Behringer B112D Funktionsweise Netzteil

Gast #6036254
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Hallo zusammen,

ich versuche einen Behringer Aktivlautsprecher zu reparieren bei dem die 
Powerled nichtmehr leuchtet.

Bin wie folgt vorgegangen:
Keine sichtbaren Beschädigungen.
DC 15V + 5V nicht anliegend.
Gleichrichter i.O = 325V
Dann das Oszilloskop an den NCP1271 Chip angeschlossen. Dort kann ich 
die genau das gezeigte Schaltbild der Fault Operation sehen. “double 
hiccup”
Die VCC liegt zwischen 6-13V also i.O.

Ich verstehe aber nicht woher die VCC für den NCP1271 kommt. Laut 
Schaltbild versorgt dieser sich über einen Abgriff am Trafo. Wenn aber 
der Drv Pin nur unregelmäßig schaltet, woher versogt sich der Chip dann?

Das komische ist, wenn ich die 230V wegnehme leuchtet die Powerled kurz 
auf. Nicht aber beim Einschalten.

Wie kann ich weiter vorgehen?

Im Anhang die Lautsprecherschematik (PSU Seite 6) und das Datenblatt vom 
PowerIC.
Angehängte Dateien:
#6036267
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Michael schrieb:
> Wenn aber
> der Drv Pin nur unregelmäßig schaltet, woher versogt sich der Chip dann?

Der Chip versorgt sich zuerst zum Aufstarten aus der gleichgerichteten 
Netzspannung über R24 (100k) am HV Pin 8. Im normalen Betrieb kommt die 
Versorgung dann aus der schon angesprochenen Trafowicklung. Das schont 
den R24.

An deiner Stelle würde ich alle Halbleiter primär und sekundär einem 
kurzen Plausibilitätstest mit dem Messgerät unterziehen.
Sonst evtl. auch mal im Feedbackzweig messen wie die Signalform 
aussieht.
(Firma: matzetronics) #6036269
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Michael schrieb:
> Wenn aber
> der Drv Pin nur unregelmäßig schaltet, woher versogt sich der Chip dann?

Der Start des Chips wird über den HV Pin geregelt. Die kleine 
Stromquelle dahinter lädt den Elko an VCC vor. Der Chip kann mit dieser 
Reserve dann mehrfach zünden, bis die Hilfswicklung die Speisung an VCC 
übernimmt.

Hiccups haben meist eine von 3 Ursachen:
* Der Elko an VCC ist defekt
* Ein Kurzschluss auf der Sekundärseite lässt die 
Überstromschutzschaltung ansprechen.
* Die Erzeugung der Spannung aus der Hilfswicklung ist faul.

Niemals das Netzteil ohne die Optokoppler-Regelschleife starten. Eine 
Unterbrechung des OK führt zum Hochlaufen des Netzteils.
#6036297
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Ich tippe auch auf einen Sekundärseitigen Fehler.

Dennoch als erstes: C7 und C2 erneuern, irgendwann machen die sowieso 
Probleme.

Wenn es immer noch nicht geht:
-Netzteil aus
-mit Labornetzteil (Strombegrenzung!) V+, V- und an C85 nacheinander 
passende Spannung in richtiger Polarität anlegen und Stromaufnahme 
beobachten.
Übliche Kandidaten: Elkos/Dioden.
Wenn du es eh offen hast und schon ein paar Betriebsstunden auf dem 
Buckel: Elko-Kur, zumindest C29/C30 und C85.
#6036429
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Deswegen sind sie ja auch kaputt :-)
105° ist schon mal gut.
Wichtig ist der ESR bei höheren Frequenzen. C2 gehts rel. gut in der 
Schaltung, aber C7 bekommt einiges ab.
Noch kritischer ist es auf der Sekundärseite. Kann mir nicht vorstellen, 
dass  da stinknormale Elkos verbaut sind, die hätten nicht lange 
gehalten.

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