noch drei Brote mitbringen.
Angehängte Dateien:

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren