UART und CAN ohne Gegenstelle testen (loopback?)

Gast #719597
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Hallo,

ich will eine RS232 Schnittstelle ohne eine Gegenstelle testen um zu 
sehen ob alles richtig verlötet ist und die Bauteile keine Fehler haben. 
Ich habe mir gedacht ich verbinde RxD und TxD miteinander (Stecker drauf 
an dem RxD und TxD verbunden sind). Dann schicke ich was raus und prüfe 
ob es genauso wieder ankommt.
Funktioniert das so im Prinzip oder ist das abhängig vom verwendeten 
Controller? Oder kann das gar nicht funktionieren?

Die CAN Schnittstelle will ich auch testen, die funktioniert nun aber ja 
ganz anders und ich denke ohne Gegenstelle wird kein kompletter 
Funktionstest möglich sein. Ich habe hier was von Loopback beim CAN 
gelesen, damit kann ich aber nur den Controller testen oder?
Gast #719603
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Also, mit CAN kannst Du das komplett vergessen.


Auch mit UART ist dieser Funktionstest nur sehr eingeschränkt möglich 
bzw. sinnvoll.

Mit Scope tut man sich einfacher (UART) bzw. einen (alten) PC 
dranhängen, der noch eine RS232 hat.  Pins 2,3,5.

Einfaches Terminalprogramm verwenden, z.B.  "occonsole" von 
www.elektronikladen .

Oder aus DOS Zeiten bei uralter Kiste "TERM90" oder "TERM95".

Keinesfalls den "Hyperterminal" Mist.
Gast #719605
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jepp, so isses.
UART-loop-back funktioniert so, wie du es beschreibst.
Beim CAN hast du einen automatischen loop-back, da der CAN-Controller 
seine eigene Botschaft wieder empfängt. Stimmt die nicht, hast du 
entweder die Arbitrierung verloren (anderer Knoten überschreibt 
rezessive Bits im ID-Feld).
Treten Fehler in anderen Feldern auf, bekommst du diverse verschiedene 
Errors.
Im Prinzip kannst du mit passender Software auch einen Bus mit nur einem 
Knoten testen. Du musst nur verhindern, dass sich der sendende Knoten 
nicht totläuft und abschaltet, da er kein ack bekommt. Ob und wie das 
geht, weiss ich nicht.
#719620
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Klaus wrote:

> Keinesfalls den "Hyperterminal" Mist.

Solche und ähnliche Aussagen über Hyperterminal liest man
oft in diesem Forum. Allerdings verstehe ich nicht wirklich
wie es dazu kommt. Was ist den an Hyperterminal 'Mist'?
HyT hat bei mir immer zuverlässig funktioniert und das getan
wofür es ausgelegt wurde. Das einzige was etwas nervt, ist
die ganze Einstellerei am Programmstart. Aber das wars dann
auch schon.
Gast #719650
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Hmmm,

wenn ich mit meinem Hyperterm 10mal ein 'U' (=0x55) sende, kommt das 
beim Gegenüber an:
55 D5 55 D5 55 D5 55 D5 55 D5

Erst wenn Hyperterm ein Zeichen von der Gegenstelle empfängt sendet es 
korrekt:
55 55 55 55 55 55 55 55 55 55

Andere Applikationen die über RS-232 Daten senden, weisen diese Macke 
nicht auf, z.B. Br@y-Term, etc...


Hyperterm Ver:2600.xpsp1.020828-1920, 96008N1 No Handshake
Mutterbrett: K7S6A/SiS745
Serieller Treiber: Microsoft 5.1.2600.0
Inf.File: msports.inf

Solltest vielleicht auch mal testen... @Karl heinz Buchegger
Gast #719665
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Tja, und hier reproduzierbar. (und nur bei Hyperterm)
Ich würd mich auf Hyperterm bei kritischen Dingen, wie Firmwaredownload, 
nicht mehr verlassen wollen.

P.S.: Sicher das Gegenstelle nicht doch schon ein Zeichen gesendet hat, 
z.B. eine Modeminitialisierung? Dann ist der Effekt nämlich weg.
#719676
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Ekschperde wrote:

> P.S.: Sicher das Gegenstelle nicht doch schon ein Zeichen gesendet hat,
> z.B. eine Modeminitialisierung? Dann ist der Effekt nämlich weg.

Yep.
AVR empfängt Zeichen, gibt sie per LED am Port aus und sendet selbst
nichts.

OK. Ich hab auf meinem HT (auf Win98) den Effekt nicht, was ja
nicht heissen soll, dass er nicht existiert. Ich glaub es euch ja.
Gut zu wissen, wenn mal jemand von diesem Effekt berichtet.
Damit ist HT allerdings dann wirklich unten durch. Werds in
Zukunft nicht mehr als USART Test empfehlen.

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