Altes Multimeter M-3650B, ein Traum!

Gast #6407338
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Aus Nostalgiegründen hatte ich mir ein neuwertiges Voltrcaft/ Metex 
M-3650B
ersteigert, das war mein zweites richtiges Multimeter überhaupt
Davor hatte ich das M-3630 oder so
Nun muss ich mit schrecken feststellen, das mich meine Erinnerung nicht 
getäuscht hat, das es eigentlich das beste bzw, mir liebste Multimeter 
jemals war!
Die Geräte die ich gerade direkt vergleiche
Metex=Volcraft
Metex M-3650B
Metex M-3650D
Uni-T UT71E
Mastech MS8218

Den mit Abstand besten Kontrakt hat das ganz alte 3650B!!
Die Messgeschwindigkeit ist  vom UT71E und 3650B vergleichbar  sehr 
schnell
Wobei es beim UNi etwas nervig ist, da die Anzeige sich erst nicht rührt 
und dann der Wert angezeigt wird, subjektiv ist das uralte 3650B also 
sogar schneller.
Der Druchgangspiepser des 3650B ist genau wie beim Masteck extrem 
schnell, bei den anderen völlig unbrauchbar langsam
Messgeschwindigkeit 4,7mOhm Widerstand
3650B ca.5 sec.
UT71E ca 3 sec.
MS8218 ca 3 sec.
3650D 5,5 sec

Die stabilität des Messwertes ist beim ältesten 3650B und dem 3650D am 
besten! haben aber natürlich auch viel weniger Counts, nur was bringen 
mir die, wenn die hin und her springen?!

Ich finde es traurig, das meine Erinnerung mich nicht getäuscht hat, und 
eines meiner ältesten Multimeter überhaupt, eigentlich das beste war...
Geht das anderen auch so?
Und ja, ich habe bei Conrad auch mal die Ausstellungsstücke von Fluke 
etc ausprobiert, aber zumindest die dort ausgestellten, vielen zumindest 
beim Rumspielen nicht besonders viel besser auf.

Nachteil beim B scheint das man es nicht kalibrieren kann, die Werte 
weichen etwa um 0,03V ab, was natürlich schon beim Laden häutiger Akkus 
relevant sein kann.

Ich verstehe nicht, das das 3650B Nachfolgemodell eigentlich in KEINEM 
Punkt wirklich besser ist , außer das es mehr Spielerei hat.
Ws extrem nervig ist, das war mir bereits damals bei 3650D aufgefallen, 
die Warnvorrichtung ,die vor falsch gesteckten Buchsen warnen soll, 
führt dazu, das wenn ein Stecker nicht 100% sitzt, die Messwerte völlig 
unbrauchbar sind bzw 0V oder viel zu wenig gezeigt wird.
Diesen Effekt gibt es beim ganz alten 3650B nicht! Der hat keine 
Warnvorrichtung das man A und V verwechselt, ist dafür aber zuverlässig, 
selbst wenn der Stecker nur zu 90% drin steckt

Wollte mich hierzu nur mal auslassen und würde mich über brauchbare 
Kommentare freuen.
Die, die nur stänkern wollen, behalten ihre Luft besser bei sich und 
tragen nicht weiter zur Klimaerwärmung bei ;-)
Gast #6407366
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Die alten Schätzchen bestanden quasi nur aus dem ICL71xx mit 
Beschaltung. Der Durchgangspiepser war eine separate Schaltung, und 
damit verzögerungsfrei. Bei späteren Modellen wurde ein ASIC mit 
Mikrocontroller verwendet, und das Messignal wurde vor der Anzeige bzw 
vor dem Piepsen erst verrechnet. Das ermöglichte Funktionen wie 
Datenschnittstelle und Bargraph, ging aber auf Kosten der 
Geschwindigkeit.

Aufpassen: Metex hat damals für alles und jeden OEM-Geräte gefertigt. Du 
bekommst die als Renkforce, Voltkraft, Monacor, Universum, usw. Die OEMs 
sehen zwar genauso aus wie die eigenen und basieren auf der gleichen 
Schaltung, die verwendeten Komponenten, insbesondere Spannungsteiler und 
Referenz, können aber signifikant abweichen. Da hat halt jeder bekommen 
was er bestellt hatte. Das wirkt sich auf Drift und Messgenauigkeit aus 
-- manche OEM-Geräte sind deutlich schlechter als die original 
Metex-gelabelten!


