In der letzten Woche ist ein wahrer Sturm der Neuerungen über die Industrie hergebrochen. Neben der Verfügbarkeit des Raspberry Pi 5 gibt es eine Adapterplatine, die dem Arduino Portenta X8 die Nutzung von RPi-Peripherie ermöglicht. Was es sonst Neues gibt, verrät dieser Round-Up.
Raspberry Pi fünf nun verfügbar.
Beginnen wir mit der „größten“ Meldung: der unter Beitrag "Raspberry Pi 5 – schnellere CPU, PCIe, aktive Kühlung und höhere Preise" im Detail vorgestellte Raspberry Pi fünf ist ab sofort kommerziell erhältlich. Eine OEMSecrets-Verfügbarkeitsanalyse zeigt derzeit das in der Abbildung gezeigte Bild.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/request-stock?pn=raspberry%20pi%205
Wie bei vergangenem Roll-Outs gilt, dass die Raspberry Pi Foundation den Ameisenhandel gegenüber größeren Distributoren bevorzugt. Spezifischerweise findet sich unter https://www.raspberrypi.com/news/raspberry-pi-5-available-now/ folgende Aussage zur Verfügbarkeit:
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Unter https://www.raspberrypi.com/news/the-inside-story-on-the-new-raspberry-pi-5-hackspace-72/ findet sich außerdem ein Interview, das auf „Änderungen und Neuerungen“ eingeht. Die unter https://www.raspberrypi.com/news/benchmarking-raspberry-pi-5/ bereitstehenden Benchmark-Ausführungen und das unter https://www.raspberrypi.com/news/image-processing-on-raspberry-pi-5-our-new-hardware-image-signal-processor/ bereitstehende Interview zur „neuen“ Kamera-Schnittstelle sind für intensive Nutzer der Raspberry Pi-Plattform mit Sicherheit ebenfalls interessant.
AEC-Q200 jetzt mit Richtlinien für Sicherungen.
Über die Frage, was eine für den Automotive-Bereich besonders gut geeignete Sicherung ausmacht, herrschte bisher Diskussionsbedarf. Der AEC-Q200-Standard wurde nun um einen Abschnitt erweitert, der explizit mit den Ansprüchen an Sicherungen im Automotive-Bereich auseinandersetzt. LittelFuse stellt unter https://www.electronicproducts.com/aec-q200-adds-reliability-qualifications-for-fuses/ einen lesenswerten Text zur Verfügung, der auch kurz auf die Geschichte des Standards eingeht.
MicroEJ: Flush Analyzer hilft bei der Sicherstellung hoher Grafik-Performance.
Die Java-Runtime Micro EJ war auf Mikrocontroller.net in der Vergangenheit immer wieder Thema - verwiesen sei beispielsweise auf Beitrag "MicroEJ: JavaScript-Unterstützung angekündigt, Python und Kotlin ante portas". Mit dem unter https://docs.microej.com/en/latest/ApplicationDeveloperGuide/UI/Advanced/how-to-microui-flush-visualizer.html?mc_cid=62b9aace2c&mc_eid=fc13c397ce im Detail beschriebenen Flush Analyzer steht nun neues Werkzeug zur Verfügung, das sich auf die „Optimierung“ der Grafik-Performance spezialisiert hat.

