WS2812B LED Anbindungen (Kupfer) lassen sich nicht löten.

Gast #5542441
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Zurzeit versuche ich 2 LEDS eines WS2812 Streifens zu löten, dies 
gelingt jedoch nicht aufgrund der Kupfer Anbindungen.

Eine LED besitzt 3 Anbindungen:
- GND
- DIN
- 5V

Diese Anbindungen sind einfach nur Kupfer Flächen an denen gelötet 
werden muss (Siehe Anhänge).
Das Problem ist, dass sobald ich mit dem Lötkolben & Lötzinnchen ans 
Kupfer drankomme, nichts gelötet wird.
Sprich, das Lötzinn bleibt nicht am Kupfer hängen.

Das Lötzinn ist sehr dünn und das bringt schon meine Zweifel (<-- Kein 
Flussmittel enthalten?)

Mit Flux bzw. Flussmittel habe ich bisher nicht explizit gearbeitet, 
jedoch habe ich es bereits am Kupfer probiert (mit dem Lötkolben 
enthalten) und es zeigt sich keine Veränderung...

Tippe 50€ auf Oxidierung. Wo liegt hier nun der schwarze Peter?
Angehängte Dateien:
Gast #5542450
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BTW: Einwenig Lötzinn an den Kolben, das Pad (das Kupfer) erwärmen und 
dann mit dem Lötzinn aufs Pad.
Kann auch sein das das Pad die Wärme zu schnell abzieht. Dann ne 
grössere Lötspitze und/oder die Temp. hochdrehen.
Gast #5542529
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Stimmt, das kommt recht oft vor bei den Dingern.

Flächig abkratzen ist meist nicht nötig:
Kleinen Kratzer machen, sobald das Zinn dort greift verteilt es sich 
rasch über die gesamte Pad-Fläche.

Oder direkt mit dem Lötkolben+Zinn etwas kratzen geht auch.
#5542552
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Teo D. schrieb:
> Das Problem haben die eigentlich alle. Ich Tippe auf
> Produktions-Schmodder.
Könnte mir eher vorstellen dass da eine hauchdünne Schicht von einem 
Lack drauf ist. Schließlich ist das sonst blankes Kupfer und das 
Oxidiert selbst in Innenräumen auf lange Sicht (und auch in der 
Lagerhalle vor dem Kauf).

Trotzdem wird das durchlötbarer Lack sein und ich hab sowas auch schon 
gelötet. Tippe daher auf zu wenig Hitze.
Gast #5542575
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Alex G. schrieb:
> Teo D. schrieb:
>> Das Problem haben die eigentlich alle. Ich Tippe auf
>> Produktions-Schmodder.
> Könnte mir eher vorstellen dass da eine hauchdünne Schicht von einem
> Lack drauf ist. Schließlich ist das sonst blankes Kupfer und das
> Oxidiert selbst in Innenräumen auf lange Sicht (und auch in der
> Lagerhalle vor dem Kauf).
>
> Trotzdem wird das durchlötbarer Lack sein und ich hab sowas auch schon
> gelötet. Tippe daher auf zu wenig Hitze.

Macht Sinn, werde einen neuen vernünftigen Lötkolben kaufen. Werde dann 
zurückschreiben.

PS: Wie ist das Flussmittel aufzutragen? Mein Flussmitel ist solid und 
habe bisher den Lötkolben reingehalten um es überhaupt flüssig zu 
bekommen...
#5542585
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Juanito si! si! si! schrieb:
> PS: Wie ist das Flussmittel aufzutragen? Mein Flussmitel ist solid und
> habe bisher den Lötkolben reingehalten um es überhaupt flüssig zu
> bekommen...
Festes Kolphonium ist nicht das ideale.
Für relativ grobes wie das hier, kann man oben erwähnte 
Flussmittelstifte nehmen.
Für Platinen nimmt man oft, wenn man nicht grad >10€ für winzige Tuben 
Spezialmittel zahlen will, sogenannten "Löthonig" (die billigen 
Flussmittelstifte können dagegen zu agressiv für Platinen sein).
Das ist Kolphonium in irgendwas wie Isopropanol gelöst. Das kannst du 
dir auch selbst aus deinem Kolphonium machen und das kommt dann auf 
betreffende Stelle.
Beim Aufsetzen des Lötkolbens blubbert das schön und es entfaltet seine 
Wirkung.
Nach dem löten, Reste mit isoprop entfernen weil das Zeug noch lange 
klebrig bleibt (wirklich wie Honig).

EDIT: Ich gehe mal davon aus dass du durchsichtiges, kupferfarbenes 
Kolophonium hast und keinen weissen "Salmiakstein" der oft bei Lötkolben 
aus unerfindlichen Gründen beiliegt (das Zeug wird nicht für Elektronik 
verwendet).
Gast #5542730
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Niemand sagt das man sie nutzen muss. Aber manchmal sind sie hilfreich. 
Kommt halt immer drauf an.

Was hier genau das Problem ist kann niemand wissen. Deswegen kommen hier 
viele Ratschläge was man alles so gegen "lötet nicht richtig" Probleme 
tun kann. Was im konkreten Fall das richtige ist lehrt die Erfahrung.
#5542849
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michael_ schrieb:
> Und dann hast du ein Loch in der Folie.
>
> Seit wann ist braune Farbe eine blanke Kupferfläche?

Richtig und das ist auch gut so, denn solange noch Folie über dem Kupfer 
ist geht das Löten eben nicht.

Entweder es ist blankes Kupfer (was ich vermute) oder es ist eine dünne 
Schicht drüber als Schutz die dann erst weggebrannt oder weggekratzt 
werde muss.

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