Mein als Schüler gekauftes Metex 4650 habe ich auch noch. Und es kann 
bei der jährlichen Kalibrierung am Fluke 5500A immer noch mit dem Fluke 
87V mithalten. Nur der Drehschalter muss regelmäßig gereinigt und 
gefettet werden.
Gast #6407857
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ich habe auch noch das 3650D, das konnte man 1994 oder etwas später in 
der Berufsschule über Mengenrabatt für den halben Preis kaufen.

Es hat dieses Jahr irgendwie einen Wackelkontakt bekommen.. habe jetzt 
ein Owon mit Bluetooth, das reicht mir auch.
Gast #6407871
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schön zu lesen,das ich offenbar nicht der einzige bin der es so 
empfindet.
Man denkt ja irgendwie, früher war alles besser..aber in diesem Fall ist 
neues offenbar zumindest nicht besser geworden
.Insbesonders das sehr Kontrastreiche Display ist schon traurig, das 
viele neue Geräte das nicht hinbekommen
Gast #6407925
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Apollo M. schrieb:

> ... mit was fürn Zeug geht das "fetten" am besten?

Das Zeug was ich hier habe nennt sich Berulub FK125. Wurde mir von 
unseren Schalterexperten empfohen. Zum Putzen der Schleifbahn nehme ich 
Isopropanol.


Mein 4650 hat auch noch seine originale Tasche. Das Panzertape am 
Scharnier wurde aber schon mehrmals erneuert :-)
Gast #6407997
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puuh der Bär schrieb:
> Ts, jetzt hab ich doch mal nachsehen müssen ob meine noch da sind ...

Eben auch mal nachgesehen, ob meines noch da ist. Meines heißt 
allerdings M3630D. Im Netz stolpere ich eben über den Schaltplan, den 
ich downloaden wollte. Leider werde ich beim Download an der Nase im 
Kreis geführt :-(

Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

https://elektrotanya.com/metex_m3630d.pdf/download.html
#6408083
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Da kommen Erinnerungen hoch. Ich habe in den 90ern ein Voltcraft VC506 
gekauft. Bin damals noch mit dem Zug nach Bielefeld gefahren, um dieses 
Teil in der Conrad Filiale zu kaufen. Für sagenhafte 199 DM statt 249 
DM. Ich benutze es heute noch, aber leider hat sich die serielle 
Schnittstelle verabschiedet, welche ich bisher gerne genutzt habe 
(eigenes Auswertungsprogramm geschrieben). Ist nicht reparierbar. Von 
der Genauigkeit her kann dieses Multimeter natürlich nicht mit einem 200 
€ (fast das doppelte wie damals) teuren Keysight mithalten, aber es ist 
einfach die Gewohnheit. Und das wichtigste: Es war mein erstes wirklich 
brauchbares True-RMS-Multimeter! Für mich hat es Kultstatus und werde es 
Benutzen, solange es funktioniert. 9V-Blocks bekomme ich zum Glück 
günstig. ;-)
Gast #6408185
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@Klaus R
Wie gesagt, das D ist totaler Schrott, habe ich oben ja verglichen.#
Die Sachen die ich gar nicht erst  beim D getestet habe, weil die völlig 
unbrauchbar sind, das man sich den Test sparen konnte:-(
#6408228
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Soul E. schrieb:
> Nur der Drehschalter muss regelmäßig gereinigt und
> gefettet werden.

Dann nimmst Du zuviel Fett.
Ich hab früher mal Uhren repariert.
Man nimmt etwas Fett auf die Fingerspitzen und dreht dann die Welle 
zwischen den Fingern. Wenn man die Welle dann in das Lager schiebt, 
dürfen keine Fettreste hervorquellen.
Auch die Blattfedern für die Rastung zieht man nur durch die Finger.
Als Fett eignet sich Uhrenfett sehr gut, das ist sehr langlebig.
Die Kontaktfedern bleiben natürlich absolut sauber und fettfrei. Dann 
kann sich dort auch kein Staub dranheften.
#6408356
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Hab mein M-3650B auch noch, inkl. Tasche ;-)

War damals ein Weihnachtsgeschenk und mein erstes "gutes" Multimeter 
(nach Hung-Chang).

