hallo
bei einem Netzteil von MeanWell habe ich bereits vor Monaten einen
defekten Elko festgestellt. Das Gerät wurde seither nicht mehr benutzt.
Da ich gerade dabei bin, bei Farnell zu bestellen, möchte ich auch den
Elko für das Netzteil mitbestellen.
Leider ist der alte, defekte nicht mehr auffindbar. Das einzige Bild das
ich im Netz gefunden hab ist im Anhang. Kann hier jemand den Wert
erkennnen bzw hat jemand ein identisches Netzteil und kann den Wert des
Elkos dort ablesen?
R-Type schrieb:> bei einem Netzteil von MeanWell habe ich bereits vor Monaten einen> defekten Elko festgestellt.
Wenn schon der Primärelko kaputtgegangen ist, dann solltest Du, wenn
Deine Möglichkeiten das zulassen, auch die Elkos auf der anderen Seite
prüfen. Die werden unter Last eher noch schlimmer rangenommen.
ich habe heute den defekten Elko ersetzt mit 100µF 400V
Nach dem Einschalten lief das Neztteil etwa 20 Sekunden (ohne Last)
dann explodierte der gerade getauschte Elko (er war extrem heiß)
Was kann der Grund dafür sein? Er war sicher nicht verpolt und der
Spannungsbereich sollte auch passen, zumal ich das NT mit 120V betreibe
(am Elko liegen 170V an)
> ich habe heute den defekten Elko ersetzt mit 100µF 400V
Gibt ja auch nur einen Typ Elko auf der Welt ;)
Wird halt kein Low-ESR gewesen sein, mit der Zeitverzögerung gibts
eigentlich keine andere Ursache. Verpolt hätte es gleich geknallt.
R-Type schrieb:> Was kann der Grund dafür sein? Er war sicher nicht verpolt
Es gibt sicher vor dem Elko einen Brückengleichrichter.
Hast Du den geprüft? Ich hatte mal den Fall das eine der vier Dioden
defekt war.
hp-freund schrieb:> R-Type schrieb:>> Was kann der Grund dafür sein? Er war sicher nicht verpolt>> Es gibt sicher vor dem Elko einen Brückengleichrichter.> Hast Du den geprüft? Ich hatte mal den Fall das eine der vier Dioden> defekt war.
Da sollte aber die Netzsicherung ansprechen, sofort.
Georg A. schrieb:> Wird halt kein Low-ESR gewesen sein, mit der Zeitverzögerung gibts> eigentlich keine andere Ursache.
Ohne Last spielt der ESR keine nennenswerte Rolle.
hinz schrieb:>> Es gibt sicher vor dem Elko einen Brückengleichrichter.>> Hast Du den geprüft? Ich hatte mal den Fall das eine der vier Dioden>> defekt war.>> Da sollte aber die Netzsicherung ansprechen, sofort.
Das kann man zwar denken, widerspricht allerdings meiner Erfahrung
und wahrscheinlich auch von anderen hier...
Mani W. schrieb:> hinz schrieb:>>> Es gibt sicher vor dem Elko einen Brückengleichrichter.>>> Hast Du den geprüft? Ich hatte mal den Fall das eine der vier Dioden>>> defekt war.>>>> Da sollte aber die Netzsicherung ansprechen, sofort.>> Das kann man zwar denken, widerspricht allerdings meiner Erfahrung> und wahrscheinlich auch von anderen hier...
Wenn 170V an einem 400V-Elko anliegen, passiert garnichts.
Also irgendwas stimmt da nicht.
Entweder der PFC ist hochgelaufen und hat >500V auf den Elko gegeben,
oder der Elko war verpolt
oder
oder...
Gut, wenn eine Diode einen Schluss hätte, sollte die Sicherung
natürlich fliegen...
Hätte eine Diode keinen Durchgang mehr, dann bekäme der Elko
nur mehr eine Halbwelle ab...
Und dass der bei 170V dann abrauscht, ist mehr als mysteriös...
Ich denke an Verpolung, der ESR kann es wohl nicht sein, um den
in die ewigen Gründe zu verfrachten...
Mann-o-Mann!
Defekte Schaltnetzteile prüft man doch nicht, indem man sie direkt ans
niederohmige Netz knallt.
Wenn es da vorher nur den Elko zerissen hat, haut es dann mit höchster
Wahrscheinlichkeit auch noch andre Teile zusammen.
Eine Glühlampe als Strombegrenzer ist da eine nützliche Hilfe.
Peter R. schrieb:> Wenn es da vorher nur den Elko zerissen hat, haut es dann mit höchster> Wahrscheinlichkeit auch noch andre Teile zusammen.
Erklärt aber nicht, dass es den neuen Elko bei angeblich nur 170 Volt
nach 20 Sekunden zerlegt hat!
Was wäre, wenn zwei Dioden im Brückengleichrichter Kurzschluss haben
und zwei Dioden durchgeknallt ohne Widerstand
und damit Wechselspannung am Elko anliegt?
R-Type schrieb:> Was kann der Grund dafür sein? Er war sicher nicht verpolt und der> Spannungsbereich sollte auch passen, zumal ich das NT mit 120V betreibe> (am Elko liegen 170V an)
Woher hast Du die 120V? Ich wollte mal eine selbstgebaute PFC testen und
hatte einen Spannungsteiler mittels 2 MKP-Kondensatoren 2,2µF
eingesetzt. Ich hatte so ungewollt einen Resonanzkreis aufgebaut und die
Spannung stieg rasant am Elko. Die 450V wurden dabei leicht
überschritten bevor ich den Strom unterbrechen konnte.
mfg klaus
Mani W. schrieb:> Was wäre, wenn zwei Dioden im Brückengleichrichter Kurzschluss> haben> und zwei Dioden durchgeknallt ohne Widerstand> und damit Wechselspannung am Elko anliegt?
Das ist Gewinnklasse 1 im SNT-Lotto! Der Preis wird frei Haus geliefert
und besteht aus 10m³ gebrauchter Elkos.
Ansonsten fliegt da in weit weniger als 20s die Sicherung oder Elko.
hinz schrieb:> Ansonsten fliegt da in weit weniger als 20s die Sicherung oder Elko.
Schon! Hast recht und ich würde bei Verpolung keine 5 Sekunden setzen...
Also, wir haben immer noch keine Ursache, wir wissen auch nicht, ob
der neue Elko richtig eingelötet wurde und wenn der wirklich 400 Volt
schnallt, dann sollte er noch leben...
Alles andere ist mir schleierhaft...
Wenn eine Diode durch ist, fliegt keine Sicherung und der Elko geht
trotzdem durch. Schon paar mal gesichtet.
Die paar BE vor dem Elko kann man weißgott durchmessen.
Hinter dem Elko trennt man erst mal auf. Da weiß man, ob bis dahin alles
i.O. ist.
michael_ schrieb:> Wenn eine Diode durch ist, fliegt keine Sicherung und der Elko> geht> trotzdem durch. Schon paar mal gesichtet.
Die normalen Sicherungen durch NH200A ersetzt?
> Die paar BE vor dem Elko kann man weißgott durchmessen.
Nochmal: das NT hat eine aktive PFC!
Systematische Fehlersuche scheint ausgestorben zu sein.
Dann nimm die PFC einfach raus!
Ein Elko stirbt bei falscher Spannung langsam, auch 20s sind das.
Da kommt keine Sicherung.