Wie anhand der Abbildung ersichtlich handelt es sich dabei um ein Analysesystem, dass die Anzahl der zur Erzeugung eines am Bildschirm erscheinenden Schirms notwendigen Zeichenbefehle analysiert. Über die Metrik Area drawn ermittelt das Werkzeug außerdem, wie viel „Prozent“ des Bildschirms tangiert wurden - Werte von über 100% weisen darauf hin, dass manche Pixel mehrfach bemalt werden.
Arduino: Portenta Hat Carrier ermöglicht Nutzung von Portenta-Boards mit Raspberry Pi-Erweiterung Hardware.
Die Arduino-Gruppe richtet sich seit einiger Zeit auch an professional Computing - einige der Portenta-Systeme sind zur Ausführung von Embedded Linux-Distributionen befähigt. Problematisch ist mit Ihnen, dass diese (vergleichsweise teuren) Platinen bisher nicht am Erfolg von Arduino Uno und Co. anknüpfen konnten, weshalb es wenig schlüsselfertige Erweiterungshardware gibt. Zur „Lösung“ des Problems steht nun der Portenta Hat Carrier zur Verfügung, der dem Portenta X8 - wie in der Abbildung gezeigt - die Nutzung von RasberryPI-Hardware ermöglicht.


Bildquelle: Arduino.
Weitere Informationen über das Boards finden sich unter https://www.arduino.cc/pro/hardware-product-portenta-hat-carrier/. Im Arduino Store ist die Platine derzeit - wie in der Abbildung gezeigt - um 39 EUR erhältlich.

Bildquelle: https://store.arduino.cc/products/portenta-hat-carrier?
Canaan: K210-Nachfolger K230 bei AnalogLamb erhältlich.
Per se war die Auslieferung des AI-Kombinationscontroller K230 - er ist der Nachfolger des unter anderem am MaixDuino verwendeten K210 - für das Jahr 2022 geplant: diverse Probleme im Hause Canaan haben die Verzögerung bewirkt. Nun gibt es allerdings beim auf chinesische „Special Interest-Boards“ spezialisierten Anbieter AnalogLamb die in der Abbildung gezeigte Platine zu erstehen.

Bildquelle: https://www.analoglamb.com/product/kendryte-k230-risc-v-development-board-canmv-k230/
CNX Software verspricht die folgenden Spezifikationen:
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Problematisch ist, dass es für den K230 - wie bei AnalogLamb leider üblich - nur Dokumentation in chinesischer Sprache gibt. Die eigentlichen Dokumente beschränken sich derzeit auf ein Flowchart, das einen Überblick der im K230 enthaltenen Komponenten bietet.
Infineon-Funkmodule nun mit Wifi 6 und Bluetooth 5.4.
Infineon Funkmodul-Serie CYW ist spätestens seit dem Design Win im Raspberry Pi Zero W populär. In einer vor wenigen Stunden ausgesendeten Pressemitteilung vermeldet das Unternehmen nun eine „Erweiterung“ der Produktfamilie, die auf Aktualisierungen in den zugrunde liegenden Funkstandards eingeht:
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zum Zeitpunkt der Drucklegung verspricht Infineon, dass die Bauteile ab sofort in Musterstückzahlen verfügbar sind. Die Verfügbarkeit des CYW5512 ist im März 2024 avisiert, während die „größere“ Variante CYW55513 im Juni 2024 verfügbar wird. Weitere Informationen finden sich wie immer in der unter https://www.infineon.com/cms/en/product/promopages/CYW5551x/?redirId=269261 bereitstehenden Produkt-Hauptseite.
Infineon: Cloudservice zur Schlafqualität-unter Bewachung.
Der Trend zur „anbieten von Services“ macht auch vor der Chipindustrie keinen Halt. Der neueste „Mitspieler“ ist dabei Infineon, die mit XENSIV™ Sleep Quality Service einen auf die Schlafqualität vorgesehenen Service lancieren:
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Über die Anforderungen an einschreibbare Hardware verrät die Meldung folgendes:
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Phoenix Contact: Gleichstrom-Steckverbinder mit lichtbogenlöschender Elektronik.
Der ArcZero-Steckverbinder verdient schon ob des in der Abbildung gezeigten Aufbaus eine kurze Erwähnung.

Das „Alleinstellungsmerkmal“ dieses Verbinders ist eine integrierte Elektronik, die sich beim „Teilen“ der Verbindung um das Eliminieren des Lichtbogens kümmert. In der offiziellen Ankündigung finden sich folgende Aussagen:
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