Funktioniert immer noch ohne Probleme, die Genauigkeit müsste ich mal 
mit meinem Brymen vergleichen, aber für Alltagsmessungen immer noch OK, 
kann immerhin bis 20A (das Brymen nur bis 10).
Beitrag #6408380 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Gast #6568869
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Peter Trans schrieb:
> und natürlich ist mir klar, das keines davon Upper Class ist, aber man
> sollte doch annehmen das auch die "preisgünstigen" Multimeter, seit 1989
> deutlich besser geworden sein sollte

Ich hatte zwei neue, die ich schnell wieder in der Bucht veräußert habe. 
Wenn schon der Durchgangsprüfer Sekunden braucht, um in die Hufen zu 
kommen, über aussetzende Drehschalter (am Neugerät!), bis zu 
Messleitungen so dünn wie ein Nanoröhrchen. Nein Danke. Ich spreche von 
der unteren Preisklasse, aber trotzdem.

In den 1990ern habe ich für das Geld ein DT3800 gekauft, was ich anfangs 
sogar exzessiv im Außendienst genutzt habe, ohne groß Rücksicht zu 
nehmen. Es funktionierte bis vor einigen Wochen und ist jetzt noch 
überaus genau! Nur der 20V-Bereich setzt aus.

Nun habe ich mich ja nach einem neuen umsehen müssen, aber auch die 
teureren gefielen mir irgendwie nicht. Viele haben diese großen Anzeigen 
so hoch wie der Maintower. Ich bin Weitsichtig, aber schärfer sehe ich 
große Anzeigen auch nicht. Ein DT3800 war gerade nicht aufzutreiben. Ein 
M-3650B ist mir in der Bucht begegnet, ich wusste aber nicht ob es noch 
in Ordnung ist.

So habe ich mir kurz hintereinander ein Hioki 3231 und ein PeerTronic 
ADM 10A ersteigert und bin mit beiden sehr zufrieden. Das PeerTronic 
musste ich abgleichen, das Hioki lag noch in der Spezifikation. Die 
Durchgangsprüfer reagieren sofort.
(Firma: Rast und Ruh) #6569250
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Teo D. schrieb:
> Hier mal ein "Echtes" ;)

Mal ein Metex das gebraucht wurde. Schön:) Meins existiert leider nicht 
mehr. Hatte einen schlimmeren Bruch des Displays. Das Nachfolgemodell 
(nicht historisch gemeint) M-4650CR funktioniert aber noch einwandfrei.

Aus reiner Kuriosität: Stammen deine Bilder aus den 90ern? Oder ist dir 
die Kompression durchgegangen? :)
#6569318
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Jedzia D. schrieb:
> Aus reiner Kuriosität: Stammen deine Bilder aus den 90ern? Oder ist dir
> die Kompression durchgegangen? :)

Nein, aber die Kamera. :D
https://www.digitalkamera.de/Kamera/Olympus/C-1400L.aspx

Mit etwas mehr Licht, das ich künstlich nicht wirklich zur Verfügung 
stellen kann, macht das Ding aber ganz passable Bilder.... OK, mehr als 
4-5 Bilder im Jahr hier rein stellen und noch mal so viele zur 
Gedächtnisstütze bei Reparaturen, mach ich eh nich. Also alles noch kein 
Grund zur Veranlassung.... :)
#6648448
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Ich habe mir letztens aus lauter Verdruss über die Auto-Aus Funktion 
wieder zwei alte kantige Metex geholt (das waren auch die, die ich als 
Bub von meinem Taschengeld gekauft hab und dann irgendwie wieder 
hergegeben wurde.../ Von meinen geschätzt 50 Multimetern, die ich in 
meinem bisherigen Arbeits und Basteldasein nutzen durfte, war keins 
besser. Es hat halt keine LCR und Temp. Funktion, dafür verwende ich 
andere Geräte, aber es ist einfach und schnell wie der 0815 Messchieber 
den es seit 50 Jahren gibt.
#6648482
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Christian M. schrieb:
> Ich habe mir letztens aus lauter Verdruss über die Auto-Aus Funktion
> wieder zwei alte kantige Metex geholt (das waren auch die, die ich als
> Bub von meinem Taschengeld gekauft hab und dann irgendwie wieder
> hergegeben wurde.../ Von meinen geschätzt 50 Multimetern, die ich in
> meinem bisherigen Arbeits und Basteldasein nutzen durfte, war keins
> besser. Es hat halt keine LCR und Temp. Funktion, dafür verwende ich
> andere Geräte, aber es ist einfach und schnell wie der 0815 Messchieber
> den es seit 50 Jahren gibt.


Bei den Metex fehlt sich nichts.
Habe noch ein M-3850m.

MfG
Eppelein
Gast #6648545
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puuh der Bär schrieb:
> Ts, jetzt hab ich doch mal nachsehen müssen ob meine noch da sind ...

Meins sah auch so, wobei ich die Modellnummer nicht mehr im Kopf habe.

Ich habe da leider den Drehschalter mit einer Fehlbedienung gekillt. 
Ansonsten würde ich es wahrscheinlich heute noch primär verwenden.
#8017540
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Ihr Lieben, Ich hab auch noch so ein altes M-3650B (Voltcraft) hier bei mir und mich ebenfalls in das Teil verliebt. :-) Es war bis jetzt mein Hauptinstrument für die schnelle Messung. V.a. der 20A Messbereich begeistert mich und die genaue Durchgangsmessung. Jetzt ist es aber so, dass es seit ein paar Wochen keine genauen Messwerte mehr anzeigt. Zunächst hat es auf mich gewirkt, als wäre die 9V-Batterie leer (Durchgangsmessung zeigt bei offenen Kontakten 150mV und nicht "unendlich"). Aber leider bleibt das auch mit neuer Batterie. Dann ist mir aufgefallen, dass leider auch alle anderen Messbereiche falsche Werte anzeigen. Da mir das Teil am Herzen liegt, wollte ich fragen, ob ihr eine Idee hättet, was hier kaputt sein könnte? Die Kondensatoren hab ich mir größtenteils schon durchgesehen. Passen alle. Auch sonst sind mir keine kalten Lötstellen oder ähnliches aufgefallen. Hab es geputzt und was ich konnte gemessen. Wäre für jeden Hinweis sehr dankbar. Kann auch gerne Fotos liefern. Außerdem hab ich mir den Schaltplan runter geladen (siehe Anhang) Vielen, vielen Dank! Liebe Grüße, Peter P.S.: Oder besser für den Reparaturversuch einen neuen Thread eröffnen?

Angehängte Dateien:
#8017669
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Leider ist bei den Shunts und den Messbuchsen alles in Ordnung. Hab ich gerade überprüft. Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich eine Messreihe bzw. Vergleichsmessreihe gestartet. Dabei fällt auf, dass v.a. die Spannungs- und Strommessung stark daneben liegt. Die Widerstandsmessung geht eigentlich halbwegs. Ich hab zum Vergleich ein etwa gleich altes Metex M-4630 zur Verfügung, dass noch funktioniert. Hier die Messergebnisse:

Reparatur M-3650B:

Messreihe Widerstandsmessung:

M-4630 = M-3650B

100,1 Ohm = 94,1 Ohm

185,3 Ohm = 173,5 Ohm

Messbereichsumschaltung zeigt:

0,182 Ohm = 0,1854 Ohm

M-4630 = M-3650B

1,0001 kOhm = 0,987 kOhm

1,813 kOhm = 1,445 kOhm

Messbereichsumschaltung:

1,816 kOhm = 1,80 kOhm

4,000 kOhm = 3,97 kOhm

Messbereichsumschaltung:

4,03 kOhm = 3,9 kOhm

10,01 kOhm = 9,9 kOhm

11,05 kOhm = 10,9 kOhm

Gleichspannungsmessung:

M-4630 = M-3650B

-0,7314 V = -0,048 V

1,178 V = 0,078 V

Nach Messbereichsumschaltung:

1,188 V = 0,07 V

5,000 V = 0,32 V

10,033 V = 0,65 V

19,990 V = 1,30 V

Nach Messbereichsumschaltung:

20,01 V = 1,3 V

30,04 V = 1,9 V

39,01 V = 2,5 V

Nach Messbereichsumschaltung:

39,1 V = 002 V

AC-Spannungsmessung:

M-4630 = M-3650B

231,9 V = 15 V

DC-Strommessung:

M-4630 = M-3650B

29,17 mA = 2,1 mA

73,06 mA = 5,2 mA

153,63 mA = 10,8 mA

Messbereichsumschaltung:

0,256 A = 21,6mA = 0,04 A

0,766 A = 0,05 A bzw. zeigt auch im niedrigeren Bereich etwas an, aber da ist die Gefahr groß, dass die Sicherung durch brennt. Daher bin ich da nicht so lange drauf geblieben.

M-3650B Kapazitätsmessung: Keine Anzeige (0000) Funktioniert nicht.

Das funktioniert am M-4630 auch nicht (ist mir gerade aufgefallen, zeigt "unendlich" in allen Bereichen). Brauche ich aber auch nicht.

Vielleicht kann man dadurch auf etwas schließen, was kaputt sein könnte? Ich weiß da jetzt leider nicht weiter und würde mich freuen, wenn ich das Teil noch zum Laufen kriege. Vielen Dank für Eure Hilfe.

Ach so: Durchgangsmessung zeigt fix 150mV beim kaputten. Durchgangspieps funktioniert und Anzeige geht auch auf 0mV runter bei Kurzschluss, aber eben nicht höher hinauf. Danke! Lg, Peter

#8017702
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Interessant, mir kam das Gerät bekannt vor, und ich habe tatsächlich ein M-3900. Ich bin auch immer sehr überrascht gewesen, wie genau das ist.

Gerne würde ich das Display bzw. die Messwerte abgreifen und anderweitig darstellen. Es scheint aber so, dass ich dazu nur das Display abgreifen kann, da der IC Messung, Auswertung, und Darstellung in einem macht.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
#8017927
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Soul E. schrieb:

Den Drehschalter auseinandergebaut, gereinigt und die Kontaktfedern kontrolliert hast Du schon? Das vor allem falls die Werte schwanken wenn man den Schalter ein paar Grad hin und herdreht.

Vielen Dank! Ja, hab ich schon. Das war das erste, was ich kontrolliert habe. Der ist ganz sauber und hat gute Kontakte. Alles mit Alkohol gereinigt. Danke. Lg, Peter

#8017929
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Ralf X. schrieb:

Eine Datenreihe in Excel & Co und daraus erstellte Diagramme (Kurven) machen es leichter, eine Gesetzmässigkeit u.ä. zu erkennen.

Gute Idee. Danke. Mach ich noch. Ich bin allerdings mittlerweile der Meinung, dass wohl die Zehnerdiode kaputt gegangen ist, auf die sich alle diese Messungen beziehen. So wie ich das verstanden habe, arbeitet ein so ein Multimeter über den Vergleich zu einer Referenzspannung die über eine Zehnerdiode zur Verfügung gestellt wird, oder? Wenn die kaputt gegangen ist, funktionieren alle diese Bereiche nicht mehr richtig, oder? Ist jetzt nur mal so eine Vermutung. Die hab ich nämlich noch nicht gefunden und daher auch noch nicht messen können... Danke für Eure Beiträge! Hilft mir sehr. Lg, Peter

#8017956
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Jetzt hab ich die Daten in Diagrammen organisiert. Dabei sieht man, dass die Bereichsumschaltung doch weniger Einfluss auf die falsche Anzeige hat, als ich zunächst dachte. Anbei die Gleichspannungsmessung und auch die DC-Strommessung. Die Unterbrechungen in den Linien zeigen die Messbereichsumschaltung.

#8017992
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Teo D. schrieb:

Ich vermute ein Kalte-Lötstelle, am/um den 7106er rum.

Danke für den Hinweis, lieber Teo. Das hab ich jetzt gemacht. Der 7106er steckt in einem IC-Halter. Da hab ich ihn, sehr mühsam mit einem kleinen Schraubenzieger, raus gewerkelt und danach alle Lötstellen vom Halter nachgelötet. Außerdem mit einer kleinen rotierenden Drahtbürste (am Dremel) alle PIN's gesäubert und danach den 7106er wieder rein gegeben (auf Orientierung geachtet!). Es hat sich was getan: Leider nicht zum Positiven. :-( Er zeigt jetzt nur mehr Nuller-Werte an. Also auch bei der Ohm-Messung alles auf Null. Durchgangsmessung: Null (wo vorher 150mV waren). Spannungsmessung: Null. Bleibt auch auf Null, wenn man eine Spannung anlegt. Einzig, wenn ich mit dem anderen Messgerät auf Durchgangsmessung auf die Messpins gehe (da wird ja ein geringer Strom vom Messgerät geschickt - wollte wissen ob ich einen Schluss erzeugt habe) geht er auf "unendlich" in der Anzeige. Aber nur in einer Richtung. Also wenn ich die Messtrippen umdrehe zeigt er das nicht. Und zwar bei der Ohm-Messung. Alle anderen Bereiche bleiben auf Null. Sehr eigenartig? Kann es sein, dass ich den 7106er geschrottet hab? Ist der so empfindlich? Hmpfff... Danke! Lg, Peter

P.S.: Ach so, vielleicht noch dazu gesagt, ich hab alle Lötstellen vor dem Einbau mit der Lupe kontrolliert und auch mit Atzeton gereinigt. Danach noch einmal, nachdem ich den 7106er noch einmal raus genommen hab, wie ich gesehen habe, dass er keine Werte mehr anzeigt. Hab aber nichts gefunden und auch damit keine Änderung mehr bewirkt...

: Bearbeitet durch User
#8017996
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Von Drahtbürsten lösen sich gerne einzelne Drähte. Sowas versteckt sich gerne unter Sockel etc... Oder evtl. ein Bauteil Pin zum Nachbarn gebürstet.

Zahnbürste und IsoProp reicht normalerweise aus. Wenn's hartnäckiger wird, nen Glas-Radierer. Egal, Hauptsache nichts mit vielen Metalldrähtchen.

Beitrag #8018017 wurde vom Autor gelöscht.
#8018153
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Teo D. schrieb:

Von Drahtbürsten lösen sich gerne einzelne Drähte.

Puh, da hast Du freilich recht. Das könnte sein. Obschon ich darauf geachtet hab, nicht über der Platine zu bürsten. Könnte aber freilich sein, dass sich hier was drunter "gebürstet" hat. Hmpff... Ich werde es mir nochmal genauer ansehen. Danke für den Tipp. Hab mittlerweile nachgesehen, was der so kostet. Bei Mouser um die € 6,48. Ist jetzt nicht die Welt. Vielleicht riskiere ich es. Kann ein so ein großer Chip kaputt gehen? Über die Jahre? Oder auch durch mein heraus-werkln mit dem Schraubenzieher? Ich mein, da hat sich das Gehäuse sicherlich ein bisserl gewunden? Oder ist der so "elektro-statisch-sensitiv", dass ich ihn vielleicht damit getötet hätte (ist ja kein CMOS teil und ich hab auf meine Erdung geachtet? Mir kommt das sehr komisch vor? Hab schon einige Sachen repariert. Aber das ist mir so noch nicht untergekommen. Jedenfalls hab ich eine Veränderung bewirkt. Zwar nicht so sehr zum Guten. Aber immerhin, hat sich etwas getan. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob der Chip einen Fehler hat, oder die Kontaktierung. Werde nochmal alles durchsehen und wenn alles ok ist, vielleicht aus dem anderen Messgerät den Chip probieren (hoffe da ist der gleiche drinnen) bevor ich bestelle. Danke! Lg, Peter

#8018590
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Kurzes Update von mir: Chip ist nicht defekt. Beim Nachlöten der Pins hab ich eine Verbindung geschaffen, die so nicht sein sollte (dort wo die Massebrücke zwischen 2 Pins verläuft, liegt einer dazwischen, der ebenfalls dadurch Masse abgekriegt hat - siehe Bild). Mein Fehler. Aber zu meiner Verteidigung: Ist echt ein sehr sehr schmaler Spalt, der sich hier versehentlich gefüllt hat. Also neuer Chip nicht nötig. Jetzt werde ich mir die Funktionalität des Chips genauer ansehen und die Kondensatoren an dem Pin, den ich jetzt versehentlich auf Masse gelegt habe, prüfen. Könnte mir vorstellen, dass die eine Rolle spielen. Melde mich, mit einem Update, wenn's interessiert. Danke für Eure Hilfe bisher! Lg, Peter

Angehängte Dateien:
#8018595
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Peter schrieb:

Kurzes Update von mir: Chip ist nicht defekt. Beim Nachlöten der Pins hab ich eine Verbindung geschaffen, die so nicht sein sollte (dort wo die Massebrücke zwischen 2 Pins verläuft, liegt einer dazwischen, der ebenfalls dadurch Masse abgekriegt hat - siehe Bild).

Gratuliere, Du hast genau den Eingangspin getroffen. D.h. der Nullpunkt funktioniert schonmal :-)

Wenn Du den Drehschalter entfernst, dann müsste der Eingang in der Luft hängen. Dort, also an R2, kannst Du über eine 1,5 V-Batterie und ein Poti Spannungen zwischen 0 und 0,2 V anlegen und die müssten dann ordentlich angezeigt werden. So kannst Du prüfen ob der Wandler selber funktioniert.

Eine wichtige Rolle spielt der Kondensator C4, das ist der Integrationskondensator. Wenn die ADC-Werte zappeln oder weglaufen, dann würde ich den mal putzen oder gar tauschen. Und zwar gegen einen hochwertigen MKP oder Styroflex-Typen.

#8018746
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Soul E. schrieb:

Dort, also an R2, kannst Du über eine 1,5 V-Batterie und ein Poti Spannungen zwischen 0 und 0,2 V anlegen und die müssten dann ordentlich angezeigt werden. So kannst Du prüfen ob der Wandler selber funktioniert.

Eine wichtige Rolle spielt der Kondensator C4, das ist der Integrationskondensator.

Lieber Soul, Danke für Deinen Input. Das hab ich mir schon gedacht. ;-) Dank Deiner Anleitung hab ich mir das nun auch getraut, dort eine Spannung an zu legen. Und wirklich: Er zeigt AC 185V wenn ich 190mV anlege (mit dem anderen Multimeter gemessen). Also das scheint zu funktionieren. Auch hab ich die Kondensatoren, die dort rund um den Chip sitzen, ausgelötet und gemessen. Passen noch alle... Hmpfff... Jetzt liegt es anscheinend irgendwo davor. Das wird aber, denke ich, immer schwieriger? Da sind ja einige selbstgezimmerte Metex IC's, die hier rein streuen könnten?

Was mich am meisten stutzig macht: diese "fixen" 150mV beim Diodentest (Durchgangstest). Die haben sich auch nicht von heute auf morgen entwickelt, sondern sind langsam entstanden. Irgendwann ist er nicht mehr auf "unendlich" gegangen, wie ich ihn eingeschaltet hab - ja, klar Batterie geht zu Ende - hab ich mir gedacht. Stimmte aber eben nicht (weil auch kein Batterie-Symbol zu sehen war). Und langsam ist der Wert immer weniger geworden und steht nun fix auf 150mV. Geht aber schon auch runter gegen Null bei Kurzschluss. Aber eben max. bis 150mV. Und dabei haben sich auch parallel die anderen Messwerte "verschlechtert". Also irgendwie hängt das zusammen. Ich kann aus der Schaltung leider nicht heraus lesen, wo das genau "generiert" wird und welche Bauteile da etwa einen neg. Einfluss haben könnten. Bin für jeden Input dankbar. Vielen Dank auch schon für eure bisherigen Anregungen! Helfen mir sehr. Lg, Peter

#8018826
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Teo D. schrieb:

Schau dich mal bei R42-48 um.

Lieber Teo, Danke für Deinen Hinweis. Das kann gut sein. Hab mir die Widerstände nur teilweise angesehen. Aber Deine angegebenen Nummern finde ich im Schaltplan irgendwie nicht? Kann das sein? Bin ich blind? Bei mir endet die Nummerierung (glaub ich) bei R37? Hast Du einen anderen Schaltplan als ich? Vielen Dank!

Lg, Peter

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